DE535207C - Vorrichtung zur Aufnahme von Lichtbildern von beweglichen Objekten - Google Patents
Vorrichtung zur Aufnahme von Lichtbildern von beweglichen ObjektenInfo
- Publication number
- DE535207C DE535207C DEH123515D DEH0123515D DE535207C DE 535207 C DE535207 C DE 535207C DE H123515 D DEH123515 D DE H123515D DE H0123515 D DEH0123515 D DE H0123515D DE 535207 C DE535207 C DE 535207C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- camera
- cam
- shaft
- recordings
- intermediate member
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 claims description 14
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 7
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 5
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 5
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 5
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims 4
- 230000000750 progressive effect Effects 0.000 claims 1
- 230000008859 change Effects 0.000 description 4
- 238000004091 panning Methods 0.000 description 4
- 230000002996 emotional effect Effects 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 230000000737 periodic effect Effects 0.000 description 2
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 210000000078 claw Anatomy 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 230000009625 temporal interaction Effects 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B17/00—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
- G03B17/48—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus
- G03B17/50—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus with both developing and finishing apparatus
- G03B17/53—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus with both developing and finishing apparatus for automatically delivering a finished picture after a signal causing exposure has been given, e.g. by pushing a button, by inserting a coin
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Accessories Of Cameras (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
8. OKTOBER 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
. JVi 535207 KLASSE 57a GRUPPE
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zur Auf nähme, von Lichtbildern von beweglichen Objekten und bezweckt die Herstellung
einer Reihe von getrennten Lichtbildem, hauptsächlich von Personen in voller
Länge, die sich vor einem Hintergrund bewegen. Bekannt sind bereits Kinokameras,
deren Antriebsmechanismus zwangsläufig mit einem Getriebe zum fortschreitenden seitliehen
Verschwenken der Kamera verbunden ist. Demgegenüber besteht die vorliegende Erfindung im wesentlichen darin, daß der
selbsttätig, z. B. durch einen mittels Kontakte, Münzeinwurf, Schalter o. dgl. eingeschalteten
Motor, angetriebene Mechanismus die Kamera schrittweise in eine Reihe von
Einstellagen schwenkt, in jeder dieser Lagen bei festgestellter Kamera eine oder mehrere
Aufnahmen bewirkt und hiernach die Kamera
ao aus der Einstellung auf das Ende des Hintergrundes
in die Anfangslage zurückbringt.
Die betreffende Person bewegt sich hierbei in einer geraden oder gekrümmten Bahn. Der
Hintergrund kann ein natürlicher oder künstlicher sein, wobei ferner der künstliche Hintergrund
'auswechselbar sein ■ kann, in der Weise, daß die Kamera in der erforderlichen
Lage vor diesem Hintergrund derart aufgestellt ist, daß ihr normales Gesichtsfeld den
betreffenden Teil des Hintergrundes umfaßt. Die Kamera ist so aufgestellt, daß ihr Brennpunkt
zunächst auf das eine Ende des Hintergrundes gerichtet ist, d. h. dasjenige Ende, an
welchem die Person ihren Gang beginnt.
Die Betätigung der Kamera wird von außen bewerkstelligt, und die erste Belichtung wird
selbsttätig bewerkstelligt, wenn die Person in der Aufnahmestellung an dem einen Ende de's
Hintergrundes Aufstellung genommen hat. Die nächste Belichtung erfolgt selbsttätig,
wenn die Person um den erforderlichen Abstand fortgeschritten ist usw., bis die gewünschte
Zahl der Aufnahmen gemacht
wenn die Person das andere Ende des
Sichtsfeldes der Kamera erreicht hat.
kommen nunmehr selbsttätige Mittel
Wirkung, um die Kamera so zu verstellen, daß das Gesichtsfeld den nächsten Teil oder den übrigen Teil des Hintergrundes umfaßt, wonach die periodischen Belichtungen selbsttätig beim weiteren Fortschreiten der Person erfolgen. Die Bewegungen der Kamera können, wenn erforderlich, den Brennpunkt jeweilig ändern, um den neuen Teil des Hintergrundes in den Brennpunkt einzustellen, wie dies bereits Gegenstand eines älteren Patents ist. Hat die Person das Ende des Hintergrundes erreicht, so werden die Belichtungen
wenn die Person das andere Ende des
Sichtsfeldes der Kamera erreicht hat.
