DE240298C - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D43/00—Machines for making stitch lips, or other preparatory treatment of soles or insoles before fixing same
- A43D43/02—Machines for making stitch lips, or other preparatory treatment of soles or insoles before fixing same for making stitch lips by cutting
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
Slftcn=
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■·- M 240298 KLASSE 71c. GRUPPE
■ v.St.a;
Die vorliegende Erfindung betrifft Sohlenritzmaschinen
für Schuhwerk, und besonders solche Maschinen, die einen Riß in der Sohle herstellen, nachdem die Sohle und das Oberleder
vereinigt sind. Dieser Riß dient bekanntlich, gleichviel ob er durch einen Einschnitt
und die Bildung einer Rißlippe oder durch eine Vertiefung oder Nut in der Sohle entsteht, zur Aufnahme der Stiche, welche die
ίο Sohle mit dem Oberleder oder mit dem Rahmen
vereinigen, und da es wünschenswert ist, daß die Stiche um die Sohle herum vor dem Gelenk
symmetrisch mit dem Riß oder der Vertiefung und der Sohlenkante und gewöhnlich dicht neben dem Rande liegen, so ist es von
Wichtigkeit, daß der Riß oder die Vertiefung, in welche die Stiche gelegt werden, sich in
richtiger Lage befindet, nicht nur mit Bezug auf die Kante, sondern auch in ihrer Neigung
zur Sohlenfläche. Am Gelenk aber wird die Stichreihe und daher der Riß vorzugsweise
ziemlich weit vom Rande entfernt angebracht.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diese
Art von Maschinen zu verbessern, damit genauere und bessere Betätigung. gesichert ist
und das verfertigte Produkt ein besseres sei. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι eine Seitenansicht dieses Ausführungsbeispieles,
wobei der untere Teil des Gestelles fortgelassen ist und ein Teil des Kopfes weggebrochen
ist, um die dahinter liegenden Vorrichtungen klar zu zeigen.
Fig. 2 ist eine Vorderansicht der Maschine, wobei der untere Teil des Gestells oder stützenden
Ständers weggebrochen ist.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Maschine
von der entgegengesetzten Seite wie Fig. 1, wobei Teile weggebrochen sind, um dahinter
liegende Teile zu zeigen.
Fig. 4 ist eine Einzeldarstellung und zeigt die Vorrichtung, um den Stützkopf gegen gleitende
Bewegung zu versperren, wenn das Werkzeug aus seiner Arbeitsstellung gehoben wird.
Fig. 5 ist eine Einzeldarstellung im Schnitt der Schutzvorrichtung für das Vorschubrad
des Werkstückes nach der Linie 5-5 der Fig. 1.
Fig. 6 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, des Werkzeugträgers und der ihn betätigenden
Vorrichtung.
Fig. 7 ist eine Einzelheit im Schnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 6.
Fig. 8 ist eine ähnliche Einzeldarstellung nach der Linie 8-8 der Fig. 6.
Fig. 9 ist ein Grundriß des festen Kopfes für die Werkzeugantriebswelle, wobei der Hauptstützkopf
entfernt. ist, und zeigt die Tretstange zum Kippen des beweglichen Kopfes
im Schnitt und die Sperrvorrichtung, welche gleitende Bewegung des Hauptstützkopfes verhindert,
wenn der bewegliche Kopf gehoben oder gekippt ist.
Fig. 10 ist eine Einzeldarstellung im Schnitt und zeigt die allgemeine Anordnung des Getriebes
zum Antrieb des Drückerrades, und
Fig. 11 ist ein Schnitt nach der Linie 11-11
und zeigt den festen und den gleitenden Hauptstützkopf und die dazwischenliegenden Kugellager.
An dem oberen Teil des Ständers ι sind die
Stützen oder Lager 2,2 für die Werkzeugantriebswelle 3 (Fig. 6) starr befestigt; diese
Lager 2,2 sind vorzugsweise als Teile eines festen Kopfes 4 (Fig. 1, 3, 9 und 11) gebildet,
der durch geeignete Mittel, z. B. Schraubenbolzen 5,5 (Fig. 3), an dem oberen Teil des
Ständers 1 befestigt ist. Die Antriebswelle 3 wird fortlaufend mittels eines Riemens gedreht,
der über eine auf dieser Welle sitzende Rolle 7 läuft und von einer geeigneten, vorzugsweise
am unteren Teile des Ständers 1 vorgesehenen Vorrichtung getrieben wird, wobei der Riemen
von der Scheibe 7 abwärts durch die in dem festen Kopf 4 gebildeten Schlitze 8, 8 geht.
