DE506627C - Verfahren und Vorrichtung zur Einaescherung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur EinaescherungInfo
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- DE506627C DE506627C DEV24519D DEV0024519D DE506627C DE 506627 C DE506627 C DE 506627C DE V24519 D DEV24519 D DE V24519D DE V0024519 D DEV0024519 D DE V0024519D DE 506627 C DE506627 C DE 506627C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23G—CREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
- F23G1/00—Furnaces for cremation of human or animal carcasses
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Einäscherung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einäschern und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Gegenüber bekannten Vorrichtungen, wie Einäscherungsöfen, besitzt der Ofen nach der Erfindung eine erlieblich vereinfachte, verbilligte Bauweise und arbeitet mit sehr großer, bei Dauerbetrieb sogar mit gänzlicher Ersparnis an Brennstoffen.
- Bekannte Verfahren und Vorrichtungen haben neben einer dauernd in Betrieb gehaltenen Feuerung Regeneratoren oder Rekuperatoren von großen Abmessungen. Das Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung dagegen arbeitet ohne derartige Hilfseinrichtungen und benötigt demgemäß nur etwa ein Drittel des bisher beanspruchten Raumes.
- Die Betriebskosten sind bei der Anlage nach der Erfindung äußerst niedrig, weil für einen Dauerbetrieb keinerlei Heizmittel gebraucht werden und weil auch die Kosten für das erstmalige Anheizen der kleinen Vorrichtung nur gering sind.
- Das Verfahren besteht nach der Erfindung darin, daß eine Einäscherungsmuffel ständig durch die beim Einäscherungsvorgang frei werdende Wärme über der Entzündungstemperatur der einzuäschernden Gegenstände gehalten wird. Dies geschieht durch Einblasen von dünnen, regelbaren Luftstrahlen auf den Einäscherungsgegenstand, die so geleitet sind, daß sie unter Vermeidung oder weitgehender Einschränkung der bei bekannten Ofen auftretenden Verteilung auf den ganzen Ofenraum den zur Einäscherung erforderlichen Sauerstoff ausschließlich an _den Einäscherungsgegenstand heranbringen. Die Luftstrahlen sind nach der Erfindung so gerichtet, daß sie die Ofenwand nicht berühren können und sie nicht abkühlen. Infolgedessen kommen diese Wandungen nur mit den aus der Einäscherung erzeugten heißen Flammengasen in Berührung. Sie saugen aus ihnen Wärme auf, speichern sie auf und strahlen sie auf den Einäscherungsgegenstand zurück. Der Einäscherungsvorgang wird dadurch aufrechterhalten, und der Ofen kann beliebig viele Einäscherungen hintereinander ohne Zufuhr von Brennstoffen, sondern nur von Luft, die sogar kalt sein kann, durchführen, selbst mit zwischengelegten Betriebspausen erheblicher Länge.
- Eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung besteht in einer Einäscherungsmuffel, die mit regelbaren Diisen und einer Druckluftzuleitung zu ihnen ausgerüstet ist. Die Düsen sind so angeordnet, daß die aus ihnen austretenden Luftstrahlen die Wandungen der Muffel nicht berühren, sondern nur den Einäscherungsgegenstand treffen. Ferner ist mit der Einäscherungsmuffel ein an sich bekannter, zur Verbrennung des Rauches und fester Restteile dienender N achbrennraum vereinigt, der nach der Erfindung nur durch die zum Schornstein ziehenden glühenden Abgase beheizt ist. In der Zeichnung ist eine Einäscherungsvorrichtung in einem Ausführungsbeispiel in Abb. i im Längsschnitt und in Abb. 2 in einem zugehörigen Grundriß schematisch dargestellt.
- Eine durch Umhüllungsmauerwerk a gebildete Muffel b dient zur Aufnahme des einzuäschernden Gegenstandes c. An die Muffel ist ein Nachbrennraum d angeschlossen, in dem Aschenreste über einem Rost e von der anhaftenden Holzkohle des Sarges befreit und der Rauch verbrannt werden. Unter dem Raum d befindet sich ein Sammelraum f. Die Räume d und f sind durch verschließbare Bedienungsöffnungen r und s zugänglich. Die Abgase entweichen durch einen Fuchs g zum nicht mitgezeichneten Schornstein.
