DE511066C - Verfahren, um gebleichte oder gefaerbte bzw. gebleichte und gefaerbte, frische oder getrocknete Pflanzenteile zu impraegnieren - Google Patents
Verfahren, um gebleichte oder gefaerbte bzw. gebleichte und gefaerbte, frische oder getrocknete Pflanzenteile zu impraegnierenInfo
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Description
- Verfahren, um gebleichte oder gefärbte bzw. gebleichte und gefärbte, frische oder getrocknete Pflanzenteile zu imprägnieren Die bisher gebräuchlichen und bekannten Verfahren, um gebleichte oder gefärbte bzw. gebleichte und gefärbte, frische oder getrocknete Pflanzenteile zu imprägnieren, benutzen zur Erhaltung oder Wiederherstellung der natürlichen Form von Pflanzenteilen Glycerin oder hygroskopische Salze. Dadurch werden die Pflanzenteile dauernd feucht erhalten. Die Feuchtigkeit spannt die Zellen und ersetzt gewissermaßen den Zellsaft.
- Die mit Glycerin oder anderen hygroskopischen Stoffen oder Salzen getränkten Pflanzenteile sind aber nicht immer gleichmäßig feucht, weil je nach der umgebenden Luft ihnen Feuchtigkeit entzogen oder zugeführt wird. Es kann daher kommen, daß derartig hergestellte Pflanzenpräparate in einem sehr heißen und trockenen Klima schrumpfen und auch die Elastizität verlieren.
- Um diesem Cbelstande zu begegnen, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Pflanzenteile mit vorzugsweise wäßrigen Lösungen von fettsauren Salzen, besonders fettsauren Kaliumsalzen, zu tränken. Es kann dieses sowohl mit reinen wäßrigen Lösungen als auch unter Zusatz von Glycerin oder anderen hygroskopischen Substanzen geschehen. Die fettsauren Kaliumsalze haben die Eigenschaft, gegen die umgebende Luft in sehr weiten Grenzen unempfindlich zu sein, und die damit getränkten Pflanzenteile bleiben weich und gespannt. Man hat schon getrocknete Pflanzenteile zwecks Erleichterung des Bleichens oder Färbens mit heißen alkoholischen Lösungen von Ätz- bzw. kohlensauren Alkalien oder Seifen der Alkalimetalle behandelt. Diese Behandlung soll aber dazu dienen, in den Pflanzenteilen enthaltenes Fett, Wachs und vorhandene Inkrusten zu entfernen, welche das Eindringen der später zu verwendenden Bleich- und Farbflüssigkeiten erschweren. Die verwendeten alkoholischen Lösungen werden hierbei nach erfolgtem Herauslösen des Fettes, Wachses und der Inkrusten wieder ausgewaschen. Das bei dem bekannten Verfahren vorgesehene Imprägnieren der Pflanzenteile geschieht dagegen erst nach dem Färben oder Bleichen in der in der Einleitung der Patentschrift 204 334 und der französischen Patentschrift 349 323 beschriebenen Weise mittels Glycerin oder ähnlichen hygroskopischen Stoffen, wie Chlorcalcium.
- Die vorliegende Erfindung betrifft dagegen ausschließlich das Imprägnieren von Pflanzenteilen, und zwar sowohl gebleichter und gegebenenfalls gefärbter, wie ungebleichter und ungef ärbter Pflanzenteile mittels vorzugsweise kalter, besonders wäßriger Seifen-, vornehmlich Kaliseifenlösungen, welche im Gegensatz zu den bekannten Verfahren nicht wieder aus den Pflanzenteilen herausgewaschen werden, sondern in diesen bleiben und ihnen da,% Aussehen frischer Pflanzen verleihen oder erhalten.
- Ausführungsbeispiel Die ungebleichten oder ungefärbien oder auch gebleichten oder gefärbten Pflanzenteile kommen in eine Präparationsflotte, welche z. B. aus io bis 5o "1" Glycerinlösung besteht und einen Zusatz von 4 bis io"/, Kaliseifenlösung enthält. Hierin liegen die Pflanzenteile je nach der Art der Pflanze :24 bis 36 Stunden, worauf sie herausgenommen und getrocknet werden, wie es bei anderen Präparationen ebenfalls der Fall ist. Die Stärke der Flotte und die Zeitdauer der Behandlung können ganz verschieden sein, sie richten sich immer nach der Aufnahniefähigkeit des Pflanzenkörpers, der präpariert werden soll.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren, um gebleichte oder gefärbte bzw. gebleichte und gefärbte, frische oder getrocknete Pflanzenteile zu imprägnieren, das heißt ihnen das Aussehen und die Geschwindigkeit frischer Pflanzenteile zu erhalten oder zu verleihen, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben mit vorzugsweise wäßrigen Lösungen von fettsauren Salzen besonders des Kalziums allein oder untef Zusätz anderer hygroskopischer Substanzen getränkt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES91511D DE511066C (de) | 1929-05-04 | 1929-05-04 | Verfahren, um gebleichte oder gefaerbte bzw. gebleichte und gefaerbte, frische oder getrocknete Pflanzenteile zu impraegnieren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DES91511D DE511066C (de) | 1929-05-04 | 1929-05-04 | Verfahren, um gebleichte oder gefaerbte bzw. gebleichte und gefaerbte, frische oder getrocknete Pflanzenteile zu impraegnieren |
Publications (1)
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| DE511066C true DE511066C (de) | 1930-10-25 |
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ID=7516555
Family Applications (1)
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| DES91511D Expired DE511066C (de) | 1929-05-04 | 1929-05-04 | Verfahren, um gebleichte oder gefaerbte bzw. gebleichte und gefaerbte, frische oder getrocknete Pflanzenteile zu impraegnieren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE511066C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0018341A3 (en) * | 1979-04-23 | 1980-11-12 | Sven Borje Lennart Nordh | A method and composition for the preservation of plants |
-
1929
- 1929-05-04 DE DES91511D patent/DE511066C/de not_active Expired
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