DE515229C - Anordnung an OEfen zur Herstellung von Aluminium - Google Patents
Anordnung an OEfen zur Herstellung von AluminiumInfo
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- DE515229C DE515229C DEF65573D DEF0065573D DE515229C DE 515229 C DE515229 C DE 515229C DE F65573 D DEF65573 D DE F65573D DE F0065573 D DEF0065573 D DE F0065573D DE 515229 C DE515229 C DE 515229C
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B3/00—Ohmic-resistance heating
- H05B3/02—Details
- H05B3/03—Electrodes
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- Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)
- Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
- Electrolytic Production Of Metals (AREA)
Description
In Öfen zur Herstellung von Aluminium ist es allgemein üblich, den Ofenboden als negative
Elektrode zu benutzen. Der Ofenboden besteht dann aus Kohlematerial, am häufigsten aus
einer aus Kohle und Teer 0. dgl. bestehenden Stampfmasse. Die Verbindung zwischen dem
leitenden Ofenboden und der Stromzuführung ist in der Weise bewerkstelligt worden, daß in
der Kohlemasse Eisenschienen oder Eisen-
Lo blocke eingebettet wurden, welche an der Seite
des Ofens herausragen und hier die Stromzuführungen tragen. Diese Anordnung hat indessen
häufig den wesentlichen Nachteil, daß der Kontakt zwischen den eisernen Einlagen und der
diese umgebenden Kohlemasse des Ofenbodens allmählich schlecht wird. Dies ist wahrscheinlich
auf den Unterschied im Ausdehnungskoeffizienten der Eiseneinlage und der Kohlemasse zurückzuführen,
welcher dazu führt, daß die Eiseneinlagen sich von der umgebenden Kohlemasse loslösen, wenn der Ofenboden im Betrieb durch
wiederholte Erhitzungen und Abkühlungen »arbeitet«.
Dieser Mangel wird durch die Erfindung be-
Dieser Mangel wird durch die Erfindung be-
;5 seitigt. Es wird von der an sich bekannten
Anordnung Gebrauch gemacht, daß die Verbindung zwischen dem Kohleboden und der Stromzuführung mittels eines Materials von
wesentlich derselben Natur wie der Ofenboden
ο hergestellt wird. Dies ist in mehrfacher Weise zu erreichen. Wenn ein gestampfter Kohleboden
benutzt wird, kann in diesem während des Einstampfens ein Kohlekern, z. B. eine Kohlenelektrode, eingebettet werden, die durch
einen geeigneten Ausschnitt in der Ofenwand herausragt und auf dem außerhalb des Ofens
vorspringenden Teil die Stromzuführung trägt. Es ist auch möglich, den Ofenboden mit dazugehörenden
vorspringenden Teilen in einem Stück herzustellen, in ähnlicher Weise, wie dies bei der Herstellung von Kohlenelektroden ausgeführt
wird und nachher den fertig hergestellten Ofenboden in dem Ofenkasten auf der in diesem
gewöhnlich vorgesehenen, aus Asbest, Mauerwerk ο. dgl. bestehenden isolierenden Schicht
anzubringen. Da der herausragende Kohlekern naturgemäß keine so große Widerstandsfähigkeit
gegen etwaige mechanische Beanspruchungen besitzt wie die früher benutzten Eiseneinlagen,
wird es durch unvorsichtiges Arbeiten vorkommen können, daß der Kohlekern bricht.
Als Sicherung gegen die Folgen eines derartigen etwaigen Bruches wird gemäß der Erfindung
eine Reservestromzuführung vorgesehen. Die Erfindung betrifft somit eine Anordnung an
Öfen zur Herstellung von Aluminium, in welchen der aus Kohle bestehende Ofenboden eine aus
gleichem oder ähnlichem Material bestehende Verlängerung hat, die die Stromzuführung für
die Kathode trägt und bei der erfindungsgemäß der Ofenboden außer mittels der aus Kohlemasse
bestehenden Verlängerung auch mittels
an der Unterseite des Bodens vorgesehenen Metallmassen, die aber nicht aus Eisen bestehen
dürfen, mit der Stromzuführung in Verbindung steht.
Auf der Unterseite des Ofenbodens werden geeignete Aussparungen, Kanäle o. dgl. vorgesehen, welche durch Metall, vorzugsweise
Aluminium, ausgefüllt sind. Diese Metalleinlagen können auf der Unterseite des Bodens
ίο während des Einstampfens angebracht bzw. in
den von vornherein fertiggemachten Ofenboden während dessen Herstellung eingelegt werden.
Oder das Metall kann, nachdem der Boden in dem Ofen fertiggemacht ist bzw. der im voraus
fertiggemachte Boden in dem Ofen an Ort und Stelle gebracht ist, in geschmolzenem Zustand
in die Aussparungen eingefüllt werden.
