DE5253A - Diffusions - Schnitzelmesser zum Zerkleinern von Rüben - Google Patents
Diffusions - Schnitzelmesser zum Zerkleinern von RübenInfo
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Claims (1)
1878.
Klasse 89.
JOH. FERD. LEHNARTZ in GREVENMÜHLE bei MÜLHEIM a. Rh. Diffüsions-Schnitzelmesser zum Zerkleinern von Rüben.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. April 1878 ab.
Zur Zerkleinerung der Runkelrüben zur Zuckerfabrikation nach dem Diffusionsverfahren bediente
man sich bisher theils glatter, theils auch, besonders bei harten Rüben, sogenannter
Finger- bezw. Eismesser. Erstere sind nicht überall anwendbar, letztere dagegen liefern
schlechte und unregelmäfsige Schnitzel. Auch sind dieselben verhältnifsmäfsig theuer; alle
bisher im Gebrauch befindlichen Messersorten nutzen sich sehr schnell ab und werden von
Steinen, die in allen Rüben vorkommen, sofort zertrümmert.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet die Anordnung von Schnitzelmessern, welche
verhältnifsmäfsig billig herzustellen, sich wenig abnutzen und viel längere Schnitzel liefern, während
Steine, die in den Rüben vorkommen, dem neuen Messer nicht schaden können, sondern
einfach über dasselbe hinweggleiten.
Die neuen Schnitzelmesser nach dem vorliegenden System bestehen im wesentlichen aus
einer gerippten Stahlplatte von mäfsiger Stärke (etwa 4 bis 6 mm), deren Rippen, hochstehende
Schneiden bildend, nach der einen Seite sowohl schmäler als auch niedriger werdend, in die
Ebene der Platte verlaufen, während sie nach der anderen Seite höher und auch etwas breiter
werdend bis an das Ende der Platte gelangen und dort die etwaige Höhe der zu erzielenden
Schnitzel erlangen. Ein Flachmesser ist mit seiner Schneide dem so gerippt gestalteten
Körper gegenüber im Schnitzelkasten angebracht, so dafs die scharfe Kante des Flachmessers
beinahe die obersten Ecken der hochstehenden Rippen des Rippenkörpers berührt und die
obere Fläche des Flachmessers die ungefähre Fortsetzung der von den Oberkanten der Rippen
gebildeten Ebene bildet.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist:
Fig. ι eine obere Ansicht,
Fig. 2 ein senkrechter Querschnitt, und.
Fig. 3 ein Querschnitt in der Linie A-B von Fig. ι von einem mit Messern nach diesem
System versehenen Schnitzelkasten.
Fig. 4 und 5 dagegen zwei Arten der bisherigen Schnitzelmesser.
In dem Schnitzelkasten a, der wie gewöhnlich aus Gufseisen hergestellt wird, ist bei a1
das neue Schnitzelmesser C durch Schrauben und Stehbolzen befestigt. Dasselbe besteht aus
der verhältnifsmäfsig starken Platte c, auf welcher sich die hochstehenden Rippen j: 1C* befinden,
welche mit den auf der Zeichnung nach unten gerichteten Enden in der Ebene der Platte c verlaufen und auch nach dieser Richtung
hin sich zuschärfen, während sie nach der anderen Seite zu höher und höher und auch etwas breiter werdend mit der Kante der
Platte c abschneiden.
Diesem Rippenmesser gegenüber befindet sich das Flachmesser d, dessen Schneide fast die
oberen Kantenenden der Rippenenden ci berührt
und welches in der ungefähren Fortsetzung der von den Oberkanten der Rippen gebildeten
Ebene im Schnitzelkasten durch Schrauben befestigt ist.
Die Rübe wird, von der auf der Zeichnung unten liegenden Seite anfangend, mit Druck nach
oben in rührender Bewegung über die Messer geführt. Es dringen die immer höher werdenden Rippen
immer tiefer in die Rübe ein, bis das Flächmesser erreicht ist, welches die durch die Höhe
der Rippen bestimmte und von den Rippen bereits zertheilte Rübenschicht in Gestalt langer
Schnitzel prismatischer Form abtrennt, worauf neue und wieder neue Schichten gleicher Stärke
abgetrennt und gleichzeitig in Streifen zertheilt werden.
