DE516854C - Vorrichtung zum Auswerten von Bildstreifen - Google Patents
Vorrichtung zum Auswerten von BildstreifenInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B15/00—Special procedures for taking photographs; Apparatus therefor
- G03B15/08—Trick photography
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
Description
Bei Verwendung kinematographischer Aufnahmen zu Forschungszwecken handelt es
sich meistens darum, festzustellen, während welcher Zeiten bestimmte Vorgänge stattgefunden
haben. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, um hierfür übersichtliche Diagramme
aufzuzeichnen.
Es sind Vorrichtungen bekannt, welche die Aufzeichnung von Diagrammen der Schwärzungskurve
lichtempfindlicher Schichten vereinfachen. Diese Vorrichtungen haben mit der nachbeschriebenen Vorrichtung insofern
eine gewisse Ähnlichkeit, als der auszuwertende Streifen und der Schreibstift gleichzeitig
bewegt werden. Der Unterschied der nachbeschriebenen Vorrichtung besteht darin, daß es sich um die Auswertung von Bildreihen
handelt, bei denen der Betrachter jeweils bei den einzelnen Bildern entscheiden muß, ob nach dem Bildinhalt eine Registrierung
in dem einen oder anderen Sinne zu erfolgen hat, wie aus der nachfolgenden Beschreibung
hervorgeht.
Bild ι zeigt den Materialübergang im elekirischen
Schweißlichtbogen. 5 ist das zu schweißende Stück, 6 der Schweißdraht, 14
die aufgetragene Schweißraupe, 15 der Materialübergang. Bei diesem Beispiel handelt
es sich darum, festzustellen, während welcher Zeiten Material übergeht und während welcher
Zeiten der elektrische Lichtbogen brennt. Bild 2 ist ein Diagramm gemäß der Erfindung.
In der Richtung 16 ist die Zeit des Gesamtvorganges aufgetragen. In der Richtung
17 ist die Zeitdauer der einzelnen Materialübergänge in erheblich größerem Maßstab
aufgetragen. In der Richtung 18 ist die Zeitdauer der einzelnen Schweiß lichtbogen
ebenfalls in erheblich größerem Maßstab aufgetragen. Der Zeitmaßstab in den Richtungen
17 und 18 ist ein Mehrfaches von dem Zeitmaßstab in der Richtung 16. Entstehen
Materialübergänge von größerer Zeitdauer als in der Richtung 17 an Höhe zur Verfügung
steht, so entstehen Rechtecke wie bei 19 und 20. Desgleichen gilt als Lichtbogen
längerer Dauer das Rechteck 21. Ist bei einer elektrischen Schweißung kein Lichtbogen und
kein Materialübergang vorhanden, so wird dies im Diagramm durch waagerechte Striche
22, 23 und 24 angedeutet. Ein solches Diagramm kann durch Auszählen der Einzelbilder
einer kinematographischen Aufnahme gewonnen werden. Dieses Verfahren erfordert jedoch ziemlich viel Arbeit.
Die Bilder 3, 4 und 5 stellen einen Apparat dar, um ein Diagramm gemäß Bild 2 aufzuzeichnen.
In Bild 3 ist 25 ein fertiger Positiv- oder Negativfilm, welcher sich von einer Rolle 26 abwickelt, die an einem Bock 27 bebefestigt
ist. Der Film wird durch eine Zahntrommel 28 vorwärts gezogen, gegen die er durch die Andruckrollen 29 und 30 gedrückt
wird. Die Zahntrommel 28 sitzt auf einer Welle 31, die in den Lagern 32 und 33
läuft. Auf der Welle 31 sitzt noch eine Kurbel 34, durch welche die Zahntrommel 28 gedreht
und damit der Film 25 vorwärts be-
wegt werden kann. Der Film 25 wickelt sich auf einer zweiten Rolle 3 5 auf, die an einem
Lagerbock 36 befestigt ist. Der Antrieb der Rolle 35 erfolgt durch eine Schnurscheibe 37,
die ebenfalls auf der Welle 31 sitzt, eine Schnur 38 und eine Schnurscheibe 39, welche
mit der Rolle 35 verbunden ist. Durch diese Einrichtung wird der Film 25 unter einer
