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DE537369C - Adressendruckmaschine zum Abdrucken von verschiedenen Teilen einer Druckplatte in mehreren Spalten einer Liste - Google Patents

Adressendruckmaschine zum Abdrucken von verschiedenen Teilen einer Druckplatte in mehreren Spalten einer Liste

Info

Publication number
DE537369C
DE537369C DEA54857D DEA0054857D DE537369C DE 537369 C DE537369 C DE 537369C DE A54857 D DEA54857 D DE A54857D DE A0054857 D DEA0054857 D DE A0054857D DE 537369 C DE537369 C DE 537369C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
printing
list
shaft
printing machine
plate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA54857D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ADDRESSOGRAPH Ltd
Original Assignee
ADDRESSOGRAPH Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ADDRESSOGRAPH Ltd filed Critical ADDRESSOGRAPH Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE537369C publication Critical patent/DE537369C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41LAPPARATUS OR DEVICES FOR MANIFOLDING, DUPLICATING OR PRINTING FOR OFFICE OR OTHER COMMERCIAL PURPOSES; ADDRESSING MACHINES OR LIKE SERIES-PRINTING MACHINES
    • B41L47/00Details of addressographs or like series-printing machines
    • B41L47/42Printing mechanisms

Landscapes

  • Manufacture Or Reproduction Of Printing Formes (AREA)

Description

  • Adressendruckmaschine zum Abdrucken von verschiedenen Teilen einer Druckplatte in mehreren Spalten einer Liste Die Erfindung betrifft eine Adressendruckmaschine, bei der die Druckplatten nacheinander in Druckstellung gebracht werden. Die besondere durch die Erfindung gelüste Aufgabe bestand darin, die Druckmaschine so auszugestalten, daß eine zu bedruckeVde Liste oder ein Bogen in zwei zueinander senkrechten Richtungen verschoben wird, so da ß die Abdrücke von verschiedenen Teilen einer Druckplatte in mehrere Spalten der Liste ge-;lruckt werden können.
  • Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden. unter Anwendung mehrerer Druckkissen einzelne T eile ein ir Druckplatte auf einen Bogen niel,rfach und in verschiedener Stellung zueinander zum Abdruck zu bringen. Dabei drucken sich die gleichen Teile der jedoch immer in der gleichen Zeile ab und sind in derselben Zeit nur in der Waagerccliten gegeneinander versetzt.
  • Durch die Erfindung dagegen wird es möglich, die -=lbdriicke von Teilen der Druckplatte oder Druckform in getrennte Spalten eines Blattes derart zu verteilen, daß die Zeilen der Druckplatte in nebeneinanderlieggenden Spalten einer oder mehrerer Zeilen des Bogens gedruckt werden. Dies Ziel wird erreicht durch einen auf einer Welle angeordneten, vom Getrieb-- der Druckmaschine aus in seiner Längsrichtung verschiebbaren sowie mittels eines Klinkenantriebes absatzweise drehbaren Halters für die zu bedruckende Liste, die von zwei nebeneinander angeordneten wechselweise auf und nieder bewegten Druckstempeln gegen die in der Druckstellung liegende Druckplatte gedrückt wird. Die Verschiebung des Listenhalters erfolgt zweckmäßig dadurch, daß die den Listen- oder Bogenhalter tragende Welle durch einen mittels einer ockenscheibe gesteuerten Schwingarm seitlich hin und her bewegt wird, die an einer doppelflanschigen Muffe der Welle angreift.
  • Vorteilhaft wird bei der absatzweisen Drehung des Halters die Verschiedenheit zwischen Zeilenabstand auf der Druckplatte und Zeilenabstand auf dem Druckbogen beriicksichtigt. Zu diesem Zweck wird die Vorrichtung so ausgestaltet, daß auf der den als Trommel ausgebildeten Blatthalter tragenden Welle ein Sperrzahnrad angeordnet wird, dessen zwei aufeinanderfolgende Zahnlücken entsprechend dem Zeilenabstand auf der Druckplatte und dem auf der zu bedruckenden Liste verschieden groß sind.
  • Das wechselweise Aufundniederbewegen der Druckstempel erfolgt bei einer bevorzugten Ausführungsform durch in einem Stempelgehäuse hin und her drehbare Nockenwellen und eine Feder. Die Nockenwellen werden dabei vorteilhafter-weise mittels Lenker und an diesem angeordneten Vorsprünge von einer an dem Blatthalter vorgesehenen Scheibe gesteuert.
