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Vorrichtung für Spulmaschinen zum selbsttätigen Stillsetzen der Spule
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung für Spulmaschinen zum selbsttätigen
Stillsetzen der Spule bei Erreichung eines bestimmten Spulendurchmessers durch Abheben
der Spule von der Treibtrommel, bei welcher der die Spule tragende Schwenkarm in
seiner jeweiligen Stellung durch ein gegen ein Bogenstück anliegendes Bremsglied
gehalten wird.
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Es sind bereits zu diesem Zweck dienende Vorrichtungen bekannt, bei
denen das Abheben der Spule von der Treibtrommel durch ein an dem die Spule tragenden
Schwenkarm angeordnetes und mit einem ortsfesten Bogenstück zusammenwirkendes Sperrglied
bewirkt wird. Es wurde auch schon vorgeschlagen, die Anordnung so zu treffen, daß
das Sperrglied mit dem Bogenstück federnd in Eingriff gehalten wird, so daß es gleichzeitig
als Bremsbacke wirkt und ein unerwünschtes Zurückschwingen des die Spule tragenden
Schwenkarmes verhindert. Bei den bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art wird
die Kraft, welche das Bogenstück und das Sperrglied bzw. Bremsstück miteinander
in Eingriff hält, unmittelbar dazu benutzt, um bei Erreichen des gewünschten Spulendurchmessers
das Abheben der Spule von der Treibtrommel zu bewirken. Diese Anordnung hat jedoch
den Nachteil, daß insbesondere in Fällen, in denen der Schwenkarm oder die von diesem
getragene Spule ein größeres Gewicht aufweist, ein einwandfreies Abheben der Spule
nicht stattfinden kann, da die auf das Sperrglied oder Bremsstück wirkende Kraft
hierfür zu gering ist. Gemäß der vorliegenden Erfindung soll daher dieser Nachteil
dadurch beseitigt werden, daß an dem die Spule tragenden Schwenkhebel das Bogenstück
so befestigt und das unter Federdruck dagegen anliegende Bremsstück derart verschiebbar
angeordnet ist, daß es bei voller Spule sich unter das Ende des Bogenstückes verschiebt,
wobei diese Bewegung dazu benutzt wird, eine in an sich bekannter Weise wirkende
Fadenaushebevorrichtung und Spulenabhebevorrichtung zu steuern. Das an dem Schwenkarm
befestigte Bogenstück wird zweckmäßig so exzentrisch zum Drehpunkt des Schwenkarmes
angeordnet, daß zu Beginn des Spulens die Feder des verschiebbar gelagerten Bremsstückes
am stärksten zusammengepreßt und gegen Ende des Spulens ihre Spannung durch den
zurücktretenden Kurventeil allmählich verringert wird. Hierdurch wird nämlich erreicht,
daß der der Schwenkbewegung des die Spule tragenden Schwenkarmes entgegenwirkende
Widerstand sich allmählich
verringert und infolgedessen die inneren
Lagen in der Spule fester gewickelt werden als die äußeren.
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Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes,
und zwar zeigt Abb. i eine Vorderansicht, Abb. 2 eine Seitenansicht des für die
Erfindung in Betracht kommenden Teiles einer Spuhnaschine, Abb.3 eine Seitenansicht
eines Teiles der Ausrückvorrichtung in der Stellung bei abgehobener Spule, Abb.4
eine entsprechende Ansicht in der Stellung bei angetriebener Spule, Abb.5 die zum
Anheben des Schwenkarmes dienende Klinkvorrichtung.
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Abb.6 eilte Teilansicht der Sperrvorrichtung, durch welche die Ausrückvorrichtung
gewöhnlich in der unwirksamen Stellung gehalten wird, Abb.7 die Befestigung des
als Quadrant ausgebildeten Bogenstückes an dem Schwenkarm.
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Durch die umlaufende oder Treibtrommel 2 wird der Spulenkern 3 in
Umlauf versetzt, auf welchen der Faden y zur Bildung der im vorliegenden Falle konisch
geformten Spule aufgewickelt wird. Der Faden wird durch einen mittels einer Kurvenführung
5 in der Längsrichtung der Spule hin und her bewegten Fadenführer 4 geführt.
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Die - Treibrolle 2 ist auf einer Welle 7- befestigt, welche durch
einen in der Zeichnung nicht dargestellten Antrieb in ständigen Umlauf versetzt
wird. Im allgemeinen ist es zweckmäßig, die Antriebswelle 7 durchgehend auszuführen
und auf ihr eine größere Anzahl von Antriebsrollen anzuordnen, die zum Antrieb einer
entsprechenden Anzahl in dem gemeinsamen Maschinenrahmen gelagerter Spuleinheiten
dienen. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist der Spulenkern 3 auf einer Spindel
8 gelagert, die von einem an einem Schwenkarm io befestigten Spindelträger 9 getragen
wird (Abb. 2). Der Arm i o ist mittels einer Achse i i in einem am Rahmen 6 der
Maschine befestigten Lagerbock 1-2 schwenkbar gelagert. Der der Antriebsrolle 2
gegenüberliegende Spulenkern 3 bewegt sich infolgedessen während des Wickelvorgangs
nach oben, und zwar auf einem Kreisbogen, dessen Mittelpunkt die Achse des Zapfens
i i- bildet. Der Spulenkern 3 ist mittels des Spindelträgers 9 und einer besonderen
Anordnung 13 in hier nicht näher zu erörternder Weise derart beweglich gelagert,
daß seine Winkellage gegenüber der Antriebsrolle 2-bei dem Anheben des Spulenträgers
i o selbsttätig geregelt wird.
