-
Antriebsvorrichtung für Registrierkassen, Rechen- und ähnliche Maschinen
In dem Hauptpatent 514 0433 ist eine Antriebsvorrichtung für Registrierkassen, Rechen-und
ähnliche Maschinen beschrieben, bei welcher zwischen Motor und Hauptwelle ein elastisches
Z«,ischengetriebe eingeschaltet ist. Das elastische Zwischenmittel wirkt bei Hemmung
der Hauptwelle durch seinen vom weiterlaufenden Motor bewirkten Aufzug als Puffer,
so daß eine Beschädigung einzelner Teile des Mechanismus vermieden ist.
-
Gemäß der Erfindung hat diese Anordnung eines Zwischengetriebes eine
weitere Ausbildung in der Weise erfahren, daß die Zwischenschaltung des elastischen
Mittels dazu verwendet wird, die Dauer eines bestimmten Schaltvorganges zu gewährleisten.
Dies ist besonders wichtig bei Kassen und ähnlichen Maschinen, bei denen die einzelnen
Kassenbenutzungen sehr rasch aufeinanderfolgen, so daß der Motor nach Beendigung
eines abgeschlossenen Arbeitsganges gar nicht zur Ruhe kommt und daher allmählich
eine das zulässige Maß überschreitende Geschwindigkeit erreicht, wodurch leicht
eine Beschädigung einzelner Teile eintreten kann. Auch ist es für einen guten Gang
der Kasse und Rechenmaschine wesentlich, daß der Beginn und das Ende der für den
Kassengang vorgesehenen Umdrehungen der Hauptwelle genau zeitgerecht und scharf
gesondert erfolgt.
-
Eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung ist auf der
Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Abb. z in Vorderansicht das Geschwindigkeitsgetriebe
gemäß der Erfindung, Abb.2 das elastische Getriebe in Draufsicht. Abb.3 ist eine
Vorderansicht, teilweise im Schnitt der Abb.2; Abb.4 zeigt in Vorderansicht eine
Einzelheit des Getriebes gemäß Abb. 2; Abb. 5 ist das Schema eines Stromschalters,
Abb. 6 zeigt eine Schaltungsanordnung für den Antriebsmotor.
-
Bei einer Anordnung gemäß Abb. z wird die Hauptwelle 3o über ein Getriebe
31, 32, 33, 34. 35, 36. 37, welches eine elastische Kuppelung enthält, von der Motorwelle
38 angetrieben. Die elastische Kuppelung ist mit einer Schulter 56 versehen,
welche auf zwei Hebel 48, 57 einwirkt. Um die Maschine auszulösen und den Motor
einzuschalten, ist in bekannter Weise eine Motortaste 82 vorgesehen; welche mittels
eines
Schlittens 78, eines Winkelhebels 76, eines geeignet ausgebildeten Klinkengestänges
69, 7o, 74 und eines Auges 68 an der Lenkstange 69 auf einen Bolzen 6o eines auf
der Hauptwelle 30 drehbaren Winkelhebels 67 einwirkt. An dem doppelarmigen, bei
58 drehbar gelagerten Hebel 57 befindet sich ein Bolzen 66, auf den der Mrinkelhebel
67 einwirkt und damit den Hebel 57 entgegen dem Zuge einer Feder 59 in der
Ruhelage erhält. Beim Niederdrücken der Motortaste 82 wird der Winkelhebel 67 im
Uhrzeigersinne geschwenkt, der den Bolzen 66 freigibt, so daß durch die Einwirkung
der Feder 59 der Hebel 57 die Schulter 56 an der Kammscheibe 52 des elastischen
Zwischengetriebes freigibt. Sobald nunmehr die elastische Kuppelung und damit die
Kammscheibe 52 im Uhrzeigersinne gedreht wird (4bb. 5), so wird durch die Scheibe
52 durch Einwirkung auf eine Rolle 51 an dem einen Ende 48 eines Drehhebels 47,
48, dessen eines Ende 47 auf das Kontaktstück 45 eines Stromschließers 46 einwirkt,
der Arbeitsstromkreis des Antriebsmotors (Abb.6) geschlossen, der nach einer Umdrehung
der Kammscheibe 52 durch die an ihr befindliche Ausnehmung 65, in welche die Rolle
51 des Hebels 47, 48 eintritt, wieder geöffnet wird.
