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DE537746C - Verfahren zur Herstellung von hochfesten Aluminium-Kupferlegierungen durch Gluehen, Abschrecken und kuenstliches Altern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochfesten Aluminium-Kupferlegierungen durch Gluehen, Abschrecken und kuenstliches Altern

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Publication number
DE537746C
DE537746C DEA38973D DEA0038973D DE537746C DE 537746 C DE537746 C DE 537746C DE A38973 D DEA38973 D DE A38973D DE A0038973 D DEA0038973 D DE A0038973D DE 537746 C DE537746 C DE 537746C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
quenching
alloy
artificial aging
alloys
copper
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA38973D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ALUMINIUM Ltd
Original Assignee
ALUMINIUM Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ALUMINIUM Ltd filed Critical ALUMINIUM Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE537746C publication Critical patent/DE537746C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
    • C22F1/00Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working
    • C22F1/04Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of aluminium or alloys based thereon
    • C22F1/057Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of aluminium or alloys based thereon of alloys with copper as the next major constituent

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von hochfesten Aluminium-Kupferlegierungen durch Glühen, Abschrecken und künstliches Altern Es sind bearbeitbare, abgeschreckte Altaminium-Kupferlegierungen ohne einen nennenswerten Magnesiumgehalt bekannt. Sie weisen aber nur eine unzureichende Zugfestigkeit auf. Ferner ist ein Verfahren bekannt zum Glühen, Härten und Altern von Aluminiumlegierungen mit bis zu io "/" Kupfer und geringen Zusätzen an anderen Metallen, unter denen aber Mangan und Chrom nicht genannt sind. Es sind weiter Aluminium-Kupferlegierungen mit einem geringen, etwa "j"igen Gehalt an Magnesium oder Lithium neben anderen Metallen bekannt, die sich gegenüber den vorerwähnten, von Magnesium freien Legierungen dadurch auszeichnen, daß sie sich nach der mechanischen Bearbeitung durch Glühen, Abschrecken und Lagermassen bei "Zimmertemperatur vergüten lassen und dadurch eine wesentlich bessere Zugfestigkeit aufweisen.
  • Ein typisches Beispiel für die Zusammensetzung einer solchen Legierung ist z. B. .I "J" Kupfer, o,5 ";" Magnesium und o.5 °°" Mangan, während der Rest bestes, handelsübliches Aluminium ist, das geringe Mengen anderer Grundstoffe als Verunreinigungen enthält. Wird diese Legierung in bekannter Weise thermisch vergütet. so hat sie eine Zugfestigkeit von ungefähr 29 -bis 32 kg(qmm und eine Bruchdehnung von 20 °/" und aufwärts. auf etwa 5 cm Länge. Nach dem Abschrecken vergütet sich die Legierung bei Zimmertemperatur durch Altern und erreicht nach Verlauf von vier Tagen .eine Zugfestigkeit von 39 bis 42 1g/qmm, besonders bei dünnen Blechen. Ihre Bruchdehnung wird gewöhnlich nicht wesentlich beeinflußt. Sie kann aber je nach den Umständen größer oder kleiner sein.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung von hochfesten Aluminium-Kupferlegierungen, das. darin besteht, daß eine Aluminiumlegierung aus Aluminium mit 3,5 bis 5 "/" Kupfer und weniger als i "/" Mangan und/oder Chrom. aber bis auf Verunreinigungen frei von Magnesium mechanisch bearbeitet und dann dem für andere Aluminiumlegierungen bekannten thermischen Vergütungsverfahren unterworfen wird, das aus einem Glühen bei etwa 5oo bis 59o' C, daran anschließendem Abschrecken und einem nach beliebig langer Pause einige Zeit ausgeführten künstlichen Altern bei etwa ioo bis Zoo' C besteht. Aus solchen Legierungen können Gegenstände derart hergestellt werden, daß die endgültige Formgebung durch Walzen, Schmieden o. dgl. zwischen dem Abschrecken und dem künstlichen Altern bei etwa ioo bis zoo' C vorgenommen wird. Zu Versuchszwecken wurde schon eine Aluminium1egierung 'triif 4"t" Kupfer und etwa l"/" Mangan hergestellt; es war aber nicht bekannt; diese Legierungen in der den degenstand der Erfindung bildenden Weise zu vergüter.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten und vergüteten Legierungen haben sehr wichtige praktische Vorteile. Wenngleich sie auch keine bessere Zugfestigkeit als die bekannten magnesiumhaltigen Aluminium-Kupferlegierungen aufweisen, so sind sie doch im Gegensatz zu diesen leichter zu bearbeiten, insbesondere bei erhöhten Temperaturen. Die Gefahr der Haarrißbildung beim heißen Auswalzen oder Schmieden ist wesentlich verringert, ja sie können überhaupt ganz allgemein ohne. Rißbildung innerhalb eines viel größer Temperaturbereiches bearbeitet werden. Zum Beispiel ist es praktisch unmöglich, durch ein einmaliges Erhitzen der bekannten magnesiumhaltigen Aluminium - Kupferlegierung eine Pleuelstange warm auszuschmieden, ohne das Schmieden zu unterbrechen und die Stange vor Beendigung des Schmiedens erneut zu erhitzen, hingegen wird durch eine Legierung gemäß der Erfindung es ermöglicht, drei solcher Pleuelstangen aus einem einzigen Werkstück auszuschmieden, ohne daß eine Wiedererwärmung des Materials während des Schmiedevorganges notwendig ist. Diese Möglichkeit, das Werkstück nur ein einziges Mal zu erhitzen und dann das Fertigprodukt vollständig unter dem Hammer herzustellen, ohne daß die mechanische Bearbeitung unterbrochen wird, ist in vielen Fällen von ganz außerordentlicher Bedeutung.
