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Lagerung für rasch umlaufende Spindeln, insbesondere Spinn- und Zwirnspindeln
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung und Weiterausbildung der durch Patent
517 475 geschützten Lagerung für rasch umlaufende Spindeln, insbesondere
Spinn- und Zwirnspindeln, deren Hals- und Spurlager in zwei gegeneinander beweglichen
Hülsen angeordnet sind.
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Die Lagerung nach dem Hauptpatent keinzzeichnet sich im wesentlichen
dadurch, daß die in das Spindelgehäuse eingehängte Hals-Lagerhülse aus einer längsgeschlitzten
Federhülse besteht, die sich sowohl radial federnd im Spindelgehäuse verspannt,
wie auch zugleich die mit radialem Spiel pendelnd in ihr aufgehängte Fußlagerhülse
federnd umfaßt, wobei das Spiel zwischen den beiden Hülsen durch einen axial verschiebbaren
Keil regelbar ist. Dieser Keil ist zweckmäßig ein Ring.
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Zweck der Erfindung ist, zur Erhöhung der Sicherheit der Spindelführung
dem als Ring ausgebildeten Keil eine solche Form zu geben, daß die größte federnde,
Nachgiebigkeit der Spindellagerung in die Richtung des Schnur-Zugs fällt.
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Die Erfindung besteht darin, daß der das Spiel zwischen der Halslagerhülse
und der von ihr federnd umfaßten Fußlagerhülse regelnde, axial verschiebbare Ring
aus miteinander verbundenen, federnden Teilringen besteht, von denen der eine die-
Fußlagerhülse federnd umfaßt, während sich der andere federnd gegen den ebenfalls
federnden Teil der Halslagerhülse legt. Erfindungsgemäß ist der die Federung des
Ringes bewirkende Längsschlitz in der Richtung des auf die Spindel wirkenden Schnurzugs
angeordnet, ferner berührt der eine Teilring die- Fuß Lagerhülse nicht auf ihrem
ganzen Umfang, sondern nur stellenweise derart, daß die leine Berührungsstelle rechts
und links vom Federschlitz liegt. Um den Ring verstellen zu können, ist an demselben
ein hakenförmiger Schlitz für einen entsprechenden Verstellschlüssel vorgesehen.
Die. Fußlagerhülse ist mittels eines aus zwei Hälften bestehenden Ringes derart
in die Halslagerhülse eingehängt, daß die in eine Ringnut der Fußlagerhülse greifenden
Ringhälften lose in einen ihre Bewegung begrenzenden Ringraum zwischen den beiden
Hülsen eingelegt sind, wobei ein, an der einen Ringhälfte sitzender, nach unten
gerichteter Ansatz in eine sowohl in der Halslagerhülse als auch in der Fußlagerhiilsc
befindliche Bohning hineinragt. Hierdurch ist eine sehr leichte Beweglichkeit der
beiden Hülsen senkrecht zur Achse geschaffen. Die Trennfuge zwischen den beiden
Ringhälften ist dabei quer zu dem auf die Spindel wirkenden Schnurzug angeordnet.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung in beispielsweiser Ausführungsform
dargestellt, und zwar zeigen:
Abb. 1 einen Achsenschnitt durch die
ganze SpindeRag erung, Abb. z einen teilweisen Achsenschnitt durch die beiden Lagerhülsen
in größerem Maßstab, Abb.3 den zugehörigen Querschnitt, Abb. 4 eine Ansicht der
Halslagerhülse zeit dem Stellring, -Abb.5 eine Ansicht des Stellrings mit dem zugehörigen
Schlüssel, Abb.6 eine Draufsicht auf den geteilten Aufhängering.
