DE52286C - Nagelmaschine für Schuhwerk - Google Patents
Nagelmaschine für SchuhwerkInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D69/00—Shoe-nailing machines
- A43D69/005—Shoe-nailing machines using nails being made from alternative materials, e.g. leather
Landscapes
- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. April 1889 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft Nagelmaschinen für Schuh- etc. Fabrikation, sowie
auch für andere. Gegenstände, wo Theile mittelst Nägel mit einander verbunden werden,
die hier nicht aus Metall oder Holz, sondern aus Leder oder anderem Material von verhältnifsmäfsig
weicher Structur bestehen. Es sind seitens der Maschine die erforderlichen Löcher herzustellen, die Ledernägel durchzutreiben
und beiderseitig gleichmäfsig abzuputzen.
Fig. ι der Zeichnung ist eine Seitenansicht der Nagelmaschine,
Fig. 2 eine Vorderansicht des oberen Theiles derselben und
Fig. 3 ein Grundrifs des letzteren.
Fig. 4 bis 9 sind Einzeltheile bezw. Modifkationen
davon.
Fig. 10 ist eine Vorderansicht der Einrichtung
für die Seitenbewegung des Nageltreibers und der Ahle und
Fig. 11 eine Vorderansicht für die' Einrichtung
der Verticalbewegung und des Nagelspeisemechanismus,
Fig. 12 ein Grundrifs zu letzterem,
Fig. 13 eine Seitenansicht, des Kopfes.
Die Unterlage a, auf welche das zu nagelnde Material gelegt wird, ist aus hornartigem Material
hergestellt (Fig. 1, 2, 3, 4, 5, 10 und 11) und
von der verticalen Achse h concentrisch bewegbar getragen. Der obere Theil der Unterlage
α ist mit einem Ahlloch bl versehen
(Fig. 4 und 5>), ,welches entweder selbst als
'. Messer dienen kann, indem man dasselbe messerkantig in einer leicht wegnehmbaren
Stahlplatte b anordnet oder in Verbindung mit einem beweglichen Messer i>2 bringt (Fig. 5).
Letzteres ist scharnierartig oben an dem in der Unterlage α vom Stift c' getragenen Hebel,, c
befestigt und durch die Feder b3 gegen das Ahlloch b1 gehalten, während die oben auf
der Achse h lose sitzende Hülse e4 bezw. der daran sitzende Finger e in Contact mit dem
unteren Ende des Hebels c bleibt..
Das Heben der Hülse e* geschieht durch die auf der Treibachse ^befestigte Daumenscheibe e2, welche, auf-die Stange e3 wirkend,
den mit ihr und mit dem am Gestell f beweglichen Winkelhebel e1 bewegt, wodurch
das Abschneiden des Nagels, und zwar wäh- -rend des Vorschiebens des zu nagelnden Materials
erfolgt.
Für Gegenstände, bei denen die zu verbindenden Theile von durchweg gleicher Dicke
sind, kann eine Unterlage α ohne Messer, vertical verstellbar und mit Ahlloch b1 versehen,
verwendet werden, wie in Fig. 6 gezeichnet. Für die Herstellung von Absätzen für Schuhe etc., wo verschiedene Lagen Leder etc.
auf einander befestigt werden und die Nägel nicht ganz durchgehen, kann eine gerade, ebenfalls
vertical verstellbare Unterlage a, Fig. 7, mit oder ohne Ahlloch bl benutzt werden.
Um das Nageln der Sohlen aufserhalb des Oberleders zu ermöglichen, wird das freie Ende
der Unterlage α entsprechend dünner angeordnet, während für runde Gegenstände, wie
z. B. Lederschläuche, ein hohler Arm a1 verwendet
wird (Fig. 9). Jede Unterlage α ruht auf einem oben an der Achse h angebrachten
Theil h\ '
Zwischen dem Stellring /ι4 und dem Lager h3
befindet sich eine starke Spiralfeder i und unterhalb am Ständer f ein um A:1 im Scharnier
angeordneter Hebel k, dessen hinteres Ende mit einem verschiebbaren Gewicht A3 versehen
und dessen vorderes Ende mittelst Stangen k2 mit dem Stellring, /ζ4 verbunden ist. Durch
die Wirkung des Gewichtes werden die zu nagelnden Theile zwischen dem Fufs ο und
der Unterlage α während des Schlages des Treibers j zusammengehalten. Beim zweiten
Theil des Niederganges wird während des Vorschiebens der zu nagelnden Theile das Gewicht
k3 gehoben und die Feder i durch die auf den Hebel A5 wirkende Daumenscheibe e2
und die Verbindungen mit der Stange A4 zusammengedrückt.
Um das Auflegen der zu nagelnden Theile auf die Unterlage α zu erleichtern, ist ein Fufshebel
c2 scharnierartig am Ständer f befestigt und mit der Zugstange A2 verbunden, so dafs
die Unterlage α gesenkt werden kann.
