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Vorrichtung zum Regeln des Druckes in den von Kompressoren gespeisten
Behältern Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Regeln des Druckes
in den von Kompressoren gespeisten Behältern durch Offenhalten des Saugventils des
Kompressors und unter Verwendung eines an dem Behälter angeordneten Verteilungsreglers.
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Bei Luft- oder anderen Gaskompressoren, von denen aus ein Behälter
gespeist wird, der wiederum Werkzeuge oder andere ununterbrocben wirksame Arbeitsvorrichtungen
betreibt, ist es in den meisten Fällen erforderlich, daß der Druck in dem Behälter
trotz des verschiedenen Gasverbrauchs beim Ingangsetzen oder Anhalten der Werkzeuge
gleichmäßig gehalten wird.
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Bei den bekannten Einrichtungen der erwähnten Gattung, welche dieses
Ziel verfolgen, sind die Einlaßventile des Kompressors dadurch für den Betrieb derartiger
Einrichtungen hergerichtet, daß in das Antriebsgestänge für das Einlaßventil ein
nachstellbares, federndes Organ eingeschaltet ist, das unter dem Einfluß des jeweiligen
Druckes die Länge der Schieberstange beeinflußt. Diese Anordnung bedingt eine ebenso
verwickelte Bauart der ganzen Einrichtung wie diejenigen ebenfalls bekannten Regelvorrichtungen,
bei denen für den Betrieb des Saugventils umfangreiche Übersetzungsvorrichtungen
verwendet werden.
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Diese Nachteile 'werden nach der Erfindung dadurch vermieden, daß
ein Schwinghebel für das oder die Einlaßventile des Kompressors auf einem exzentrischen
Drehzapfen einer mit diesem fest verbundenen und an dem Ende einer Stange eines
Kolbens angelenkten Kurbel angeordnet ist und daß die wirksame Fläche des unter
der Einwirkung einer Rückzugfeder stehenden Kolbens durch eine Leitung mit einer
an sich bekannten, die Druckluftzufuhr aus dem Behälter regelnden Vorrichtung in
Verbindung steht, um dadurch das oder die Einlaßventile außer Betrieb zu bringen
und die Speisung des Kompressors zu verhindern. Hierdurch ist der Vorteil erreicht,
daß neben einer äußerst genauen Druckregelung nur eine sehr geringe Betriebskraft
für die Regelvorrichtung erforderlich ist, während deren Bauart gleichzeitig wesentlicb
vereinfacht ist.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Abb. r ist ein Mittelschnitt des auf dem Preßluftbehälter angeordneten
Verteilungsreglers, Abb. 2 ist gleichfalls ein Mittelschnitt der auf dem Kompressorzylinder
angeordneten Auslaßvorrichtung,
Abb.3 zeigt die in Abb.2 dargestellte
Vorrichtung in der Auslaßstellung. Abb. q. ist eine Ansicht der Gesamteinrichtung.
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Der Verteilungsregler besteht aus 'einem mit dem Preßluftbehälter
z durch ein Rohrstück 3 verbundenen Körper i. Das Rohrstück 3 ist mit einem Kugelventil
q. ausgerüstet (Abb. r). Das Kugelventil q. verschließt das Rohrstück 3 mittels
einer mit einer Führungsstange 6 versehenen Feder 5 mit regelbarer Spannung. Die
Feder 5 ist in einem mit einer Gegenmutter 8 ausgerüsteten regelbaren Gehäuse 7
untergebracht.
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An die Kammer 9, in der das Kugelventil q. liegt, schließt sich ein
Kanal io an, der durch eine Leitung ii (Abb. q.) mit dem einen Ende einer Kammer
12 in Verbindung steht. Das Kammergehäuse ist mittels eines Zapfens 13 am Kopf 1q.
des Kompressors angelenkt. Im Innern der Kammer i2 spielt ein unter der Wirkung
einer Rückzugfeder stehender dicht schließender Kolben 15. Am Ende der Kolbenstange
17 ist ein Kurbelarm 18 der Welle ig angelenkt. Die mit dem Drehzapfen 2i des Schwinghebels
22 ausgerüstete Welle ig ist in einem gleichfalls auf dem Kopf 1q. des Kompressors
befestigten Träger 2o drehbar gelagert. Der Zapfen 21 ist exzentrisch zur Welle
i9 angeordnet.
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Der das Saugventil 23 steuernde Schwinghebel 22 wird auf bekannte
Weise von einem durch den nicht dargestellten Motor angetriebenen Drücker 24 bewegt.