Von dem festen Kopf 4 (Fig. 1 und 3) erstreckt
sich ein hohles Lager oder eine Muffe 9 nach hinten, die starr auf dem festen Kopf 4
in irgendeiner beliebigen Weise befestigt ist, z. B. mittels der Klemmschraube 10 (Fig. 3),
die durch das hintere Blatt des festen Kopfes ragt, und deren Ende gegen das Lager oder
die Muffe 9 gestützt ist. Letztere ragt bis zum hinteren Teil des festen Kopfes vor und ist
mit einem Lager 11 (Fig. 3) für eine Scheibe 12
versehen, die fortlaufend durch einen Riemen 13 von einer geeigneten Kraftquelle angetrieben
wird, wobei die Muffe 9 mit Kragen 14 oder einer anderen Vorrichtung versehen ist, um
die lose Scheibe 12 an ihr Lager zu fesseln, wie aus Fig. 3 ersichtlich. Mit der Scheibe 12 ist
ein Reibungsring 15 verbunden, der ein Glied einer Kupplung bildet, deren anderes Glied
durch den Teil 16 gebildet wird, der an der im folgenden beschriebenen Welle 22 befestigt
ist.
Der Hauptstützkopf 17 (Fig. 1, 2, 3 und 11),
der mittelbar oder unmittelbar die Werkzeuge der Ritzvorrichtung trägt, ist auf dem Stützrahmen
4 angeordnet, und zwar in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel der Erfindung derart, daß er um eine kurze Strecke auf demselben
nach und von der Vorderseite der Maschine gleiten kann. Dieser Stützkopf 17 ist
vorzugsweise als Gehäuse ausgebildet (Fig. 1 und 11), das den festen Kopf 4 umschließt und
an· seinem unteren Teil verschiebbar an demselben geführt ist, z. B. durch Kugellager 18
(Fig. 11), die nicht nur als möglichst reibungslose Führung für den Hauptstützkopf 17 dienen,
sondern auch verhindern, daß er gehoben oder von seinem Platze entfernt wird, wie ersichtlich.
Der Hauptstützkopf 17 wird in der Ruhestellung vorwärts oder nach der Vorderseite
der Maschine zu gepreßt, z. B. durch eine Feder 19 (Fig. 1), die von dem festen Kopf 4
getragen wird und an einem Vorsprung 20 des Stützkopfes 17 angreift, der in einen Schlitz
20* des Kopfes 4 hineinragt (Fig. 1 und 9), wobei die wirksame Spannung der Feder durch
eine Schraube 21 geregelt werden kann.
In dem Hauptstützkopf 17 ist die mit einem Kragen 23 versehene Antriebswelle 22 angeordnet,
so daß sie vorwärts und rückwärts mit dem Kopf 17 gleitet. Auf der .Welle ist
ein Kupplungsglied 16 (Fig. 3) befestigt. In der dargestellten Bauart geht diese Welle 22
durch den festen Kopf 4 und die feste Muffe 9, welche ein Lager für die Welle bildet, und
letztere kann mit Bezug auf die Muffe frei längsweise gleiten, wenn der Kopf 17 bewegt
wird. Aus der bisher beschriebenen Bauart ist ersichtlich, daß, obwohl die Werkzeugantriebswelle
3 auf dem festen Kopf 4 angeordnet ist und fortlaufend durch den Riemen 6 oder ein sonstiges Antriebsmittel angetrieben wird,
und die Scheibe 12 fortlaufend durch ihren Riemen getrieben wird, der Hauptstützkopf 17
in der Ruhestellung durch die Feder 19 gegen die Vorderseite der Maschine gepreßt wird,
und daß folglich das Kupplungsglied 16 in der Ruhestellung außer Eingriff mit seinem
Kupplungsglied 15 gehalten wird, mit dem Ergebnis, daß die- Welle 22 in Ruhe bleibt. Wenn
aber der Hauptstützkopf 17 gegen den Druck der Feder 19 (Fig. 1) ein wenig nach hinten
gedrückt wird, greift das Kupplungsglied 16 an dem Kupplungsglied 15 an, und die Antriebswelle
22 wird für den im folgenden beschriebenen Zweck in Drehung versetzt.