  • Um die Drucktiegel und den Blatthalter in dein Augenblick stillzulegen, wenn keine Druckplatte in Druckstellung eingeführt wird, ist bei 'der Druckmaschine eine an sich bekannte Druckplattenabtastvorrichtung vorgesehen, die eine frei bewegliche Platte steuert, die ohne Unterbrechung des Hauptantriebes der Maschine die Hinundherbewegung des Drucktiegelgehäuses und die Bewegung des Blatthalters zeitweilig aufhebt.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
  • Abb. i ist eine Vorderansicht der Maschine.
  • Abb.2 ist ein senkrechter Längsschnitt durch die Maschine.
  • Abb. 3 ist eine Teildraufsicht.
  • Abb. 4 ist ein senkrechter Querschnitt. Abb. 5 ist ein senkrechter Teilschnitt nach Linie 5-5 der Abb. 3.
  • Abb. 6 ist eine Teilansicht der Papierhaltemittel.
  • Abb. 7 und 8 sind Teilschnitte durch die Mitte der Maschine und zeigen die abwechselnden Drucklagen des Tiegels.
  • Abb. 9 ist eine Draufsicht auf einen Druckplattenhalter, wie er in Verbindung mit der Erfindung benutzt werden kann.
  • Abb. ioa, iob, ioc sind schematische Ansichten eines Papierblattes, welches die verschiedenen Stufen des Druckvorganges veranschaulicht.
  • Abb. i i zeigt in einer schematischen Darstellung das abwechselnde Eingreifen der Sperrklinke in das mit verschieden großen Zahnlücken versehene Sperrad.
  • Ein Rahmengestell i trägt eine Trieb,-welle :2 (Abb, a), die in beliebiger Weise, z. B. durch einen nicht dargestellten Elektromotor, angetrieben wird. Auf der Triebwelle ist ein Kegelzahnrad 3 gelagert, das mit einem anderen auf einer Querwelle 5 befestigten Kegelzahnrade 4 kämmt. Ein Arm 6 ist an der Welle 5 befestigt und mit ihr drehbar. An der Oberseite des Maschinengestelles ist ein Gehäuse 7 gelagert, das eine waagerechte, den Tiegelmechanismus antreibende Stange 8 stützt. Eine kurze Welle io ist am Ende 9 des Gehäuses 7 befestigt und trägt einen lose darauf gelagerten Arm i i. Eine Stange oder ein Arm 12 greift mit seinem einen Ende an der einen Kante des Armes i i (Abb. 2 und 5) und mit seinem anderen Ende an der einen Kante des Armes 6 an. Durch diese Verbindung erzeugt eine Drehung der Trieb-,velle 2 eine Schwenkbewegung des Armes ii.
  • Ein Bügel 13 ist lose auf der Welle io angeordnet und übergreift den Arm ii (Abb. 3). Eine Platte 14 ist lose auf der Welle io gelagert und liegt dem Bügel 13 benachbart. Diese Platte hat einen nach auswärts ragenden Zapfen 15 und einen daran angeordneten Wellenzapfen 16. Eine Stange 17 ist mit seinem einen Ende gelenkig auf dem Wellenzapfen 16 gelagert und mit dem anderen Ende gelenkig mit einem auf der Stange 8 befestigten Lenker 18 verbunden. Durch diese Verbindung wird die Bewegung der Platte 14 auf die Stange 8 übertragen. Eine Platte i9 ist lose auf der Welle io neben der Platte 14 an der dem Arm i i gegenüberliegenden Seite gelagert. Ein Hebel 2o ist gelenkig an der Seite des Gehäuses 7 gelagert und erstreckt sich durch dieses hindurch. Eine Stange 21 verbindet die Platte i9 und den Hebel 20 Miteinander.