kommen nunmehr selbsttätige Mittel
Wirkung, um die Kamera so zu verstellen, daß das Gesichtsfeld den nächsten Teil oder den übrigen Teil des Hintergrundes umfaßt, wonach die periodischen Belichtungen selbsttätig beim weiteren Fortschreiten der Person erfolgen. Die Bewegungen der Kamera können, wenn erforderlich, den Brennpunkt jeweilig ändern, um den neuen Teil des Hintergrundes in den Brennpunkt einzustellen, wie dies bereits Gegenstand eines älteren Patents ist. Hat die Person das Ende des Hintergrundes erreicht, so werden die Belichtungen
ist,
Ge-
Es
zur
und die Bewegungen der Kamera angehalten, und dieselbe kehrt- selbsttätig in ihre Anfangslage
zurück, so daß ihr Gesichtsfeld den Anfang des- Hintergrundes· umfaßt. Geeignete'Beleuchtungsmittel können verwendet
" werden, beispielsweise können die Lampen auf Trägern, Überhängen, seitlichen
oder anders gerichteten Stützen usw. angebracht sein, und werden in den Stromkreis
to selbsttätig oder in anderer Weise zu Beginn eines Arbeitsganges eingeschaltet und beim
Schluß des Arbeitsganges aus dem Stromkreis ausgeschaltet. Das Negativ wird in üblicher
"Weise entwickelt, fixiert und kopiert. Die • 15 Kopien können, wenn gewünscht, Vergrößerungen
darstellen, oder es können bestimmte Kopien Vergrößerungen eines besonderen Negativs
sein.
• Bei vorzugsweiser Ausführungsform, besonders für Portraits in voller Länge der bewegten
Person, wird eine Filmkamera mit einem Mechanismus versehen, wie derselbe
bei kinematographischen Aufnahmen üblich ist, Jedoch ist die Anordnung derart, daß die
Kamera auf ihrer Seitenfläche ruht, d.h. um eine lotrechte Achse bewegt wird und das
Filmband sich waagerecht verstellt. Auf diese Weise kommt der lotrechte Teil des Gesichtsfeldes in voller Größe des Bildes zur
Aufnahme.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise dargestellt.
Abb, ι zeigt schematisch die Draufsicht
des Aufnahmeraumes.
Abb. 2 zeigt die Seitenansicht der Vorrichtung,
Abb. 3 zeigt einen Teil der Abb. 2. . ;; Abb. 4 zeigt die Vorderansicht zu Abb. 3.
Abb. 5 zeigt in größerem Maßstabe die Draufsicht der Vorriehtung zum Steuern, der
Bewegungen der Arbeitsteile..
Abb, 6 zeigt die Seitenansicht in der Rich-
-, tung des Pfeiles 6 in Abb. 5 gesehen, "
Abb. 7"zeigt die andere Seitenansicht in
der Richtung des Pfeiles 7 in Abb. 5. gesehen.
Mit Bezug auf Abb. 2 besitzt die Kamera eine Welle 8, deren Bewegungen die Auf nah- .
men sowie andere erforderlichen Bewegungen in'der Kamera ιό bewirken. Diese Welle 8 ;
wird durch ein Getriebe gesteuert, welches durch den Elektromotor 9 angetrieben, wird.
Dieser-letztere wird in den Stromkreis zu Be-
:; ginn des Arbeitsganges durch, einen Mechanismuseingeschaltet,
welcher Zeitgetriebe und Nocken enthält, um periodische Bewegungen
der Kamera welle zu bewirken. Dieser Mechanismus enthält ferner Mittel, um " die
·; Kamera aus ihrer Anfangslage selbsttätig zu
bewegen, so daß das Gesichtsfeld denjenigen Teil "des Hintergrundes 11 (Abb. 1) umfaßt,
vor welchem sich die Person bewegt öder im ,Begriff steht, sich zu bewegen. Dieser Me-
? chanismus enthält ferner Mittel, um - die Kamera in ihre Anfangslage zurückzubringen.
