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DE537889C - Vielfarbenwebstuhl - Google Patents

Vielfarbenwebstuhl

Info

Publication number
DE537889C
DE537889C DEG74572D DEG0074572D DE537889C DE 537889 C DE537889 C DE 537889C DE G74572 D DEG74572 D DE G74572D DE G0074572 D DEG0074572 D DE G0074572D DE 537889 C DE537889 C DE 537889C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thread
weft
loom
common
carrier
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG74572D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Grossenhainer Webstuhl & Masch
Original Assignee
Grossenhainer Webstuhl & Masch
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Grossenhainer Webstuhl & Masch filed Critical Grossenhainer Webstuhl & Masch
Priority to DEG74572D priority Critical patent/DE537889C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE537889C publication Critical patent/DE537889C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D47/00Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
    • D03D47/12Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms wherein single picks of weft thread are inserted, i.e. with shedding between each pick
    • D03D47/24Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms wherein single picks of weft thread are inserted, i.e. with shedding between each pick by gripper or dummy shuttle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Vielfarbenwebstuhl Es sind Vielfarbenwebstühle bekannt geworden, bei welchen die Schußfäden auf jeder Seite des Webstuhles je einem gesteuerten Fadenhalter zugeleitet werden, der unter Zuhilfenahme einer Mustervorrichtung das in Betracht kommende Fadenende einem gemeinsamen Schußeinträger darbietet.
  • In manchen Fällen, besonders bei der Herstellung von Chenillevorware, kommt es darauf an, daß der Schußfaden bis zum Einbinden durch das neue Fach vollkommen straff gespannt gehalten wird, weil sonst durch einen wellig liegenden Faden'nach dem Durchschneiden schiefe und wellige Bänder entstehen.
  • Die Erfindung geht darauf aus, die Schußfäden trotz Anwendung einer beliebigen Zahl von Farben nicht nur bis zum Fadenhalter, sondern auch während des Durchganges des Schußeinträgers vollkommen gestrafft zu erhalten, und zwar bis das neue Fach gebildet ist. Die Erfindung betrifft die hierzu erforderliche Gesamtanordnung im Webstuhl.
  • Zu diesem Zwecke werden die Schußfäden von den auf beiden Seiten des Webstuhles angeordneten Laufspulen über Leitwalzen, durch j e ein Rietblatt geordnet, den mit einer das Rückgleiten des Fadens verhütenden Bremse ausgerüsteten Fadenzubringern zugeleitet, die in an sich bekannter Weise wie die Typenhebel einer Schreibmaschine zueinander angeordnet sind und bei ihrer durch eine für die Einrichtungen auf beiden Webstuhlseiten gemeinsame Lesevorrichtung eingeleiteten Ausschwingung das Fadenende dem Schußeinträger in Gestalt eines besonders ausgestalteten Wurfschützens darbieten, wobei der Schußfaden auch nach Abschneiden durch einen gesteuerten Drücker o. dgl. auf der jeweiligen Schlagseite des Stuhles während des Durchganges des Schußeinträgers durch das Fach bis zum Schließen des Faches und Anschlagen des Webblattes durch den Schußeinträger fest und gespannt gehalten wird.
  • An sich ist bereits bekannt, bei Webstühlen mit von größeren Spulen abgezogenen Schußfäden sogenannte Laufspulen zu verwenden. Auch ist die Anbringung von Fadenbremsen in den schwingbaren Fadenführer bekannt. Ebenso sind bereits Auswähl- oder Lesevorrichtungen für die Fadenführer verwendet worden.
  • Durch die gemäß der Erfindung getroffene Gesamtanordnung wird zunächst einmal erreicht, daß die Schußfäden auf ihrem Wege zum Fadenzubringer in jeder Stellung desselben gestrafft bleiben. Die Fäden können unabhängig von der Vielzahl der Farben infolge der besonderen Führung niemals in Unordnung geraten, während im übrigen der vom Schußeinträger übernommene Faden schon vom Fadenhalter bremsend abgezogen wird und dann beim Durchgang des Schußeinträgers durch das Fach durch den federnden Drücker dauernd gespannt gehalten wird.
