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Adressendruckmaschine zum Abdrucken von verschiedenen Teilen einer
Druckplatte in mehreren Spalten einer Liste Die Erfindung betrifft eine Adressendruckmaschine,
bei der die Druckplatten nacheinander in Druckstellung gebracht werden. Die besondere
durch die Erfindung gelüste Aufgabe bestand darin, die Druckmaschine so auszugestalten,
daß eine zu bedruckeVde Liste oder ein Bogen in zwei zueinander senkrechten Richtungen
verschoben wird, so da ß die Abdrücke von verschiedenen Teilen einer Druckplatte
in mehrere Spalten der Liste ge-;lruckt werden können.
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Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden. unter Anwendung mehrerer
Druckkissen einzelne T eile ein ir Druckplatte auf einen Bogen niel,rfach und in
verschiedener Stellung zueinander zum Abdruck zu bringen. Dabei drucken sich die
gleichen Teile der jedoch immer in der gleichen Zeile ab und sind in derselben Zeit
nur in der Waagerccliten gegeneinander versetzt.
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Durch die Erfindung dagegen wird es möglich, die -=lbdriicke von Teilen
der Druckplatte oder Druckform in getrennte Spalten eines Blattes derart zu verteilen,
daß die Zeilen der Druckplatte in nebeneinanderlieggenden Spalten einer oder mehrerer
Zeilen des Bogens gedruckt werden. Dies Ziel wird erreicht durch einen auf einer
Welle angeordneten, vom Getrieb-- der Druckmaschine aus in seiner Längsrichtung
verschiebbaren sowie mittels eines Klinkenantriebes absatzweise drehbaren Halters
für die zu bedruckende Liste, die von zwei nebeneinander angeordneten wechselweise
auf und nieder bewegten Druckstempeln gegen die in der Druckstellung liegende Druckplatte
gedrückt wird. Die Verschiebung des Listenhalters erfolgt zweckmäßig dadurch, daß
die den Listen- oder Bogenhalter tragende Welle durch einen mittels einer ockenscheibe
gesteuerten Schwingarm seitlich hin und her bewegt wird, die an einer doppelflanschigen
Muffe der Welle angreift.
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Vorteilhaft wird bei der absatzweisen Drehung des Halters die Verschiedenheit
zwischen Zeilenabstand auf der Druckplatte und Zeilenabstand auf dem Druckbogen
beriicksichtigt. Zu diesem Zweck wird die Vorrichtung so ausgestaltet, daß auf der
den als Trommel ausgebildeten Blatthalter tragenden Welle ein Sperrzahnrad angeordnet
wird, dessen zwei aufeinanderfolgende Zahnlücken entsprechend dem Zeilenabstand
auf der Druckplatte und dem auf der zu bedruckenden Liste verschieden groß sind.
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Das wechselweise Aufundniederbewegen der Druckstempel erfolgt bei
einer bevorzugten
Ausführungsform durch in einem Stempelgehäuse
hin und her drehbare Nockenwellen und eine Feder. Die Nockenwellen werden dabei
vorteilhafter-weise mittels Lenker und an diesem angeordneten Vorsprünge von einer
an dem Blatthalter vorgesehenen Scheibe gesteuert.
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Um die Drucktiegel und den Blatthalter in dein Augenblick stillzulegen,
wenn keine Druckplatte in Druckstellung eingeführt wird, ist bei 'der Druckmaschine
eine an sich bekannte Druckplattenabtastvorrichtung vorgesehen, die eine frei bewegliche
Platte steuert, die ohne Unterbrechung des Hauptantriebes der Maschine die Hinundherbewegung
des Drucktiegelgehäuses und die Bewegung des Blatthalters zeitweilig aufhebt.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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Abb. i ist eine Vorderansicht der Maschine.
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Abb.2 ist ein senkrechter Längsschnitt durch die Maschine.
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Abb. 3 ist eine Teildraufsicht.
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Abb. 4 ist ein senkrechter Querschnitt. Abb. 5 ist ein senkrechter
Teilschnitt nach Linie 5-5 der Abb. 3.
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Abb. 6 ist eine Teilansicht der Papierhaltemittel.
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Abb. 7 und 8 sind Teilschnitte durch die Mitte der Maschine und zeigen
die abwechselnden Drucklagen des Tiegels.
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Abb. 9 ist eine Draufsicht auf einen Druckplattenhalter, wie er in
Verbindung mit der Erfindung benutzt werden kann.