An der Welle 22 ist ein Kegelzahnrad 24 befestigt, das in ein an einer Welle 26 (punktierte
Linien Fig. 1 und 3) befestigtes Zalanrad 25 eingreift, und die Welle 26 ist in einer
Konsole 27 angeordnet, die von dem Hauptstützkopf 17 vorragt. Die Welle 26 trägt auch
ein Kegelrad 28, das in ein von der Vorschubwelle 30 (Fig. 1, punktierte Linien) getragenes
Kegelrad 29 eingreift. Die Welle 30 trägt das Vorschuh- und Stützrad für das Werkstück,
das, wie dargestellt, die abgeschrägten Teile 31 und, 32 besitzt, und da diese Welle geneigt ist,
wie dargestellt, so dient der Teil 32 dazu, das Werkstück zu stützen und es in Verbindung
mit dem Teil 31 vorzuschieben, welcher vorzugsweise mit scharfen Stiften oder ähnlichen
Vorrichtungen versehen ist, um mit der Kante des Werkstückes S in Eingriff zu kommen, wie
in Fig. ι gezeigt.
Wenn sich also der Hauptstützkopf 17 in seiner normalen oder vorderen Stellung befindet
und die Kupplungsglieder folglich außer Eingriff sind, ist die das Werkstück stützende und
vorschiebende Vorrichtung in Ruhe, wenn aber das Werkstück gegen diese Vorrichtung gepreßt
wird und der Kopf dadurch nach hinten gedrängt wird, geraten die Kupplungsglieder
in Eingriff, und diese Vorrichtung beginnt das Werkstück wirksam, vorzuschieben, wobei
die Geschwindigkeit· des Vorschubes augenscheinlich von der Stärke des seitens des Werkstückes
auf das Stütz- und Vorschubrad ausgeübten Druckes abhängt, von welchem der Grad des Eingriffs der Kupplungsglieder abhängt.
Das Ritzwerkzeug des vorliegenden Ausführungsbeispieles der Erfindung ist zwecks schwingender
Bewegung in der Vorschublinie des
ίο Werkstückes angeordnet. Es ist bisweilen erwünscht,
daß das Werkzeug aus dieser Stellung gebracht wird, z. B. damit das Werkstück in
richtigen Eingriff mit dem Stütz- und Vorschubrad geraten kann, worauf das Werkzeug wieder
in seine Arbeitsstellung zurückgebracht werden muß.
Bekanntlich wird das Ritzen gewöhnlich an einem Punkt der Sohle angefangen, der neben
oder hinter der Absatzfront liegt, und wenn das Stütz- und Vorschubrad wirksam wäre,
während das Werkzeug sich nicht in Arbeitsstellung befindet, so würde offenbar das Werkstück
sogleich vorgeschoben werden, obwohl das Werkzeug auf dasselbe nicht wirkt, und
wenn das Werkzeug wieder in seine wirksame Stellung gebracht wird, würde es die Tätigkeit
des Ritzens oder Kerbens an einem Punkt beginnen, der vor seiner korrekten Anfangslage
liegt. Die vorliegende Erfindung bezweckt eine Vorrichtung zur Vermeidung dieses Ubelstandes.