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Die Spindel a ist, wie beim Hauptpatent, mittels des Rollenlagers
b in einer Halslagerhülsed und mittels des Spurlagersc in einer Fußlagerhülse e
gelagert. Die Halslagerhülse d ist mit einem Federschlitz g versehen und in das
Spindellagergehäuse feingehängt, in dem sie sich federnd festklemmt. Die Fußlagerhülse
e wird von der geschlitzten Halslagerhülsed federnd umfaßt und ist in dieser mittels
eines teilweise in sie eingreifenden Ringes aufgehängt, der aus den beiden getrennten
Teilen il und 1_ (Abb. 6) besteht. Beide Ringhälften liegen etwa bis zur Hälfte
ihxes Querschnitts in einer umlaufenden, halbkreisförmigen Nut auf .der Außenseite
der Fußlagerhülse e und ruhen zugleich in einer Ausdrehung dl der Halslagerhülse
d, deren Wandung sie zwar mit Spiel, aber doch so eng umgibt, daß die Ringhälften
nicht aus der Ausdrehtmg dl heraustreten können. -Die Trennfuge zwischen den beiden
Ringhälften il und 1,2 verläuft quer zu dem auf den Spindelantiiebswirtel a1 ausgeübten
Schnurzug, so daß in dieser Richtung die größte Beweglichkeit senkrecht zur Achse
möglich ist. Um die Lage der beiden Ringhälften il und 12 zu sichern, ist an der
einen Ringhälfte l, ein nach unten, gerichteter Ansatzz3 vorgesehen, der in eine
senkrechte Bohrung greift, die je zur Hälfte in der Hals- und in der Fußlagerhülse
d bzw. e sitzt, wodurch gleichzeitig auch eine gegenseitige Verdrehung der beiden
Hülsen verhindert wird. Das Spiel zwischen den beiden Lagerhülsend und e wird, wie
beim Hauptpatent, durch einen axial verschiebbaren federnden Ring m begrenzt. Dieser
Rin- m besteht aus einem oberen Teilring ml, der, nach innen federnd, die Fußlagerhülsee
umfaßt, und aus einem mit dem oberen, .durch einen Steg m3 verbundenen unteren Teilring
m2, der nach außen federt und sich gegen die Inneneite der Halslagerhülse d verspannt.
Beide: Teilringe ml und m2 sind mit axialen Federschlitzen o, und o2 versehen, die
so angeordnet sind, daß sie der der Spindel gegenüberliegenden, nicht gezeichneten
Hauptantriebsscheibe zugekehrt sind, damit die größte federnde Nachgiebigkeit der
Spindellagerung in die Richtung des Schnurzuges fällt. Der nach innen federnde Teilring
in, ist nicht kreisförmig, sondern so ausgebildet, daß er nur an drei ziemlich gleichmäßig
auf den Umfang verteilten Berührungsstellen der Fußlagerhülse e anliegt, von denen
die eine ungefähr beim Federschlitz o, liegt. Der untere Teilring m. verspannt sich
gegen die geschlitzte Halslagerhülse e und verändert, je nach seiner axialen Lage,
deren federnde Verspannung gegen das Spindellagergehäuse f. Es wird dadurch erreicht,
daß die gegenseitige Beweglichkeit der beiden Lagerhülsen d unde nicht nur von der
Federkraft des die Fuß lagerhülse e umspannenden Teilringes ml abhängig ist, sondern
auch von der Veränderlichkeit der Federung der geschlitzten Halslagerhülsed. Je
weiter der federnde Ringnt nach oben verschoben wird, desto enger wird der Luftspalt
zwischen den beiden Hülsen d und e und desto geringer wird auch die gegenseitige
Beweglichkeit zwischen Hals-und Fußlager. Dagegen tritt gleichzeitig eine größere
Nachgiebigkeit der ganzen Spindel ein, weil die Verspannung der Halslagerhülse d
gegen das Spindellagergehäuse f nachläßt.
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Um den Ring m in seiner axialen Lage zu sichern, ist an ihm ein federnder
Ansatz n angebracht (Abb. 5), der durch den Schlitz g der Halslagerhülse d hindurch
nach außen greift und eine nach innen gerichtete Israllep besitzt, die in .Rasten
g der Halslagerhülsed greift. Zwecks leichterer Verstellung ist der Ring m an der
Unterkante seines Teils m. mit einem hakenförmigen Schlitz r versehen, der für den
Eingriff eines gleichfalls hakenförmigen Schlüssels s dient, mit dessen Hilfe der
Ring m verdreht und aa.-ial verschoben werden kann.