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Der Arbeitsvorgang ist wie folgt: Bei ordnungsmäßigem Arbeitsverlauf,
d. h. wenn der Druck im Behälter 2 eine vorher festgesetzte Grenze nicht überschreitet,
ist der auf das Ventil q. durch das Rohrstück 3 hierdurch ausgeübte Druck nicht
imstande, den Widerstand der Feder 5 zu überwinden, so daß das Ventil q. auf seinem
Sitz im Rohrstück 3 verbleibt. Der Kolben 15 nimmt dann die in Abb. 2 dargestellte
Lage ein, in der er durch die Feder 16 festgehalten wird, während der Zapfen 2i
des Schwinghebels 22 eine obere Lage einnimmt. Hierdurch wirkt sich das Spiel des
Saugventils 23
des Kompressors in ordnungsmäßiger Weise aus, und der Kompressor
1q. (Abb. q.) drückt die für den Antrieb der Werkzeuge erforderliche Preßluft in
den Behälter z.
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Wenn beispielsweise infolge des Anhaltens einer oder mehrerer von
der Druckluft im Behälter 2 betriebener Einrichtungen der Druck in diesem Behälter
den vorher bestimmten Wert überschreitet, dann überwiegt der auf das Ventil q. ausgeübte
Druck und stößt das Ventil zurück, wobei die Feder 5 zusammengedrückt wird. Das
Ventil kommt auf den Sitz 25 (Abb. 2). Die jetzt durch den Kanal io und die Leitung
ii strömende Preßluft gelangt in den Raum 12 und drückt den Kolben 15 in die in
Abb. 3 dargestellte Lage, wobei die Feder 16 zusammengedrückt wird. Dadurch senkt
sich der Zapfen 21 des Schwinghebels z2. Das Ventil 23 wird durch den Schwinghebel
weiterhin betrieben, kann jedoch nicht mehr auf seinen Sitz gelangen. Die Luft gelangt
dann während des Ganges des Kompressors frei durch die entsprechende Saugleitung.
Eine Arbeitsleistung und damit eine Preßluftförderung des Kompressors in den Behälter
findet nicht mehr statt.
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Erreicht der Druck im Innern des Behälters z wieder das bestimmte
Maß, dann überwiegt die Kraft der Feder 5 und drückt das Kugelventil q. auf seinen
Sitz im Rohrstück 3 in die in Abb. i dargestellte Lage. Der Kolben 15 wird dann
durch seine Feder 16 in die Lage nach Abb. 2 zurückgestoßen, wodurch der Zapfen
21 mit dem Schwinghebel 22 in die in der Abb.2 dargestellte Ausgangslage zurückgeführt
wird. Der Kompressor beginnt wiederum Arbeit zu leisten, d. h. Preßluft in den Behälter
2 zu fördern.
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Um ein zu häufiges Ein- und Aussetzen der Kompression zu vermeiden,
ist der Querschnitt der Mündung 9,5 zweckmäßig um ein geringes größer als
derjenige der Bohrung des. Rohrstückes 3. Der Luftdruck wirkt sich, wenn das Ventil
q. auf dem Sitz 9,5 ruht, auf einer größeren Fläche aus, als wenn dieses
Ventil sich in der Lage nach Abb. i befindet, so daß das Ventil q. nicht in die
Schließstellung der Abb. i zurückgebracht werden könnte, wenn der Druck im Innern
des Behälters 2 unter den bestimmten Wert sinkt.
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Das Kugelventil kann durch eine doppelseitig wirkende Klappe oder
jede andere gleichwertige Vorrichtung ersetzt werden. Ebenso kann dieses Ventil
durch einen Schieber oder einen den Eintritt der Preßluft in den Raum 1z regelnden
Verteiler ersetzt werden. Dieser Verteiler stellt gleichfalls einen Hilfsmotör dar,
der mit jeder Auslaßvorrichtung des Kompressors verbunden sein kann und der, beispielsweise
durch Schließen der Einlaßleitungen, durch ständiges Öffnen der Einlaßventile oder
-klappen oder auf jede andere Weise betrieben werden kann.
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Die Erfindung bezieht sich auf unter der Einwirkung von Preßluft stehende
ortsfeste oder ortsbewegliche Einrichtungen, im allgemeinen auf alle Fälle, in denen
ein nachgiebiges oder unnachgiebigesDruckmittel für den Antrieb irgendeiner Vorrichtung
Verwendung findet.