  • Die Platte 14 ist, wie dies besonders aus den Fig. 2 und 5 ersichtlich ist, ein auf der Welle io drehbar angeordneter doppelarmiger Hebel. Der Bügel 13, der den ebenfalls lose auf der Welle io angeordneten Arm ii umgreift, ist mit einer aufrecht stehenden dreieckigen Nase i4a versehen. Diese dreieckige Nase i4P liegt in der Bewegungsbahn des Stiftes 16, der die gelenkige Verbindung zwischen der Stange 17 und dem doppelarmigen Hebel 14 bildet, so daß bei der Rückbewegung des Armes (rechts in Abb.2 und 5) der Stift 16 in den dreieckigen Vorsprung auf dein Bügel 13 eingreift und letzteren in Richtung des Uhrzeigers verschwenkt (Abb. 2 und 5). Infolgedessen wird die in das mit abwechselnd großen und kleinen Zähnen versehene Sperrad 45 eingreifende Sperrklinke 48 hin und her bewegt, wodurch dann die das Papier tragende Trommel 5o in entsprechendem Maße gedreht wird.
  • Die Verbindungsstange 12 und der damit verbundene Arm i i verschwenken die Stange 17 mit Hilfe des federbetätigten Hebels 22 und des doppelarmigen Hebels 14. -Normalerweise liegt der Hebel 22 gegen den Arm i i an und wird in dieser Lage durch eine Feder 24 (Abb. 5) gehalten, so daß die Hebel 22 und 24 und die Stange 17 an derHinundherbewegung des antreibenden Armes i i teilnehmen.
  • Um nun in der Lage zu sein, die Hinundherbevy egung der Stange 17 zeitweilig aufzuheben, ohne den Hauptantrieb der Maschine io zu unterbrechen, während die Verbindungsstange 1ä und der antreibende Arm i i auf der Welle io die Hinundherbewegung fortsetzen, ist eine Platte i9 frei beweglich auf der Welle io angeordnet. Sie wird durch einen Hebel 2o, mit dem sie durch eineStange 21 verbunden ist, eingestellt. Der Hebel 2o ist über eine Druckplattenabtastvorrichtung verbunden mit der für die Druckplattenhalter bestimmten Zuführeinrichtung, welche ein Anheben des Hebels nach aufwärts bewirkt, Wenn keine Druckplatten zugeführt werden und so den Betrieb des Drucktiegels oder die Drehung der Trägerwelle verhindert. Die Platte i 9 besitzt eine \ ocl:enfliiclie 28, die, wenn der Hebel 2o gehoben wird, mit einem seitlich aus dem Hebel 22 lurausragenden Stift 23 in Vcrbindung tritt. Dadurch wird bewirkt, daß der Hebel 22 entgegen der Wirkung der Feder 24 niedergedrückt und so seine Verbindung mit dem Arm i i gelöst wird. Infolgedessen können dann die Verbindungsstange 12 und der Arm i i frei hin und her schwingen, ohne daß ihre Bewegung durch die Hebel 22 und 24 auf die Stange 17 übertragen Würde. Es ist deshalb auch möglich, durch ein Verstellen des Hebels 20 ein Drucken der Tiegelabschnitte 75, 7 6 nach Belieben zu verhindern.
  • Ein an der Triebwelle 2 befestigtes Zahnrad 30 kämmt mit einem Zahnrade 31 auf einer Welle 32, die im Gestell parallel zur Triebwelle 2 gelagert ist. Ein nach abwärts ragender Arm 33 ist gelenkig an dem Gestell i gelagert und trägt zwei Rollen 34 und 35. Diese Rollen sind auf kurzen Wellen 36 gelenkig gelagert, die sich vom Arm 33 nach auswärts und rückwärts erstrecken und darauf drehbar sind. Eine Hubscheibe 37 (Abb. 2) nahe dem Arm 33 ist auf dem Zalinrade 31 befestigt und arbeitet zwischen den Rollen 34 und 35. Eine Drehung der Hubscheibe bewirkt einen abwechselnden Eingriff mit jeder der Rollen und bewegt den Arm 33 nach rück-und vorwärts in der Richtung der hohen Stellung der Hubscheibe. Eine Drehung der Welle 2 bewirkt daher eine Drehung des großen Zahnrades 31 und der Hubscheibe 37 und veranlaßt eine hin und her gehende oder Schwenkbewegung des Armes 33.