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Der Fadenführer 4 ist an der Vorderseite der Treibrolle 2 in der Längsrichtung
verschiebbar angeordnet, und zwar ist er im vorliegenden Falle an einer Gleithülse
14 befestigt, welche auf einer waagerechten Stange 15 gelagert ist. Oberhalb der
Stange 15 ist eine weitere Stange 16 vorgesehen, die von einem an der Rückseite
des Fadenführers vorgesehenen hakenförmigen Teil 17 umfaßt wird, so daß. der Fadenführer
4 während seiner Verschiebung auf der Stange 15 in einer aufrechten Stellung gehalten
wird. Die Stangen 15 und 16 sind an ihren Enden in Lagern 18 gelagert, die an senkrechten
Armen i 9 des Maschinenrahmens 6 befestigt sind (Abb. 2). Die Gleithülse 14 ist
mit einem Ansatz 22 versehen, in welchen ein Gewindestift 23 geschraubt ist, welcher
an seinem unteren Ende eine in einer schraubenförmigen Nut 25 der Kurvenführung
5 gleitende Rolle 24 trägt. An der Kurvenführung 5 ist noch eine zweite Nut 26 vorgesehen,
die eine andere Steigung hat als die Nut 25, so daß die Rolle 24 bei der Hinundherbewegung
des Fadenführers 4 abwechselnd in der einen oder anderen Nut g@-führt wird. Die
Kurvenführung 5 ist auf einer ständig umlaufenden Welle 27 befestigt, welche sich
über die ganze Länge des Maschinenrahmens erstreckt und bei der Anordnung mehrerer
Spuleinheiten zum Antrieb sämtlicher Kurvenführungen dient. Der durch die Kurvenführung
5 vor der Treibrolle 2 hin und her bewegte Fadenführer 4 ist an seinem oberen Ende
nach der Berührungslinie zwischen der Spule und der Treibrolle 2 zu gekrümmt und
mit einer Führungsnut 28 versehen, durch welche der Faden y unmittelbar auf die
Spule geleitet wird. Feiner ist ,andem Fadenführer 4 ein Haken 29 vorgesehen, dessen
äußeres Ende über die Führungsnut 28 hiriwegragt und der dazu dient, den Faden zu
ergreifen und in die Nut 28 einzuführen.
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Die Vorrichtung zum Halten des Schwenkarmes io in seiner jeweiligen
Stellung besteht aus einem an der Unterseite des Schwenkarmes befestigten gekrümmten
Quadranten 30 oder Bogenstück (Abb. a und 7). Das obere Ende des Bogenstückes
30 ist in einer an der Seite des Schwenkarmes i o vorgesehenen, entsprechend
gekrümmten Nut 31 geführt und wird in der gewünschten Stellung mittels eines Bolzens
32 und einer Unterlegscheibe 33 gesichert (Abb. 7). Das Bogenstück 3o wird in der
Nut 31 so befestigt, daß sein freies Ende eine bestimmte Strecke über die Unterseite
des Schwenkarmes io hinwegragt, und zwar wird das Bogenstück 3o in jedem Falle so
eingestellt, daß es eine Auslösung der Ausrückvorrichtung bewirkt, wenn der Schwenkarm
i o in Abhängigkeit von dem Spulendurchmesser um einen bestimmten Betrag ausgeschwenkt
ist.
