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CH188446A - Haarbleichmittel. - Google Patents

Haarbleichmittel.

Info

Publication number
CH188446A
CH188446A CH188446DA CH188446A CH 188446 A CH188446 A CH 188446A CH 188446D A CH188446D A CH 188446DA CH 188446 A CH188446 A CH 188446A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
substances
hair
bleaching agent
salts
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Schwarzkopf Firma Hans
Original Assignee
Schwarzkopf Fa Hans
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schwarzkopf Fa Hans filed Critical Schwarzkopf Fa Hans
Publication of CH188446A publication Critical patent/CH188446A/de

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  • Cosmetics (AREA)

Description


      Haarbleiebmittel.       Zum Bleichen von lebendem Haar     benutzt     man     Wasserstoffsuperoxydlösungen,    die mit       Ammoniak    stark alkalisch gemacht werden.  Man ist der Meinung, dass das menschliche  Haar umso schneller     und        intensiver    aufge  hellt wird, je höher der     pH-Wert    und der       Wasserstoffsuperoxydgehalt    des     Bleichmit-          tels        ist.    Da praktisch     Bleichungen    im Fri  siersalon in 20 bis     ä'0    Minuten ausgeführt  werden müssen,

   so glaubt man die Voraus  setzungen hierfür durch entsprechende Ein  stellung der     Mittel    zu schaffen. Die hohe  Konzentration der     Lösung    schadet jedoch  der Haut.  



  Dünne Bleichlösungen haben den Nach  teil, dass sie den dunklen,     stets        fettigen    Nach  wuchs schlecht benetzen und in bereits vor  <B>g</B>     p-        'ble        ielite        weniger        fette        Haarteile        ablaufen,     so dass diese stärker gebleicht und     unter    Um  ständen sogar     zerstört    werden, während der  dunkle Nachwuchs nur ungenügend aufge  hellt wird.

       Diesen        Übelstand    sucht     man    da-    durch zu     beheben,    dass man dem Wasserstoff  superoxyd anorganische Stoffe,     wie    zum Bei  spiel     Magnesiumcarbonat,    zusetzt.

       Beson,     derer Beliebtheit als     Zusatz    erfreut sich       Magnesiumoxyd,    weil es, wie auch     Ammo-          niak,        in        Wasserstoffsuperoxyd    und ebenso  auch in der Bleichlösung     einen    verhältnis  mässig hohen     pH-Wert,    und zwar über 11,       aufweist.     



  Diese Stoffe     trocknen    jedoch leicht aus  und     ergeben    eine     bröckliche    Masse, die den       Fortschritt    der     Bleichung    nicht erkennen  lässt und daher zu     ungleichmässigen    Blei  chungen führt.  



  Das Ziel der Erfindung     ist    es, diese  Nachteile zu vermeiden.  



  Gegenstand der     vorliegenden        Erfindung     ist ein sauerstoffabspaltende Stoffe enthal  tendes     Haarbleichmittel,    welches dadurch ge  kennzeichnet ist, dass diese Stoffe mit     gepuf-          ferten    Salzen von     stickstoffhaltigen.        Basen              gemischt    sind, unter Ausschluss solcher Zu  taten, die den     pH-Wert    über 9 erhöhen wür  den.  



  Es wurde nämlich überraschender Weise  gefunden, dass mit     niedrigprozentigem    Was  serstoffsuperoxyd bei verhältnismässig nie  drigem     pH-Wert        des    Bleichmittels bessere       Bleichungen    erzielt     werden    können, als wie  mit den     'bisher        gebräuchlichen        höherkonzen-          trierten    Stoffen, wenn man     anstatt    freien       Ammoniumhydrogydes,        gepufferte    Salze       stickstoffhaltiger    Basen, zum Beispiel Am  monsalze,

   dem     Bleichmittel    zusetzt. Man hat  es auf diese Weise leicht in der Hand, den       pH-Wert    des Bleichmittels ausserordentlich  zu     erniedrigen,    nämlich bis auf 7 bis 9. Es  hat sich     gezeigt,    dass beispielsweise     gepuf-          ferte    Salze des Ammoniums und organischer  Amine die     Bl.eichungen    ausserordentlich be  günstigen, so dass man     gleichzeitig    mit einem  wesentlich niedrigeren Prozentsatz an Was  serstoffsuperoxyd     auskommen    kann.

