DE524931C - Selbsttaetige Sprechmaschine - Google Patents
Selbsttaetige SprechmaschineInfo
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- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B17/00—Guiding record carriers not specifically of filamentary or web form, or of supports therefor
- G11B17/02—Details
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- Holding Or Fastening Of Disk On Rotational Shaft (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, um bei selbsttätigen Sprechmaschinen den selbsttätigen
Plattenwechsel durch mechanische Hilfsmittel einzuleiten, indem durch die Bewegung
des Tonarmes am Ende des Spieles einer Schallplatte eine Steuerwelle an das Sprechmaschinentriebwerk
gekuppelt wird, und zwar soll das in solcher Weise geschehen, daß alle Arten von
Schallplatten, solche ohne Auslaufrille und
ίο solche mit beliebigen Arten von Auslauf rillen
verwendbar sind, ohne daß eine vorherige Einstellung erforderlich ist.
Der Erfindungsgegenstand beruht auf folgender Überlegung. Die Schalldose oder der Tonarm
macht während des Spiels einer Platte eine nur sehr langsame Querbewegung, die bei jeder
Umdrehung des Plattentellers nur aus dem Übergange von einer Tonrille in die nächste
Tonrille besteht. Wenn aber die Schallnadel aus der innersten Tonrille in die Auslaufrille
übergeht, tritt plötzlich eine stark beschleunigte Querbewegung des Tonarmes ein. Besitzt die
Platte keine Auslaufrille, so hört die Querbewegung des Tonarmes auf. Jedenfalls entsteht
am Ende des Vortrages ein Geschwindigkeitswechsel. Aus diesem Geschwindigkeitswechsel
wird erfindungsgemäß ein kleiner Impuls abgeleitet zum Auslösen einer in geeigneter Weise
aufgespeicherten Kraft für die Ausführung des
3p Kupplungsvorganges.
Das Antriebswerk der Sprechmaschine kann an sich ein beliebiges sein. Die Vorrichtung eignet
sich besonders für Sprechmaschinen, bei denen der Plattenteller mittels eines schwenkbaren
Lagerrahmens zwecks Plattenwechsels und Rück führung des Tonarmes in die Ausgangslage in
einer senkrechten Ebene um einen Winkel von ungefähr 90 ° geschwenkt wird, wobei die
Schwenkbewegung mittels einer sich nach dem Hinundzurückschwenken selbsttätig lösenden
Kupplung vom Plattentellergetriebe abgeleitet wird.
Gemäß der Erfindung ist auf dem schwenkbaren Lagerrahmen eine Welle angeordnet, die
vom Plattentellergetriebe aus dauernd gedreht wird und auf der unter Reibungsschluß eine
axial verschiebbare Hülse sitzt, die sich normalerweise mit der Welle dreht. Dieser Hülse
tritt während des Spiels einer Schallplatte ein mit dem Tonarm zwangläufig gekuppelter
Anschlagarm in den Weg und hindert sie an der weiteren Drehung. Bei der langsamen Querbewegung
des Anschlagarmes während des Spiels verschiebt sich die an der Drehung gehinderte
Hülse axial, d. h. sie folgt der Querbewegung des Anschlagarmes. Sobald aber die Schallnadel
in die Auslaufrille gelangt, die Querbewegung des Tonarmes und des Anschlagarmes
also plötzlich stark beschleunigt wird, kann die Hülse ihr nicht mehr folgen. Sie löst
sich vom Anschlagarm und dreht sich wieder mit der Welle.
Diese zweite Drehbewegung wird erfindungsgemäß dazu benutzt, die Totpunktlage eines
Kniegelenkhebels zu überwinden, dessen kräftige Feder alsdann die Kupplung zwischen dem
Plattentellerantrieb und der Schwenkvorrichtung einschaltet.