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Abb. ioa, iob, ioc sind schematische Ansichten eines Papierblattes,
welches die verschiedenen Stufen des Druckvorganges veranschaulicht.
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Abb. i i zeigt in einer schematischen Darstellung das abwechselnde
Eingreifen der Sperrklinke in das mit verschieden großen Zahnlücken versehene Sperrad.
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Ein Rahmengestell i trägt eine Trieb,-welle :2 (Abb, a), die in beliebiger
Weise, z. B. durch einen nicht dargestellten Elektromotor, angetrieben wird. Auf
der Triebwelle ist ein Kegelzahnrad 3 gelagert, das mit einem anderen auf einer
Querwelle 5 befestigten Kegelzahnrade 4 kämmt. Ein Arm 6 ist an der Welle 5 befestigt
und mit ihr drehbar. An der Oberseite des Maschinengestelles ist ein Gehäuse 7 gelagert,
das eine waagerechte, den Tiegelmechanismus antreibende Stange 8 stützt. Eine kurze
Welle io ist am Ende 9 des Gehäuses 7 befestigt und trägt einen lose darauf gelagerten
Arm i i. Eine Stange oder ein Arm 12 greift mit seinem einen Ende an der einen Kante
des Armes i i (Abb. 2 und 5) und mit seinem anderen Ende an der einen Kante des
Armes 6 an. Durch diese Verbindung erzeugt eine Drehung der Trieb-,velle 2 eine
Schwenkbewegung des Armes ii.
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Ein Bügel 13 ist lose auf der Welle io angeordnet und übergreift den
Arm ii (Abb. 3). Eine Platte 14 ist lose auf der Welle io gelagert und liegt dem
Bügel 13 benachbart. Diese Platte hat einen nach auswärts ragenden Zapfen
15 und einen daran angeordneten Wellenzapfen 16. Eine Stange 17 ist mit seinem einen
Ende gelenkig auf dem Wellenzapfen 16 gelagert und mit dem anderen Ende gelenkig
mit einem auf der Stange 8 befestigten Lenker 18 verbunden. Durch diese Verbindung
wird die Bewegung der Platte 14 auf die Stange 8 übertragen. Eine Platte i9 ist
lose auf der Welle io neben der Platte 14 an der dem Arm i i gegenüberliegenden
Seite gelagert. Ein Hebel 2o ist gelenkig an der Seite des Gehäuses 7 gelagert und
erstreckt sich durch dieses hindurch. Eine Stange 21 verbindet die Platte i9 und
den Hebel 20 Miteinander.
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Die Platte 14 ist, wie dies besonders aus den Fig. 2 und 5 ersichtlich
ist, ein auf der Welle io drehbar angeordneter doppelarmiger Hebel. Der Bügel 13,
der den ebenfalls lose auf der Welle io angeordneten Arm ii umgreift, ist mit einer
aufrecht stehenden dreieckigen Nase i4a versehen. Diese dreieckige Nase i4P liegt
in der Bewegungsbahn des Stiftes 16, der die gelenkige Verbindung zwischen der Stange
17 und dem doppelarmigen Hebel 14 bildet, so daß bei der Rückbewegung des Armes
(rechts in Abb.2 und 5) der Stift 16 in den dreieckigen Vorsprung auf dein Bügel
13 eingreift und letzteren in Richtung des Uhrzeigers verschwenkt (Abb. 2 und 5).
Infolgedessen wird die in das mit abwechselnd großen und kleinen Zähnen versehene
Sperrad 45 eingreifende Sperrklinke 48 hin und her bewegt, wodurch dann die das
Papier tragende Trommel 5o in entsprechendem Maße gedreht wird.
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Die Verbindungsstange 12 und der damit verbundene Arm i i verschwenken
die Stange 17 mit Hilfe des federbetätigten Hebels 22 und des doppelarmigen Hebels
14. -Normalerweise liegt der Hebel 22 gegen den Arm i i an und wird in dieser Lage
durch eine Feder 24 (Abb. 5) gehalten, so daß die Hebel 22 und 24 und die Stange
17 an derHinundherbewegung des antreibenden Armes i i teilnehmen.
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Um nun in der Lage zu sein, die Hinundherbevy egung der Stange 17
zeitweilig aufzuheben, ohne den Hauptantrieb der Maschine io zu unterbrechen, während
die Verbindungsstange 1ä und der antreibende Arm i i auf der Welle io die Hinundherbewegung
fortsetzen, ist eine Platte i9 frei beweglich auf der Welle io angeordnet. Sie wird
durch einen Hebel 2o, mit dem sie durch eineStange 21 verbunden ist, eingestellt.
