DE507758C - Einrichtung zur Herabsetzung des Gasdruckes und zum geregelten Durchlass der in der Hochdruckleitung erzeugten Druckwellen in die Niederdruckleitung - Google Patents
Einrichtung zur Herabsetzung des Gasdruckes und zum geregelten Durchlass der in der Hochdruckleitung erzeugten Druckwellen in die NiederdruckleitungInfo
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Description
Die Einrichtung gemäß der Erfindung dient zur Regelung des Gasdruckes in Anlagen,
bei denen das Leitungsnetz mit einem höheren Druck gespeist wird als die Verbrauchsapparate
selbst, beispielsweise Lampen, betrieben werden. Derartige Fälle liegen vor, wenn zur Beförderung größerer Gasmengen
durch die vorhandenen Leitungen in diesen ein verhältnismäßig hoher Druck, beispielsweise
150 bis 300 mm Wassersäule, Verwendung findet, während die zu speisenden
Laternen für den normalen Gasdruck von etwa 35 bis 50 mm Wassersäule eingerichtet
sind. Man könnte daran denken, den Gasdruck an der Verbrauchsstelle einfach durch
einen der gebräuchlichen Druckregler herabzusetzen; sofern es sich jedoch um Gasverbrauchsapparate,
wie Straßenlampen, handelt, welche mit einem durch Druckwellen ge-
ao steuerten Fernzünder ausgerüstet sind, würde die Vorschaltung des Druckreglers auch
gleichzeitig eine Vernichtung der zur Steuerung der Fernzünder abgegebenen Druckwellen
bedeuten, so daß die Fernzündung zum
as Versagen gebracht werden würde.
Die Erfindung beseitigt diese Schwierigkeiten durch Ausbildung eines besonderen
Apparates zur Regelung des Druckes in der Weise, daß zwar der aus der Hochdruckleitung
kommende Gasdruck auf den gewünschten Niederdruck herabgesetzt wird, daß jedoch andererseits Druckwellen durch den
Druckregelungsapparat hindurch auf einen dahinter angeordneten Fernzünder zur Auswirkung
kommen.
Es sind zwar Vorschläge bekannt geworden, Gasdruckregler, bei denen die Druckwelle
hindurchtreten kann, herzustellen, indessen benötigen diese älteren Einrichtungen
unübersichtliche Schaltungen, und sie sind schwer zu überwachen, da ihr empfindlicher
Bewegungsmechanismus frei liegt und leicht der Rostgefahr ausgesetzt ist.
Man hat andererseits auch bereits Einrichtungen zur Lösung der vorliegenden Aufgäbe
benutzt, bei welchen mehrere Regler unter Zwischenfügung eines Hilfsventils in Hintereinanderschaltung Verwendung fanden.
Bei diesen war jedoch der Übelstand vorhanden, daß das Entweichen von Gasmengen ins Freie nicht vermieden werden konnte und
daß die einzelnen Apparate in ihrer Arbeitsweise stark voneinander abhängig waren, so
daß die Gefahr von Störungen verschiedener Art vorhanden war. Auch fanden bei diesen
Anlagen Regler verschiedener Bauart Verwendung.
Diese Nachteile werden bei der Erfindung vermieden, und diese zeichnet sich durch Einfachheit
und Betriebssicherheit aus, ferner auch dadurch, daß im wesentlichen Druckregler
mit Verwendung finden können, wie sie jedem Gasfachmann geläufig sind.
Die Einrichtung zur Herabsetzung des Gasdruckes und zum geregelten Durchlaß der in
der Hochdruckleitung erzeugten Druckwellen
in die Niederdruckleitung zeichnet sich gemäß der Erfindung dadurch aus, daß zwei
auf verschieden hohen Gasdruck regelnde Membrandruckregler parallel zueinander geschaltet
sind, von denen der eine bei normalem Netzdruck regelt, der andere, auf den höheren Druck der Druckwelle abgestimmte
Regler durch ein bei Überschreiten eines festgelegten Druckes in der Hochdruckleitung
(Druckwelle) ansprechendes Hilfsventil mit dieser verbunden wird. Alsdann erfolgt
die Gaszuleitung zu der Verbrauchsstelle unter entsprechend höherem Druck. Nach dem Aufhören der Druckwelle schaltet das
Hilfsventil den zweiten Druckregler wieder aus, und die Gasversorgung findet wieder
über den ersteren statt.