  • Wesentlich für die richtige Wirkung ist ferner, daß der Schußeinträger in seiner Ruhelage tatsächlich dem dargebotenen Fadenende des Fadenzubringers in genau. vor-: bestimmter Lage gegenübersteht. Um, das zu erreichen, ist der Schußeinträger erfingungsgemäß als ein auf der Ladenbahn gleitender Schlitten (Wurfschützen) ausgebildet, und es sind an beiden Enden der Ladenbahn Auffangkörper vorgesehen, welche den ankommenden Schützen aufnehmen. Diese Auffangkörper erfahren durch mechänische Mittel, wie Zahnstange und Zahnrad, eine gesteuerte Eigenbewegung, durch welche der Schützen mit seinen Greifern jeweils 'in die richtige Anfangsstellung gebracht wird. Gleichzeitig kann man bei Beginn des Schußeintragens dem Auffangkörper eine entspre= chende Beschleunigung zur Ausführung des Ladenbahnweges des Schützens erteilen. Man kann so unter allmählicher größerer Zugbeanspruchung des Fadens eine sanfte Überführung in die erforderliche-Beschleunigungsgeschwindigkeit erreichen.
  • Die Abbremsung des Fadens durch den gesteuerten Drücker setzt vor-dem.Abschneidendes Fadens ein, damit der Faden nicht einen Augenblick sich selbst überlassen, sondern immer gestrafft bleibt. Zu diesem Zwecke ist die Abschneidevorrichtung dem in die Wirkungsstellung gebrachten Fadenhalter angeordnet. Damit eine genaue Schußfadenlänge erzielt wird und nicht unnötige lange Enden vorstehen, wird die Abschneidevorrichtung in dem Augenblick wirksam, wenn der Schützen noch einen ungefähr seiner Länge entsprechenden Weg zurückzulegen hat.
  • Um zu erreichen, daß das entstehende Gewebe mit einer Leiste versehen wird, kann man es so einrichten, daß die Mittel zum Ergreifen der Fadenenden so gesteuert werden, daß das Fadenende noch so lange festgehalten wird, bis der Schußeinträger seine Umkehrbewegung ausführt und die Freigabe des Fadenendes zwecks Bildung der Leiste stattfindet, sobald der Schußeinträger ein wenig wieder in das nächste Fach eingetreten ist.
  • Zur näheren Erläuterung der Erfindung dienen die Abbildungen auf der Zeichnung. Abb. i ist eine Vorderansicht des Webstuhles, wobei nur das rechte Ende des Webstuhles dargestellt ist.
  • Abb. 2 ist eine Seitenansicht.
  • Abb. 3 ist eine Sonderdarstellung, welche im vergrößerten Maßstabe den Schußeinträger mit den Steuermitteln für die Öffnung und Schließung seiner Greiferklauen zeigt.
  • Von den zu beiden Seiten des Webstuhles aufgestellten Spulengestellen C mit den Spulen 39 werden die Schußfäden 38 in bekannter Weise durch Ösen 40, über eine Leitwalze 41, durch ein Rietblatt 42, über eine Verteilungswalze 43 zu den in einem Kreissegment, wie bei der bekannten Typenhebelanordnung der Schreibmaschine, angeordneten, mit einer das Rückgleiten des Schußfadens verhindernden Bremsung ausgerüsteten Zuführungshebeln 37 geführt und durch Ausschwingung des von der oberhalb des Webstuhles angeordneten Jacquardmaschine ausgewählten Zuführungshebels in die punktiert gezeichnete Lage (Abb; i) in den Bereich des Schußeinträgers 44 gebracht.
  • Der Schußeinträger 44, der auf der Ladenbahn an Stelle des Schützens hin und her läuft, trägt auf jeder Seite eine ortsfeste Klaue 45 und eine im Punkte 46 drehbar gelagerte, Gegenklaue 47, an welcher ein Fortsatz 48 sitzt. Die an letzterem angebrachte Zugfeder 49 hat das Bestreben, die Klauen fortwährend zu schließen. Bewegt sich nun der Schußeinträger 44 auf das durch den am Ende des Zubringungshebels vorgesehenen Fadenhalter 37 herbeigeführte Schußfadenende zu, so läuft der im Punkte 5o des Schußeintzägers drehbar gelagerte Doppelhebel 51 mit seiner Rolle 52 gegen eine an der Weblade feste Kurve 53. Hierbei wird bewirkt, daß der,Doppelhebel 5 i die Gegenklaue 47 öffnet, -und zwar so lange, bis die Rolle 52 von der Kurve 53 abläuft,- wobei dann das Schußfadenende durch die beiden Klauen erfaßt wird. Läuft nun der Schußeinträger 44 zurück durch das geöffnete Fach, so wird der Doppelhebel 51 beim Vorbeigehen an der Kurve 53 in entgegengesetzter Richtung ausgeschwungen, wobei die Klauen naturgemäß nicht beeinflußt werden.