Der Hebel 2o
ist über eine Druckplattenabtastvorrichtung verbunden
mit der für die Druckplattenhalter bestimmten Zuführeinrichtung, welche ein Anheben
des Hebels nach aufwärts bewirkt, Wenn keine Druckplatten zugeführt werden und so
den Betrieb des Drucktiegels oder die Drehung der Trägerwelle verhindert. Die Platte
i 9 besitzt eine \ ocl:enfliiclie 28, die, wenn der Hebel 2o gehoben wird, mit einem
seitlich aus dem Hebel 22 lurausragenden Stift 23 in Vcrbindung tritt. Dadurch wird
bewirkt, daß der Hebel 22 entgegen der Wirkung der Feder 24 niedergedrückt und so
seine Verbindung mit dem Arm i i gelöst wird. Infolgedessen können dann die Verbindungsstange
12 und der Arm i i frei hin und her schwingen, ohne daß ihre Bewegung durch die
Hebel 22 und 24 auf die Stange 17 übertragen Würde. Es ist deshalb auch möglich,
durch ein Verstellen des Hebels 20 ein Drucken der Tiegelabschnitte 75, 7 6 nach
Belieben zu verhindern.
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Ein an der Triebwelle 2 befestigtes Zahnrad 30 kämmt mit einem
Zahnrade 31 auf einer Welle 32, die im Gestell parallel zur Triebwelle 2 gelagert
ist. Ein nach abwärts ragender Arm 33 ist gelenkig an dem Gestell i gelagert
und trägt zwei Rollen 34 und 35. Diese Rollen sind auf kurzen Wellen 36 gelenkig
gelagert, die sich vom Arm 33 nach auswärts und rückwärts erstrecken und darauf
drehbar sind. Eine Hubscheibe 37 (Abb. 2) nahe dem Arm 33 ist auf dem Zalinrade
31 befestigt und arbeitet zwischen den Rollen 34 und 35. Eine Drehung der Hubscheibe
bewirkt einen abwechselnden Eingriff mit jeder der Rollen und bewegt den Arm 33
nach rück-und vorwärts in der Richtung der hohen Stellung der Hubscheibe. Eine Drehung
der Welle 2 bewirkt daher eine Drehung des großen Zahnrades 31 und der Hubscheibe
37 und veranlaßt eine hin und her gehende oder Schwenkbewegung des Armes 33.
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Eine Leiste 39 ist an der Seite des Gestelles bei 38 gelenkig gelagert
und trägt eine daran starr befestigte Gabel 40. Diese Gabel erfaßt eine doppelflanschige
Muffe 44 die an cler Tr;igei-@z-elle d.2 be-festigt ist. Ein Lenker 43 verbindet
gelenkig die Leiste 39 mit dem Arrn 33. Somit bewirkt eine hin und her gebende Bewegung
des Armes 33 eine hin und her gehende Bewegung der Leiste 39, die ihrerseits durch
ihre Verbindung mit der Gabel do und der doppelflanschigen Muffe 41 die Triigerwelle
in der Längsrichtung bewegt. Die Trä gerwelled.2 ist in einer Hülse d4. drehbar
gelagert, die an dem Gestell sitzt.
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Ein Schaltrad 45 ist fest auf der Träger-Welle 42 gelagert und hat
eine Mehrzahl von abwechselnd angeordneten weiten und engen Schaltzähnen -6 und
4.7. Eine Klinke 48 ist auf einem Arm des Bügels 13 gelagert, der wechselweise in
Eingriff treten kann mit einem weiten und einem engen Zahn des Schaltrades.
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Die Klinke q.8 fällt infolge ihres eigenen Gewichtes in ihre tiefere
Ausgangslage jeweils zurück, wenn, der eigentliche, durch die Tätigkeit des Zapfens
16 veranlaßte Bewegungshub beendet ist; denn der Arm des Bügels 13, an den die Klinke
4.8 angelenkt ist, ist länger als der auf der anderen Seite der Welle 18 liegende
Teil. Die Rückkehrbewegung der Klinke q.8 kann noch durch Anordnung einer Feder
q.9, die an einem der Seitenglieder des Gestells befestigt ist, unterstützt werden.