Die Bewegungen der Kamera können ferner das Ein- und Ausschalten der Beleuchtung
steuern. Die Kamera ist derart angeordnet, ■- daß ihre Bewegungen in bezug auf die Stützen
selbsttätig die nötigen Änderungen der Brennpunkteinstellung bewirken. -
Der Mechanismus für die Steuerung der Arbeitsteile innerhalb der Kamera und die
Steuerung der Kamera selbst besitzt eine Grundplatte 12 (Abb. 7), welche von dem Gestell
13 (Abb. 2, 3) abgestützt ist. Das Gestell besitzt Seitenplatten 14 (Abb. 6), zwischen denen das Getriebe Aufnahme findet.
Die Welle 15 des einen der Zahnräderiß
(Abb. 5) steht durch ein Schneckengetriebe, einen Riemen 17 und die Scheiben 18, 19 mit
der Triebwelle 20 des Elektromotors in Verbindung. Die Welle 15, welche mit einer Geschwindigkeit, von etwa 240 Umdrehungen in
der Minute angetrieben wird, springt von -den
.Seitenplatten 14 vor und trägt eine Gleithülse 21. Diese Hülse 21 besitzt an dem einen
Ende einen Flansch 22 und wird gegen den Rahmen 14 mittels einer Feder 23 gedrückt,
die sich gegen den Flansch 22 anstützt. Der andere Flansch 24 der Gleithülse trägt die
eine Hälfte 25 einer Klauenkupplung. Die
Hülse 21 besitzt einen Längsschlitz 26, durch welchen ein Stift 27 vorragt, der an der Welle
15 festsitzt. Auf diese Weise kann sich die Hülse 2Ϊ mit der Welle 15 gemeinsam drehen,
gleichzeitig" aber in der Längsrichtung auf
der Welle verschieben. .In. axialer Fortsetzung
der Welle 15 befindet sich eine Welle 28, die die Antriebsweile der Kamera selbst
sein kann oder, wie dargestellt, mit der
Kamerawelle 8 durch das Kegelgetriebe 29 verbunden ist, .vorzugsweise unter Anwendung
von Universalgelenken 30, 31 (Abb. 2), ; Die Welle 28 trägt an ihrem Ende die andere
Hälfte 32 der Klauenkupplung, wobei die beiden Kupplungshälften 25 und 32 normal
außer Eingriff durch die Feder 23 gehalten werden. .Die Kupplung erfolgt durch ein
Hebelsystem, welches' nachstehend beschrieben werden soll, '
Die Grundplatte 12 trägt einen Arm 33 (Abb. 6), welcher eine lotrechte Welle 34
trägt, auf der eine Hülse 35 sitzt, deren Enden · zwei parallele Hebel 36 festhalten. Die freien
Enden der Hebel tragen Rollen 37, welche hinter den Flansch 24 der 'Gleithülse 21 eingreifen.
Die Hülse 35 trägt zwei Hebel 36 -und in einer Zwischenlage zwischen diesen
einen weiteren Hebel 38 (Abb. 5), welcher rechtwinklig zu den Hebeln 35 steht und an izo
seinem freien Ende eine Rolle 39 trägt. Auf einer Welle 41, welche parallel zu der Welle
15 verläuft und mit 120 Umdrehungen in der
Minute umläuft, sitzt ein Nocken 40, der den Arm 38 des Winkelhebels mittels eines Zwischengliedes
42 betätigt. Dieses Zwischenglied kann in und außer Arbeitslage in folgender Weise gebracht werden.
Wenn das Zwischenglied 42 sich in Arbeitslage befindet, so überträgt es den Antrieb des
Nockens 40 auf den Arm 38 des Winkelhebeis, welcher seinerseits den Doppelhebel 36 derart verschwenkt, daß die Hülse 21 axial
auf der Welle 15 gegen die Wirkung der Feder 23 bewegt wird und die beiden Hälften
25, 32 der Klauenkupplung in Eingriff kommen. In dieser Lage erhält die Kamerawelle
8 den erforderlichen Antrieb, um die Belichtung sowie die Bewegung des Filmbandes
und andere Bewegungen zu bewirken. Wird dagegen das Zwischenglied 42 aus der Arbeitslage gebracht oder kommt der dünnere
Teil 43 des Zwischengliedes in die Arbeitslage, so beeinflußt der Nocken 40 bei seiner
Drehung nicht das Kuppeln und Entkuppeln der Teile 25 und 32, so daß die Kamerawelle 8
nicht in Drehung gerät.