  • Eine Leiste 39 ist an der Seite des Gestelles bei 38 gelenkig gelagert und trägt eine daran starr befestigte Gabel 40. Diese Gabel erfaßt eine doppelflanschige Muffe 44 die an cler Tr;igei-@z-elle d.2 be-festigt ist. Ein Lenker 43 verbindet gelenkig die Leiste 39 mit dem Arrn 33. Somit bewirkt eine hin und her gebende Bewegung des Armes 33 eine hin und her gehende Bewegung der Leiste 39, die ihrerseits durch ihre Verbindung mit der Gabel do und der doppelflanschigen Muffe 41 die Triigerwelle in der Längsrichtung bewegt. Die Trä gerwelled.2 ist in einer Hülse d4. drehbar gelagert, die an dem Gestell sitzt.
  • Ein Schaltrad 45 ist fest auf der Träger-Welle 42 gelagert und hat eine Mehrzahl von abwechselnd angeordneten weiten und engen Schaltzähnen -6 und 4.7. Eine Klinke 48 ist auf einem Arm des Bügels 13 gelagert, der wechselweise in Eingriff treten kann mit einem weiten und einem engen Zahn des Schaltrades.
  • Die Klinke q.8 fällt infolge ihres eigenen Gewichtes in ihre tiefere Ausgangslage jeweils zurück, wenn, der eigentliche, durch die Tätigkeit des Zapfens 16 veranlaßte Bewegungshub beendet ist; denn der Arm des Bügels 13, an den die Klinke 4.8 angelenkt ist, ist länger als der auf der anderen Seite der Welle 18 liegende Teil. Die Rückkehrbewegung der Klinke q.8 kann noch durch Anordnung einer Feder q.9, die an einem der Seitenglieder des Gestells befestigt ist, unterstützt werden. Der Bügel und das Schaltrad sind so eingestellt, daß die Schwenkbewegung des Bügels 13 ein Entlangreiten der Klinke 48 auf dem Schaltrade um eine Entfernung bewirkt, die etwas größer ist als die Breite eines der großen Zähne. Eine Schwenkbewegung des Bügels 13 bewegt daher die Klinke 4.8 auf dem Schaltrade und erzeugt einen abwechselnden Eingriff an einem großen und an einem kleinen Zahn.
  • Die Betätigung der Sperrklinken- und Sperradeinrichtung q.8, q_5 wird durch die Abb, i i verständlich gemacht. Diese stellt in vergrößertem Mn.ßstabe die Anordnung der großen und kleinen Zähne dar. Der Hub der Sperrklinke ist immer derselbe, doch wenn sie in einen großen Zahn eingreift, d. h. sich in der Stellung befindet, die oben in Abb. i i wiedergegeben ist, so liegt die Nase der Sperrklinke nicht gegen das Ende des Zahnes an, sondern befindet sich in einiger Entfernung davon, so daß eine gewisse freie Bewegung der Sperrklinke stattfindet, ehe sie mit dem Ende des Zahnes in Verbindung tritt und das Sperrad teilweise gedreht wird. Wenn jedoch die Sperrklinke in eine kleinere Zahnlücke eingreift (wie unten in der Abb. 11 ersichtlich), so liegt die Nase der Klinke sofort gegen das Ende des Zahnes an, wodurch eine mit dem vollen Hub der Sperrklinke übereinstimmende Drehbewegung dem Sperrad erteilt wird. Da nun große und kleine Zähne auf dem Sperrad miteinander abwechseln, so wird das letztere abwechselnd um größere oder kleinere Winkel gedreht. Es sei darauf hingewiesen, daß natürlich die Sperrklinke 48 nicht `wirklich in das Sperrrad in zwei verschiedenen Lagen eingreift, wie dies in der Skizze angedeutet wird, sondern daß die Eingriffsstellung mit einem kleineren Zahn um einen Zahn in der Richtung des Uhrzeigers verstellt ist, um die Stellung der Sperrklinke 48 in bezug auf die großen bzw. die kleinen Zähne noch deutlicher zu veranschaulichen.
  • Eine Drehung der Trägerwelle q.2 um das Maß eines großen Zahnes ist gleich der Entfernung zwischen den horizontalen parallelen Zeilen auf dem in den Abb. ioa, iob und ioc dargestellten Papierblatt. Anstatt nun die Druckplatte zu bewegen, was ziemlich schwierig wäre und eine sehr feine Einstellung für einen vollkommenen und schnellen Abdruck erfordern würde, ist es als praktisch gefunden, das Papierblatt um eine Entfernung zu bewegen, die genügt, um die verschiedenen Zeilen beim Drucken in die richtige lineare Lage auf dem Blatt zu bringen.