Es ist zwar bereits bekannt geworden, bei Apparaten zur Erzeugung von Druckwellen
ebenfalls zwei parallel geschaltete Druckregler, von denen der eine die Druckwelle gibt,
der andere auf niederen Druck regelt, zu benutzen; jedoch wurde dabei die Inbetriebsetzung
des ersteren durch ein zwangsläufig gesteuertes Absperrorgan bewirkt. Im Gegensatz
hierzu benutzt die Erfindung, bei der es sich nicht darum handelt, Druckwellen zu
erzeugen, sondern die bereits vorhandenen Druckwellen durchzulassen, ein selbsttätig
arbeitendes Hilfsventil, das nur auf die Druckwellen anspricht. Auf diese Weise gelingt
es, im Hochdrucknetz erzeugte Wellen in gewolltem Ausmaß auf das Niederdrucknetz
bzw. die Verbrauchsstellen, wie z. B. Fernzünder, zu übertragen.
Die Abbildung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der neuen Einrichtung- in
schematischer Darstellung.
Das Hochdruckgas tritt durch das Rohr 1 ein und fließt durch das Rohr 2 in den für
den Dauerbetrieb bestimmten Druckregler, der in bekannter Weise aus zwei Kammern 8
und 14 mit einer dazwischengefügten, durch ein Gewicht 16 belasteten Biegehaut 15 und
einem daran befestigten Regulierventil 17 besteht. Der Druck in der Kammer 8 wird
durch das letztere geregelt. Das Gas fließt aus der Kammer 8 durch das Rohr 18 zu dem
Rohr 20, an welches die Laterne oder eine Mehrzahl von diesen angeschlossen ist. An
das Rohr 1 ist ferner mit Hilfe des Rohres 3 das Hilfsventil angeschlossen. Dieses besteht
aus zwei Kammern 22 und 21, die ebenfalls durch eine durch das Gewicht 6 belastete
Biegehaut 5 voneinander getrennt sind. Die letztere trägt ein Absperrventil 4, mit dessen
Hilfe die an die Kammer 21 angeschlossene
Abflußleitung 7 versperrt werden kann. Die Leitung 7 führt zu dem zweiten Druckregler
mit den Kammern 9 und 13, zwischen denen sich die durch das Gewicht 11 belastete Biegehaut
10 befindet. Letztere trägt ein Regulierventil 12, das dazu dient, den Druck des
in die Kammer 9 aus der Leitung 7 eintretenden Gases zu regeln. Die Austrittsleitung 19
aus der Kammer 9 führt ebenfalls zu dem Rohr 20. Die Arbeitsweise der Einrichtung
möge an einem Zahlenbeispiel erläutert sein. Der Gasdruck im Rohr 1 betrage 300 mm,
die darüber gelagerte Druckwelle 50 mm, im Rohre 20 werde dagegen ein Druck von 50 mm gefordert und bei Auftreten der Druckwelle
ein solcher von 100 mm.
Der Regler 8 wird so einreguliert, daß er den Druck von 300 mm auf 50 mm herabsetzt;
der Regler 9 wird hingegen so eingestellt, daß er 100 mm Druck abgibt. Das
Hilfsventil 4 wird derartig belastet, daß es bei Überschreiten des Druckes von 300 mm
oder auch erst bei Erreichung eines höheren Druckes von z.B. 350mm geöffnet wird.