"Die Bewegungen des Zwischengliedes 42 werden durch einen Doppelnocken 44
(Abb. 5, 6) gesteuert, der auf der Welle 45 sitzt. Die Welle 45 wird mit zehn Umdrehungen
in der Minute gedreht. Der Doppelnocken betätigt einen verschwenkbaren Mitnehmer 46, dessen Bewegungen das Zwischenglied
derart beeinflussen, daß es in die Arbeitslage gebracht wird, und zwar in folgender
Weise.
Das obere Ende des Zwischengliedes 42 wird von einer Stange oder Welle 47 zwischen
den Seitenplatten 44 getragen, welche Welle 47 Flansche aufweist, mit welchen sie
sich gegen die inneren Flächen der Seitenplatten 44 anlegt und in lotrechten Schlitzen
48 der Seitenplatten verschiebbar ist. Der Teil der Welle 47 zwischen den Seitenplatten
besitzt an seiner Unterseite eine abwärts verlaufende Stange, welche innerhalb einer
schraubenförmigen Druckfeder 470 Aufnahme findet. Das Außenende 49 des Mitnehmers
47 liegt an dem oberen Ende der Stange 47 an und drückt diese Stange nach abwärts, wobei
dieser Teil 49 einstellbar sein kann. Wird die Stange 47 nach abwärts gedrückt, so bewegt
sie das Zwischenglied 42, während ihre Rückkehrbewegung durch die Schraubenfeder
verursacht wird, die sie, nachdem der Mitnehmer von seinem Nocken freigegeben wurde, wieder nach aufwärts drückt.
Es ist weiter ein dritter Nocken 50 (Abb.7) vorgesehen, welcher ebenfalls auf der Welle
45 sitzt und mit einer Geschwindigkeit von zehn Umdrehungen in der Minute gedreht
wird. Der Nocken 50 ist als Einzelnocken ausgebildet und beeinflußt den verschwenkbaren
Mitnehmer 51 zu dem Zweck, um die Kamera um einen bestimmten Winkel um
eine lotrechte Achse zu verschwenken, wodurch das Gesichtsfeld der Kamera in bezug
auf den Hintergrund eingestellt wird. Dies wird bewirkt, indem der Mitnehmer 51 an
einem Lenker 52 angelenkt ist, der seinerseits mit dem Hebelarm 53 (Abb. 5) verbunden ist.
Der Hebelarm 53 ist an ein Lagerstück 54 (Abb. 6) angeschlossen, welches in einem lotrechten
Fußlager 55 drehbar gelagert ist, das durch die Träger 56 an den Platten 14 abgestützt
ist. Das Lagerstück 54 dient zur Aufnähme einer Säule 57, die von der Unterseite
der Kamera 10 (Abb. 2, 6) vorspringt, wobei das Ende der Säule 57 einen Einschnitt 58
aufweist, um mit dem entsprechenden Vorsprung 59 am Bodenteil des Lagerstücks in
Eingriff zu kommen. Der Nocken 50 und der Mitnehmer 51 sind so ausgebildet, daß die
Rückkehr der Kamera 10 in ihre Anfangslage durch die Zugfeder 60 erfolgen kann, welche
an dem Rahmen 14 und dem Mitnehmer 51 befestigt ist. Ferner wird der Nocken dazu
benutzt, um den Motor 9 in weiter beschriebener Weise aus dem Stromkreis auszuschalten,
und kann ferner verwendet werben, um die Beleuchtung ein- und auszuschalten.