  • Eine Haspel mit einer Älehrzahl von an der Trägerwelle 42 befestigten Rädern 5o trägt ein Papierblatt, welches gemäß Abb. ioa, iob und ioc bedruckt werden kann. Streben 5 1 verbinden diese Räder miteinander und halten sie im Abstand voneinander unter gleichzeitiger Verstärkung und Versteifung. Eine sich durch Ansätze 53 (Abb. 8) an den Rädern hindurch erstreckende und darin bewegliche Stange 52 weist eine Mehrzahl von Stiften 54 (Abb. 7 und 8) auf. Ein Finger 55 ist gelenkig am Kranze jedes der Räder gelagert und weist eine aufgebogene Endkante 56 auf, gegen die die Stifte 54 an der Stange 52 treffen können. Eine Feder 57 hält diese Finger dicht gegen die Außenkante oder den Kranz der Haspel. Die Haspel ist ausgespart, um einen Sitz 58 für die Finger 55 zu bilden und dadurch ein gutes volles Lager für die Finger zum Festhalten des Papiers in seiner Lage zu schaffen. Am äußeren Ende der Stange 52 sitzt ein Hebel 59 (Abb. i), dessen Bewegung ein Auftreffen der Stifte 54 gegen die Finger und ein Anheben dieser bewirkt. Die Feder 57 wirkt entgegengesetzt dazu und hält in normaler Lage diese Finger in den Sitzen 58 der Räder 5o. Auf den Speichen 6o der Räder sind Rollen 61 angeordnet, die sich gegen eine Stange 62 (Abb. 3 und -.) legen, welche gelenkig auf der Träger-,velie gelagert ist. Bei einer Längsbewegung der Trägerwelle wird die Haspel durch die Stange 62 gestützt, so daß die Haspel zu allen Zeiten ihre normale Lage während des ganzen Betriebes der Maschine aufrechterhält.
  • Lenker 63 sind an der Stange 8 befestigt und gekrümmt, um einen Spielraum für die Hülse 44 zu schaffen. An einem Zwischenstützpunkt 66 ist ein Bügel 67 gelenkig ange= bracht, und zwar nahe dessen Hinterkante. Ein Tiegelgehäuse 68 weist ein Paar von aufwärts gerichteten Armen 69 auf, die mit dem Bügel gelenkig verbunden sind. Aus dem Tiegelgehäuse 68 herausgedrückte Ansätze 70 sind gelenkig mit den gekrümmten Lenkern 63 mittels gerader Lenker7i verbunden. Zwei Arine 72 sind mit dem einen Ende gelenkig finit der Rahmenstütze 66 verbunden und mit dem anderen Ende an einer Stange 73 angelenkt, die sich durch die Ansätze 7o des Tiegelrahmens erstrecken. Durch diese Anordnung erzeugt eine Schwenkbewegung der Stange 8 eine senkrecht auf und nieder gehende Bewegung des Tiegelgehäuses. Ein Paar von Tiegeln 75 und 76 (Abb. 7 und 8) sind in dem Tiegelgehäuse angeordnet und werden nach aufwärts durch eine Feder 74 gehalten (Abb. 4 und 5). Das Tiegelgehäuse durchsetzen oberhalb der beidenDruckstempel 75, 76 zwei mit Nockenflächen 77' versehene Stangen 77, deren Ausbildung sich aus den Abb. 7 und 8 ergibt.
  • Die innerhalb des Tiegelgehäuses 68 liegenden Nocken 77' der Stangen 77 sind nebeneinander und versetzt zueinander angeordnet. Wenn nun also die Stangen 77 gedreht werden, so bewegen die Nocken 77' entweder den Tiegel 75 oder den Tiegel 76 nach unten und bringen ihn dadurch in die Arbeitsstellung. Ein Paar von Hebeln 78 ist an den Stangen 77 befestigt und durch einen Lenker 79 gelenkig miteinander verbunden. Ein Ansatz 8o am Lenker 79 legt sich gegen eine Führungsscheibe 81 (Abb. 7), die an einem der Räder 5o angeordnet ist. Eine an einem dieser Hebel 78 angreifende Feder 82 hält die Hebel normalerweise in bestimmter Lage, so daß einer der Tiegel in der Drucklage ist. Bei Rückbewegung der Trägerwelle trifft das Rad, das die Scheibe 81 trägt, gegen den Vorsprung 8o und schwingt die Stangen 77 entgegengesetzt zu der in Abb.4 dargestellten Richtung. Diese Bewegung schwenkt die Stangen um 9o° und veranlaßt ein Anheben des Tiegels, der sich in der normalen Drucklage befand, ebenso ein Senken des anderen Tiegels in die Drucklage. Wenn die Trägerwelle sich nach links bewegt (Abb. 4), wird der Vorsprung 8o voil der Scheibe 81 freigegeben, und die Feder 82 zieht die Hebel in ihre Ausgangslage zurück. Hierdurch werden also die Tiegel wechselweise in die Drucklage gebracht.