Lupe 40 vorbeigezogen, und es werden die »o Bilder im einzelnen betrachtet. Auf der
Welle 31 ist noch ein Zahnrad 41 befestigt, welches in ein Zahnrad 42 eingreift. Das
Zahnrad 42 sitzt auf einer Welle 43, die in den Böcken 33, 44 und 45 gelagert ist. Auf
der Welle 43 sitzt eine Schnecke 44, die in ein Schneckenrad 45 eingreift. Das Rad 45
sitzt auf einer Welle 46, auf welcher eine Trommel 47 sitzt. Auf dieser Trommel 47
wickelt sich das Papier 48 auf, auf welchem ao das Diagramm gezeichnet werden soll. 49
ist die Papiervorratsspüle. Durch diese Einrichtung wird bewirkt, daß das Papier 48 in
dem gleichen Maße weiterbewegt wird wie der Film 25. Hat beispielsweise die Zahntrommel
28 einen Umfang von vier Bildern, die Zahnräder 41 und 42 ein Übersetzungsverhältnis von ι zu S, die Schnecke 44 und
das Schneckenrad 45 ein Übersetzungsverhältnis von ι zu 100 und die Trommel 47 einen
Umfang von 100 mm, so schiebt sich das Papier 48 um 0,05 mm weiter, wenn der Film
25 um ein Bild weiterbewegt wird. Das Schreiben des Diagramms erfolgt durch die beiden Schreibstifte 50. Es sind zwei solche
Schreibstifte vorgesehen, die unabhängig voneinander zwei Diagramme auf das gleiche
Papier schreiben. Man wird mit dem einen dieser Stifte beispielsweise ein Diagramm
gemäß Bild 2 schreiben, während mit dem anderen Stift ein Diagramm geschrieben wird,
das andere Zusammenhänge angibt, beispielsweise Spritzer. Beide Diagramme haben das
gemeinsam, daß senkrecht zu der Fortbewegung des Papiers 48 die zeitliche Dauer
irgendwelcher Vorgänge in einem größeren Maßstab geschrieben werden. Zweckmäßig erhalten die beiden Schreibstifte 50 verschiedene
Farben. Die Bewegung beider Schreibstifte erfolgt unabhängig voneinander, jedoch
durch gleichgebaute Vorrichtungen, so daß die Beschreibung einer dieser Vorrichtungen
genügt. Der Stift 50 sitzt an einer Hülse 51,
welche auf den beiden Stangen 52 und 53 gleitet. Diese Stangen sind an den Haltern
54 und 55 befestigt. Die Bewegungsvorrichtung für die Hülse 51 ist aus Bild 4 besser
ersichtlich, welches eine Seitenansicht darstellt. An der Hülse 51 ist durch einen Bolzen
57 ein Hebel 58 angelenkt; dieser Hebel 58 trägt zwei kurze Zahnstangen 59 und 60.
Je nachdem dieser Hebel 58 etwas nach rechts oder links geschwenkt wird, greift das Zahnrad
61 in die Zahnstange 59 oder in die Zahnstange 60. Das Zahnrad 61 sitzt auf der
Welle43 und dreht sich infolgedessen entsprechend
der Weiterbewegung des Films. In dem Hebel 58 befindet sich ein Schlitz 62, in welchem ein Stift 63 eingreift, der an dem
Hebel 64 befestigt ist. Der Hebel 64 ist bei 65 an den Tisch 56 befestigt, auf welchem
das Papier 48 gleitet. Durch Heben oder Senken des Hebels 64 wird auch der Hebel
58 gehoben oder gesenkt. Hierbei wird die Zahnstange 59 oder die Zahnstange 60 mit
dem Zahnrad 61 in Verbindung gebracht.
Bei Drehen des Zahnrades 61 wird hierdurch dem Schreibstift 50 eine Bewegung erteilt,
so daß dieser ein Diagramm gemäß Bild 2 schreibt.
Bild 5 zeigt das Innere der Hülse 51; dieselbe ist innen hohl. Darin ist eine Feder 66
angeordnet, die sich gegen zwei Scheiben 67 und 68 lehnt. Die Stange 52 ist auf ein gewisses
Stück 69 dünner gehalten. Auf diesem dünneren Stück gleiten die Scheiben 67
und 68. 70 ist ein Verschlußstück der Hülse 51. Bewegt sich die Hülse 51 in Bild 5 nach
oben, so nimmt sie die Scheibe 68 mit und spannt dadurch die Feder. Bewegt sich die
Hülse 51 nach unten, so nimmt sie die Scheibe 67 mit und spannt dadurch ebenfalls die Feder.