61 ist ein den Motor 9 steuernder Schalter und wird betätigt, um den Motor 9 mittels
eines zweiarmigen Hebels in den Stromkreis einzuschalten, dessen einer Arm 62 mit einem
Draht oder einer Stange 63 verbunden ist, welche, wenn sie von Hand oder selbsttätig,
z. B. mittels einer Münze, beeinflußt wird, den anderen Arm 64 des Hebels derart verstellt,
daß der wirksame Teil 65 des Schalters in die Arbeitslage gelangt. Um den Schalter zurück
in die Außerbetriebslage zu bringen, besitzt die Welle 65 eine Kurbelscheibe 66 (Abb. 5,7),
die in bestimmten Zeitpunkten eine Stange 67 beeinflußt, deren mit einem Schlitz versehenes
Ende mit dem Teil '65 in Eingriff kommt und denselben unter dem Einfluß der Zugfeder 68
ausschaltet. Die Verbindung zwischen der Kamera 10 und deren Lagerung- ist derart,
daß die Kamera bequem von dem Lagerstück 54 getrennt werden kann, welch letzterem eine
Teildrehung um eine lotrechte Achse verliehen wird. In ähnlicher Weise kann die Kamerawelle
8 bequem gelöst werden, z.B.-mittels einer Hülse und einer Welle mit entsprechender
Feder- und Nutverbindung. Um die Kamera stabil zu machen, bewegt sich die Säule
57 in einer längeren Muffe 69, die in dem Gestell 13 befestigt ist. Um die Brennpunkteinstellung
der Kamera zu ändern, wenn sie sich von einer Aufnahmestellung zu der iao
anderen bewegt, sind Mittel vorgesehen, welche schematisch in Abb. 3 und 4 darge-
stellt sind. Das Gestell 13 trägt zu diesem Zweck an seiner Oberseite ein Gabelstück 70,
zwischen dessen Schenkeln das untere Ende einer abwärts gerichteten Stange 71 eingreift.
Das obere Ende dieser Stange ist an einem Ring 72 befestigt, welcher in seiner Lage
durch nicht dargestellte Stellschrauben festgeklemmt werden kann, und zwar um einen
gerändelten Flansch o. ähnl., dessen Drehung den Brennpunkt der Linse 73 beeinflußt.
Wenn somit die Kamera sich um die lotrechte Achse bewegt, so wird der Hebel 71 den Ring
72 drehen, wodurch der Brennpunkt eingestellt wird. Die Bemessungen der Teile und
deren Anordnung ist derart, daß diese Bewegung genügend ist, um die Einstellung zu
bewirken.
In der Ruhelage befindet sich die Kamera in der in Abb. 1 in vollen Linien gezeichneten
Stellung, während die Teile des Mechanismus sich im wesentlichen in der Stellung nach
Abb. 6 befinden. Wird der Draht oder die Stange 63 angezogen, so wird der Motor angelassen,
wobei die Übersetzung derart ist, daß die ersten vier Drehungen der Welle 41
und des Nockens 40 bewirken, daß die Kamerawelle 8 viermal mit dem Getriebe gekuppelt
wird, wodurch vier Belichtungen in entsprechenden Zeitintervallen erfolgen, gleichzeitig mit den anderen koordinierten
Bewegungen innerhalb der Teile der Kamera. Während dieser vier Belichtungen oder Aufnahmen
hat sich die aufzunehmende Person vor der ersten .Hälfte des Hintergrundes 11
bewegt.
Die zeitliche Zusammenwirkung des Getriebes und der Nocken ist derart, daß nach
den ersten vier Drehungen der Welle 41 der Nocken 44 den Mitnehmer 46 so betätigt, daß
der dünnere Teil 43 des Zwischengliedes 42 zwischen den Nocken 40 und die Rolle 39 eingeschoben
wird. Infolgedessen wird für eine bestimmte Zeitspanne der Nocken an dem . Zwischenglied 42 vorbeigehen, ohne daß die
45. Kamerawelle betätigt wird. Während dieser Zeitspanne kommt der Nocken 50 zur Wirkung
und bewegt den Mitnehmer 51 nach rechts (Abb. 7), wodurch das Lagerstück 54
betätigt wird und die Kamera mitnimmt, so daß sie in die punktierte Lage in Abb. 1 gebracht
wird, während welcher deren Brennpunkt auf die zweite Hälfte des Hintergrundes gerichtet ist. Diese Bewegung bewirkt
gleichzeitig die Änderung der Brennpunkteinstellung, wie bereits erklärt wurde.