Auf dem Hauptstützkopf 17 ist der Teil 33 (Fig. 2 und 4) relativ beweglich zu demselben
angebracht, welcher als beweglicher Kopf bezeichnet werden soll. In der vorliegenden
. Ausführungsform der Erfindung ist dieser bewegliche Kopf 33 bei 34 auf dem Hauptstützkopf
drehbar und trägt das Ritzwerkzeug, wobei der Kopf 33 mittels der in folgendem beschriebenen
Vorrichtungen um seine Drehzapfen schwingen kann. In dem beweglichen Kopf 33 ist der Werkzeugträger an einem mit
einer Reihe von Zähnen 36 versehenen Schieber 35 angebracht, und die Zähne greifen in
ein Ritzel 37 ein, das auf einer in dem beweglichen Kopf 33 angeordneten Zapfenwelle 38
angeordnet ist. In Führungen 39 (Fig. 1) auf dem beweglichen Kopf 33 ist ein Schieber 40
verschiebbar, der. mit Zähnen 41 versehen ist und dessen Zapfen 42 das geschlitzte Ende 43
eines das Werkzeug beeinflussenden Hebels 44 (Fig. 1) umgreift, welch letzterer bei 45 an dem
Hauptstützkopf drehbar ist. Die Zähne des Schiebers 40 greifen in das an der Zapfenwelle 38
befestigte Ritzel 37* ein.
Der Hebel 44 ist bei 45* (Fig. 1) gelenkig mit einer durch einen Schlitz des Hauptstützkopfes
herabhängenden Tretstange 46 verzapft, so daß er durch einen geeigneten Trethebel betätigt
werden kann, um den Werkzeugträger zu bewegen.
Von dem Werkzeugträger 35 ragt ein eine Stellschraube 48 tragender Nocken 47 aufwärts
(Fig. 6 und 7); das innere Ende der Schraube ist mit einem erweiterten Kopf 49
versehen, der ein Lager für das eine Ende der Feder 50 bildet, während das entgegengesetzte
Ende dieser Feder gegen einen Teil 51 drückt, der als Teil des beweglichen Kopfes 33 gebildet
ist, wobei die Feder vorzugsweise durch einen Stift 52 (Fig. 6) an ihrem Lager gehalten
wird. Durch Einstellung der Schraube 48 kann, wie leicht zu ersehen ist, die Spannung
der Feder 50 nach Belieben geregelt werden; die Aufgabe der Feder ist, den Werkzeugträger
35 in der Normalstellung nach links (Fig. 6) zu drängen. Durch eine in das Ende des beweglichen
Kopfes 33. geschraubte und gegen den Vorsprung" 47 des Werkzeugträgers 35
drückende Stellschraube 53 wird die durch die Feder 50 bewirkte Vorwärtsbewegung des
Werkzeugträgers (Fig. 7) einstellbar begrenzt. In den Kopf 33 ist noch eine andere Schraube 54
geschraubt, deren Kopf 55 (Fig. 7) in .eine Aussparung des Nockens 47 eingreift, wobei
der Kopf mit der Schulter 56 dieses Teiles in Eingriff geraten kann, um die die Spannung
der Feder 50 überwindende Bewegung des Werkzeugträgers nach rechts zu begrenzen
(Fig. 6); diese Bewegung wird von dem Hebel 44 abgeleitet, welcher durch Niederdrücken
der Tretstange 46 den Schieber 40 bewegt und dadurch das Ritzel 37 dreht und durch dasselbe
den Werkzeugträger 35 verschiebt.
In dem Werkzeugträger 35 ist die Werkzeugträgerwelle 37 schwingbar angeordnet, an deren
einem Ende die Werkzeugstütze 58 und an deren entgegengesetztem Ende eine Nabe 59
des das Werkzeug schwingenden Armes 60 befestigt ist, wobei der Träger 35 zwischen diesen
Teilen 58 und 59 eingeschlossen ist. An der Werkzeugstütze 58 ist das Ritzmesser 61 (Fig. 1)
einstellbar befestigt.
Das untere gegabelte Ende 62 des Armes 60 (Fig. 6 und 8) umfaßt einen Block 63, der von
dem exzentrisch angeordneten Ende 64 der Werkzeugwelle 3 getragen wird, deren Exzentrizität
in Fig. 8 deutlich gezeigt ist.
Aus dem vorangehenden geht hervor, daß die Feder 50 in der Normalstellung den Werkzeugträger
und das Werkzeug in seiner vorderen Stellung hält, und daß die Werkzeugwelle
3 durch ihre fortgesetzte Drehung diesem Werkzeug schwingende Bewegung erteilt, gleichviel ob dasselbe sich in seiner vorderen
oder in mehr oder weniger zurückgezogener Stellung befindet, welch letztere Stellung unter
der Wirkung des Hebels 44 angenommen wird, damit die Lage des Risses oder der Einkerbung
mit Rücksicht auf die Sohlenkante verändert werden kann.