Der Bügel und das Schaltrad sind so eingestellt, daß die Schwenkbewegung des Bügels
13 ein Entlangreiten der Klinke 48 auf dem Schaltrade um eine Entfernung bewirkt,
die etwas größer ist als die Breite eines der großen Zähne. Eine Schwenkbewegung
des Bügels 13 bewegt daher die Klinke 4.8 auf dem Schaltrade und erzeugt einen abwechselnden
Eingriff an einem großen und an einem kleinen Zahn.
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Die Betätigung der Sperrklinken- und Sperradeinrichtung q.8, q_5 wird
durch die Abb, i i verständlich gemacht. Diese stellt in vergrößertem Mn.ßstabe
die Anordnung der großen und kleinen Zähne dar. Der Hub der Sperrklinke ist immer
derselbe, doch wenn sie in einen großen Zahn eingreift, d. h. sich in der Stellung
befindet, die oben in Abb. i i wiedergegeben ist, so liegt die Nase der Sperrklinke
nicht gegen das Ende des Zahnes an, sondern befindet sich in einiger Entfernung
davon, so daß eine gewisse freie Bewegung der Sperrklinke stattfindet, ehe sie mit
dem Ende des Zahnes in Verbindung tritt und das Sperrad teilweise gedreht wird.
Wenn jedoch die Sperrklinke in eine kleinere Zahnlücke eingreift (wie unten in der
Abb. 11 ersichtlich), so liegt die Nase der Klinke sofort gegen das Ende des Zahnes
an, wodurch eine mit dem vollen Hub der Sperrklinke übereinstimmende Drehbewegung
dem Sperrad erteilt wird. Da nun große und kleine Zähne auf dem Sperrad miteinander
abwechseln, so wird das letztere abwechselnd um größere oder kleinere Winkel gedreht.
Es sei darauf hingewiesen, daß natürlich die Sperrklinke 48 nicht `wirklich in das
Sperrrad in zwei verschiedenen Lagen eingreift, wie dies in der Skizze angedeutet
wird, sondern daß die Eingriffsstellung mit einem kleineren Zahn um einen Zahn in
der Richtung des Uhrzeigers verstellt ist, um die Stellung der Sperrklinke 48 in
bezug auf die großen bzw. die kleinen Zähne noch deutlicher zu veranschaulichen.
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Eine Drehung der Trägerwelle q.2 um das
Maß eines
großen Zahnes ist gleich der Entfernung zwischen den horizontalen parallelen Zeilen
auf dem in den Abb. ioa, iob und ioc dargestellten Papierblatt. Anstatt nun die
Druckplatte zu bewegen, was ziemlich schwierig wäre und eine sehr feine Einstellung
für einen vollkommenen und schnellen Abdruck erfordern würde, ist es als praktisch
gefunden, das Papierblatt um eine Entfernung zu bewegen, die genügt, um die verschiedenen
Zeilen beim Drucken in die richtige lineare Lage auf dem Blatt zu bringen.
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Eine Haspel mit einer Älehrzahl von an der Trägerwelle 42 befestigten
Rädern 5o trägt ein Papierblatt, welches gemäß Abb. ioa, iob und ioc bedruckt werden
kann. Streben 5 1 verbinden diese Räder miteinander und halten sie im Abstand
voneinander unter gleichzeitiger Verstärkung und Versteifung. Eine sich durch Ansätze
53 (Abb. 8) an den Rädern hindurch erstreckende und darin bewegliche Stange 52 weist
eine Mehrzahl von Stiften 54 (Abb. 7 und 8) auf. Ein Finger 55 ist gelenkig am Kranze
jedes der Räder gelagert und weist eine aufgebogene Endkante 56 auf, gegen die die
Stifte 54 an der Stange 52 treffen können. Eine Feder 57 hält diese Finger dicht
gegen die Außenkante oder den Kranz der Haspel. Die Haspel ist ausgespart, um einen
Sitz 58 für die Finger 55 zu bilden und dadurch ein gutes volles Lager für die Finger
zum Festhalten des Papiers in seiner Lage zu schaffen. Am äußeren Ende der Stange
52 sitzt ein Hebel 59 (Abb. i), dessen Bewegung ein Auftreffen der Stifte 54 gegen
die Finger und ein Anheben dieser bewirkt. Die Feder 57 wirkt entgegengesetzt dazu
und hält in normaler Lage diese Finger in den Sitzen 58 der Räder 5o. Auf den Speichen
6o der Räder sind Rollen 61 angeordnet, die sich gegen eine Stange 62 (Abb. 3 und
-.) legen, welche gelenkig auf der Träger-,velie gelagert ist. Bei einer Längsbewegung
der Trägerwelle wird die Haspel durch die Stange 62 gestützt, so daß die Haspel
zu allen Zeiten ihre normale Lage während des ganzen Betriebes der Maschine aufrechterhält.