- Die Decke der Muffel trägt eine vorspringende Leitfläche h gegenüber einer Feuerbrücke i. Diese ist niedrig und abgeschrägt, um Einäscherungsreste von der Tür L aus mit einem Gerät leicht in den Nachbrennraum d schieben zu können. Ein absperrbarer Kanal k leitet Luft zur Verbrennung des Rauches hinter der Feuerbrücke i zu.
- Die Muffel b ist mit einer Anzahl von Luft- und Gasdüsen versehen, die sämtlich von außen her, z. B. durch Absperrglieder v an Rohrleitungen 2t oder durch nicht gezeichnete Klappen, Schieber o. dgl., geregelt und bedient werden können. Um die Muffel erstmalig anwärmen zu können, sind Brenngasdüsen in und absperrbare Kanalmündungen it angeordnet, durch die atmosphärische Luft in Richtung der Pfeile t strömen kann. Diese Gasdüsen,nt und die Luftkanäle n werden ausgeschaltet und verschlossen, sobald die Muffel so weit vorgewärmt ist, daß der Verbrennungsvorgang ohne Zusatz von Brenngas in Betrieb gehalten werden kann. An Stelle dieser Zusatzgasheizung kann ein beliebiger anderer Hilfsbrennstoff zum Anwärmen benutzt werden.
- Wenn die Entzündungstemperatur des Einäscherungsgegenstandes erreicht ist, werden die Druckluftdüsen o und p angestellt. Diese können einzeln oder gruppenweise eingeschaltet werden. Sie sind zu beiden Seiten der Muffel so angeordnet, daß sie die aus ihnen strömenden Druckluftstrahlen nur auf die Oberfläche des Einäscherungsgegenstandes leiten, jedoch die Muffelwandungen von ihnen frei halten.
- Der Boden der Muffel kann aus einer geneigten Ebene bestehen, an deren tiefstem Punkt eine verschließbare Offnung d angeordnet ist, um die Asche von Metallen (Zink) befreien zu können.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Einäscherung, dadurch gekennzeichnet, daß in der Muffel eines Einäscherungsofens nach erfolgtem Hochheizen durch ein Heizmittel bekannter Art und nach Ausschalten des Heizmittels die zur Einäscherung benötigte Luft in Form von dünnen, regelbaren Strahlen aus Düsen oder ähnlichen Einrichtungen ausschließlich auf den Einäscherungsgegenstand geleitet wird.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einäscherungsmuffel mit Düsen zur Einführung regelbarer Luftstrahlen ausgestattet ist, die beim Einströmen die Wandungen der Muffel nicht berühren, sondern nur den Einäscherungsgegenstand treffen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der an sich bekannte Nachbrennraum, der mit bekannten Vorrichtungen zur Verbrennung des Rauches und fester Restteile ausgestattet ist, unmittelbar unterhalb der Abgasöffnung der Einäscherungsmuffel und einer Stauwand angeordnet ist, die die Rauchgase durchwirbelt und nach unten gegen den Nachbrennraum drückt.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV24519D DE506627C (de) | 1928-10-30 | 1928-10-30 | Verfahren und Vorrichtung zur Einaescherung |
| DE1930508111D DE508111C (de) | 1928-10-30 | 1930-01-21 | Verfahren zur Verbrennung minderwertiger Brennstoffe oder Abfaelle |
| DE1930509183D DE509183C (de) | 1928-10-30 | 1930-03-02 | Verfahren zum Einaeschern oder Verbrennen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV24519D DE506627C (de) | 1928-10-30 | 1928-10-30 | Verfahren und Vorrichtung zur Einaescherung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE506627C true DE506627C (de) | 1930-09-06 |
Family
ID=7581247
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV24519D Expired DE506627C (de) | 1928-10-30 | 1928-10-30 | Verfahren und Vorrichtung zur Einaescherung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE506627C (de) |
-
1928
- 1928-10-30 DE DEV24519D patent/DE506627C/de not_active Expired
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