Infolgedessen bewirkt diese Einrichtung, daß die Hülse 51 auf der Mittellage
steht, solange das Zahnrad 61 durch den Hebel 58 die Hülse 51 nicht verschiebt. Sobald
das Zahnrad 61 außer Eingriff mit dem Hebel 58 kommt, stellt die Feder 66 die Hülse 51
wieder in die Mittellage. Die Scheiben 67 und 6.8 wirken hierbei als Luftpuffer. Der
Anschlag 72 in Bild 4 ermöglicht ein Umschalten von der einen Bewegungsrichtung in
die andere nur in der Mittellage der Hülse 51, da sich andernfalls der Stift 72 gegen den
Anschlag 73 und 74 legt. 75 ist das gemeinsame Grundbrett der ganzen Einrichtung.
In Bild 3 bedeutet 76 eine Hohlwelle, die mit dem Hebel 64 gekuppelt ist und an der
sich ein Zeiger 77 befindet, der in dem Bildfeld der Lupe 40 angeordnet ist. Ebenso ist
mit dem Hebel 78, der die gleiche Aufgabe hat wie der Hebel 64, jedoch auf die andere
Schreibvorrichtung einwirkt, eine Welle 79 gekuppelt, an der sich ein Zeiger 80 befindet.
Die beiden Zeiger 77 und So haben die Aufgabe anzuzeigen, ob und wie die Schreibvorrichtungen
mit dem Filmtransport gekuppelt sind.
Die Handhabung geschieht in der Weise, daß das Filmband 25 durch Drehen der Kurbel
34 langsam durch das Bildfeld der Lupe gezogen wird. Je nachdem, ob das an der
Marke 41 vorbeigezogene Bild Materialüber-
gang oder Brennen des Lichtbogens oder keines von beiden erkennen läßt, wird der Hebel
64 nach oben, nach unten oder in die Mittellage gestellt. Die Vorrichtung schreibt
dann gemäß der vorstehenden Beschreibung ein Diagramm nach Bild 2. 81 ist ein Zählwerk,
das durch 'die Zahnräder 82 und 83 angetrieben wird. Das Zahnrad 82 sitzt auf
der Welle 43. Das Zählwerk 81 gibt die laufende Nummer der Bilder des auszuwertenden
Films an und dient zum leichteren Auffinden bestimmter Bilder. In der gleichen Weise können auch alle anderen Vorgänge
ausgewertet werden, bei denen die Zeitdauer von im Bilde erkennbaren Vorgängen festzustellen
ist. Das Verfahren kann auch benutzt werden, um Geschwindigkeiten zu bestimmen. Wird in der oben angegebenen Weise die
Bildzahl aufgetragen, während welcher sich
ao der aufgenommene Gegenstand um gleiche Strecken weiterbewegt hat, so gibt das Diagramm
nach Bild 2 unmittelbar die Geschwindigkeiten an.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Auswerten kinematographischer Bildreihen hinsichtlich der dargestellten Vorgänge, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur bildweisen Bewegung des auszuwertenden Films mit der Bewegungsvorrichtung für das Diagrammpapier verbunden und mit der oder den Bewegungsvorrichtungen für einen oder mehrere Schreibstifte kuppelbar ist.
- 2. Vorrichtung niachAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsvorrichtung für den Schreibstift mit der Bewegungsvorrichtung des Films leicht zu entkuppeln und abwechselnd mit dem gleichen oder mit verschiedenen Übersetzungsverhältnissen so kuppelbar ist, daß sich der Schreibstift in der einen oder anderen Richtung bewegt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Sperrvorrichtungen, die ein Umkuppeln der Schreibstiftbewegung nur in der N.ullage des Schreibstifts gestatten.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Ankuppeln der Schreibstiftbewegung mit einem Zeiger gekuppelt ist, der in der Nähe der auszuwertenden BiI-der angebracht ist und anzeigt, ob und wie der oder die Schreibstifte mit dem Filmschaltwerk gekuppelt sind.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Über-Setzungsverhältnisse zwischen der Filmbewegung einerseits und der Papierbewegung sowie der Söhreibstiftbewegung andrerseits verschieden groß sind.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schreibvorrichtungen gleichzeitig mit der Filmschaltung kuppelbar sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET36892D DE516854C (de) | 1928-05-24 | 1928-05-24 | Vorrichtung zum Auswerten von Bildstreifen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET36892D DE516854C (de) | 1928-05-24 | 1928-05-24 | Vorrichtung zum Auswerten von Bildstreifen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE516854C true DE516854C (de) | 1931-01-29 |
Family
ID=7559801
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET36892D Expired DE516854C (de) | 1928-05-24 | 1928-05-24 | Vorrichtung zum Auswerten von Bildstreifen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE516854C (de) |
-
1928
- 1928-05-24 DE DET36892D patent/DE516854C/de not_active Expired
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