Wenn die Schallplatte keine Auslaufrille
besitzt, kommt der Anschlagarm für die unter Reibungsschluß auf der Welle sitzende Hülse am
Ende des Spiels zur Ruhe. Die Hülse besitzt einen in den Bereich des Armes ragenden Stift,
und die Anschlagfläche des Armes ist abgeschrägt. Der Stift der Hülse gleitet dann von
der schrägen Anschlagfläche ab. Es entsteht also auch in diesem Falle die zweite Hülsendrehung
ίο für die Auslösung der die Kupplung der Plattentellerschwenkvorrichtung
bewirkenden Teile.
Die Erfindung sieht ferner Hilfsmittel vor, um die Hülse selbsttätig in ihre Ausgangsstellung
zurückzuführen und den Kniehebel, durch den die in der Feder aufgespeicherte Kraft freigegeben wird, selbsttätig wieder zurückzubewegen,
also die Feder erneut unter Spannung zu setzen. Ferner sind Hilfsmittel
vorgesehen, um den Kniehebel von Hand durchdrücken zu können, so daß nach Belieben jederzeit
auch bei einer noch nicht zu Ende gespielten Schallplatte der Plattenwechsel herbeigeführt
werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen-Standes ist" in der beigefügten Zeichnung dargestellt.
Abb. ι ist ein Grundriß, in welchem die Schallplatte
und der Plattenteller teilweise weggebrochen sind.
Abb. 2 und 3 veranschaulichen Einzelheiten. Die Sprechmaschine besitzt einen Plattenteller
A, aui dem eine Schallplatte mit exzentrischer
Auslaufrille 40 und eine Schalldose R dargestellt sind. Der Plattenteller A wird von
einem in einem festen Gestell C schwenkbaren Lagerrahmen F getragen und zwecks Plattenwechsels
mittels einer Vorrichtung D um waagerechte Zapfen 80 in einer senkrechten Ebene
geschwenkt. Gemäß Erfindung soll die Schwenkvorrichtung D auf mechanischem Wege mittels
einer Sperrvorrichtung E und einer vom Tonarm beeinflußten Auslösevorrichtung H in Betrieb
gesetzt werden.
Eine Schlitzhülse 12 sitzt drehbar und axial
verschiebbar, aber mit einer gewissen Reibung auf einer Welle Γ4, die mittels Stirnräder 20, 22
und Schneckengetriebe 16,18 vom Plattentellerantrieb
aus gedreht wird. Die Hülse 12 trägt einen Ring 24 mit einem radialen Stift 26.
Der Tonarm 30 ist auf einer Säule 32 schwenkbar gelagert und mit einem Anschlagarm 34
zwangläufig verbunden.
Wenn der Plattenteller A mit einer neuen
Schallplatte in Gang gesetzt wird, dreht sich die Hülse 12, von der umlaufenden Welle 14
durch Reibung mitgenommen, zusammen mit ihrem Stift 26 frei. Die Schallnadel befindet
sich in Abb. 1 in der äußersten Tonrille, wobei der Arm 34 die in vollen Linien gezeichnete
6q Lage einnimmt, also die Drehung des Stiftes 26 nicht hindert.
Nachdem ein Teil der Platte gespielt ist, kommt der mit dem Tonarm 30 langsam nach
rechts schwenkende Arm 34 in den Bereich des Stiftes 26 und verhindert dadurch eine weitere
Drehung der Hülse 12 durch die dauernd umlaufende Welle 14. Solange nun die Querbewegung
des Tonarmes 30 und des Anschlagarmes 34 von einer Tonrille zur anderen eine
sehr geringe und langsame ist, folgt die Hülse 12 dem Anschlagarm 34, indem sie sich an der
Welle 14 entlang axial verschiebt, und zwar so lange, bis die Schalldose R alle Tonrillen durchlaufen
hat. Dann steht der Arm 34 etwa in der strichpunktierten Stellung 34'. Die axiale
Verschiebung wird durch die natürlichen Vibrationen des Tonarmes und damit des Anschlagarmes
erleichtert.