Ist die Kamera in diese zweite Lage gebracht worden, so kommt der Nocken 44 in solche
Lage, daß er der Feder 470 ermöglicht, das Zwischenglied 42 zu heben und dessen
dickeren Teil in die wirksame Lage zwischen dem Nocken 40 und der Rolle 39 zu verschieben.
Die Übersetzung des Getriebes, die zeitliche Einstellung und die Lage der Teile sind derart, daß die weiteren vier Drehungen
der Welle 41 und des Nockens 40 weitere vier Belichtungen und Bewegungen' der Kamera
bewirken, und zwar währenddem sich die Person vor der zweiten Hälfte des Hintergrundes
bewegt. Sind die letzten vier Belichtungen erfolgt, so verursacht der Nocken 40, daß das Zwischenglied 42 gesenkt wird,
so daß der Nocken 40 unwirksam wird, während gleichzeitig der Nocken 50 sich weiter
dreht, um der Feder 60 zu gestatten, den Mitnehmer 51, den Lenker 52, den Hebel 53 und
die Kamera in ihre Anfangslage zurückzubringen. Sind diese Bewegungen erfolgt, so
bewirkt die zeitliche Einstellung der Drehung, daß der Draht 63 nunmehr den Schalter 61 in
die Ausschaltlage bringt, so daß der Motor ausgeschaltet wird und die Bewegung angehalten
wird. Um die Teile in dieser Lage festzustellen, ist eine federnde Klinke 74 (Abb. 5 und 6) vorgesehen, welche in eine
Kerbe in dem Flansch 75 der Welle 28 einspringt.
Obwohl die Erfindung in Verbindung mit einem Mechanismus beschrieben worden ist,
welcher die Verschwenkung der Kamera um eine lotrechte Achse bewirkt, ist es ersichtlich,
daß mehr als eine Verschwenkungsrichtung der Kamera verliehen werden kann. Der beschriebene
Mechanismus ist befähigt, vier Aufnahmen zwischen jeder Verschwenkung der Kamera zu bewirken, jedoch könnten
mehr oder weniger als vier Aufnahmen zwischen jeder Verschwenkung bewerkstelligt
werden und in ähnlicher Weise der beschriebene Mechanismus derart abgeändert werden,
daß anstatt nur einer einzigen Änderung der Brennpunkteinstellung mehrere bewirkt werden
können.
Der Beginn des Arbeitsganges, d. h. die Einschaltung des Motors und der Beleuchtung
zu Beginn der Wirkungsweise der Vorrichrung, kann entweder von Hand oder selbsttätig
durch die Person selbst gesteuert werden, welche in die zur Aufnahme geeignete Stellung kommt. Eine solche selbsttätige
Steuerung könnte z. B. durch einen oder mehrere Schalter verursacht werden, die von
einem Drehkreuz eingeschaltet werden, derart, daß die Bewegung des Drehkreuzes zwecks Zutritts der Person die Einschaltung
bewirken würde. Bei einer anderen Ausführungsform könnte der Schalter mit einer
Tragfläche in Verbindung stehen, über welche die Person schreitet, so daß der Anlaßstromkreis
hergestellt wird. Ferner könnte das Fortschreiten der aufzunehmenden Person die einzelnen Phasen der Belichtungen selbsttätig
steuern, zu welchem Zweck Kontakte vor-
gesehen sein können, welche durch die Person selbst ausgelöst werden und Sch alter Steuerungen
beeinflussen, welche Stromkreise steuern, die mit den Arbeitsteilen für die Steuerung der Antriebskraft für die Kamerawelle
in Wirkungsverbindung stehen. Die Arbeitsteile für die Steuerung der Antriebskraft
für die Kamerawelle können in unterschiedlicher Weise ausgebildet sein. Eine
ίο Ausführungsform enthält einen Elektromagneten
oder Solenoid, dessen Anker eine Kupplung, einen Anschlag oder "ähnliche Vorrichtung
steuert, die den Antrieb des die Bewegungen der Kamerawelle steuernden Motors
so lange außer Betriebslage halten, bis der Elektromagnet durch den Kontakt bzw.
Kontakte erregt wird.