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Lenker 63 sind an der Stange 8 befestigt und gekrümmt, um einen Spielraum
für die Hülse 44 zu schaffen. An einem Zwischenstützpunkt 66 ist ein Bügel
67 gelenkig ange= bracht, und zwar nahe dessen Hinterkante. Ein Tiegelgehäuse 68
weist ein Paar von aufwärts gerichteten Armen 69 auf, die mit dem Bügel gelenkig
verbunden sind. Aus dem Tiegelgehäuse 68 herausgedrückte Ansätze 70 sind gelenkig
mit den gekrümmten Lenkern 63 mittels gerader Lenker7i verbunden. Zwei Arine 72
sind mit dem einen Ende gelenkig finit der Rahmenstütze 66 verbunden und mit dem
anderen Ende an einer Stange 73 angelenkt, die sich durch die Ansätze 7o des Tiegelrahmens
erstrecken. Durch diese Anordnung erzeugt eine Schwenkbewegung der Stange 8 eine
senkrecht auf und nieder gehende Bewegung des Tiegelgehäuses. Ein Paar von Tiegeln
75 und 76 (Abb. 7 und 8) sind in dem Tiegelgehäuse angeordnet und werden nach aufwärts
durch eine Feder 74 gehalten (Abb. 4 und 5). Das Tiegelgehäuse durchsetzen oberhalb
der beidenDruckstempel 75, 76 zwei mit Nockenflächen 77' versehene Stangen 77, deren
Ausbildung sich aus den Abb. 7 und 8 ergibt.
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Die innerhalb des Tiegelgehäuses 68 liegenden Nocken 77' der Stangen
77 sind nebeneinander und versetzt zueinander angeordnet. Wenn nun also die Stangen
77 gedreht werden, so bewegen die Nocken 77' entweder den Tiegel 75 oder den Tiegel
76 nach unten und bringen ihn dadurch in die Arbeitsstellung. Ein Paar von Hebeln
78 ist an den Stangen 77 befestigt und durch einen Lenker 79 gelenkig miteinander
verbunden. Ein Ansatz 8o am Lenker 79 legt sich gegen eine Führungsscheibe 81 (Abb.
7), die an einem der Räder 5o angeordnet ist. Eine an einem dieser Hebel 78 angreifende
Feder 82 hält die Hebel normalerweise in bestimmter Lage, so daß einer der Tiegel
in der Drucklage ist. Bei Rückbewegung der Trägerwelle trifft das Rad, das die Scheibe
81 trägt, gegen den Vorsprung 8o und schwingt die Stangen 77 entgegengesetzt zu
der in Abb.4 dargestellten Richtung. Diese Bewegung schwenkt die Stangen um 9o°
und veranlaßt ein Anheben des Tiegels, der sich in der normalen Drucklage befand,
ebenso ein Senken des anderen Tiegels in die Drucklage. Wenn die Trägerwelle sich
nach links bewegt (Abb. 4), wird der Vorsprung 8o voil der Scheibe 81 freigegeben,
und die Feder 82 zieht die Hebel in ihre Ausgangslage zurück. Hierdurch werden also
die Tiegel wechselweise in die Drucklage gebracht.
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Auf dem Gestell ist ein Magazin 83 (Abb. 2) gelagert, das einen Vorrat
von Druckplatten. beispielsweise solchen der Abb. 9, aufnimmt. Dies.. Druckplatten
werden von dem Boden des Vorrats mittels einer Kette 84 abgezogen, die über Kettenräder
85 läuft. Die Kette hat Ansätze 86 (Abb. 5), die in Zwischenräumen darauf befestigt
sind und eine Druckplatte aus dem Boden des Vorrats entnehmen sowie ihn in die Drucklage
bis unter den Tiegel führen. Die Kette und die Tragvorrichtung werden in beliebiger
bekannter Weise angetrieben, so daß sich eine nähere Erläuterung erübrigt.