Tritt nun die Schallnadel in die exzentrische Auslaufrille 40 der Schallplatte ein, so wird die
Bewegung des Armes 34 plötzlich stark beschleunigt. Das erfindungsgemäß vorgeschlagene
neuartige Elementenpaar 12, 14 zeigt nun die Besonderheit, daß die Hülse 12 ihre axiale
Verschiebung auf der Welle 14 nicht fortsetzt, wenn die Bewegung des sich gegen den Stift 26
legenden Armes 34 gewisse geringe Geschwindigkeiten überschreitet. Diese Überschreitung findet
beim Übergang der Schallnadel aus den Tonrillen in die Auslaufrille statt. Die Hülse 12 kann dem
Anschlagarm 34 nicht mehr folgen. Letzterer gleitet vom Stift 26 ab, und die Hülse 12 dreht
sich wieder frei. Dieser Vorgang wird durch die günstige Lage, welche Stift und Anschlagarm
inzwischen zueinander eingenommen haben, erleichtert.
Besitzt die Schallplatte keine Auslaufrille, so kommen der Tonarm 30 und der Arm 34
— etwa in der Stellung 34' — zum Stillstand. Die Spitze des Anschlagarmes ist abgeschrägt,
und die Hülse 12 verschiebt sich noch so lange axial, bis der an der schrägen Anschlagkante
entlang gleitende Stift 26 den Arm 34 verläßt, um sich dann ebenfalls wieder frei zu drehen.
Nach dem Verlassen des Armes 34 befindet sich der Stift 26 im Bereich einer Stange 42 an
einem bei 46 drehbaren Arm 44. Der Stift 26 drückt die Stange 42 und den Hebel 44 in die
strichpunktierte Stellung nach Abb. 2: 26', 42', 44'. Wenn dann der Stift 26 (26') unter der
Stange 42 (42') hindurchgleitet, kann er sich weiterdrehen und z. B. in die Stellung 26" gelangen.
Diese Bewegungen werden in der später anzugebenden Weise nutzbar gemacht.
Bei einer selbsttätigen Sprechmaschine ist zum Ankuppeln der Plattentellerschwenkvorrichtung
eine gewisse Kraft erforderlich. Im gezeichneten Beispiel ist das dauernd umlaufende
Zahnrad 20 mit einer Scheibe 50 durch einen Kupplungsbolzen 52 zu verbinden, der genügend
kräftig und lange angedrückt werden muß. Hierzu ist ein Arm 54 auf einer unter dem Druck
einer Feder 58 längsverschiebbaren Stange 56 vorgesehen.
Die Stange 56 ist mit einem Kniegelenkhebel 60, 62 verbunden, der an seinem anderen Ende
mittels Bolzen oder Zapfen 64, 65 in Lagern 66 gehalten wird. Der Kniegelenkhebelarm 60 hat
eine über den Mittelzapfen 68 hinausgehende Verlängerung 70, die ihn nur wenig unter seine
Totpunktlage sinken läßt. Der Zapfen 64 trägt einen Arm 72, der in den Bereich des Armes 74
des Hebels 44 reicht.
Wenn der Anschlagarm 34 den Stift 26 freigibt, drückt letzterer mittels des Hebels 44,
74 den Arm 72 nach oben, also den Kniegelenkhebel 60, 62 über seine Totpunktlage hinaus,
so daß die Feder 58 den Arm 54 gegen den Kupplungsbolzen 52 pressen kann, um die Plattentellerschwenkvorrichtung
D in Gang zu setzen. Der Zapfen 65 trägt einen durch einen Schlitz 7J des Rahmens F nach unten gehenden Arm 76
im Bereich einer nach außen gehenden Stange 78. Durch Zurückdrücken der Stange 78 kann man
den Kniegelenkhebel 60, 62 jederzeit von Hand auslösen, d. h. nach oben durchdrücken, kann
also nach Belieben auch das Ablegen einer noch nicht abgespielten Schallplatte bewirken.
Der Zapfen 64 besitzt einen nach oben gerichteten Arm 82, der beim Auslösen des Kniehebels
in die Stellung 82' gelangt. Er trifft beim Schwenken des Plattentellers zwecks Plattenwechsels gegen die schräge Kante 86
einer am Gestell C befestigten Hubscheibe 84, wird dabei in die Stellung 82 zurückgedrückt
und spannt also selbsttätig den Kniehebel 60, 62 und die Feder 58 wieder.