  • Der Kupfergehalt beträgt in der Regel 3,5 bis 4,5 "l", er kann iedoch unter Umständen 5 °/" erreichen. wie dies bekannt ist. Die Zusätze an Mangan oder Chrom übersteigen nicht i °(", ebenso in der Regel auch nicht der Zusatz an Silicium. Der Kupfergehalt der Legierungen kann auch über 5 °/" betragen, jedoch ist es dann sehr schwierig, solche Legierungen zu walzen oder zu schmieden.
  • Die Temperatur, von der die Legierung abgeschreckt wird. ändert sich nach der Menge und der Art der vorhandenen Legierungsbestandteile im Rahmen des angegebenen Bereichs. In allen Fällen werden jedoch die besten Resultate erzielt. wenn die Legierung bei einer Teml)eratur abgeschreckt wird, bei welcher das Kupfer und die anderen Legierungsbestandteile soviel wie möglich von dem Aluminium in Lösung aufgenommen werden. Beträgt der Kupfergehalt ungefähr 4,5 "/n oder mehr. so soll die Abschrecktemperatur 54o° C nicht überschreiten, um die besten Resultate zu erzielen. Ist der Kupfergehalt geringer. so kann die Legierung auch ohne besonderen Nachteil bei größerer Temperatur abgeschreckt werden, jedoch wird bei niedrigerer Abschrecktemperatur ganz oder nahezu das Optimum der physikalischen Eigenschaften erreicht. Enthält z. B. eine Legierung 3,5 °/" Kupfer, so kann sie ohne Nachteil bei einer Temperatur von 59o° C abgeschreckt werden; aber einer solchen Legierung kann durch künstliches Altern nahezu das Optimum der physikalischen Eigenschaften gegeben werden, wenn die Abschrecktemperatur nur 5oo° C beträgt. Nach dem Abschrecken ist die Legierung verhältnismäßig weich und daher leicht zu bearbeiten und behält ihre physikalischen Eigenschaften im wesentlichen für eine unbegrenzte Zeitdauer unverändert bei. Dies ist dann ein wichtiger Vorteil,, wenn die Legierung erst längere Zeit nach dem Abschrecken gepreßt, gestanzt oder auf andere Weise bearbeitet werden soll. Diese Erscheinung steht im Gegensatz zu den auf natürlichem Wege vergüteten Legierungen, welche durchweg sofort nach dem Abschrecken bearbeitet werden müssen.
  • Durch Änderung der Dauer und der Temperatur des künstlichen Alterns können verschiedene Festigkeiten und Härten erzeugt werden, welche zwischen denjenigen der abgeschreckten Legierung und den höchsten durch geeignetes künstliches Altern erreichbar en liegen. Vorzugsweise wird das künstliche Altern der Legierungen bei Temperaturen zwischen ioo und i75° C vorgenommen. Wenn die Legierung nach dem Abschrecken nicht kalt bearbeitet werden soll, kann sie anstatt bis auf Zimmertemperatur auch bis auf die gewünschte Temperatur des künstlichen Alterns abgeschreckt werden. Wird eine Legierung bei höheren Temperaturen, z. B. 2oo° C, künstlich gealtert, ist die erste Wirkung eine Härtung, die Härte ist jedoch etwas geringer als die, die man durch künstliches Altern bei i5o° C erreicht. Ein länger dauerndes künstliches Altern bei Temperaturen um 2oo° C herum vermindert die Zugfestigkeit und Härte und verringert gewöhnlich auch die Geschwindigkeit der Legierung. Vorteilhafte Legierungen können jedoch auch erhalten werden durch künstliches Altern bei einer Temperatur von 2oo° C, wenn dieses nicht zu lange ausge?, führt wird. Die Zunahme an Härte erfolgt desto schneller, je höher die Temperatur des künstlichen Alterns ist, obgleich das Optimum an Härte und Festigkeit. welches durch künstliches Altern bei 2oo° C erreichbar ist, nicht so groß ist wie das bei i 5o° C erreichbare.