Diese auf der Unterseite des Ofenbodens befindlichen
Metalhnassen haben ebenfalls herausao ragende Teile, die mit der Stromzuführung verbunden sind. Wenn der die Stromzuführung
tragende Kohlevorsprung brechen sollte, wird an der Bruchstelle kein Lichtbogen entstehen.
Der Ofenboden wird fortwährend Strom erhalten durch die mit Metall ausgefüllten Kanäle, bis
der Strom zwecks Auswechslung des Ofens ausgeschaltet werden kann. Durch die aus verschiedenen
Materialien bestehenden beiden Stromzuführungen verteilt sich der Strom entsprechend
abhängig von der Temperatur, so daß eine weitere Anpassung des Ofenwiderstandes dadurch
ermöglicht ist.
Die Erfindung ist schematisch auf der Zeichnung veranschaulicht, in der
Fig. ι einen senkrechten Längsschnitt durch den Ofen und
Fig. 2 eine Seitenansicht des Ofens darstellt. α ist der eiserne Ofenmantel, der durch geeignetes
Material b, c von der Stampfmasse β isoliert ist. Letztere bildet den leitenden Ofenboden,
der den Kohlekern d umgibt bzw. mit diesem ein Ganzes bildet. Der Kern d ragt
durch einen Ausschnitt i im Ofenmantel aus
dem Ofen hervor und trägt auf dem vorspringenden Teil die Stromzuführung h. Auf der
Unterseite des Ofenbodens sind Aussparungen f vorgesehen, welche durch Metall ausgefüllt sind.
Wenn das Metall in flüssigem Zustande in die Aussparungen f eingefüllt werden soll, wird vor
dem Ofen ein geeigneter Behälter g vorgesehen, welcher mit den Aussparungen f kommuniziert.
Die Aussparungen f werden mit Metall gefüllt, indem letzteres in geschmolzenem Zustande in
den Behälter g eingebracht wird. Das Metall in dem Behälter ist in beliebiger geeigneter
Weise mit der Stromzuführung h leitend verbunden,
beispielsweise durch ein biegsames Kabel k, das an die Wand des Behälters angeschlossen
oder in der Metallfüllung festgegossen wird.
Es wird somit eine unter allen Umständen vollkommen zuverlässige leitende Verbindung
zwischen der Stromzuführung Ji und dem Ofenboden
erreicht. Daneben werden aber auch weitere Vorteile erzielt. Die obenerwähnte Bauart
des Ofenbodens unter Verwendung von Eiseneinlagen hat bekanntlich den großen Nachteil,
daß, wenn der Boden im Laufe des Betriebes allmählich verbraucht wird, so wird das Aluminiumbad
im Ofen nach kürzerer oder längerer Zeit die Eiseneinlagen erreichen. Das Aluminiumbad
nimmt dann Eisen auf und gibt ein minderwertiges Erzeugnis. Gemäß der Erfindung
wird dieser Mangel ebenfalls beseitigt, da der Ofenboden kein Eisen enthält, das das
Ofenmetall verunreinigen könnte. Der Ofen kann also erheblich länger in Betrieb gehalten
werden, ehe eine Erneuerung des Ofenbodens notwendig wird.
Claims (4)
1. Anordnung an öfen zur Herstellung
von Aluminium, in welchen der aus Kohle bestehende Ofenboden eine aus gleichem
oder ähnlichem Material bestehende Verlängerung besitzt, die die Stromzuführung für die Kathode trägt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ofenboden außer mittels der genannten, aus Kohlemasse bestehenden
Verlängerung des Ofenbodens auch mittels an der Unterseite des Bodens vorgesehenen
Metalhnassen ohne Eisen mit der Stromzuführung in Verbindung steht.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Unterseite
des Ofenbodens vorgesehenen Metalhnassen aus Aluminium bestehen.
3. Anordnung nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite
des Ofenbodens Aussparungen vorgesehen sind, die dazu dienen, das Metall in
geschmolzenem Zustande einzuführen.
4. Herstellung der Anordnung- nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
geschmolzene Metall in einen neben dem Ofen befindlichen Behälter eingefüllt wird,
der mit den Aussparungen auf der Unterseite des Ofenbodens kommuniziert und mit
der Stromzuführung in metallisch leitender Verbindung steht. 11«
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NO515229X | 1927-03-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE515229C true DE515229C (de) | 1930-12-29 |
Family
ID=19905885
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF65573D Expired DE515229C (de) | 1927-03-12 | 1928-03-06 | Anordnung an OEfen zur Herstellung von Aluminium |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE515229C (de) |
-
1928
- 1928-03-06 DE DEF65573D patent/DE515229C/de not_active Expired
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