Der Kopf der Maschine besteht aus einem mit Stiften Z2 versehenen festen Theil Z1 und
dem beweglichen Theil Z, welcher vorn die Ahle α2 und den Nageltreiber j trägt. Auf
der Treibachse g sitzt der Doppeldaumen in m1
(Fig. io), dessen Theil m gegen eine mit Handrajd
versehene und am beweglichen Kopftheil Z gelagerte Schraube i1 aristöfst, welche durch
die am Stift Z2 (Fig. 2) und dem Theil Z angebrachte Spiralfeder o1 fortwährend in Contact
gehalten ist, während die Curvenscheibe m1 in
der Oeffnung Z3 des Kopftheiles Z wirkt. Der Daumenm bewirkt den ersten und der Daumen m1
den zweiten Theil des seitlichen, in Zwischenräumen stattfindenden Ganges des Kopftheiles Z
bezw. den der Ahle α2 und des Treibers j,
sowie den Vorschub des zu nagelnden Materials; der Hub des Daumens in kann für
verschiedene Nageldistanzen beliebig geändert werden durch Verstellen der Schraube i1. Der
Daumen ml ist vorn (Fig. 11) mit einem excentrisch
rotirenden Stift η versehen, welcher auf dem im Kopftheil Z vertical geführten und
die Ahle α2 tragenden Schieber a3 abwechselnd
wirkt. Die Hubstelle ä* bewirkt den ersten und die Hubstelle a5 den zweiten Theil des
Niederganges der Ahle α2 derart, dafs nach Vollendung der ersten Seitenbewegung a2 blos
einen kurzen Stich in das Material und nach Vollendung der zweiten ganz durch das zu
nagelnde Material und das Ahlloch b1 geht. Um den ersten Theil des Niederganges der
Ahle nach Erfordernifs vergröfsern oder verkleinern zu können, ist der Hub a4 durch die
Schraube ae verstellbar angeordnet. Der zweite
Theil des Hubes wird durch a5 bewirkt mittelst eines auf der Treibachse g befestigten
Daumens o3 (Fig. 13). „
Durch Verkürzen oder Verlängern der Stange i2 kann der Hub des Schiebers a3 ebenfalls
nach Erfordernifs geändert werden. Auf der Seite des Schiebers as ist im beweglichen
Kopf Z der mit der Nase η1 versehene Nageltreiber j angeordnet, welcher, wenn das Eintreiben
des Nagels erfolgen soll, durch den Stift n, der dann mit der Nase η1 in Contact
kommt, gehoben wird und durch das Auseinanderfedern der zusammengedrückten Spiralfeder
j1 einen Schlag auf den Nagel ausübt, sobald der Stift η von der Nase η1 abgleitet.
Anstatt der Feder jl kann auch ein Gewicht'
oder beide zusammen verwendet werden.
Unterhalb am Kopftheil Z ist die Nagelzuführungs-
und Abschneidevorrichtung angebracht, bestehend aus einem Führungsstück ρ
(Fig. 11 und 12), in welches die Nägel in Streifenform
selbstthätig mittelst der Walzen s und s1
geführt werden.
Die Walze s wird durch eine mit ihrer Achse verbundene Klinke t und den mit letzterer
am Stift s* sich bewegenden Hebel s3 bewegt.
Das freie Ende des Hebels s3 ist mit einer Stellschraube s5 versehen, auf welche ein auf
der Treibachse g befestigter Daumen s2 wirkt, wodurch die Bewegung des Hebels s3 veränderlich
erfolgt. Das Führungsstück ρ ist unterhalb mit einem concentrisch mit dem
Nagel treiber _/ stehenden Hals q2 und vorn mit
dem Messer q versehen und ist in Verbindung mit dem Nagelstreifen der Führung p, dem
Hals q2 und Schlitz q1.
Vorn am Kopftheil ist der Hebel r1 beweglich
angeordnet (Fig. 1) und sein unteres Ende mit dem Messer q und das obere mit dem
■Daumen r verbunden. Hierdurch wird das Messer q gegen den in seinem Schlitz q1 vorgeschobenen
Nagelstreifen ρ1 geführt und schneidet einen Nagel ab, welcher dann vom
Messer q über dem Hals q2 gehalten wird, bis der Treiber j denselben durch den Hals q2 in
das zu nagelnde Material bezw. in das darin gemachte Loch treibt. Beim Aufgang des
Daumens r wird das Messer q zurückgeschoben und dadurch Platz für den Nachschub des
Nagelstreifens p1 gemacht.
Für den Fall, dafs der Nagel nicht ganz eben mit dem zu nagelnden Material getrieben
ist, sondern ein wenig vorsteht und im Hals q2 stecken bleibt oder der vorstehende Theil, beim
Nachschub des Materials nicht abgebrochen wird, ist der Fufs 0 im Scharnier am Ständer f
(Fig. 13) und im Daumen o3 auf der Treibachse
g angebracht, welcher mittelst der damit verbundenen Stange o4 vor dem Rückgang des
Kopftheiles. Z das zu nagelnde Material herabdrückt und dabei den vorstehenden Theil des
Nagels unbeschädigt aus dem H^Is q'2 zieht.
Der Nagelstreifen ρ1 kann behufs Haltbarkeit
und inniger Verbindung des Nagels und Ma-s
terials vor oder während der Einführung geprefst und, mit Cement bestrichen,, in warmem
Zustande in die Maschine geführt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Nagelmaschine, versehen mit einer hornartigen Unterlage^, in welcher ein Ahlloch (b1) befindlich ist, das entweder selbst als Messer dient oder mit einem durch die Organe (c, e1, e, e3, e2) dagegen bewegten Messer (b2j wirkt, in Verbindung mit dem Kopftheil (IJ, von dem die Ahle (a?J in Zwischenräumen durch die Organe (m, m1, i1, g, α3, nj bewegt wird, behufs gänzlicher Durchbohrung des zu nagelnden Gegenstandes und Abschneidens des eingetriebenen Nagels auf der Unterseite.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE52286C true DE52286C (de) |
Family
ID=327011
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT52286D Expired - Lifetime DE52286C (de) | Nagelmaschine für Schuhwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE52286C (de) |
-
0
- DE DENDAT52286D patent/DE52286C/de not_active Expired - Lifetime
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