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DE506938C - Verfahren zur Erhoehung der Wirkung von Duengemitteln - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung der Wirkung von Duengemitteln

Info

Publication number
DE506938C
DE506938C DEA38452D DEA0038452D DE506938C DE 506938 C DE506938 C DE 506938C DE A38452 D DEA38452 D DE A38452D DE A0038452 D DEA0038452 D DE A0038452D DE 506938 C DE506938 C DE 506938C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fertilizers
effect
magnesium silicate
silicate
increase
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA38452D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AGC Inc
Original Assignee
Asahi Glass Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Asahi Glass Co Ltd filed Critical Asahi Glass Co Ltd
Priority to DEA38452D priority Critical patent/DE506938C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE506938C publication Critical patent/DE506938C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D5/00Fertilisers containing magnesium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erhöhung der Wirkung von Düngemitteln Beobachtungen, die in Japan gemacht wurden, haben gezeigt, daß gewisse Landstriche, welche sich im Gegensatz zu anderen, anscheinend gleichwertigen, als sehr fruchtbar erwiesen, diese wertvolle Eigenschaft anscheinend dem Vorhandensein von kolloidalem Magnesiumsilikat verdanken.
  • Diese Verbindung wurde daraufhin künstlich hergestellt als ein in Wasser kolloidal lösliches, kieselsäurehaltiges Magnesiumpräparat. Praktische Versuche haben gezeigt, daß durch Beimischung dieses kolloidalen Magnesiumsilikats zu weniger fruchtbarem Boden dessen Ertragfählgkeit regelmäßig gesteigert wird. Die Verabreichung einer sehr kleinen Menge des kolloidalen Silikats genügt schon, um einen solchen Boden einem Boden gleichwertig zu machen, .der schon von Natur aus diese Substanz enthält.
  • Das kolloidale Magnesiumsilikat wirkt nicht selbst als Dünger, es ist vielmehr ein Körper, der die Wirkung natürlicher oder künstlicher Düngemittel erhöht, d. h. als Treibmittel wirkt. Für die Erzielung,der gewollten Wirkung genügen schon ganz geringe Mengen des Präparates, so z. B. 36oo g Magnesiumsitikat auf den Hektar. Dieses sehr niedrige Verhältnis steht in keinem Vergleich zu dem der gewöhnlich in der Landwirtschaft benutzten Kunstdüngemittel, seien es nun kal.i-, phosphorsättre- oder stickstoffhaltige, von denen verhältnismäßig große Mengen (bis zu mehreren Zentnern auf den Hektar) verwendet werden müssen.
  • Die Wirkung des kolloidalen Magnesiumsilikats äußert sich in einer Frühreife und Ertragsteigerung der Ernte. Für seine praktische Verwendung ist die Wohlfeilheit des Produktes von Wichtigkeit, das aus billigen Chemikalien hergestellt und überdies nur in kleiner Menge verwendet wird.
  • Die befruchtende Wirkung des kolloidalen Magnesiumsilikats wurde z. B. im Vergleich mit Kieselsäurehydrat (kolloidaler Kieselsäure) und im Vergleich mit einem Kontrollversuch ohne jede Beigabe in einem sehr fruchtbaren Boden torfartigen Ursprungs, also reich an organischer Substanz, nachgewiesen, in welchem die Phosphorsäure durch Kultur angereichert war, so daß künstliche Düngung sich erübrigte. Als Versuchsobjekt dienten Tomaten.
  • Die Zahl der sich färbenden, d. h. eine deutlich gelbe Farbe zeigenden Früchte, gezählt für alle drei Felder am gleichen Trage und bezogen auf ioo gefärbte Kontrollfrüchte, war folgende:
    Kontrollversuch ....... ioo Früchte,
    Kieselsäurehydrat . ... . i o6,8 - ,
    Magnesiumsilikat ..... 1 77,2 -
    Aufeinanderfolgende Ernten gaben, bezogen auf das Gewicht roo des Kontrollversuchs, folgende Ergebnisse:
    Kontroll- Kieselsäure- Magnesium-
    versuch hydrat Silikat
    2o. August I00 122,2 210,7
    25. - f oo 115,4 127,5
    i. September foo 116,7 146,7
    8. - 100 142,0 88,5
    15. - roo 79,1 89,4
    i9. - roo 72,3 65,6
    28. - 1 00 98 ,1 56,9
    Mittel .... i o0 105,5 112,1
    Neben diesen Zahlen, welche deutlich für die durch,das kolloidale Magnesitunsilikat bewirkte Frühreife und Ertragsteiger:ung Zeugnis ablegen, sei auch einVersuch mit Blumenkohl angeführt, der im Aufschwemmungsgebiet der Durance bei Avignon ausgeführt wurde: Mittleres Gewicht eines Kohls ohne Ma-' gnesiumsilikat 2,6o kg -I- o,2o, mit Magnesiumsilikat 3,56 kg ± o,25.
  • Diese Versuche zeigen die ertragsteigernde Wirkung des kolloidalen Magnesiums.ilikats in Böden, welche schon von N atur aus die für die Ernährung der Pflanze nötigen Stoffe in ausreichender Menge enthalten.
  • Als Beispiele für :die Verwendung des kolloidalen Magnesiumsilikats in Verbindung mit Düngemitteln seien folgende Versuche angeführt i. Versuch mit Kartoffeln (Düngemittel: Stalldünger), lehmiger Boden, der je Hektar 25 ooo kg Stalldünger erhielt. Zwei Parallelversuche. Das kolloidale Magnesiumsilikat wurde der einen Versuchsparzelle in üblicher Menge von 3 doo g Trockensubstanz je Hektar zugefügt. Das Verhältnis von Dünger und Silikat war demnach folgendes: Gewicht des Düngers 25 ooo kg, Gewicht des Silikats 3,6 kg.
    Resultate
    Dünpr Düngerplus
    Steigerung
    allein Silikat
    Sorte 1 49 kg 97 kg 95 0 / 0
    - 11 47 - 92 - 97 %
    2. Versuch mit Kartoffeln (Parzellen von je o,5 a). Verwendete Dünger (miteinander gemischt) : A , i kg Kaliumchlorid je Parzelle Zoo kg iha, B 3 kg Superphosphat je Parzelle 6oo kgjlia, C Zoo g Stickstoff je Parzelle 4o kg/ha.
  • Magnesiumsilikat: 3,6 kg Trockensubstanz j e Hektar.
    Resultate
    Verwendete Ernteergebnis je Parzelle von 5o m2
    Dünger Dünger Dünger plus
    allein Silikat
    A+B+NH4C1 16o 193
    A+B+Harnstoff 152 174
    A+B+NaN03 152 171

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erhöhung der Wirkung von Düngemitteln, dadurch gekennzeichnet, .daß den Düngemitteln kolloidales Magnesiumsilikat als Treibmittel zugesetzt wird.
DEA38452D 1922-09-16 1922-09-16 Verfahren zur Erhoehung der Wirkung von Duengemitteln Expired DE506938C (de)

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Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE506938C true DE506938C (de) 1930-09-10

Family

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Country Status (1)

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DE (1) DE506938C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE941374C (de) * 1953-12-05 1956-04-12 Bayer Ag Verfahren zur Verbesserung der Bodenstruktur

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE941374C (de) * 1953-12-05 1956-04-12 Bayer Ag Verfahren zur Verbesserung der Bodenstruktur

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