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Zwei Stangen 87 und 88 mit abgeschrägten äußeren Enden 89 und 9o sind
in dem Gehäuse 7 (Abb. 4.) angeordnet und werden
durch Klemmschrauben
9i in einer Lage gel,alten. Die Stange 8 erstreckt sich durch die untere Stange
88 und kann sich senkrecht zti ihrer Längsrichtung darin bewegen. Die Stangen 87
und 88 verlaufen parallel zu der Welle B. Die Welle 8 wird von Lagern getragen,
die auf dem unteren N ockenteil vorgesehen sind und sich von diesem aus nach unten
erstrecken. Dadurch kann also die Welle zusammen mit der Stange 88 in einer vertikalen
Richtung verschoben werden (d. h. in einer Richtung im rechten Winkel zu der Achse
der Welle 8). Die Lage der unteren Stange 88 und dadurch auch die vertikale Einstellung
der Welle 8 wird durch die verstellbaren Schrauben 9i bestimmt, welche den Teil
88 an dem Gehäuse befestigen, während die Stange 87 mit Hilfe der Stellschraube
92 in einer Längsrichtung verstellt wird. Infolge der zusammenwirkenden Keilflächen
89, 9o an jedem Ende der Stangen 87, 88 wird die Welle 8 senkrecht zu ihrer Längsrichtung
verstellt. Mittels der Schrauben 9i wird sie in ihrer eingestellten Lage gesichert,
während die Schraube 92 ebenso mit Hilfe einer Sperrmutter 93 festgehalten wird.
Der Zweck der Verstellung der Stange 87 in bezug auf die Stange 88 besteht in der
Höhenverstellung der Welle 8 über die Druckstellung, um es zu ermöglichen, Trommeln
5o von verschiedenen Durchmessern verwenden zu können, wie auch die Lage der Oberfläche
des auf der Trommel 50 liegenden Papiers oder Bogens in bezug auf die Druckvorrichtung
einzustellen.
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Während des Arbeitsvorganges wird das zu bedruckende Blatt, wie es
in Abh. ioa dargestellt ist, auf die Trommel gelegt und darauf durch die Klemmglieder
55 festgehalten. Wird die Maschine in Betrieb gesetzt, so bringt die Trommel 5o
das Blatt in Drucklage, worauf ein Abdruck von einem Teil der Druckplatte in einer
Spalte, wie in Abb. iob dargestellt, erzeugt wird. Anschließend bewegt sich die
Trommel in der Längs- und Drehungsrichtung, um so das Blatt gegenüber dem anderen
Drucktiegelteil in die Drucklage zu bringen. Darauf erfolgt der Abdruck von den
anderen Teil der Druckplatte in einer anderen Spalte, jedoch in der gleichen Zeile
wieder erste Abdruclc (Abb. i oc) . Sind Abdrücke von allen Teilen der Druckplatte
gemacht, so bewegt sich die Trommel in der Längs- und Umfangsrichtung, so daß sie
sich bezüglich ihrer waagerechten Stellung in der ersten Abdrucklage befindet, während
das Blatt infolge der Troinnieldrehung durch Eingriff der Sperrklinke .I8 in das
Sperrad .I5 um eine Zeile des Bogens weitergedreht ist. Gleichzeitig ist eine neue
Druckplatte in die Drucklage gebracht worden, und es ist damit ein Arbeitsvorgang
der Maschine beendet. Wird dagegen keine neue Druckplatte in die Drucklage eingeführt,
so wird durch eine besondere Abtastvorrichtung der Hebel 2o betätigt. Dadurch tritt
die Nockenfläche 28 der Platte i 9 niit dem Vorsprung 23 des Hebels 22 in Eingriff,
und es werden so die Bewegungen des Tiegelgehäuses wie die des Blattträgers stillgelegt,
ohne daß der Antrieb der Vorrichtung ausgeschaltet wird.
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In Abb.9 ist ein Druckplattenhalter dargestellt mit einer Druckplatte,
die auf einer Zeile den 1 amen einer Person, in der nächsten Zeile ihren Beruf und
in der dritten Zeile eine persönliche Information hinsichtlich dieser Person enthält.
Ein Blatt wird derart gedruckt, daß es die Information in einer bestimmten gewünschten
Anordnung aufweist, `was bei den gezeichneten Beispiel geschieht, indem die dritte
Informationszeile bei dem ersten Druckvorgang, wie in Abb. i ob dargestellt, gedruckt
wird, während die ersten und zweiten Zeilen der Druckplatte gleichzeitig beim nächsten
Vorgang in der benachbarten Spalte derart abgedruckt werden, daß der Abdruck der
zweiten Zeile in Linie mit dem Abdruck der dritten Zeile liegt (Abb. i oc).