Ein von dem Kopf 33 nach aufwärts und
hinten ragender Arm 65 ist mit einer Stellschraube 66 versehen, mit deren Kopf 67 ein
in einer Feder 69 enthaltener Führungsstift 68 verbunden ist; das obere Ende der Feder 69
ist auf den erweiterten Kopf 67 der Schraube 66 gestützt, und ihr unteres Ende ruht auf einem
Lager 70 (Fig. 3), das von dem Hauptstützkopf 17 vorragt. Auf der. der Feder 69 gegenüberliegenden
Seite der Stützzapfen 34 des beweglichen Kopfes ragt von dem Hauptstützkopf 17 eine Konsole 71 vor, die mit einer
Anschlagschraube 72 versehen ist, welche die durch die Feder 69 hervorgerufene Abwärtsbewegung
des beweglichen Kopfes 33 begrenzt.
. Bei 73 ist mit dem beweglichen Kopf 33 ein Winkelhebel 74 drehbar verbunden, mit dem
die Tretstange 75 bei 76 verbunden ist (Fig. 1, 3 und 4), und von dem beweglichen Kopf ragt ein
Arm 77 (Fig. 4 und punktierte Linien Fig. 3) nach hinten, von welchem ein Teil unter einer
Stellschraube 79 angeordnet ist, die in dem oberen Arm des Winkelhebels 74 getragen
wird (Fig. 3 und 4). Aus der Darstellung dieser Bauart geht hervor, daß der bewegliche Kopf
33 leicht auf seinen Stützen gekippt werden kann, um das Werkzeug aus der Arbeitsstellung
in unwirksame Stellung zu bringen.
Wie bereits erwähnt, wird das Ritzwerkzeug beständig durch die Welle 3 mittels des Riemens
6 betätigt, und wenn es sich in unwirksamer Stellung befindet, ist es wünschenswert,
daß die Vorschubtätigkeit der Vorschubvorrichtung für das Werkstück unterbrochen wird,
so daß, wenn das Messer in Berührung mit dem Werkstück oder in Arbeitsstellung gebracht
wird, das Werkstück so eingestellt ist, daß das Ende des Risses in die richtige Lage kommt.
Mit anderen Worten, wenn das Werkstück auf das Stütz- und Vorschubrad gebracht und so
dagegengepreßt wird, daß der Hauptstützkopf 17 nach hinten bewegt und die Kupplungsglieder
in Eingriff gebracht werden, während das Werkzeug sich in gehobener oder unwirksamer
Stellung befindet, so würde das Werkstück so bewegt werden, daß, wenn das Werkzeug in Wirkung tritt, das Schneiden des
Risses mit einem zu großen Vorsprung vor dem richtigen Anfangspunkt beginnt. Es ist
daher eine Vorrichtung vorgesehen, um das Stütz- und Vorschubrad für das Werkstück
gegen Berührung mit seiner Antriebsvorrichtung zu versperren, solange das Werkzeug sich
in unwirksamer Stellung befindet. Eine Form dieser Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt.
Wie besonders in Fig. 4 und 9 gezeigt, ist der feste Kopf 4 mit einem Vorsprung 80 versehen,
und die Tretstange 75, durch welche der bewegliche Kopf 33 bewegt oder gekippt wird, ist mit einem Vorsprung 81 versehen,
der vor dem Vorsprung 80 niedergehen kann, wenn die Tretstange 75 niedergedrückt wird.
Es ist also ersichtlich, daßi; wenn der bewegliche
Kopf 33 durch die Tretstange 75 um seine beweglichen Stützen 34 bewegt wird, wie bereits
beschrieben, der Vorsprung 81 der Tretstange in solche Stellung kommt, daß er mit
dem Vorsprung 80 auf dem festen Kopf 4 in. Berührung kommt und dadurch jede Bewegung
des Hauptstützkopfes 17 nach hinten verhindert, solange das Werkzeug sich in unwirksamer
Stellung befindet, trotzdem das Werkstück gegen das Stütz- und Vorschubrad gepreßt wird; und auf diese Weise wird Eingriff
der Kupplungsglieder 15 und 16 und die
daraus folgende Betätigung der Vorschub- und Stützvorrichtung,für das Werkstück verhindert.
