DE507584C - Massenausgleich fuer Getriebe mit hin und her gehenden Massen - Google Patents
Massenausgleich fuer Getriebe mit hin und her gehenden MassenInfo
- Publication number
- DE507584C DE507584C DEW83954D DEW0083954D DE507584C DE 507584 C DE507584 C DE 507584C DE W83954 D DEW83954 D DE W83954D DE W0083954 D DEW0083954 D DE W0083954D DE 507584 C DE507584 C DE 507584C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- masses
- mass
- transmission according
- guides
- systems
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 claims description 27
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims description 8
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 1
- 238000004880 explosion Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
- F16F15/00—Suppression of vibrations in systems; Means or arrangements for avoiding or reducing out-of-balance forces, e.g. due to motion
- F16F15/22—Compensation of inertia forces
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
18. SEPTEMBER 1930
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 507 KLASSE 47h GRUPPE 20 Jf
Felix Heinrich Wankel in Heidelberg
Die Erfindung bezieht sich auf den Massenausgleich für Getriebe mit hin und her gehenden
Massen, wie z. B. bei Kolbenmaschinen mit geradlinigem Zylinder. Bei derartigen Getrieben ergibt sich bei den bekannten Ausführungen
ein Bewegungsnullpunkt, in welchem Geschwindigkeit und Beschleunigung gleich Null werden und in entgegengesetzter
Bewegungsrichtung wieder erzeugt werden
ίο müssen. Es ergeben sich hierdurch vielerlei
Unzuträglichkeiten, die in der Ungleichförmigkeit der Bewegung, den Erschütterungen,
der Verminderung des\¥irkungsgrades u. dgl. ihren Grund haben.
Gemäß der Erfindung sind durch zusätzliche Bewegung die Massen der Systeme, die
in bezug aufeinander geradlinig hin und her gehen, in gegeneinander kreisende Bewegung
versetzt, so daß kein Massenpunkt der beiden Massen durch einen Bewegungsnullpunkt hindurchgeht.
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgedanken an vier Ausführungsbeispielen,
und zwar zeigt:
Abb. ι und 2 in zwei verschiedenen Stellungen
eine mit Hilfe von zwei Zahnrädern bewirkte Führung der beiden Systeme,
Abb. 3 bis 5 in drei Stellungen eine durch zwei Exzenter herbeigeführte kreisende Bewegung
der beiden Systeme,
Abb. 6 eine Führung jedes Systems um je zwei Drehzentren, deren Kurbeln durch Kurbelstangen
miteinander verbunden sind,
Abb. 7 eine zwangläufige Führung durch gegenüber der drehenden Führung versetzte
Systeme zum Zwecke der Erzielung eines Massenausgleiches.
In Abb. ι und 2 sind α und b zwei in Eingriff
befindliche Zahnräder. Diese Zahnräder drehen sich um die beiden Achsen c und d.
Auf dem Kurbelzapfen e ist nun die Zylindermasse g drehbar gelagert, während die Kolbenmasse
// von dem Kurbelzapfen / mitgenommen wird. Bei der Verdrehung der Zahnräder
α und b in Richtung der Pfeile / und k
oder bei Drehung in dieser Bewegungsrichtung engegengesetzter Richtung bewegen sich
sowohl die einzelnen Massenpunkte der Zylindermasse g" als auch der Kolbenmasse h auf
Kreislinien, die z. B. bei Anbringung des Zeigers I durch die Bewegung der Spitze dieses
Zeigers / auf dem Kreis m gekennzeichnet sind. Dieser Kreis in hat den Durchmesser
des Kurbelkreises, sofern der Durchmesser der beiden Kurbeln e, f gleich ist. Während
sich die Massenpunkte der Zylindermasse g und der Kolbemnasse h in solchen Kreisen in
bewegen, schwingt die durch die Geradführung von Kolben und Zylinder gekuppelte Masse g, h einerseits parallel zur Verbindungslinie
der Mittelpunkte c, d der Zahnräder a, b auf und ab und bewegt sich gleichzeitig
senkrecht dazu auseinander und gegeneinander, wodurch die geradlinige hin und her gehende Bewegung zwischen der Kolbenmasse
h und dem Zylinderkörper g entsteht.
