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Zahnärztlicher Geräteständer Die Erfindung betrifft einen von der
Standsäule eines zahnärztlichen Geräteständers getragenen Behälter für Handinstrumente,
deren stromzuführende Kabel auf mehrere von einer gemeinsamen Achse innerhalb- des
Behälters getragene, unter Federwirkung stehende Rollen aufgewickelt und unter steigender
Spannung der zugehörigen Feder abwickelbar sind.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Rollen durch Senkrechtstellung
der gemeinsamen Tragachse im Behälter übereinander angeordnet sind. Hierdurch wird
ermöglicht, daß die Rollen als flache Trommelscheiben sich ausbilden lassen, wodurch
der in solcher Weise vergrößerte Behälter auf seiner Oberseite eine entsprechend
größere Tischplatte darbietet.
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Vor allem wird ferner dadurch erreicht, daß man auf den großen trommelartigen
Rollen genügend Raum für die Aufwicklung größerer Längen von Kabeln und sogar von
Schläuchen gewinnt und praktisch beliebig viele Instrumente in dieser Art gleichartig
unterbringen kann.
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Die Erfindung erstreckt sich ferner auf mehrere bauliche Ausgestaltungen
dieser Einrichtung, die weiter unten an Hand der Zeichnungen näher erläutert werden.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes,
dargestellt, und zwar zeigt Abb. z eine Vorderansicht des Ständers, Abb. 2 einen
Grundriß des Geräteaufnahmebehälters in größerem Maßstabe bei abgenommener Geräteschüssel,
Abb. 3 einen Aufriß der Abb. 2 zum Teil im Schnitt.
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Die Säule i enthält die Anschlußleitungen für Gas, Elektrizität oder
Luft zur Versorgung der Instrumente. Der Arm 2 trägt die Speischale und die Wassereinrichtung.
Der Arm 3 trägt hauptsächlich den Elektromotor 4. zum Bohren u. dgl. und außerdem
die Gelenkarmteile 5 und 6, die am äußeren Ende den neuen Instrumentenbehälter 7
und die Geräteschüssel 8 tragen.
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Der Behälter 7 hat eine zylindrische Hohlnabe g, an der unten der
Tragpfosten io sitzt, der in das äußere Ende des äußeren Armes 6 der Gelenkarmeinrichtung
greift. Die Nabe g wird in Abstand von dem Zylindermantel ii umgeben, der mit ihr
durch den Boden 12 verbunden ist. Die Nabe g hat eine Reihe äußerer Stufen 13 zum
Tragen der zylindrischen Trommeln oder Scheiben 1q.. Jede Trommel hat unweit ihres
Umfanges einen senkrechten Flansch i5,.der mit der Scheibe eine Rinne 16 zur Aufnahme
der Litze oder des Schlauches i7 für eines der Instrumente bildet, das als Ganzes
mit A bezeichnet ist. Vier Instrumente und vier Trommeln sind beispielsweise dargestellt.
In Abb. 2 trägt die oberste Trommel das Rohr 17 für die Heißluftspritze 18. Zwischen
den Trommeln hat die Nabe g Öffnungen ig, durch welche die inneren Enden der verschiedenen
Litzen oder Schläuche zwecks Verbindung mit Zuleitungen für Luft, Elektrizität oder
Gas ragen. Das innere Ende jeder Litze oder jedes Schlauches ist demgemäß an der
Nabe verankert. An
jeder Trommel sitzt eine Führungsrolle 2o, um
welche der Schlauch oder die Litze vor dem Eintritt in die zugehörige Rinne 16 läuft
(Abb. 2). Der Mantel ii hat eine Öffnung 21, während die Trommeln so ausgeschnitten
sind, daß in dem Behälter der freie Raum 22 für die Instrumente und ihre Traghülsen
oder Futterale 23 verbleibt, die an der Tür 24 befestigt sind. Letztere ist bei
23 an der Kante der Öffnung 21 an dem Mantel ii angelenkt. Außer Gebrauch sind die
Instrumente alle in ihren Hülsen 23, und die Tür 24 ist geschlossen, so daß die
Hülsen und Instrumente sich in dem freien Raum 22 befinden. Zwecks Betriebsbeginns
wird die Tür 24 aufgeklappt, so daß man jedes Instrument leicht erfassen und herausziehen
kann. Da die Trommeln an den Stufen 13 der Nabe 9 lagern, so drehen sie sich leicht
und gestatten das Abwickeln der Litze oder des Schlauches beim Ausziehen des Instruments
aus dem Behälter. Um dieser Drehung zu widerstreben und die Trommeln zwecks Wiederaufwickelns
der Litzen o. dgl. selbsttätig zurückzudrehen, ist am oberen Teil jeder Führungsrolle
2o ein Umfangsschlitz 26 für ein Kabel 27 vorgesehen, dessen äußeres Ende
an der Nabe durch eine Schraube 28 befestigt ist, während der innere Teil jedes
Kabels an dem Rollengebilde angreift. Jede Rolle ist um einen Kopf 9,9 am
Oberende eines Zapfens oder Pfostens 3o der entsprechenden Trommel drehbar. An jedem
Pfosten ist das innere Ende einer Spiralfeder 31 befestigt, deren äußeres Ende an
der Rolle 2o der entsprechenden Trommel angreift. Wird ein Instrument aus dem Behälter
herausgezogen, so dreht sich seine Trommel im Uhrzeigersinne (Abb. 2), und da die
Rolle der bezüglichen Trommel mit ihr mitwandert, so wird sie im Uhrzeigersinne
gedreht, da die Kabel darauf an der Nabe g befestigt sind. Eine solche Drehung der
Rolle spannt die betreffende Feder 31. Wird nun das herausgezogene Instrument wieder
losgelassen, so wird durch die Feder 31, die auf die Rolle und das Kabel 27 wirkt,
die Trommel in die Normallage zurückgedreht und das Instrument in seine Hülse 23
zurückgezogen. Um den Lauf der Kabel zu führen und zu erleichtern, ist ein Führungspfosten
32 an jeder Trommel für das entsprechende Kabel vorgesehen (Abb. 2 und 3).