Offenbar kann die Sperrvorrichtung, welche Betätigung der Stütz- und Vorschubvorrichtung
verhindert, während das Werkzeug sich in unwirksamer. Stellung befindet, verändert
werden; die Hauptsache ist, daß die Vorschubvorrichtung des Werkstückes unwirksam gemacht
wird, bis das Werkzeug in Arbeitsstellung gebracht wird. Hierdurch kann das Werkstück, wie ersichtlich, genau auf das Vorschubrad
gelegt werden, ohne daß es dadurch vorgeschoben würde, und das Werkzeug kann in genaue Stellung zum Beginn des Ritzens
gebracht werden.
Das zu behandelnde Werkstück kann offenbar von verschiedener Dicke sein; infolgedessen
trifft das Werkzeug, wenn es in Arbeitsstellung gebracht wird, eher auf das Werkstück, wenn
dieses dick ist, wie wenn es verhältnismäßig dünner ist, und aus diesem Grunde ist es bei
der besonderen Ausführungsform wünschenswert, daß die Sperrtätigkeit dieser Sperrvorrichtung
verstellt oder verändert werden kann. ■ Diese Einstellung zur Veränderung in der
Sperrtätigkeit der Sperrvorrichtung durch Niederdrücken des Trethebels 75 wird durch
die Stellschraube 79 erlangt,- durch deren Auf- und Niederschrauben die relative Stellung der
Sperrglieder 80 und 81 verändert wird und folglich auch die Zeit, zu welcher sie durch
Bewegung der Tretstange in zusammenwirkende Beziehung gebracht werden. Durch den Bolzen
82 (Fig. 1) ist eine Konsole 83 an dem Hauptstützkopf befestigt, welche einen stützenden
Muffenteil 84 für die Welle 85 des Drückerrades 86 besitzt; die Fläche des letzteren ist
diagonal angeordnet, damit sie mit der Oberfläche des Werkstückes in Berührung kommt,
wie in Fig. 2 gezeigt. Bei dieser diagonalen Anordnung der wirksamen Fläche des Drückerrades
dient, wie ersichtlich, der das Werkstück berührende Teil desselben dazu, das Werkstück
gleichzeitig gegen den Vorschub hin sowie in der Richtung desselben zu bewegen. An der geneigten Welle 85 des Drückerrades
ist ein Zahnrad 87 (Fig. 1, 3 und io), angeordnet,:
welches von der Welle 26 durch eine Reihe von Zahnrädern 88, 89, 90, 91, 92, 93 und 94 getrieben
wird, so daß, wenn das Vorschub- und Stützrad für das Werkstück angetrieben
wird, wie bereits beschrieben, das Drückerrad 86 ebenfalls zwangsweise gedreht wird und
das Werkstück gegen das Vorschub- und Stützrad drückt.
Um das Werkstück in richtiger Weise auf das Vorschub- und Stützrad zu legen, muß
das Drückerrad 86 aus seiner das Werkstück berührenden Stellung gehoben werden und
darauf wieder gesenkt werden, ähnlich wie das Ritzwerkzeug. Zu diesem Zweck hat die
Welle des Drückerrades 86 einen Kragen 95 (Fig. 10), der in das Innere einer Muffe 96
(Fig. 3) eingreift, an welcher ein Finger 97 festgeklemmt ist, der durch einen Schlitz des
Muffenteiles 85 und in die Bahn eines Hubfingers 98 hineinragt, welch letzterer von dem
Kopf 33 vorragt. Wenn nun der Kopf 33 bewegt oder gekippt wird, greift der Hubfinger
98 in den Finger 97 ein und hebt das Drückerrad zu derselben Zeit, wenn das Messer
oder Ritzwerkzeug gehoben wird, so daß das Werkstück frei in seine richtige Stellung gebracht
werden kann. Wenn der bewegliche Kopf 33 bewegt wird, um das Messer in Arbeitsstellung
zu bringen, wird das Drückerrad 86 gleichzeitig in Berührung mit dem Werkstück herabgebracht durch eine an der Konsole
83 befestigte Feder 99, die auf das obere Ende der Welle 85 des Drückerrades 86 drückt
(Fig. ι und 3).