  • Auf dem Gestell ist ein Magazin 83 (Abb. 2) gelagert, das einen Vorrat von Druckplatten. beispielsweise solchen der Abb. 9, aufnimmt. Dies.. Druckplatten werden von dem Boden des Vorrats mittels einer Kette 84 abgezogen, die über Kettenräder 85 läuft. Die Kette hat Ansätze 86 (Abb. 5), die in Zwischenräumen darauf befestigt sind und eine Druckplatte aus dem Boden des Vorrats entnehmen sowie ihn in die Drucklage bis unter den Tiegel führen. Die Kette und die Tragvorrichtung werden in beliebiger bekannter Weise angetrieben, so daß sich eine nähere Erläuterung erübrigt.
  • Zwei Stangen 87 und 88 mit abgeschrägten äußeren Enden 89 und 9o sind in dem Gehäuse 7 (Abb. 4.) angeordnet und werden durch Klemmschrauben 9i in einer Lage gel,alten. Die Stange 8 erstreckt sich durch die untere Stange 88 und kann sich senkrecht zti ihrer Längsrichtung darin bewegen. Die Stangen 87 und 88 verlaufen parallel zu der Welle B. Die Welle 8 wird von Lagern getragen, die auf dem unteren N ockenteil vorgesehen sind und sich von diesem aus nach unten erstrecken. Dadurch kann also die Welle zusammen mit der Stange 88 in einer vertikalen Richtung verschoben werden (d. h. in einer Richtung im rechten Winkel zu der Achse der Welle 8). Die Lage der unteren Stange 88 und dadurch auch die vertikale Einstellung der Welle 8 wird durch die verstellbaren Schrauben 9i bestimmt, welche den Teil 88 an dem Gehäuse befestigen, während die Stange 87 mit Hilfe der Stellschraube 92 in einer Längsrichtung verstellt wird. Infolge der zusammenwirkenden Keilflächen 89, 9o an jedem Ende der Stangen 87, 88 wird die Welle 8 senkrecht zu ihrer Längsrichtung verstellt. Mittels der Schrauben 9i wird sie in ihrer eingestellten Lage gesichert, während die Schraube 92 ebenso mit Hilfe einer Sperrmutter 93 festgehalten wird. Der Zweck der Verstellung der Stange 87 in bezug auf die Stange 88 besteht in der Höhenverstellung der Welle 8 über die Druckstellung, um es zu ermöglichen, Trommeln 5o von verschiedenen Durchmessern verwenden zu können, wie auch die Lage der Oberfläche des auf der Trommel 50 liegenden Papiers oder Bogens in bezug auf die Druckvorrichtung einzustellen.
  • Während des Arbeitsvorganges wird das zu bedruckende Blatt, wie es in Abh. ioa dargestellt ist, auf die Trommel gelegt und darauf durch die Klemmglieder 55 festgehalten. Wird die Maschine in Betrieb gesetzt, so bringt die Trommel 5o das Blatt in Drucklage, worauf ein Abdruck von einem Teil der Druckplatte in einer Spalte, wie in Abb. iob dargestellt, erzeugt wird. Anschließend bewegt sich die Trommel in der Längs- und Drehungsrichtung, um so das Blatt gegenüber dem anderen Drucktiegelteil in die Drucklage zu bringen. Darauf erfolgt der Abdruck von den anderen Teil der Druckplatte in einer anderen Spalte, jedoch in der gleichen Zeile wieder erste Abdruclc (Abb. i oc) . Sind Abdrücke von allen Teilen der Druckplatte gemacht, so bewegt sich die Trommel in der Längs- und Umfangsrichtung, so daß sie sich bezüglich ihrer waagerechten Stellung in der ersten Abdrucklage befindet, während das Blatt infolge der Troinnieldrehung durch Eingriff der Sperrklinke .I8 in das Sperrad .I5 um eine Zeile des Bogens weitergedreht ist. Gleichzeitig ist eine neue Druckplatte in die Drucklage gebracht worden, und es ist damit ein Arbeitsvorgang der Maschine beendet. Wird dagegen keine neue Druckplatte in die Drucklage eingeführt, so wird durch eine besondere Abtastvorrichtung der Hebel 2o betätigt. Dadurch tritt die Nockenfläche 28 der Platte i 9 niit dem Vorsprung 23 des Hebels 22 in Eingriff, und es werden so die Bewegungen des Tiegelgehäuses wie die des Blattträgers stillgelegt, ohne daß der Antrieb der Vorrichtung ausgeschaltet wird.