Um eine unerwünschte Zurückbewegung des Schwenkarmes io zu
verhindern, ist eine Bremsanordnung vorgesehen, die im vorliegenden Falle durch
eine Gleitstange 3 5 gebildet wird, welche gleichzeitig dazu dient, die Auslösung
der Ausrückvorrichtung zu bewirken. Die Gleitstange 35 ist in einem geschlitzten
Träger 36 verschiebbar gelagert, welcher an einem seitlichen Arm 37 des Lagerbockes
12 angeordnet ist. Die Gleitstange 35 ist mit zwei Längsschlitzen 38 versehen, durch
welche zwei Stifte 39 und 40 hindurchragen. . Der Stift 39 ist an dem geschlitzten
Lagerträger 36 befestigt, während der Stift 40 mit dem an dem Arm 19 des
Rahmens 6 befestigten Lagerbock 18 verbunden ist. Das dem Bogenstück 3o zugekehrte
Ende 42 der Gleitstange 3 5 ragt schräg nach oben und ist an der Stirnfläche 43
der Krümmung des Bogenstückes 30 entsprechend etwas nach innen gewölbt ausgeführt
(Abb. 2). Die Gleitstange 35 wird durch eine einerseits gegen den Lagerträger 36
und andererseits gegen einen durch die Stange hindurchgesteckten Stift 46 anliegende
Feder 45 gewöhnlich so gehalten, daß ihre Stirnfläche 43 mit Reibung gegen das Bogenstück
3o anliegt. Die Gleitstange 35 übt infolgedessen einen Druck auf das Bogenstück
3o aus, -welcher sowohl der Aufwärtsbewegung des Schwenkarmes io bei der allmählichen
Vergrößerung des Durchmessers der auf dem Spulenkern 3 aufgewickelten Spule als
auch einer Abwärtsbewegung des Schwenkarmes io entgegenwirkt. Die Bewegung des sich
von der Treibrolle 2 abhebenden Spulenkerns 3 wird infolgedessen durch die Reibung
zwischen der Gleitstange 35 und dem Bogenstück 30 so beeinflußt und geregelt,
daß sie vollkommen gleichmäßig und schwingungsfrei vor sich geht und ein Springen
oder Zurückdrehen der Spule gegenüber der Treibrolle verhindert wird.
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Die Bremsanordnung ist erfindungsgemäß zweckmäßig so ausgebildet,
daß sich der der Schwenkung des Spulenhalters : entgegenwirkende Reibungswiderstand
verändert, wenn der Durchmesser der Spule zunimmt. Die Anordnung ist also so getroffen,
daß sich die Bremswirkung mit der Zunahme des Spulendurchmessers ändert, und zwar
derart, daß sie zu Beginn des Wickelvorgangs am größten ist und entsprechend der
Zunahme des Spulendurchmessers und des Spulengewichts abnimmt. Diese Änderung des
Bremswiderstandes ist deshalb vorgesehen, weil bekanntlich das Aufwickeln einer
Spule unter einem größeren Druck vor sich gehen kann, wenn der Spulenkörper eine
nur geringe Stärke besitzt, während nach dem Aufwickeln einer großen Anzahl von
Wicklungslagen der Druck geringer sein muß, wenn eine Beschädigung oder ein Zerdrücken
der Wicklung vermieden werden soll. Ferner hat es sich auch zweckmäßig gezeigt,
die ersten Wicklungslagen möglichst dicht zu wickeln, so daß für die folgenden Lagen
eine feste Grundlage geschaffen wird. Dies wird bei der Erfindung dadurch erreicht,
daß zu Beginn der Wicklung ein stärkerer Druck auf den Spulenträger ausgeübt und
dieser Druck in Abhängigkeit von der Zunahme des Spulendurchmessers fortschreitend
vermindert wird, und zwar wird diese Wirkung in einfacher Weise dadurch erzielt,
daß das Bogenstück 3o dem Drehzapfen i i des Schwingarmes io gegenüber exzentrisch
angeordnet ist, wie insbesondere aus Abb. 2 der Zeichnung, in welcher der Deutlichkeit
halber ein zur Achse i i zentrisch liegender Kreisbogen in strichpunktierten Linien
eingezeichnet ist, hervorgeht. Das Bogenstück 3o ist an seinem oberen Ende am weitesten
von der Achse des Schwenkarmes io entfernt, während sein unteres Ende ihr am nächsten
liegt. Infolge dieser Anordnung wird zu Beginn des Wickelvorgangs auf dem gegen
die Treibrolle 2 anliegenden Spulenkern 3 durch die unter dem Druck der Feder 45
stehende Gleitstange 35 der stärkste Druck ausgeübt, da die Feder am stärksten zusammengepreßt
ist (Abb.2). Bei der Aufwärtsbewegung des Schwenkarmes i o wird der Druck beständig
vermindert, da sich die Feder 45 bei. der Verschiebung der Gleitstange1 35 nach
rechts ausdehnt. Die Reibung zwischen der Stirnfläche 43 der Gleitstange 3 5 und
dem Bogenstück 30 oder der Widerstand gegen die Aufwärtsbewegung des Bogenstückes
3o und infolgedessen auch des Spulenkerns 3 nimmt also allmählich ab. Durch die
exzentrische Anordnung des Bogenstückes 30 wird also in äußerst einfacher
und wirksamer Weise eine in Abhängigkeit von der Zunahme des Spulendurchmessers
eintretende Veränderung des der Bewegung des Spulenkerns 3 nach oben entgegenwirkenden
Widerstandes erreicht.