  • Die so kurz beschriebene Erfindung möge nun noch weiter an Hand einiger Ausführungsbeispiele mit Prüfungsergebnissen erläutert werden. Legierungen, die 4,5 °/" Kupfer und ungefähr o,5 bis 1 % Mangan enthalten, mögen als Beispiel für Legierungen angeführt werden, die neben dem Kupfer auch Mangan enthalten. Nach Schmieden oder anderweitiger heißer Bearbeitung wurden solche Legierungen während einer halben Stunde bei 53o° C geglüht und dann abgeschreckt, sie hatten dann eine Zugfestigkeit zwischen 28 bis 30,7kg/qmm und eine Bruchdehnung von 2o bis 25 "/o auf etwa 5 cm Länge. Die physikalischen Eigenschaften derartiger Legierungen ändern sich nicht merkbar, wenn sie bei Zimmertemperatur sogar monatelang lagern. Wenn sie aber bei Temperaturen zwischen ioo bis 13o° C eine künstliche Alterung erfahren, nimmt ihre Festigkeit merklich zu, hingegen ihre Bruchdehnung kann sowohl abnehmen als auch zunehmen oder praktisch unverändert bleiben. Eine solche geschmiedete Legierung kann leicht eine Zugfestigkeit von 39 kg/qmm und eine Bruchdehnung von 25 °/" erhalten, wenn sie 24 bis 48 Stunden bei einer etwas unterhalb 13o° C liegenden Temperatur künstlich gealtert wird, wobei die Härte gleichzeitig zunimmt. Wird die abgeschreckte - Legierung bei einer Temperatur zwischen ungefähr 130 und 175° C während einer Zeitdauer von 15 bis 24 Stunden einer künstlichen Alterung unterworfen, so beträgt die Zugfestigkeit ungefähr 42 kg/qmm, die Bruchdehnung i8 "/" auf etwa 5 cm Länge und die Härtezahl ungefähr 12o Brinell.
  • Als Beispiel diene folgendes. Geschmiedete Versuchsstäbe aus einer 4,68 0/" Kupfer und o,68 0/" Chrom enthaltenden Legierung haben unmittelbar nach dem Abschrecken eine Zugfestigkeit von 31,6 kg/qmm und eine Bruchdehnung von 24 0/" auf etwa 5 cm Länge. Andere Stäbe von demselben abgeschreckten Gußblock, die nach einer einjährigen Lagerung bei Zimmertemperatur geprüft wurden, wiesen eine Zugfestigkeit von 33,2 kg/qmm und eine Bruchdehnung von ?,6'/" auf etwa 5 cm Länge auf. Wieder andere Prüfstäbe aus demselben abgeschreckten Gußblock hatten nach einer künstlichen Alterung bei 15o° C eine Zugfestigkeit- zwischen 39 bis 41 kg/qmm und eine Bruchdehnung von 20'1" auf etwa 5 cm Länge.
  • Die physikalischen Eigenschaften der Legierungen gemäß der Erfindung können noch weiter durch Hinzufügen von Silicium, und zwar in größeren Mengen als sie bisher lediglich als Verunreinigung in handelsüblichem Aluminium zu finden sind, verbessert werden, und kann der Siliciumgehalt von o,5 bis i °/" betragen. Eine Legierung mit einem derartigen Siliciumgehalt besitzt eine erhöhte Zugfestigkeit sowohl nach dem Abschrecken als auch nach dem künstlichen Altern, außerdem ist sie verhältnismäßig schmiegsam, besonders dann, wenn sie bei ungefähr ioo-bis i75° C eine künstliche Älterung erfahren hat. Es wurde gefunden, daß eine solche Legierung in Form von Walzblechen eine Zugfestigkeit von mehr als 46 kg/qmm und eine Bruchdehnung -von mehr als 20 '/" auf etwa 5 cm Länge nach dem Abschrecken von einer Temperatur über 500° C und einem 48stündigen künstlichen Altern bei ungefähr i25° C bekommt.