-
Damit der Motor unabhängig von den möglicherweise unmittelbar aufeinanderfolgenden
Benutzungen der Kasse auch tatsächlich nach der Stromunterbrechung zum Stillstand
kommt, ist ein zweiter Stromschalter 117, 118 vorgesehen, der ebenfalls von der
Hauptwelle 30 aus gesteuert wird, so daß selbst beim Niederdrücken der Motortaste
82 und Schließung des Schalters 45, 46 der Motor erst anlaufen kann., wenn auch
der Schalter 117, iig geschlossen ist.
-
Das auf der Hauptwelle 30 sitzende Zahnrad 31 greift in ein Zahnrad
go ein, welches über das Zwischenrad 92 das elastische Zwischengetriebe 94, ioo
antreibt. Das elastische Zwischengetriebe besteht, wie aus Abb. 22, 3, 4 ersichtlich
ist, aus zwei Zahnrädern 94 und ioo, welche einerseits durch eine Spiralfeder 97,
die mittels eines Bolzens 96 an dem Zahnrad 94 und mittels eines Bolzens
98 an dem Zahnrad ioo bzw. an der an diesem befestigten Kammscheibe 99 angebracht
ist, andererseits durch zwei miteinander zeitweilig in Eingriff stehende Ansätze
=o=, io2 verbunden sind. Der Ansatz ioi befindet sich an der Kammscheibe
99
und der Ansatz 102 an dem Zahnrad 94. Wenn die Maschine ausgelöst ist und
der Motor zu laufen beginnt, treibt, wie erwähnt, das Zahnrad go bzw. 92 das Triebrad
94 an und zieht damit die Feder 97 auf. Auf dem Zahnrad gz befindet sich der Bolzen
=o6, der mit dem Arm 105 eines bei =o3 drehbar gelagerten Winkelhebels =o4 in. Eingriff
steht, dessen Arm io8 unter dem Einfluß einer Zugfeder 107 steht. Sobald das Rad
92 sich im Uhrzeigersinne, wie aus Abb. i ersichtlich, dreht, gibt der Bolzen =o6
den Arm 105 der Klinke oder des Winkelhebels 104 frei, so daß durch die Einwirkung
der Feder 107 der Arm =o8 auf den Ansatz ioi einwirken und damit die Kammscheibe
99 festhalten kann. Da aber das Zahnrad 94 sich weiterdreht, so wird, wie oben angegeben,
durch dieses die Spiralfeder 97 aufgezogen. Am Ende des Arbeitsganges der
Maschine wird der Bolzen =o6 auf den Arm =o5 wieder einwirken, so daß der andere
Arm =o8 der Klinke 104 den Ansatz roi freigibt und die Kammscheibe 99 sich zusammen
mit dem Zahnrad 94 drehen kann.
-
Auf der' Kammscheibe 99 liegt eine Rolle =2o, welche an dem einen
Arm eines bei 115 drehbaren Winkelhebels angeordnet ist, dessen anderer Arm 116
unter der Einwirkung einer Feder 121 steht. Dadurch wird die Rolle mo an die Kammscheibe
99 angedrückt. Der Arm 116 trägt an seinem Ende ein Kontaktstück 117, welches
mit im Arbeitsstromkreis des Motors liegenden Kontaktstücken 118 zusammenarbeitet.
-
Die Kammscheibe 99 besitzt eine entsprechend ausgebildete Einbuchtung
122, deren Länge die Dauer der Stromunterbrechung nach dem Arbeitsgang bestimmt.
Sobald am Ende eines Maschinenganges der Klinkenarm =o8 die Kammscheibe 99 freigibt,
so daß diese sich frei dreht, tritt die Rolle =2o aus der Einbuchtung 122 der Scheibe
99 aus und läuft auf ihrem Umfang. Der Winkelhebel 116 schwingt hierbei nach rechts
und zieht den Schalterteil 117 zwischen den Kontaktfedern 118 heraus, wodurch der
14Totorstromkreis unterbrochen wird, selbst wenn durch Niederdrücken der Motortaste
82 der Motorstromkreis am Schalter 45, 46 geschlossen wird, bis die Rolle i-->o
wieder in die Einbuchtung =2z einfallen kann.
-
Damit die Feder 97 nicht zu rasch abläuft und dadurch eine
Beschädigung des Getriebes eintritt, ist ein Flügelradregler vorgesehen. Dieser
besteht aus vier Flügeln igg, =3o, welche auf einer Achse 128 angeordnet sind. Diese
wird über ein Getriebe 123, 124, 126 vom Zahnrad ioo angetrieben. Durch den an den
Flügeln 13o erzeugten Luftwiderstand wird die Ablaufgeschwindigkeit der Feder
97 entsprechend verringert.