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Sobald die Spule einen bestimmten Durchmesser erreicht hat, gleitet
das hintere Ende 42 der Gleitstange 35 unter dem Ende des dem gewünschten Spulendurchmesser
entsprechend eingestellten Bogenstückes hinweg und bewirkt die Auslösung der Ausrückvorrichtung
der Maschine. Die diesem Zwecke dienenden Mittel sind in den Abb.3 bis 6 ausführlicher
dargestellt. Die Unterbrechung des Umlaufs des Spulenkerns 3 erfolgt in der bei
Wickelmaschinen der in Frage stehenden Art üblichen Weise dadurch, daß durch Anheben
des Schwenkarmes io die Spule außer Berührung mit der Treibrolle 2 gebracht wird.
Das Anheben des Schwenkarmes i o erfolgt im vorliegenden Falle mittels einer .auf
das
Bogenstück 3o einwirkenden Klinkvorrichtung. Wie aus Abb. 5
ersichtlich, ist an der einen Seite des Bogenstückes 30 eine Verzahnung 49 vorgesehen.
Diese Verzahnung liegt in den Abb. 2, 3 und 4 an der Rückseite des Bogen-Stückes
30, so daß sie in diesen Abbildungen nicht unmittelbar erkennbar ist. Mit der Verzahnung
49 des Quadranten 3ö steht eine Klinke 5o in Eingriff, die durch einen Zapfen 51
schwenkbar mit einem Schwinghebel 52 verbunden ist und eine Nase 53 besitzt. Gegen
die Nase 53 liegt das obere Ende eines Stiftes 54 an, welcher in einer an dem Schwinghebel
52 befestigten Hülse gelagert ist und durch :eine Feder 55 nach oben gepreßt wird.
Die Klinke 50 wird also durch die Feder 55 in Eingriff mit der Verzahnung
49 gehalten. Der Drehzapfen 51 ist zweckmäßig mit einem gewissen Spielraum an dem
Schwinghebel 52 angeordnet; so daß sich die Klinke 5o der Verzahnung 49 gegenüber
so einstellen kann, daß sie stets mit einem der Zähne in Eingriff steht, auch wenn
sich das Bogenstück 30 um weniger als eine Zahnlänge verschiebt.
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Der Hebel 52 ist an dem Ende einer Stange 56 starr befestigt, welche
in einem an dem Lagerbock 37 vorgesehenen Lager 57 schwenkbar gelagert ist (Abb:2).
An der Vorderseite des Rahmens 6 ist noch ein zweites Lager 48 für die Stange 56
vorgesehen. Die Stange 56 dient dazu, die Ausrückvorrichtung der Maschine gewöhnlich
in der unwirksamen Stellung zu halten. Die Stange 56 ist in der Nähe ihres vorderen
Endes mit einer Kröpfung 58 versehen und endet in. einem schräg nach unten verlaufenden
Arm 59, dessen Endfläche als Sperrnase 6o ausgebildet ist, welche mit einer an einer
Platte 62 vorgesehenen Rast 61 zusammenwirkt (Abb. 6). Die Platte 6s ist an der
Oberseite -eines an einem schwenkbaren Teil 65 vorgesehenen Ständers 63 befestigt
und kann in die in Abb.6 in gestrichelten Linien dargestellte Lage ausgeschwenkt
werden. Bei diesem Ausschwenken der Platte 62 kommt die Nase 6o der Stange 56 außer
Eingriff mit der Rast 6 1 und gleitet an der schrägen Kante 64 der Platte
62 entlang. Die Freigabe der Nase 6o der Stange 56 hat zur Folge, daß sich die Stange
56 dreht, und zwar unter der Wirkung einer Feder 67, deren oberes Ende an dem hakenförmigen
Ansatz 68 eines an dem Schwinghebel 52 vorgesehenen Armes 69 angreift. Das untere
Ende der Feder 67 ist an dem Rahmen 6 befestigt. An dem Arm 69 des Schwinghebels
52 ist eine durch eine Mutter 71 gesicherte Anschlagschraube 70 vorgesehen,
die bei der Schwenkbewegung des Hebels 52 unter dem Einfluß der Feder 67 gegen die
Oberseite des Lagerbockes 37 zur Anlage kommt und dadurch die Schwenkbewegung begrenzt
(Abb. 2 und 5): Bei der nach Freigabe der Stange 56 erfolgenden Schwenkung des Hebels
52 wird die Klinke 5o um eine durch die Einstellung der Anschlagschraube 7o bedingte
Strecke angehoben. Infolgedessen wird auch das Bogenstück 30 und der Schwenkarm
io angehoben, so daß die volle Spule Y1 außer Berührung mit der Treibrolle 2 kommt
und der Wickelvorgang unterbrächen wird.