Wenn der Stift 26 der Hülse 12 in die Stellung 26" gekommen ist, trifft er auf eine ortsfeste
zylindrische Hubscheibe 90 an einem Ständer 94 des Rahmens F. An der schraubenförmigen
Kante 92 gleitet er nach links herüber und bringt die Hülse 12 in ihre Anfangsstellung
zurück, worauf die beschriebenen Vorgänge sich bei der nächsten Schallplatte wiederholen.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Selbsttätige Sprechmaschine, bei der am Ende des Spieles einer Schallplatte durch den Tonarm eine die einzelnen Bewegungsvorgänge bewirkende Steuerwelle mit dem Plattentellergetriebe gekuppelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer vom Antriebswerk der Sprechmaschine dauernd angetriebenen Welle (14) unter Reibungsschluß eine axial verschiebbare Hülse (12) sitzt, die während des Abspielens einer Platte durch einen mit dem Tonarm (30) zwangläufig verbundenen Anschlagarm (34) an der Drehung mit der Welle (14) gehindert wird und sich dabei axial verschiebt, durch die beim Übergehen der Schallnadel in die Auslaufrille erfolgende rasche Querbewegung des Anschlagarmes (34) jedoch freigegeben wird und durch die alsdann wieder einsetzende Drehbewegung die Kupplung der beiden Wellen bewirkt.
- 2. Sprechmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlagarm (34) mit einer abgeschrägten Anschlagkante versehen ist, von der ein mit der Hülse (12) verbundener Anschlagstift (26) abgleitet, wenn die Schwenkbewegung des Armes (34) nach dem Abspielen einer Schallplatte ohne Auslaufrille aufhört oder bei einer Schallplatte mit Auslaufrille plötzlieh stark beschleunigt wird.
- 3. Sprechmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Verschieben der einen Kupplungshälfte (52) dienende Hebel (54) auf der Verlängerung (56) eines unter der Spannung einer Feder (58) stehenden Kniegelenkhebels (60, 62) befestigt ist, dessen Totpunktlage durch den auf der Hülse (12) sitzenden Anschlagstift (26) bei der nach erfolgter Freigabe einsetzenden Drehbewegung überwunden wird, indem dieser auf eine Querstange (42) eines an der Kniegelenkhebelwelle (64, 65) angreifenden Zwischenhebels (44, 74) trifft und diesen verschwenkt.
- 4. Sprechmaschine nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine ortsfeste, die Hülse (12) umgreifende zylindrische Kurvenscheibe (90) mit schraubenförmiger Hubkante (92), die nach dem Zurückdrücken der Querstange (42) durch das Zusammenwirken des umlaufenden Anschlagstiftes (26) mit der schraubenförmigen Hubkante (92) die Hülse (12) in die Ausgangslage zurückführt.
- 5. Sprechmaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kniegelenkhebelwelle (64, 65) mit einem Arm (76) ausgerüstet ist, der mittels einer nach außen ragenden Stange (78) von Hand bewegt werden kann, um den Kniehebel (6o, 62) jederzeit auslösen zu können.
- 6. Sprechmaschine nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kniegelenkhebelwelle (64, 65) einen zweiten Arm (72) trägt, der beim Niederschwenken des Plattentellers zwecks Plattenwechsels auf eine am Gestell (c) befestigte Hubscheibe (84, 86) trifft und so zurückgedrückt wird, daß der Kniegelenkhebel (60, 62) und die Feder (58) wieder gespannt werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US524931XA | 1929-09-18 | 1929-09-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE524931C true DE524931C (de) | 1931-05-16 |
Family
ID=21977958
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930524931D Expired DE524931C (de) | 1929-09-18 | 1930-02-23 | Selbsttaetige Sprechmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE524931C (de) |
-
1930
- 1930-02-23 DE DE1930524931D patent/DE524931C/de not_active Expired
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