  • Die Bewegung des Schußeinträgers 44 über die Ladenbahn wird von der Kurbelwelle 5 aus bewirkt. Vermittels eines zwischengeschalteten Rädergetriebes 54 55 wird ein i : 2 übersetztes Kegelrädergetriebe 56, 57 in Drehung versetzt, so daß das Exzenter 58 während jedes Ladenvorganges eine halbe Umdrehung macht und dabei die in den Punkten 59 drehbar gelagerten Rollenhebel 6o zur Ausschwingung bringt. Letztere sind an ihren freien Enden mit einem Gurt 61 verbunden, welcher über auf -beiden Seiten der Weblade 6 an dieser angeordnete Riemenscheiben 62 mit Zahnrädern und über die Spannrolle 63 läuft. Die Zahnräder greifen in die mit Zahnstange versehenen, an der Lade verschiebbar geführten Schlitten 64 ein, welche an ihrem äußeren Ende mit elastischen Puffern 65 ausgerüstet sind. Durch letztere Einrichtung wird der Schußeinträger 44 über die Ladenbahn getrieben. Von besonderem Vorteil hierbei ist, daß das geräuschlose Arbeiten des Schlages und fernerhin die großem Verschleiß unterworfenen Picker und Schlagarme wie an den üblichen Webstühlen volliin Wständg egfallkommen. Auf dem Wege über die Ladenbahn berührt der Schußeinträger 44 den auf der gegenüberliegenden Seite auf der am oberen Blattbund gelagerten Welle 66 fest angeordneten Hebel 67 und verdrängt denselben infolge seiner vorn spitz zulaufenden Form in Pfeilrichtung (siehe Abb. 2) und bewirkt damit das Schließen der Schere 68, wodurch das auf der abgeschossenen Seite befindliche Ende des Schußfadens abgeschnitten wird.
  • Bevor dies geschieht, legt sich ein durch Exzenter 69, die Winkelhebel 70 und das Gestänge 7 i gesteuerter federnder Drücker 72 auf den Schußfaden 38 und drückt ihn gegen die Ladenbahn, so daß derselbe auch während der letzten Bewegung des Schußeinträgers q4. genügend straft bleibt. Der Schußfaden wird also in dem Moment abgeschnitten, in welchem der Schußeinträger 44 den Hebel 67 in Pfeilrichtung verdrängt. Es läßt sich bei dieser Einrichtung ohne weiteres so einrichten, daß das Ende des Schußfadens sich nach Beendigung der Bewegung des Schußeinträgers 4.4. an der Stelle befindet, wo die Leiste liegt. Wenn der Schußeinträger am Ende der Ladenbahn ankommt, dann gelangt er auf den Schlitten 6.4. Dieser bewegt sich in diesem Augenblick in der Laufrichtung des Schußeinträgers, fängt ihn also elastisch auf und nimmt ihn mit in seine Endstellung. An dieser Stelle wiederholt sich nun die Übernahme des Fadens von dem linksseitigen Zuführungsdüsenhebel 37, wie bereits vorbeschrieben. Bei Beginn des neuen Weges von der linken Seite kommt nun der Schußeinträger in den Bereich des ebenfalls linksseitigen Anschlages 73. Dieser Anschlag kann an zwei verschiedenen Stellen angebracht werden, j e nachdem ob das Gewebe ohne oder mit Leiste ausgeführt werden soll. Im letzteren Falle wird die Leiste dadurch erzielt, daß das Ende des zuletzt eingetragenen Schußfadens, welches von den Klauen des Schußeinträgers noch festgehalten wird, von selbigem ein Stück in das neue Fach mit zurückgenommen wird. In diesem Falle müssen sich also die Klauen ein wenig später öffnen, wobei der Anschlag 73 etwas mehr nach dem Webblatt zu gerückt werden muß.