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Da der Fadenführer 4 sich ständig hin und her bewegt, ist es bei der
durch das Abheben der Spule Y1 bewirkten Unterbrechung des Wickelvorgangs notwendig,
daß der Faden y aus der Nut 28 des Fadenführers 4 herausgehoben wird, da sonst der
Faden zerreißen würde. Dieses Herausheben des Fadensy wird durch den bereits erwähnten
schwenkbaren Teil 65 bewirkt, an dem auch die Platte 62 befestigt ist. Wie insbesondere
aus den Abb. - i und 3 ersichtlich ist, besteht .der Fadenausheber 65 aus einer
verhältnismäßig schmalen Platte; an deren seitlichen Rändern Augenläger 74 vorgesehen
sind, in welche indem Rahmen 6 gelagerte Zapfen 75 hineinragen. Durch die Augenlager
74 sind unterhalb der Zapfen 75 Kopfschrauben 76 hindurchgeschraubt, durch welche
der Fadenauslieber 65 den Drehzapfen 75 gegenüber in der richtigen Lage gehalten
wird. Der Fadenauslieber 65 nimmt gewöhnlich die in Abb. 2 dargestellte Lage ein,
bei welcher seine obere Kante unterhalb der Führungsnut 28 des Fadenführers 4 liegt,
und zwar wird er in dieser Lage so lange gehalten, wie die Nase 6o der schwenkbaren
Stange 56 mit der Rast 6 1 der Platte 62 in Eingriff steht. Wenn der Fadenheber
65 in die in Abb. 3 dargestellte Lage geschwenkt wird, wird gleichzeitig die Stange
56 freigegeben und der Faden y aus der Nut des Fadenführers 4 herausgehoben: Die
zur Betätigung des Fadenaushebers 65 dienenden. Mittel sollen nachstehend näher
beschrieben werden. Wie insbesondere aus Abb. 3 hervorgeht, ist an dem zur Stützung
des vorderen Endes der Gleitstange 3 5 dienenden Stift 40 ein gabelförmiger Hebel
77 angelenkt, dessen Schenkel die Stange seitlich umfassen. Der Hebel
77 ist mit einem winkelförmigen Arm 78 versehen, der einen schrägen Schlitz
79 aufweist, in welchem ein seitlich an der Gleitstange 35 befestigter Stift 8o
hineinragt. Wenn sich die Gleitstange 35 unter der Wirkung der Feder 45 in die in
Abb.3 dargestellte Lage bewegt, wird der winkelförmige Arm 78 durch den in den Schlitz
79 geführten Stift 8o nach oben ausgelenkt. Das untere Ende des Hebels 77 greift
nach Art eines Hakens an einem Hebel 81 an, welcher mit einer an der Unterseite
des
-Fadenaushebers 65 in Augenlagern 83 (Abb. i) drehbar gelagerten Stange 82 verbunden
ist. Der Hebe181 ist ferner mittels eines Hakens oder einer öse 8q. mit einer Stange
8 5 verbunden, deren unteres Ende an dem freien Ende 86 eines um einen Zapfen, 89
schwenkbaren Hebels 87 angreift (Abb. 3). Der Hebel 87 ist der eigentliche
Ausrückhebel, welcher die Schwenkung des Fadenaushebers 65 und die Auslösung der
Sperrvorrichtung für die Ausrückvorrichtung bewirkt, und besteht im wesentlichen
aus einem gabelförmig gebogenen Metallblech, dessen Schenkel das untere Ende eines
Hebels 9o umfassen, an welchem der Stift 89 befestigt ist. Der Hebel 9o ist um einen
an dem Rahinen6 befestigten Zapfen 9i drehbar (Abb. i). Das obere Ende 92 des Hebels
9o ist seitlich umgebogen und liegt gegen einen Ansatz 93 an, welcher sich von einem
der Lager des Fadenaushebers 65 schräg nach unten erstreckt. Das freie Ende 86 des
Hebels 87 wirkt mit einer mit Zähnen versehenen Scheibe 95 zusammen, die auf der
Welle 27 der Kurvenführung 25 befestigt ist und mit dieser umläuft. Die Bewegung
des Hebelendes 86 wird nach oben hin durch einen an dem Rahmen 6 befestigten Anschlagstift
96 begrenzt, so daß bei dem Vorbeigang eines Zahnes der Scheibe 95 an dem Hebelende
86 der Hebel 86, 87 in Abb. 3 nach links bewegt wird und eine Schwenkung des Hebels
9o in Richtung des Pfeiles a bewirkt. Bei dieser Schwenkung des Hebels 9o wird der
Fadenausheber 65 mittels des Ansatzes, 93 nach oben ausgelenkt und hebt den Faden
y aus dem Fadenführer q. heraus. Gleichzeitig wird in weiter unten noch näher zu
beschreibender Weise die Sperrvorrichtung für die Ausrückvorrichtung ausgelöst.