Solange der als normal zu bezeichnende Gasdruck von 300 mm in dem Zuleitungsrohre ι herrscht, tritt nur der Regler 8 in
Tätigkeit und liefert in die Leitung 20 das Gas unter einem Druck von 50 mm. Wird
nunmehr der Gasdruck im Rohre 1 durch Einleitung der Druckwelle gesteigert, so öffnet
sich das Hilfsventil 4, und das Gas tritt über den Regler 9 mit einem Druck von
100 mm in die Leitung 20. Es teilt sich von dort aus der Druck von 100 mm natürlich
auch der Kammer 8 des anderen Reglers mit; infolgedessen wird die Biegehaut 1S und damit
auch das Ventil 17 in die oberste Lage gedruckt. Es entsteht jedoch hierdurch keine
Störung, da ja nunmehr die Gasversorgung der Leitung 20 durch den zweiten Regler erfolgt.
Hört die Drucksteigerung im Rohr 1 wieder auf, so geht der Vorgang in umgekehrter
Reihenfolge vor sich, das Hilfsventil 4 schließt sich wieder, der Regler 9 tritt
außer Funktion, und die Gaslieferung findet wieder über den ersten Regler 8 statt.
Man hat es natürlich in der Hand, die Druckverhältnisse an den verschiedenen Reglern
nach Bedarf einzustellen, indem man ihre Gewichtsbelastung ändert. Man wird davon
in der Praxis häufig Gebrauch machen, namentlich wenn auch während des normalen Betriebes kleine Druckschwankungen in dem
Zuleitungsrohre 1 auftreten. Es empfiehlt sich alsdann, die Einstellung so vorzunehmen, daß
das Hilfsventil auf diese kleinen Druckschwankungen noch nicht anspricht.
Wie bereits oben bemerkt, ist die gegebene Darstellung des Ausführungsbeispieles eine
schematische. Die bauliche Ausführung der einzelnen Teile kann natürlich unter Wahrung
des Erfindungsgedankens in irgendeiner Form erfolgen. Insbesondere kann auch die Ausgestaltung
des Hilfsventil in verschiedener
Art und Weise erfolgen. Wesentlich ist nur, \ daß diese erst bei einem bestimmten An- j
wachsen des Druckes in der Zuleitung anspricht. Auch die Ausführung der Druckregelungseinrichtung
im einzelnen ist für das Wesen der Erfindung ohne Bedeutung.
Claims (1)
- Patentanspruch:Einrichtung zur Herabsetzung des Gasdruckes und zum geregelten Durchlaß der in der Hochdruckleitung; erzeugten Druckwellen in die Niederdruckleitung, dadurch gekennzeichnet, daß zwei auf verschieden hohen Gasdruck regelnde Membrandruckregler parallel zueinander angeordnet sind, von denen der eine bei normalem Netzdruck regelt, während der andere, auf höheren Druck eingestellte Regler durch ein bei Überschreiten eines festgelegten Druckes in der Hochdruckleitung ansprechendes Hilfsventil mit dieser verbunden wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE37222D DE507758C (de) | 1928-04-05 | 1928-04-05 | Einrichtung zur Herabsetzung des Gasdruckes und zum geregelten Durchlass der in der Hochdruckleitung erzeugten Druckwellen in die Niederdruckleitung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEE37222D DE507758C (de) | 1928-04-05 | 1928-04-05 | Einrichtung zur Herabsetzung des Gasdruckes und zum geregelten Durchlass der in der Hochdruckleitung erzeugten Druckwellen in die Niederdruckleitung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE507758C true DE507758C (de) | 1930-09-20 |
Family
ID=7078042
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE37222D Expired DE507758C (de) | 1928-04-05 | 1928-04-05 | Einrichtung zur Herabsetzung des Gasdruckes und zum geregelten Durchlass der in der Hochdruckleitung erzeugten Druckwellen in die Niederdruckleitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE507758C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2609248A1 (fr) * | 1987-01-06 | 1988-07-08 | Bioresearch Inc | Regulateur de commande d'aspiration pour dispositif de drainage d'une cavite du corps d'un patient |
-
1928
- 1928-04-05 DE DEE37222D patent/DE507758C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2609248A1 (fr) * | 1987-01-06 | 1988-07-08 | Bioresearch Inc | Regulateur de commande d'aspiration pour dispositif de drainage d'une cavite du corps d'un patient |
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