   So ist  es möglich, schon mit einer 3 % ixen Wasser  stoffsuperoxydlösung, die beispielsweise     ge-          pufferte        Ammonsalze    enthält und einen       PH-Wert    von 8,8 hat, in :der gleichen Zeit  denselben Bleicheffekt am lebenden Haar zu  erzielen, wie     mit    einem Mittel, das aus       Magnesiumöxyd        besteht,    7 bis 10% Wasser  stoffsuperoxyd enthält     und    einen     pH-Wert     von ca. 12 aufweist.     Diese    Erkenntnis ist  neu.

   An Stelle von     Ammonsalzen        können     auch organische Amine, und an Stelle des       Wasserstoffsuperoxydes        Wasserstoffsuper-          ogydverbindungen,    wie     Harnstoffwasserstoff-          superoxyd,        Persalze,    wie     Perborate,        Percar-          bonate    usw. verwendet werden.  



  Die Bleichmittel gemäss der Erfindung  werden     vorteilhaft    mit     Verdickungsmitteln     angerührt, damit sie auch fettige Teile des  Haares besser benetzen. Zur Vermeidung der  eingangs erläuterten Nachteile ist es jedoch       vorteilhaft,    anorganische Stoffe, wie Tal  kum, Kaolin, Kreide, zu vermeiden und  durch leicht quellende     Verdickungsmittel    or  ganischer Natur zu ersetzen, wie zum Bei  spiel durch     Polysaccharide    und     Eiweissstoffe       höherer     Molekulargewichte,    die durch entste  henden Sauerstoff gar nicht oder nur sehr  wenig angegriffen werden.

   Man kann die  Auswahl so treffen, dass man     durchsichtige     Pasten erhält, die es ermöglichen, den Bleich  vorgang ohne Unterbrechung mit den Augen  zu verfolgen. Derartige Stoffe sind zum Bei  spiel Stärke,     Tragant,        Methylzellulose,     Gummiarabikum, Gelatine, Kasein,     Degtrine     und andere.  



  Die Bleichmittel können netzende Stoffe  enthalten, wie zum Beispiel     hoohsulfonierte     Öle, Fettalkohole,     Alkoholsulfonate    und an  dere. Zur Vermeidung einer     Schädigung    bei  porösem Haar können die Bleichstoffe noch  Zusätze von auf das Haar belebend wirken  den Stoffen wie     Wachsen,    Lipoiden, wie       Lecithin    und     Cholesterin,    Fettalkoholen und       sonstigen        Fettstoffen    erhalten.  



  Der Fortschritt der neuen     Mittel    liegt  darin, dass man     bei    schonender und genügen  der     Bleichung    und belebender Wirkung auf  das Haar     Reizungen    der Haut vermeiden  kann, die sonst bei     Anwendung    höherer     Kon-          zentrationen    leicht auftreten.

   Ein weiterer  Fortschritt liegt darin, dass die für das Haar  ausserordentlich schädlichen Magnesium- und       Caleiumverbindungen    ausgeschlossen werden,  und dass man Stoffe vermeidet, die infolge  ihrer scharfen kristallinen     ,Struktur,    wie     Kie-          sielsäure,    zu Hautreizungen führen. Es ist  durchaus möglich, bei     Anwendung    der übli  chen Konzentration zu einem noch stärkeren  Bleicheffekt als bisher zu kommen.  