Es ist wünschenswert, daß die Neigung des mittels des Ritzwerkzeuges hergestellten Risses
mit Bezug auf die Fläche des Werkstückes im wesentlichen gleichmäßig ist, am ganzen Vorderteil
der Sohle, und daß am Gelenkteil diese Neigung des Risses so geändert wird, daß die
Stichreihe, welche durch das Werkstück in der Linie des Risses gehen soll, genügend weit
vom Rande des Werkstückes entfernt ist. Zu diesem Zweck erzielt die vorliegende Erfindung
eine Vorrichtung zur Regelung der Neigung des Risses um den.Vorderteil der Sohle; diese
Vorrichtung besitzt in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Stütze 100,
die einstellbar mit dem beweglichen Kopf 33 verbunden ist, z. B. mittels Schlitze 101
(Fig. 1) und Schraubenbolzen 102, so daß diese Stütze 100 verstellt werden kann. Durch den
äußeren Teil der Stütze 100 geht ein Arm 103, der einstellbar an derselben durch einen Schraubenbolzen
104 befestigt ist; dieser Arm 103 trägt an seinem unteren Ende eine Rolle 105,
die auf die Fläche der Schuhsohle an einem Punkt jenseits des Ritzwerkzeuges drücken
kann, wie aus Fig. 1 ersichtlich. Diese Vorrichtung,
die Rißneigungsregler genannt werden kann, kann also mit Bezug auf die Stütz-
und Vorschubvorrichtung für das Werkstück und auf das Werkzeug verstellt werden, so daß
es auf die Fläche der Sohle am Vorderteil drücken und dadurch die Neigung des Werk-Stückes
mit Bezug auf das Ritzmesser, mit dem es zusammenwirkt, begrenzen und regeln kann. Diese Einstellung des Rißneigungsreglers
kann derart sein, daß der Regler außer Berührung mit dem Werkstück kommt, wenn der Gelenkteil desselben erreicht ist, so daß
das Werkstück um den Gelenkteil auf Wunsch eine größere Neigung erhalten kann. Aus der
soweit beschriebenen Bauart ist ersichtlich, daß die Stütz- und Vorschubvorrichtung für das
Werkstück unwirksam gehalten wird, solange : das Ritzwerkzeug, das Drückerrad und der
Rißneigungsregler sich nicht in Arbeitsstellung befinden, und daß, nachdem das Werkstück in
richtiger Weise auf dem Stütz- und Vorschubrad gelagert ist, das Werkzeug, das Drückerracl
und der Rißneigungsregler in ihre wirksame oder Arbeitsstellung gebracht werden können,
und die Stütz- und Vorschubvorrichtung für das Werkstück wird dann selbsttätig zwecks
Betätigung freigegeben. . .
■ Wenn das Werkstück während der Betätigung der Maschine falsch gelagert sein sollte,
z. B. wagerecht mit Bezug auf das Stütz- und Vorschubrad, wenn das Werkstück wagerecht
oder seitwärts bewegt wird, so daß die Sohle mit dem Stütz- und Vorschubrad an einem
Punkt in Berührung kommt, der vor dem Ritzwerkzeug gelegen ist, so würde das Werkstück
nach außen bewegt werden, so daß das Ritzwerkzeug sich der Kante nähern oder in manchen Fällen sogar völlig von der Sohle
herabgleiten würde. Um diesem Ubelstand abzuhelfen, ist auf der Vorschubseite des Stütz-
und Vorschubrades für das Werkstück ein Schützer 106 vorgesehen, der an dem Arm 27
des Hauptstützkopfes 17 mittels einer Schrauben- und Schlitzverbindung 107 befestigt ist;
der Schützer 106 ragt vorzugsweise eine Strecke über die Stifte oder sonstigen Fortsätze an· der
vorderen Seite des Stütz- und Vorschubrades für das Werkstück hinaus, wie in Fig. 1 und 5
gezeigt, so daß, wenn das Werkstück seitlich abgelenkt werden sollte, seine Kante mit dem
Schützer in Berührung käme und seine Vorwärts- und Vorschubbewegung dadurch unterbrochen
würde.