Durch diese Anordnung ist bewirkt, daß trotz der geradlinigen hin und her gehenden
Bewegung gegeneinander kein Punkt der beiden Massen durch einen Bewegungsnullpunkt
hindurchgeht. Die beiden Massen g und h sind vielmehr in einer ständigen gleichförmigen
Kreisbewegung begriffen.
Bei gegenläufiger kreisender Bewegung der Massen g· und h, wie dies bei Benutzung von
ίο Zahnrädern α und b als Führung bzw. als
Antrieb der Fall ist, wird erreicht, daß der Hubweg der Kolbenmasse h nur halb so groß
ist als bei stillstehender Zylindermasse g und es ist vorteilhaft, den Radius der kreisenden
Bewegung m gleich dem halben Kolbenhub zu machen, wodurch der Vorteil langer Hübe
und großer Hubgeschwindigkeit entsteht.
Um den Vorteil des Erfindungsgegenstandes insbesondere auch bei großen Massen voll
ausnutzen zu können, ist es zweckmäßig, sowohl die kreisenden als auch die sich drehenden
Massen mit bekannten Mitteln auszuwuchten, welchem Zweck die Massen η und ο
sowie p und q dienen.
Während bei der Ausfuhrungsform, die in
Abb. ι und 2 in zwei verschiedenen Stellungen veranschaulicht ist, nicht nur eine zwangläufige
Führung jedes Punktes der beiden Massen auf einer Kreislinie bewirkt ist, sondern
auch gleichzeitig ein äußerer Antrieb zur Erzwingung dieser Bewegungen, ist bei der
Ausführungsform nach Abb. 3 bis 5 lediglich eine zwangläufige Führung bewirkt. Die Kolbenmasse
h ist durch den Drehpunkt r mit der Kurbel s verbunden, die sich um den Zapfen t
dreht, während sich die Zylindermasse g mit Hilfe des Kurbelzapfens u um den Drehpunkt
w bewegt. Die Kurbeln ν und s sind mit Ausgleichmassen versehen. Durch die
Kraftwirkungen in dem Zylinderraum des als Kolbenmaschine gedachten Getriebes wird
die Kolbenmasse h und die Zylindermasse g nicht nur in geradlinigen hin und her gehenden
Bewegungen zueinander verschoben, sondern die einzelnen Punkte der Massen h und g
gleichzeitig in kreisende Bewegung entsprechend dem Kurbelarm ν und s verdreht,
so daß kein Punkt der Massen h und g durch einen Bewegungsnullpunkt oder durch einen
Bewegungsumkehrpunkt geht, sondern sich stets in gleichförmiger Kreisbewegung befindet.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 6 ist eine noch bessere Führung bzw. Antrieb der
beiden Massen bewirkt. Da sich jeder Massenpunkt der beiden Massen auf einem Kreis
bewegen soll, so ist es möglich, die beiden Massen mit Hilfe beliebig vieler Dreharme
um entsprechend viele Bewegungsmittelpunkte zu führen. Die Kolbenmasse h besitzt daher
-die KurbelführungenS1 und S2 und die Zylindermasse
g die Kurbelfiihrungen V1 und v2.
Die Führungen S1 und J2 sind durch eine
Stange χ miteinander verbunden, während die Führungen V1 und vz eine Stange y besitzen.
Bei der Ausführung nach Abb. 7 sind die Zylindermassen gt, g„ an der Kurbelscheibe ν
um i8o° versetzt und desgleichen die Kolbenmassen Ji1 und A2 an der Kurbelscheibe.? ebenfalls
um i8o°. Hierdurch ergibt sich in bezug auf die Drehbewegung der Scheibe eine Auswuchtung
der Kolben- und Zylindermassen, so daß nur noch die Ausgleichmassen η und 0
übrig bleiben. Auch diese Massen können z. B. bei Tandemanordnung wegfallen.