  Die Mittel gemäss der Erfindung können  zusammengesetzt sein wie folgt:  
EMI0002.0077     
  
    I.
<tb>  6!5 <SEP> Teile <SEP> lösliche <SEP> Stärke
<tb>  2 <SEP> " <SEP> ostindischer <SEP> Tragant
<tb>  4 <SEP> " <SEP> synthetisches <SEP> Wachs
<tb>  3,5 <SEP> " <SEP> Ammoniumchlorid
<tb>  17 <SEP> " <SEP> Natriumbicarbonat
<tb>  4 <SEP> Natriumphosphat,

   <SEP> tertiär
<tb>  4 <SEP> " <SEP> Natriumlaurylsulfonat
<tb>  200 <SEP> Wasser
<tb>  20 <SEP> " <SEP> Wasserstoffsuperoxyd <SEP> 30%ig       
EMI0003.0001     
  
    II.
<tb>  <B>30</B> <SEP> Teile <SEP> Natriumperborat
<tb>  10 <SEP> Ammoniumchlorid
<tb>  2 <SEP> Natriumsalz <SEP> des <SEP> Oleylmethyl-Tau  <B><U>rin</U>s</B>
<tb>  100 <SEP> " <SEP> Wasser
<tb>  25 <SEP> " <SEP> Kartoffelmehl       In diesem Beispiel wirkt das Natrium  perborat gleichzeitig als     Oxydationsmittel     und mit seinem schwachen Säurerest als       Pufferungsmittel.     
EMI0003.0004     
  
    III.
<tb>  1 <SEP> Teil <SEP> Methylzellulose
<tb>  1 <SEP> " <SEP> ostindischer <SEP> Tragant
<tb>  5 <SEP> Teile <SEP> Trinatriumphosphat
<tb>  20 <SEP> Natriumbicarbonat
<tb>  10 <SEP> " <SEP> Trimethylammonchlorid
<tb>  <B>J'0</B> <SEP> " 

  <SEP> Harnstoff <SEP> -Wasserstoffsuperoxyd,
<tb>  fest
<tb>  90 <SEP> " <SEP> Wasser

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Haarbleichmittel, welches Sauerstoff ab spaltende Stoffe enthält, dadurch gekenn- zeichnet, dass diese Stoffe mit gepufferten Salzen von stickstoffhaltigen Basen unter Ausschluss solcher Zutaten, die die pg-Zahl über 9 erhöhen würden, gemischt sind. UNTERANSPRÜUCHE: 1. Haarbleichmittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es als Salze von stickstoffhaltigen Basen Ammonsalze enthält. 2. Haarbleichmittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es als Salze von stickstoffhaltigen Basen Salze orga nischer Basen enthält.
    ä. Haarbleichmittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es hochmole kulare, quellfähige als Verdickungsmittel wirkende Stoffe enthält. 4. Haarbleichmittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es netzende Stoffe enthält. 5. Haarbleichmittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es auf das Haar belebend wirkende Stoffe enthält.
CH188446D 1934-11-20 1935-11-15 Haarbleichmittel. CH188446A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE188446X 1934-11-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH188446A true CH188446A (de) 1936-12-31

Family

ID=5720890

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH188446D CH188446A (de) 1934-11-20 1935-11-15 Haarbleichmittel.

Country Status (1)

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CH (1) CH188446A (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2577921A (en) * 1947-10-18 1951-12-11 Ernest Norland Means for dyeing, bleaching, and treating living hair
DE1000571B (de) * 1951-11-17 1957-01-10 Sarmio Fa Verfahren zum Faerben von Haaren und Mittel zur Ausuebung des Verfahrens
DE968627C (de) * 1954-04-23 1958-03-13 Hans Pichlmayr Dr Ing Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Blondieren oder Faerben des Haares
DE1090825B (de) * 1956-02-21 1960-10-13 Paul De Gorter Verfahren zur oxydativen Behandlung von Haaren sowie Geraet zur Durchfuehrung des Verfahrens
US3378444A (en) * 1966-06-03 1968-04-16 Rayette Faberge Hair bleaching composition

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2577921A (en) * 1947-10-18 1951-12-11 Ernest Norland Means for dyeing, bleaching, and treating living hair
DE1000571B (de) * 1951-11-17 1957-01-10 Sarmio Fa Verfahren zum Faerben von Haaren und Mittel zur Ausuebung des Verfahrens
DE968627C (de) * 1954-04-23 1958-03-13 Hans Pichlmayr Dr Ing Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Blondieren oder Faerben des Haares
DE1090825B (de) * 1956-02-21 1960-10-13 Paul De Gorter Verfahren zur oxydativen Behandlung von Haaren sowie Geraet zur Durchfuehrung des Verfahrens
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