Die fortschreitende Person kann auch die Verschwenkungen der Kamera selbst steuern,
und auch in dieser Ausführungsform werden Kontakte vorgesehen, die durch die schreitende
Person selbst ausgelöst werden. Die so bewirkten Kontakte erregen dann einen oder
mehrere Stromkreise, die die Verschwenkungen der Kamera selbst steuern. Der Mechanismus
zur Steuerung dieser Verschwenkungen könnte z. B. in der Weise· ausgebildet sein,
daß ein Elektromagnet oder Solenoid mittels eines Ankers eine Kupplung oder Anschläge
betätigt, welche den Motor, der zur Verschwenkung der Kamera dient, anhalten, bis
der Elektromagnet durch den Kontakt erregt wird.
Obwohl die beschriebenen Ausführungsformen eine Kamera zeigen, welche erst dann
verschwenkt wird, nachdem eine Gruppe von Aufnahmen gemacht worden ist, ist es ersichtlich,
daß die Kamera auch zwischen jeder einzelnen. Aufnahme verschwenkt werden
kann, obwohl dies nicht vorteilhaft ist, weil Vibrierungen der Kamera dabei nicht zu vermeiden
sind.
Allerdings ist bereits vorgeschlagen worden, die Aufnahmekamera auf einem Dreifuß
oder ähnlichem anzuordnen, so daß sie um eine lotrechte Achse in Drehung versetzt werden
kann, um eine Reihe von Aufnahmen in bestimmten Winkellagen zueinander zu machen,
zum Zweck, eine Gesamtansicht (Panorama) aus einer Reihenfolge von Einzelaufnahmen
herzustellen. Auch ist es bereits bekannt, eine Reihe von Aufnahmen von Flugzeugen
aus so herzustellen, indem die Kamera auf einem verschwenkbaren Träger angebracht
ist, welcher selbsttätig durch Seitenbewegungen verschwenkt wird, während besondere Anschläge
die Verschwenkungen des Kameraträgers an vorbestimmte Lagen begrenzen, in welchen elektrisch gesteuerte Aufnahmen gemacht
werden.
Die genannten Einrichtungen dienen jedoch, wie ersichtlich, zu anderen Zwecken als der
Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Claims (9)
- Patentansprüche:ι. Vorrichtung zur Aufnahme von Lichtbildern von beweglichen Objekten, insbesondere schreitenden Personen, die sich auf geradlinigen oder gekrümmten Bahnen vor einem natürlichen oder künstlichen Hintergrund bewegen, bei welcher ein Kameramechanismus zum Vorschieben und Belichten des Schichtträgers, zwangsläufig mit einem Getriebe zum fortschreitenden seitlichen Verschwenken der Kamera verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der selbsttätig, z. B. "durch einen mittels Kontakte, Münzeinwurf, Schalter und ähnliches eingeschalteten Motor, angetriebene Mechanismus die Kamera schrittweise in eine Reihe von Einstellagen schwenkt, in jeder dieser Lagen bei festgestellter Kamera eine oder mehrere Aufnahmen bewirkt und hiernach die Kamera aus der Einstellung auf das Ende des Hintergrundes in die Anfangslage zurückbringt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher eine Filmkamera für kinematographische Aufnahmen verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kamera auf ihrer Seitenwandung drehbar gelagert ist, so daß der Filmstreifen sich in waagerechter Ebene bewegt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor selbsttätig ausgeschaltet wird, sobald die Kamera in ihre Anfangslage zurückgekehrt ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Ver-Schluß und die Fortschaltvorrichtung für den Schichtträger antreibende Welle (8) der Kamera mit dem Motor wechselnd gekuppelt und entkuppelt wird, so daß sie zu bestimmten Zeitpunkten um bestimmte Winkel verschwenkt wird, wobei sie mit-, tels Universalgelenke (30, 31) mit dem Triebwerk und der Kamera in Verbindung steht.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe eine Reihe von Nockenwellen aufweist, die derart miteinander abgestimmt sind, daß die für die Aufnahmen wirksamen Arbeitsteile in ihre wirksame Lage abwechselnd mit den für die Verschwenkung der Kamera dienenden Arbeitsteilen gelangen.