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Das Hebelende 86 des Hebels 87 wird auch dann mit dem Zahnrad 95 in
Eingriff gebracht, wenn der Faden reißt, so daß also auch in diesem Falle die Drehung
der Spule selbsttätig unterbrochen wird. Zu diesem Zwecke ist auf der Stange 82
ein Fühlhebel 125 gelagert, welcher sich nach der Vorderseite der Maschine hin erstreckt
und unabhängig von der Stange 82 um einen bestimmten Winkel geschwenkt werden kann
(Abb. i). Dies wird dadurch erreicht, daß auf der Stange 82 ein Ring 126 befestigt
ist, der mit einem Schlitz 127 versehen ist, in welchem der Hebel 125 eine bestimmte
Bewegungsfreiheit hat, so daß bei einer Auslenkung des Hebels 125 nach oben keine
Drehung der Stange 82 erfolgt, während bei der Bewegung des Hebels 125 nach unten
dieser gegen das Ende des Schlitzes 127 zur Anlage kommt, so daß die Stange 82 gedreht
und der Hebelarm 81 angehoben wird. Der letztgenannte Fall tritt dann ein, wenn
der -Druck -des Fadens y auf den Fühlhebel i25 aufhört. Das Herabfallen des Hebels
125 hat zur Folge, daß die Stange 85 angehoben und das Hebelende 86 in Eingriff
mit dem Umfang des umlaufenden Zahnrades 85 gebracht wird (Abb. 3). Diese Anordnung
entspricht im wesentlichen den üblichen Ausrückvorrichtungen zur Unterbrechung des
Wickelvorgangs bei Bruch des Fadens.
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Die Zurückbewegung des Spulenkerns 3 in die Antriebsstellung und die
gleichzeitige Bewegung der Ausrückvorrichtung in die unwirksame Stellung erfolgt
durch eine Einrückvorrichtung, die bei Beginn des Arbeitsvorgangs von Hand betätigt
wird. Durch diese Vorrichtung, die im einzelnen in Abb. q. dargestellt ist, wird
gleichzeitig auch der Fadenausheber 65 in die Betriebsstellung bewegt. Die Vorrichtung
besteht im wesentlichen aus einem mit zwei Seitenteilen i o i versehenen Rahmen
i oo, welcher auf dem auch zur Lagerung des Fadenaushebers 65 dienenden Drehzapfen
75 schwenkbar gelagert ist. Die beiden Seitenteile i o i erstrecken sich neben dem
Fadenausheber 65 nach unten und sind durch seine Querleiste i o2 miteinander verbunden.
An der Querleiste i o2 ist ein Handhebel 105 befestigt, welcher über die
Vorderseite der Maschine hervorragt, so daß er bequem betätigt werden kann. An dem
in Abb. i rechts liegenden Seitenteil i o i des Rahmens i oo ist ein sich schräg
nach oben erstreckender Arm io6 vorgesehen, der im wesentlichen aus .einer ebenen
Platte 107 besteht, deren Oberseite gewöhnlich in derselben Ebene liegt wie
die Oberseite der Platte des Fadenaushebers 65. Das obere Ende i o8 der Platte 107
ist gekrümmt ausgeführt und liegt gegen die Unterseite; des gekröpften Teiles 58
der Stange 56 an, so daß diese durch die Platte 107 in die Lage geschwenkt werden
kann, in welcher die Nase 6o mit der Rast 61 der Platte 62 in Eingriff steht (Abb.
q.). An dem Arm io6 des Rahmens i oo ist ferner ein Ansatz i o9 vorgesehen, welcher
mit dem hakenförmig gebogenen Ende i i o der Gleitstange 3 5 zusammenwirkt. Wenn
der Einrückhebel io5 in die in Abb. q: dargestellte Lage bewegt wird, wird durch
die Auslenkung des Rahmens i oo und des Armes i o6 die Gleitstange 3 5 nach links
verschoben, so daß, ihr hinteres Ende q:,2 gegen das Bogenstück 30 zur Anlage kommen
kann. Gleichzeitig wird durch das obere Ende io8 des Armes io6 die Stange 56 geschwenkt,
so daß ihre Nase 6o mit der Rast 61 der Platte 62 in Eingriff kommt und ferner auch
durch die Schwenkung des Schwing-Nebels 52 die Klinke 5o außer Eingriff mit der
Verzahnung 49 des Bogenstücks 30 gebracht.
Der Rahmen i 0o
wird gewöhnlich'- durch eine Feder i i i in der in Abb. 2 dargestellten Lage gehalten,
in welcher sein oberes Ende i o8 gegen einen an dem Lagerbock 18 vorgesehenen Anschlag
i 12 anliegt. Die Feder i i i ist einerseits mittels .eines Stiftes 133 o. dgl-
an dem Rahmen iöo und andererseits mittels eines Stiftes 1 14 seitlich an dem Lagerbock
18 befestigt.
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Auf der Achse 91 des Hebels 9o ist ferner ein Winkelhebel i 15 gelagert,
dessen oberer Arie i 16 mit einem seitlichen Ansatz 117 versehen ist,
welcher in eine an dem- Ende der Querleiste i o2 des Rahmens vorgesehene Bohrung
i 18 hineinragt. Der untere Arm 12o des Winkelhebels 115 liegt gegen das des Hebels
87 an, so daß das Hebelende 86 außer Eingriff mit den Zähnen der Scheibe 95 gebracht
wird, wenn der Einrückhebel io5 herabgedrückt wird (Abb:4).