  • Zu bemerken ist noch, daß das Spulengestell c in der Seitenansicht entsprechend Abb. 2 der Übersichtlichkeit halber weggelassen ist.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vielfarbenwebstuhl, insbesondere für die Herstellung von Chenillevorware, bei welchem die einzelnen Schußfäden auf jeder Seite des Webstuhles einem Faden-Leiter zugeleitet- werden; der das in Betracht kommende Fadenende einem für beide Seiten gemeinsamen Schußeinträger darbietet, dadurch gekennzeichnet, daß die je in bekannter Weise von Spulen abgezogenen Laufspulen (39) über Leitwalzen (41,43) und durch ein Rietblatt (q.2) geordnet den mit einer das Rückgleiten des Fadens verhütenden Bremsung ausgerüsteten Fadenzubringern (37) zugeleiteten Fäden von den in an sich bekannter Weise wie die Typenhebel einer Schreibmaschine zueinander angeordneten Fadenzubringern, bei deren durch eine für beide Webstuhlseiten gemeinsame Lesevorrichtung (a) eingeleiteten Ausschwingung dem Schußeinträger (4q.) dargeboten werden und der Schußfaden während des Eintragens sowie auch nach Abschneiden durch einen gesteuerten Drücker (72) o. dgl. auf der jeweiligen Schlagseite des Stuhles während des Durchganges des Schußeinträgers durch das Fach bis zum Schließen des Faches und Anschlagen des Webblattes gespannt gehalten wird.
  2. 2. Vielfarbenwebstuhl nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Schußeinträger ein Greiferschützen (4q.) Verwendung findet, zu dessen Antrieb bz-,v. Auffangung an beiden Enden der Ladenbahn Auffangkörper (64) vorgesehen sind, welche durch mechanische Mittel, wie Zahnstange und Zahnrad (62), eine gesteuerte begrenzte Eigenbewegung erfahren und wechselseitig in die entsprechenden Stellungen auf beiden Stuhlseiten durch ein gemeinsames Steuergestänge überführt werden derart, daß sie den ankommenden Schützen aufnehmen und in die richtige Endstellung in bezug auf den Schußfadenzubringer bringen bzw. ihm eine entsprechende Beschleunigung zur Ausführung seines Ladenbahnweges erteilen.
  3. 3. Vielfarbenwebstuhl nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar neben der allen Fadenzubringern (37) gemeinsamen Arbeitsstellung eine Abschneidevorrichtung (68) angeordnet ist, die in dem Augenblicke wirksam wird, wo der Schützen im Fach noch einen ungefähr seiner Länge entsprechenden Weg zurückzulegen hat. .
  4. 4. Vielfarbenwebstuhl nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Greiferschützen zur Steuerung der Greifer an der Weblade verstellbare Anschläge (73) vorgesehen sind, gegen welche an den Schützenenden sitzende Hebel (51) anlaufen, die bei der Ausschwingung in d---r einen Richtung im Sirine des öffnens der düfch-eine Ted'er (49) in der geschlossenen Stellung gehaltenen Greiferbacken (45,47) wirken; während bei der Ausschwingung in der anderen Richtung die Greiferbacken nicht beeinflußt werden, und däß der eine Anschlag derart verstellbar ist, daß das Freigeben ' des "Fadens---erfolgt entweder unmittelbar nachdem der Schützen das Fach durchlaufen hat oder das Fadenende noch so lange festgehalten wird, bis der Schützen seine Umkehrbewegung ausführt und um ein geringes in das nächste Fach eingetreten ist.
DEG74572D 1928-10-17 1928-10-17 Vielfarbenwebstuhl Expired DE537889C (de)

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DE (1) DE537889C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE950898C (de) * 1952-08-27 1956-10-18 Sulzer Ag Webmaschine mit im Kreislauf gefuehrten Greiferwebschuetzen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE950898C (de) * 1952-08-27 1956-10-18 Sulzer Ag Webmaschine mit im Kreislauf gefuehrten Greiferwebschuetzen

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