Sinngemäß läßt sich der Erfindungsgegenstand in der verschiedensten Weise verwirklichen,
denn es kommt lediglich darauf an, durch eine zusätzliche Führung oder einen zusätzlichen
Antrieb sowohl die hin und her gehende Masse als auch die Masse, in oder an der sich diese Masse führt, in einer geschlossenen
Kurve ersten Grades umlaufen zu lassen, was am einfachsten in einer Kreisbewegung
geschieht, von der aber in ganz besonderen Fällen auch abgewichen werden kann. Ebenso ist es möglich, mehr oder
weniger auf die Gleichförmigkeit der zusätzlichen Bewegung zu verzichten, wenn damit
andere Vorteile erreicht werden können, denn auch in diesem Falle sind Bewegungsnullpunkte
und Bewegungsumkehrpunkte vermieden.
Die Verwendung des Erfindungsgedankens ist möglich sowohl bei Kraftmaschinen, also
Explosionskraftmaschinen, Dampfmaschinen u. dgl. als auch bei Arbeitsmaschinen, wie
Pumpen u. dgl., denen infolgedessen der Antrieb von außen zugeleitet werden muß. Darüber
hinaus wird es auch möglich, den Erfindungsgedanken zu benutzen bei Arbeitsmaschinen,
bei denen nicht Kolben und Zylinder vorhanden sind, sondern bei denen z. B. ein
Werkzeug auf einem Werkstück hin und her geführt wird, wie dies z. B. bei Hobelmaschinen
u. dgl. der Fall ist.
Claims (7)
1. Massenausgleich für Getriebe, bei denen die Massen des einen Systems
geradlinig in einem anderen System hin und her gehen, wie z. B. bei Kolbenmaschinen
mit geradlinigen Zylindern, dadurch gekennzeichnet, daß beiden Systemen eine gegenläufig kreisende Bewegung erteilt
wird,
2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der
kreisenden Bewegung beider Systeme gleich groß ist.
3. Getriebe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisende
Bewegung der Systeme durch mehrere Führungen an" jedem System bewirkt
wird.
4. Getriebe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die sich drehenden
Teile dieser Führungen durch Kurbelstangen zwangläufig miteinander verbunden sind.
5. Getriebe nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegten
Massen durch Hilfsmassen ausgewuchtet sind.
6. Getriebe nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittellinie
der sich drehenden Führungen durch den Massenmittelpunkt des angelenkten Systems
geht.
7. Getriebe nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Paare
von Systemen mit in bezug aufeinander hin und her gehenden Massen an den sich drehenden Führungen so versetzt angeordnet
sind, daß ihre Massen sich ganz oder teilweise auswuchten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
fip.r>riUCKr in lil-:ft
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW83954D DE507584C (de) | 1929-10-16 | 1929-10-16 | Massenausgleich fuer Getriebe mit hin und her gehenden Massen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW83954D DE507584C (de) | 1929-10-16 | 1929-10-16 | Massenausgleich fuer Getriebe mit hin und her gehenden Massen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE507584C true DE507584C (de) | 1930-09-18 |
Family
ID=7611826
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW83954D Expired DE507584C (de) | 1929-10-16 | 1929-10-16 | Massenausgleich fuer Getriebe mit hin und her gehenden Massen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE507584C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4530255A (en) * | 1979-05-01 | 1985-07-23 | Haslam James Henry | Rotary balance motor |