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Die gesamte Arbeitsweise der Maschine ist folgende: Solange die Maschine
stillsteht, ist der Spulenkern 3 durch die in die Verzahnun- 49 des Bogenstückes
3o eingreifende Klinke 5o von der Treibrolle 2 abgehoben. Vor dem Ingangsetzen der
Maschine wird zunächst eine Papphülse T o. dgl. auf den Spülenkern 3 aufgeschoben
und hierauf der Faden y von der nicht dargestellten Ablaufspule unter dem Fühlhebel
125 hindurchgezogen und über die Oberkante des Fadenaushebers: 65 hinweg bis zur
Hülse T geführt und an dieser befestigt.
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Während des Stillstandes der Spulmaschine befinden sich die einzelnen
Teile der. Aüsrückvorrichtung in der in Abb.3 dargestellten Lage. Wenn die Maschine
in Gang Cresetzt werden soll, wird der Einrückhebel 105 entgegen der Wirkung der
Feder iii nach unten gedrückt, so daß er die in Abb. 4 dargestellte Lage einnimmt.
Bei dem Herabdrücken des Hebels io5 wird der Rahmen ioo um die Achse 75 geschwenkt
und die Gleitstange 3 5 mittels der Ansätze i og und a-ro entgegen der Wirkung der
Feder 45nach links verschöben, so daß das hintere Ende 42 der Gleitstange 35 von
dem Bogenstück 30 fortbewegt wird (Abb.4). Nach der Verschiebung der Gleitstange
35 kommt bei der weiteren Schwenkbewegung des Rahmens i oo der obere Teil i o8 des
Armes i o6 gegen den gekröpften Teil 58 der Stange 56 zurlAnlage;', so daß der an
dem hinteren Ende der Stange 56 befestigte Schwinghebel 52 entgegen der Wirkung
der Feder 67 gedreht wird. Hierbei wird die Klinke 5o durch den Anschlagstift 47
außer Eingriff mit der Verzahnung 49 des Bogenstückes 30 gebracht. Nach der
Auslösung der Klinke 5o dreht sich der Schwenkarm io mit den daran befestigten Teilmunter
der Wirkung seines Eigengewichts um die Achse i i,' so daß 'der' Spulenkern 3 sich
sö weit senkt, bis die Hülse T auf der ständig umlaufenden Treibrolle 2 zur Anlage
kommt. Die Folge hiervon ist, daß der Spulenkern 3 mit der Hülse T in Richtung des
in Abb. 4 eingezeichneten Pfeiles b in "Umlauf versetzt wird. Bei der Abwärtsbewegung
des Spulenkeins 3 gelangt das Bogenstück 3o in eine Läge, in welche es gegen die
Stirnfläche 43 der Gleitstange 35 zur Anlage kommen kann. Die Berührung zwischen
diesen beiden Teilen tritt jedoch erst dann ein, wenn die Gleitstange 35 freigegeben,
d. h. der Einrückhebel i o5 losgelassen wird. Bevor die Gleitstange 35 freigegeben
wird, wird durch die Abwärtsbewegung des Hebels tos und die Schwenkbewegung des
Rahmens i oo der Wickelhebel i i 5 so gedreht, daß das Hebelende 86 des Hebels 87
durch den unteren Arm 12o des Wickelhebels 115 nach unten gedrückt wird und außer.
Eingriff mit dem Zahnrad 95 kommt. Hierdurch wird eine unerwünschte Unterbrechung
des Spulvorgangs verhindert, wenn der Faden y nicht genügend straff ist, um den
Fühlhebel125 so weit anzuheben, daß der Hebe186 außer Eingriff mit dem -Zahnrad
95. kommt.