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die das Getriebe mit der Kamerawelle (8) verbindende Kupplungsvorrichtung (25, 32) normal entkuppelt ist, jedoch periodisch durcheine Nockenscheibe (40) über ein Zwischenglied (42) gekuppelt und durch eine Feder (23) entkuppelt wird, wobei das Zwischenglied durch einen weiteren Doppelnocken (44) in und außer wirksame Arbeitslage gebracht wird.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Nocken (44) für das Verbringen des Zwischengliedes in und außer wirksame Arbeitslage in dem Zeitpunkt wirksam wird, wenn der Nocken (40) für die Bewirkung der Aufnahmen eine bestimmte Anzahl der Aufnahmen bewerkstelligt hat, und daß das Zwischenglied (42) unter dem Einfluß einer Feder (470) steht, welche nach der Freigabe des Zwischengliedes durch seinen Nocken das Zwischenglied in die Anfangslage zurückbringt.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe einen weiteren Nocken (50) aufweist, welcher die Verschwenkungen der Kamera in bestimmten Zeitpunkten steuert und auf derselben Welle (45) wie der das Zwischenglied (42) steuernde Nocken (44) befestigt ist.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Arbeitsteile für das Anhalten des Getriebes, die nach dem Abschluß der Aufnahmen wirksam werden und die Kamera in die Anfangslage zurückbringen, eine hin und her gehende Stange (67) aufweisen, welche einen Schalter (61) für das Ausschalten eines Elektromotors nach der Rückkehrbewegung der Kamera in ihre Anfangslage beeinflußt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB535207X | 1928-09-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE535207C true DE535207C (de) | 1931-10-08 |
Family
ID=10468103
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH123515D Expired DE535207C (de) | 1928-09-29 | 1929-09-29 | Vorrichtung zur Aufnahme von Lichtbildern von beweglichen Objekten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE535207C (de) |
-
1929
- 1929-09-29 DE DEH123515D patent/DE535207C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2626521A1 (de) | Vervielfaeltigungsgeraet | |
| DE1118594B (de) | Photographisches Aufnahmegeraet | |
| DE941938C (de) | Verfahren zur Herstellung zeitlich aufeinanderfolgender Filmaufnahmen von einer Mehrzahl gelochter Original-Registrierkarten | |
| DE1597199B2 (de) | Projektor fuer kinematographischen film | |
| DE535207C (de) | Vorrichtung zur Aufnahme von Lichtbildern von beweglichen Objekten | |
| DE3219396A1 (de) | Antriebssystem in einer kamera | |
| DE1914979C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Bereitstellen einer begrenzten Filmlänge für den Rücktransport bei Überblendungsaufnahmen in Laufbildkameras | |
| DE507730C (de) | Schneidvorrichtung fuer Photographie-Selbstverkaeufer | |
| DE2757747C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung räumlich wahrnehmbarer Bilder | |
| AT84001B (de) | Einrichtung zur Vorführung kinematographischer und gewöhnlicher Lichtbilder. | |
| DE1497377A1 (de) | Vorrichtung zur Durchfuehrung von Blitzlichtbeleuchtungen | |
| DE583518C (de) | Photographierautomat | |
| DE492799C (de) | Beleuchtungseinrichtung zur Herstellung von photographischen Aufnahmen | |
| DE709394C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Aufnahme bewegter Bilder | |
| DE1807586C (de) | Bild Wechseleinrichtung zur Vorfüh rung von in Spezialrahmen gefaßten Diapo sitiven | |
| DE394191C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Kopieren kinematographischer Filme | |
| DE2642410A1 (de) | Steuerschaltung fuer eine motorgetriebene kamera | |
| DE665302C (de) | Vorrichtung zum Projizieren bewegter Bilder, bei der vor oder hinter aus Linien bestehenden Bildern ein Liniengitter vorueberbewegt wird | |
| DE567498C (de) | Projektionsapparat, insbesondere fuer Reklamebilder | |
| DE103158C (de) | ||
| DE250850C (de) | ||
| DE488727C (de) | Optische Ausgleichs-Einrichtung an Vorfuehrungs-Kinematographen | |
| DE395403C (de) | Kinematographisches Spielzeug | |
| DE729781C (de) | Vielfachkamera | |
| DE139794C (de) |