  • In Abb.9 ist ein Druckplattenhalter dargestellt mit einer Druckplatte, die auf einer Zeile den 1 amen einer Person, in der nächsten Zeile ihren Beruf und in der dritten Zeile eine persönliche Information hinsichtlich dieser Person enthält. Ein Blatt wird derart gedruckt, daß es die Information in einer bestimmten gewünschten Anordnung aufweist, `was bei den gezeichneten Beispiel geschieht, indem die dritte Informationszeile bei dem ersten Druckvorgang, wie in Abb. i ob dargestellt, gedruckt wird, während die ersten und zweiten Zeilen der Druckplatte gleichzeitig beim nächsten Vorgang in der benachbarten Spalte derart abgedruckt werden, daß der Abdruck der zweiten Zeile in Linie mit dem Abdruck der dritten Zeile liegt (Abb. i oc).

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Adressendruckmaschine, bei der die Druckplatten nacHeinander in Druckstellung gebracht werden und eine zu bedruckende Liste oder Bogen in zwei zueinander senkrechten Richtungen verschoben wird, so daß die Abdrücke von verschiedenen Teilen einer Druckplatte in mehrere Spalten der Liste gedruckt werden können, gekennzeichnet durch einen auf einer Welle (42) angeordneten, vom Getriebe der Druckmaschine aus in seiner Längsrichtung verschiebbaren sowie mittels eines Klinkenantriebes (48) absatzweise drehbaren Halter (5o) für die zu bedruckende Liste, die von zwei nebeneinander angeordneten, wechselweise auf und nieder bewegten Druckstempeln (75, 76) gegen die an der Druckstellung liegende Druckplatte gedrückt wird.
  2. 2. Adressendruckmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die den Listen- oder Bogenhalter (5o) tragende Welle (.I2) durch einen mittels einer _N; ockenscheibe (37) gesteuerten Schwingarm (39) seitlich hin und her bewegt wird, der an einer doppelflanschigen Muffe (d.1) der Welle (.I2) angreift.
  3. 3. Adressendruckmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf der den als Trommel (5o) ausgebildeten Blatthaltes= tragenden Welle (42) ein Sperrzahnrad (45) angeordnet ist, dessen zwei aufeinanderfolgende Zahnlücken entsprechend dem Zeilenabstand auf der Druckplatte und dem auf der zu bedruckenden Liste verschieden groß sind.
  4. Adressendruckmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das wechselweise Aufundniederbewegen der Druckstempel (75, 76) durch in einem Stempelgehäuse (68) hin und her drehbare Nockenwellen (77) und eine Feder (82) bewirkt wird. #.
  5. 5. Adressendruckmaschine nach Anspruch d., dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenwellen (77) mittels Lenker (7g) und an diesen angeordneten Vorsprüngen (8o) von einer an dem Blatthalter (50) vorgesehenen Scheibe (8i) gesteuert werden.
  6. 6. Adressendruckmaschine nach Anspruch i bis 5 mit einer Druckplattenabtastvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß von der Abtastvorrichtung eine frei bewegliche Platte (ig) gesteuert wird, die ohne Unterbrechung des Hauptantriebes der Maschine die Hinundherbewegung des Drucktiegelgehäuses (68) und die Bewegung des Blatthalters (5o) zeitweilig aufhebt.
DEA54857D 1927-07-23 1928-07-19 Adressendruckmaschine zum Abdrucken von verschiedenen Teilen einer Druckplatte in mehreren Spalten einer Liste Expired DE537369C (de)

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