  • Als spezielles Beispiel einer Kupfer, Mangan und Silicium enthaltenden Legierung werde angeführt, daß eine Legierung mit 3,5 °/" Kupfer, o,93 0/" Mangan und o,6 °/" Silicium nach Abschrecken bei einer Temperatur von 53o° C eine Zugfestigkeit von 30,3 kg/qmm und eine Bruchdehnung von 21 °/" auf etwa 5 cm Länge hatte. Erfährt die Legierung bei i5o° C während 22 Stunden eine künstliche Alterung, so hatte sie eine Zugfestigkeit von 41,3 kg/qmm und eine Bruchdehnung von 20 °/" auf etwa 5 cm Länge. Die zweckmäßigste Legierung, d. h. diejenige, der die besten physikalischen Eigenschaften gegeben werden können, enthält ungefähr 4,5 "/" Kupfer, 0,75 "/" Mangan und 0,75 % Silicium, sie wird von Temperaturen von 5oo bis 54o° C abgeschreckt und bei einer Temperatur von loo bis 175° C künstlich gealtert.
  • Es ist weiter gefunden worden, daß eine Legierung, die 3,95 0/" Kupfer, 1,22 °/" Eisen und o,3i % Silicium enthält, wobei also das Silicium in einer Menge vorhanden ist, wie es- bei der Aluminiumherstellung als Verunreinigung von selbst in das Aluminium kommt, im Maximum eine Zugfestigkeit von 22,2 kg/qmm und eine Bruchdehnung von 2o;5 "/" auf etwa 5 cm Länge nach dem Abschrecken und künstlichen Altern aufweist. Es ergibt sich hieraus, daß ein verhältnismäßig hoher Prozentsatz an Eisen in der Legierung die sonst erreichbare Festigkeit verringert. Dasselbe wurde ermittelt bei Anwesenheit von Calcium, ohne daß Magnesium zugegen war. Z. B. hatte eine 3,98 °/" Kupfer, o,64 0/" Calcium und 0,29 0/" Silicium enthaltende Legierung eine maximale Zugfestigkeit von 22,6 kg/qmm bei einer Bruchdehnung von 2o-0/" auf etwa 5 cm Länge. Die schlechten Wirkungen des Eisens können- jedoch weitgehend, -wenn nicht gänzlich, durch Zufügen von Silicium beseitigt werden.
  • Die Hinzufügung von Chrom zu der mehr als 3,5 0/" Kupfer enthaltenden, magnesiumfreien Legierung ist vorteilhaft. Z. B. hatte eine Legierung in Form eines Walzbleches von etwa 3 mm Dicke mit 4,72 `/" Kupfer und o,68 0/" Chrom eine Zugfestigkeit von 45,1 kg/qmm und eine Bruchdehnung von 20 °% auf etwa 5 cm hänge, nachdem sie bei 530° C abgeschreckt und 22 Stunden bei i5o° C künstlich gealtert worden war.
  • Zink in Mengen bis zu etwa 5 "/" kann in der Legierung vorhanden sein, ohne ihren Charakter wesentlich zu ändern, jedoch können hierdurch Nachteile hervorgerufen werden, so daß es im allgemeinen vorzuziehen ist, kein Zink zu verwenden. Es soll nur zum Ausdruck gebracht werden, daß Zink auch wohl vorhanden sein kann und daß die Erfindung nicht auf Legierungen beschränkf ist, die frei von Zink sind.