| DE4231301C1 (de) * | 1992-09-18 | 1994-04-21 | Hartmut Dipl Ing Lohmeyer | Hubkolbenmaschine mit beweglichem Zylinder |
| WO2014082031A1 (en) * | 2012-11-24 | 2014-05-30 | Sullivan Jerome L | Non-reciprocating piston engine |
| ES2555669A1 (es) * | 2014-07-04 | 2016-01-07 | Fº JAVIER PORRAS VILA | Motor de bielas en radio de palanca y bielas recursivas |
-
1929
- 1929-10-16 DE DEW83954D patent/DE507584C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4530255A (en) * | 1979-05-01 | 1985-07-23 | Haslam James Henry | Rotary balance motor |
| DE4231301C1 (de) * | 1992-09-18 | 1994-04-21 | Hartmut Dipl Ing Lohmeyer | Hubkolbenmaschine mit beweglichem Zylinder |
| WO2014082031A1 (en) * | 2012-11-24 | 2014-05-30 | Sullivan Jerome L | Non-reciprocating piston engine |
| US8757126B2 (en) | 2012-11-24 | 2014-06-24 | Jerome L. Sullivan, IV | Non-reciprocating piston engine |
| ES2555669A1 (es) * | 2014-07-04 | 2016-01-07 | Fº JAVIER PORRAS VILA | Motor de bielas en radio de palanca y bielas recursivas |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2735384A1 (de) | Zweizylinder-reihenmotor mit einer massenausgleichsvorrichtung | |
| DE875110C (de) | Getriebe zur Wandlung einer drehenden in eine geradlinig hin und her gehende Bewegung | |
| DE1158752B (de) | Rotationskolben-Brennkraftmaschine | |
| DE507584C (de) | Massenausgleich fuer Getriebe mit hin und her gehenden Massen | |
| AT510081B1 (de) | Schmiedevorrichtung | |
| DE3443763A1 (de) | Brennkraftmaschine mit massenausgleich i. ordnung | |
| DE271755C (de) | ||
| DE927131C (de) | Hydraulische Kolbenpumpe bzw. hydraulischer Kolbenmotor mit sternfoermiger Kolbenanordnung | |
| DE147352C (de) | ||
| DE866115C (de) | Kolbenmaschine mit Taumelscheibe, insbesondere Brennkraftkolbenmaschine | |
| DE1007707B (de) | Fluessigkeitssternmotor bzw. -pumpe | |
| DE102005061286B4 (de) | Umlaufkolbenmaschine mit zwei auf einer Achse angeordneten Kolbenträgern | |
| DE485923C (de) | Kurbelschleifenantrieb mit veraenderlichem Hub | |
| DE497588C (de) | Kolbenmaschine, insbesondere Brennkraftmaschine, mit Hypozykloidengetriebe | |
| DE595824C (de) | Getriebe zur Umsetzung einer umlaufenden Drehbewegung in eine geradlinig hin und hergehende Bewegung mit zwischen Schubstange und Kurbel geschaltetem verzahnten Kardankreisgetriebe | |
| DE1939096A1 (de) | Vorrichtung zur Umwandlung einer hin- und hergehenden Bewegung in eine drehende Bewegung als Maschinenelement | |
| EP1612369B1 (de) | Vorrichtung zur Umwandlung einer hin- und hergehenden Bewegung in eine Drehbewegung und umgekehrt | |
| DE475503C (de) | Vorrichtung zur Veraenderung des Kolbenhubes bei Brennkraftmaschinen | |
| DE10242228A1 (de) | Schubkurbelsystem | |
| DE917045C (de) | Antriebsvorrichtung fuer den am Hauptschlitten einer Doppeldruckpresse quer beweglichen Werkzeugtraeger | |
| DE588802C (de) | Vorrichtung zum Hinundherbewegen der Fadenfuehrerstange | |
| DE953041C (de) | Pumpe oder Motor mit vier in einer Ebene angeordneten Zylindern | |
| DE932877C (de) | Taumelscheibengetriebe, insbesondere in Verbindung mit einer Brennkraftmaschine in Trommelbauart | |
| DE35422C (de) | Vorrichtung an Rotationsmaschinen zur Ueberwindung des todten Punktes | |
| DE640764C (de) | Regelbare Kolbenpumpe mit zwei ineinandergleitenden und in einem Gehaeuse durch einen als Antriebsexzenter wirkenden Kugelkopf rechtwinkelig zueinander bewegten zweiteiligen Rahmen |