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Wie bereits erwähnt worden ist, wird der Fadenausheber 65 bei dem
Stillsetzen der Maschine durch den Hebel 9o angehoben und durch die an der schrägen
Kante 64 entlanggleitende Nase 6o der Stange 56 in. der angehobenen Lage gehalten
(Abb. 3 und 6). Wenn die Maschine in Gang gesetzt; d. h: der Hebel 105 herabgedrückt
wird, gleitet infolge der Schwenkung der Stange 56 durch das obere Ende io8 des
-Armes io6 die Nase 6o der Stange 56 wieder an der schrägen Kante 64 der Platte
62 zurück, so daß sich der Fadenausheber 65 unter. der Wirkung seines Eigengewichts
in die, in Abb. 4 dargestellte Lage bewegen kann. Die Nase 6o der Stange 56 kommt
schließlich wieder mit der Rast 61 der Platte 62 in Eingriff, -wodurch die Ausrückvorrichtung
in ihrer unwirksamen Stellung verriegelt -wird (Abb.4). Bei der Senkung des Fadenaushebers
65 gelangt der über dessen Oberkante geführte Faden y in eine Lage, in welcher er
von dem Haken 29 des Jädenführers 4 ergriffen und in die Führungsnut 28 eingeführt
-werden kann (Abb. -i). Diese selbsttätige Einführung des Fadens y in den Fadenführer
4 tritt dann ein, wenn sich der Fadenführer 4 in Abb. i nach rechts bewegt, während
bei entgegengesetzter Bewegung des Fadenführers der Faden y über das Ende des Hakens
29 hinweggleitet und dann bei der darauffolgenden Zurückbewegung des Fadenführers
4 in diesen eingeführt wird. Neben der Befestigung des Fadens y an dem Spulenkern
3 bzw, der Hülse T wird
das herabhängende Ende des Fadens y so gespannt,
daß der Fühlhebel r25 so weit angehoben ist, daß das Hebelende 86 des Hebels 87
außer Eingriff mit dem Zahnrad 95 steht. Hierauf wird der Einrückhebel i05 losgelassen,
so daß sich der Rahmen i oo unter der Wirkung der Feder i i i in die in Abb.2 dargestellte
Lage bewegt. Die Maschine ist jetzt vollkommen eingerückt, und der Spulvorgang geht
in der üblichen Weise so vor sich, daß der Faden y durch den Fadenführer 4 in der
Längsrichtung des Spulenkerns 3 hin und her bewegt und in schraubenförmigen Windungen,
deren übereinanderliegende Lagen sich kreuzen, auf die Spulenhülse T aufgewickelt
wird. Dieser Wickelvorgang dauert so lange an, bis die Spule den gewünschten Durchmesser
erreicht hat, sofern nicht vorher der Faden zerreißt oder abgelaufen ist.
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Wenn der Faden y reißt, wird durch das Herabfallen des Fühlhebels
125 das Hehelende 86 des Hebels 87 in die in Abb. 3 dargestellte Lage bewegt und
infolgedessen die Maschine ausgerückt. Das selbsttätige Ausrücken der Maschine bei
der Erreichung des gewünschten Spulendurchmessers wird dadurch bewirkt, daß das
Bogenstück 3o außer Eingriff mit der Stirnfläche der Gleitstange 35 kommt. Wenn
nämlich das Bogenstück 3o durch den den Spulenkern 3 tragenden Schwenkarm i o so
weit angehoben ist, daß ihr unteres Ende über die Oberkante der Stirnfläche 43 der
Gleitstange 35 hinweggleitet, wird die Stange 35 unter der Wirkung der Feder 45
in Abb. 3 nach rechts verschoben, so daß der an dem vorderen Ende der Stange 3 5
angeordnete Stift 8o sich in dem Schlitz 79 des Hebels 77 verschiebt und dadurch
den Hebelarm 78 anhebt. Die Aufwärtsbewegung des Hebelarmes 7 8 wird durch den Arie
81 und die Stange 8 5 auf das Hebelende 86 des Hebels 87 übertragen, so - daß. dieser
in Eingriff mit dem Zahnrad 9 5 kommt. Die Folge hiervon ist, daß bei der Vorbeibewegung
eines Zahnes des umlaufenden Zahnrades 95 an dem Hebelende 86 der Hebel 87 in Abb.
3 nach links bewegt und der Schwinghebel 9o in Richtung des Pfeiles a um die Achse
91 gedreht wird. Bei dieser Drehung des Hebels 9o wird der Fadenausheber 65 mittels
des Ansatzes 93 angehoben und infolgedessen der Faden y aus dem Fadenführer 4 herausgehoben.
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Bei dem Anheben des Fadenaushebers 65 kommt gleichzeitig die Nase
6o der Stange 65 außer Eingriff mit der Rast 61 der Platte 62, so daß die Stange
56 durch die an dem Schwinghebel 52 angreifende Feder 67 gedreht wird. Infolge der
Drehung der Stange 56 wird das Bogenstück 3o durch die Klinke 5o angehoben und infolgedessen
die Spule außer Berührung mit der Treibrolle 2 -gebracht (Abb.3). Der Umlauf des
Spulenkeins 3 wird infolgedessen unterbrochen, und da gleichzeitig auch der Faden
y aus dem Fadenführer 4 herausgehoben ist, setzt der gesamte Spulvorgang so lange
aus, bis die Maschine in der bereits beschriebenen Weise wieder eingerückt wird.
Wie bereits erwähnt ist, gleitet die Nase 6o der Stange 56 bei dem Anheben des Fadenaushebers
65 an der schrägen Kante 64 der Platte 62 entlang, bis sie die in Abb. 6
in gestrichelten Linien dargestellte Lage einnimmt. Der Fadenausheber 65 wird infolgedessen
so lange in der angehobenen Stellung gehalten, bis bei dem Einrücken der Maschine
die einzelnen Vorrichtungen wieder in die Betriebsstellung gebracht sind.
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Durch die Erfindung wird der Wickelvorgang in einfacher und wirksamer
Weise derart gesteuert, daß eine selbsttätige Unterbrechung der Wicklung stattfindet,
wenn die Spule den gewünschten Durchmesser, für welchen die Steuervorrichtung zuvor
eingestellt ist, erreicht hat.