Ein in der Rübe enthaltener Stein würde aber dem Messer nirgends schaden können, denn er
würde durch die keilförmige Gestalt der Rippen entweder so tief in die Rübe eingedrückt werden,
dafs er nicht mehr auf das Flachmesser stöfst, oder die Rübe würde nicht so tief eindringen,
als die Rippen hoch sind, und flachere Schnitzel abgelöst werden, ohne dafs jedoch
das Messer irgendwie in störende Berührung mit den Messern geräth.
Die gleichmäfsige Gestalt der Schnitzel ergiebt sich aus der Betrachtung der Einrichtung
von selbst.
Patenτ-Ansprüche:
i. Eine Anordnung von Diffusions - Schnitzelmessern,
aus zwei Theilen bestehend, deren einer durch hochstehende Rippen eine Rübenschicht
in eine Anzahl Streifen zerlegt, deren Stärke durch die gröfste Höhe der allmälig
bis zur Ebene ihrer Grundplatte verlaufenden Rippen, deren Breite aber durch den Ab-
stand je zweier Rippen von einander bestimmt wird, während der andere Theil der
Anordnung das Abtrennen der so zerlegten Rübenschicht von der Rübe besorgt, so wie
oben erläutert und beschrieben.
2. Eine Anordnung von Diffusions - Schnitzelmessern, aus zwei Theilen bestehend, deren einer Theil C eine Platte c mäfsiger Stärke mit hochstehenden, allmälig bis in die Ebene der Grundplatte verlaufenden, rippenartigen Schneiden c' c' bildend, welche Rippen c'c* nach der einen Seite, wo sie sich verflachen, auch allmälig schmäler werden, aufserdem aber nach unten, d. h. nach der Richtung, wo sie mit der Grundplatte c zusammenhängen, sich allmälig etwas verstärken, dagegen nach der anderen Seite, wo sie höher und höher und auch etwas breiter werden, bis an das Ende der Grundplatte c auslaufen bezw. mit dieser abschneiden und dort die etwaige Höhe der Dicke der zu erzielenden Schnitzel erlangen, während der zweite Theil ein Flachmesser d bildet, dessen scharfe Kante beinahe die obersten Ecken der hochstehenden Rippen c' ci des Rippenkörpers berührt und dessen obere Fläche die ungefähre Fortsetzung der von den Oberkanten der rippenartigen Schneiden gebildeten Ebene bildet; alles im wesentlichen so wie oben beschrieben und in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
2. Eine Anordnung von Diffusions - Schnitzelmessern, aus zwei Theilen bestehend, deren einer Theil C eine Platte c mäfsiger Stärke mit hochstehenden, allmälig bis in die Ebene der Grundplatte verlaufenden, rippenartigen Schneiden c' c' bildend, welche Rippen c'c* nach der einen Seite, wo sie sich verflachen, auch allmälig schmäler werden, aufserdem aber nach unten, d. h. nach der Richtung, wo sie mit der Grundplatte c zusammenhängen, sich allmälig etwas verstärken, dagegen nach der anderen Seite, wo sie höher und höher und auch etwas breiter werden, bis an das Ende der Grundplatte c auslaufen bezw. mit dieser abschneiden und dort die etwaige Höhe der Dicke der zu erzielenden Schnitzel erlangen, während der zweite Theil ein Flachmesser d bildet, dessen scharfe Kante beinahe die obersten Ecken der hochstehenden Rippen c' ci des Rippenkörpers berührt und dessen obere Fläche die ungefähre Fortsetzung der von den Oberkanten der rippenartigen Schneiden gebildeten Ebene bildet; alles im wesentlichen so wie oben beschrieben und in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1069499B (de) |
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1069499B (de) |
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