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Um die Trommel in Betriebslage während der Arbeit zu verriegeln, kann
eine Sperrung vorgesehen sein. Zwischen der Rolle jeder Trommel und ihrem Tragkopf
29 ist z. B. ein V-förmiger Kanal 33 vorgesehen, in dem eine Klemmkugel 34 liegt.
Diese Freilaufkupplung wirkt so, daß beim Herausziehen des Instruments die Kugel
frei wird und die Trommel frei drehbar ist. Ein leichtes ruckweises Nachlassen der
Schnur erlaubt aber ein ruckweises Zurückziehen der entsprechenden Rolle, wodurch
die Kugel 34 sich im engeren Ende der Keiltasche 33 verklemmt. Dadurch wird die
Kabelrolle gegen fernere Drehung gesperrt und die entsprechende Trommel festgestellt.
Nach beendeter Arbeit genügt ein leichtes Auswärtsziehen, um die Klemmkugel auszulösen,
worauf die Feder Haspel und Instrument in Normallage zurückzieht. Bei der Heißluftspritze
ist gewöhnlich eine elektrische Heizspirale vorhanden, über welche die Luft vor
Ablieferung an die Düse zwecks Heizung geleitet wird. Dieses Gerät muß daher mit
Luft und Elektrizität gespeist werden.
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Das Gerät 35 an der unteren Trommel dient zur Lieferung von Zerstäubungsluft
und erfördert daher Luftzuführung, während die Geräte 36 und 37 an den mittleren
Trommeln nur Elektrizität verlangen. Im äußeren Armteil 6 der Tragstütze für den
Behälter 7 ist der Luftkasten oder Behälter 38 untergebracht, an den die Rohrleitungen
für die Instrumente 18 und 35 zwecks Aufnahme ihrer Luftzufuhr anschließen. Diese
Rohre oder Schläuche a und b ragen durch die entsprechenden Nabenöffnungen ig und
dann abwärts durch den Nabenboden und zum Luftkasten 38. Am Arm 6 ist eine Anschlußtafel
39 an der Innen-oder Außenseite befestigt, welche die elektrischen Anschlußklemmen
4o trägt. Die Litzen c und d der Instrumente 36 und 37 laufen durch die entsprechenden
Nabenöffnungen ig und durch den Nabenboden zu den Klemmen 4o, so daß ihre Instrumente
Strom erhalten. Die Leiter 41 im Schlauch a für die Heißluftspritze 18 sind auch
mit den geeigneten elektrischen Klemmen 40 verbunden, so daß die Luftheizspirale
mit Strom gespeist wird.
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Der äußere Arm 6 ist durch sein Gelenkende 42 mit dem Gelenkende 43
des inneren Armes 5 mittels des Zapfens 44 verbunden, der hier hohl ist, um das
Strömen von Gas aus dem Zuleitungsrohr 45 zu einem Brenner 46 unter Steuerung durch
ein Ventil 47 zu gestatten. Das Gasrohr 45 ragt durch den Hohlarm 5 und schließt
sich am einen Ende an das Rohr 48, das am unteren Ende mit dem Anschluß 49 verbunden
ist, der durch ein Ventil 5o regelbar ist. Das Luftzuführungsrohr 51 erstreckt sich
von der Zuführungsquelle im Ständer i durch die Stütze 3 und die Hohlarme 5, 6 zum
Luftkasten 38. Das elektrische Kabel 52 erstreckt sich vom Ständer durch die Teile
3, 5, 6, und seine Leiter sind mit den Klemmen 40 verbunden. Das Luftrohr und das
Kabel sind vorzugsweise ein oder mehrere Male um den Zapfen 44 geschlungen, um -genügendes
Spiel für die Relativschwingung der Arme 5 und 6 zu schaffen. Das Rohr 4$ ist vorzugsweise
auch biegsam, so daß die ganze Stütze 5, 6 uin die Achse der Konsole 3 schwingbar
ist,
welche den Gelenkarm mittels einer Hülse 53 lagert.
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Der Behälter 7 ist oben durch -einen abnehmbaren Deckel 54 und die
Nabe 9 durch die Platte 55 geschlossen, deren mittleres Zapfenloch 56 den Zapfen
57 der Geräteschüssel 8 aufnimmt. Diese trägt verschiedene lose Instrumente, Geräte
und Hilfsstoffe, und da sie sich direkt über dem Behälter 7 befindet, so ist alles
örtlich zur bequemen Auswahl und Verwendung vereinigt. Mittels der Schwingstütze
5, 6 kann der Behälter mit der Schüssel in die handlichste Lage zum Patienten und
Arzt geschwungen werden, so daß man jedes Werkzeug leicht herausziehen und benutzen
kann. Bei Nichtgebrauch sind die Werkzeuge A im Behälter eingekapselt. Je nach Höhe
des Behälters können beliebig viele Trommeln und Instrumente angebracht und angeschlossen
werden.