Claims (8)
- Pate nt-An Sprüche:i. Sohlenritzmaschine, bei welcher das Ritzwerkzeug in und außer Eingriff mit dem Werkstück gebracht werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (17, 18, 16, 15) zum Einrücken des Werkstückvorschubes (13, 12, 15, 16, 22, 26, 30, 31, 32) so lange in unwirksamer Stellung (19) gesperrt (75, 81, 80, 2) wird, wie dasRitzwerkzeug (6i) außer Eingriff mit dem Werkstück ist.
- 2. Sohlenritzmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrung (75, 8i, 8o, 2) der Vorrichtung (17, 18, 16, 15) zum Einrücken des Werkstückvorschubes (13, 12, 15, 16, 22, 26, 30, 31, 32) eingestellt (79> 74> 75) werden kann, um die Sperrung verschiedenen Werkstückdicken entsprechend zu verschiedenen Zeiten eintreten zu lassen.
- 3. Sohlenritzmaschine nach Anspruch 1 mit einem geneigten, drehbaren Drückerrad, das mit der Oberfläche des Werk-- Stückes in Berührung kommt, dadurch gekennzeichnet, daß das Drückerrad (86) mit dem Ritzwerkzeug (61) derart verbunden (33. Φ: 97> 95' 85) ist, daß, wenn eins von beiden in oder außer Arbeitsstellung gebracht (75, 74, 33, 98, 97, 95, 85) wird, das andere gleichzeitig in oder außer Arbeitsstellung gebracht wird.
- 4. Sohlenritzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe mit einem einstellbaren (103, 104, 101, 102) Rißneigungsregler (105) ausgerüstet ist.
- 5. Sohlenritzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rißneigungsregler (105) mit dem Ritzwerkzeug (61) derart verbunden (102, 33) ist, daß, wenn einer von beiden in oder außer Arbeitsstellung gebracht (75, 74, 33) wird, der andere gleichzeitig in oder außer Arbeitsstellung gebracht wird.
- 6. Sohlenritzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorschubrad einen Teil (3r) besitzt, der mit der Kante des Werkstückes (S) in Eingriff gerät, und einen anderen Teil (32) besitzt, der das Werkstück unterstützt, und mit einem Schützer (106) ausgerüstet ist, der die Vorschubseite des zuerst genannten Teiles (31) deckt und auf diese Weise verhindert, daß das Werkstück dem Ritzwerkzeug (61) ausweicht.
- 7. Sohlenritzmaschine nach Anspruch 1, bei welcher das Messer eine Hin- und Herbewegung in der Vorschubrichtung hat, dadurch gekennzeichnet, daß das Ritzwerkzeug (61) in einem schwingenden Kopf (33, 34) angeordnet ist, und daß die Stütze (58) des Ritzwerkzeuges derart mit der Vorrichtung, welche das Messer hin und her bewegt, verbunden ist (60, 62, 64), daß der Kopf (33) um seine Achse (34) geschwungen werden kann, um das Messer in oder außer Berührung mit dem Werkstück zu bringen, ohne die Hin- und Herbewegung des Messers zu unterbrechen.
- 8. Sohlenritzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, während die Vorschubvorrichtung für das Werkstück fest mit Bezug auf das Ritzwerkzeug und das geneigte Drückerrad angeordnet ist, das Ritzwerkzeug (61) und das geneigte Drückerrad (86) in einem schwingenden Kopfe (33, 34) angeordnet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE240298C true DE240298C (de) |
Family
ID=499670
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT240298D Active DE240298C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE240298C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1038950B (de) * | 1956-03-10 | 1958-09-11 | Wilhelm Witt | Zusammengesetztes Werkzeug zum Einfraesen von Rillen in Ledersohlen |
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- DE DENDAT240298D patent/DE240298C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1038950B (de) * | 1956-03-10 | 1958-09-11 | Wilhelm Witt | Zusammengesetztes Werkzeug zum Einfraesen von Rillen in Ledersohlen |
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