  • Die Legierungen gemäß der Erfindung haben sehr wesentliche Vorteile, von denen einige bereits erwähnt sind. Die bisher bekannten handelsüblichen, hochfesten magnesiumhaltigen Aluminiumlegierungen sind verhältnismäßig schwierig zu bearbeiten: Erstens sind die Gußblöcke bei ihnen umständlicher vorzuwalzen als bei den Legierungen gemäß der Erfindung. Zweitens ist kein Weg bekannt, die bearbeiteten magnesiumhaltigen Legierungen nach dem Abschrecken von einer verhältnismäßig hohen Temperatur an einem sofortigen, selbsttätigen Altern zu verhindern, außer durch Abkühlung auf eine sehr niedrige Temperatur, z. B. auf diejenige der flüssigen Luft. Die Folge davon ist, daß ihre Härtung und die damit verbundene verminderte Geschmeidigkeit nicht kontrollierbar ist. Im wesentlichen sind daher nur die physikalischen Eigenschaften erreichbar, die durch genügend langes Altern der Legierungen eintreten, obgleich diese Eigenschaften durch künstliches Altern bei höherer Temperatur etwas verbessert werden können. Im Gegensatz hierzu bleiben die Legierungen gemäß der Erfindung ?lach dem Abschrecken weich und plastisch bei Zimmertemperatur, und ihre Festigkeit und Härte können durch Regelung der Zeit und Temperatur des künstlichen Alterns derart beeinflußt werden, daß jeder Festigkeits- und Härtegrad erreicht werden kann, der zwischen dem sofort nach dem Abschrecken erreichten und demjenigen Maximum liegt, welches durch das wirkungsvollste künstliche Altern den aus den Legierungen hergestellten Gegenständen gegeben werden kann. Es ist häufig bei der Fabrikation gewisser Gegenstände aus bearbeiteten Aluminiumlegierungen notwendig, gie in die endgültige Gestalt durch Deformierung bei Zimmertemperatur, z. B. Pressen, Stanzen o. dgl., zu bringen. Bei den bekannten magnesiumhaltigen Legierungen ist es nun im allgemeinen - notwendig, diese Bearbeitung innerhalb weniger Stunden, manchmal sogar innerhalb i Stunde, nach dem Abschrecken auszuführen, weil ihr natürliches Altern bei Zimmertemperatur die Geschmeidigkeit so verringern kann, daß eine kalte mechanische Bearbeitung unmöglich wird. Bei den Legierungen gemäß der Erfindung kann die Bearbeitung jederzeit nach dem Abschrecken der Legierungen stattfinden, und hinterher können die Gegenstände zu beliebiger Zeit @ dem künstlichen Altern unterworfen werden, um die Härte und Festigkeit zu vergrößern.
  • In der Beschreibung sind die Legierungen gemäß der Erfindung als frei von Magnesium hingestellt. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, daß die Legierungen kein absichtlich zugefügtes Magnesium enthalten. Sie können natürlich zufällig Spuren von Magnesium enthalten, die das natürliche Altern der Legierung nicht oder nicht wesentlich beeinträchtigen. Wenn beispielsweise zum Teil Magnesium enthaltende Abfälle unbewußt bei der Herstellung der Legierung verwendet werden, so könnten in dem Endprodukt Spuren von Magnesium enthalten sein. Letzteres soll aber vermieden werden, da ein natürliches Altern im vorliegenden Falle nicht in Betracht kommt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von hochfesten Aluminium-Kupferlegierungen durch Glühen, Abschrecken und künstliches Altern bei Temperaturen zwischen 5oo und 6oo° C mit daräuffolgendem Abschrecken, woran sich ein künstliches Altern bei Temperaturen von ioo bis 200° C anschließt, dadurch gekennzeichnet, daß eine praktisch magnesiumfreie Aluminiumlegierung mit 3,5 bis 5 °/" Kupfer und weniger als i °/" Mangan und/oder Chrom mechanisch bearbeitet und dann thermisch vergütet und künstlich gealtert wird.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Aluminium-Kupferlegierungen gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die endgültige Formgebung durch Walzen, Schmieden o. dgl. zwischen dem Abschrecken und dem künstlichen Altern bei ioo bis 200° C vorgenommen wird.
DEA38973D 1921-12-20 1922-12-09 Verfahren zur Herstellung von hochfesten Aluminium-Kupferlegierungen durch Gluehen, Abschrecken und kuenstliches Altern Expired DE537746C (de)

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DEA38973D Expired DE537746C (de) 1921-12-20 1922-12-09 Verfahren zur Herstellung von hochfesten Aluminium-Kupferlegierungen durch Gluehen, Abschrecken und kuenstliches Altern

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DE (1) DE537746C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1276334B (de) * 1961-03-27 1968-08-29 Aluminum Co Of America Verfahren zur Waermebehandlung von Gegenstaenden aus Aluminium-Kupfer-Knetlegierungen
DE102007042506B4 (de) * 2007-09-07 2010-06-17 Norbert Gatzweiler Verfahren zur Abschreckung von Aluminiumbauteilen
DE102014108471A1 (de) 2014-06-17 2015-12-17 Brp-Engineering Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Abschrecken von Werkstücken

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1276334B (de) * 1961-03-27 1968-08-29 Aluminum Co Of America Verfahren zur Waermebehandlung von Gegenstaenden aus Aluminium-Kupfer-Knetlegierungen
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