DE505256C - Verfahren zur Herstellung von Rasternegativen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von RasternegativenInfo
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-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- G03F5/00—Screening processes; Screens therefor
- G03F5/02—Screening processes; Screens therefor by projection methods
- G03F5/04—Screening processes; Screens therefor by projection methods changing the screen effect
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Rasternegativen,
und zwar hauptsächlich für Stein- und Offsetdruck, unter Verwendung eines drehbaren
Kreuzrasters oder eines sogenannten Kornrasters mit unregelmäßigen Elementen. Die
Erfindung verfolgt den Zweck, Negative dieser Art zu schaffen, welche bei demselben
Härtegrad einen wesentlich größeren Reichtum an Details als die bisher bekannten
Rasternegative aufweisen. Das Verfahren besteht zu diesem Zwecke in der Hauptsache
darin, daß die erforderliche Belichtungszeit in mindestens zwei Stufen geteilt wird, zwisehen
welchen der Raster in seiner eigenen Ebene um einen Winkel gedreht wird, welcher
bei Verwendung eines Kreuzrasters ein anderer ist als der, den die Linien des Rasters
miteinander bilden, bzw. bei Verwendung eines
ao Kornrasters ein beliebiger anderer Winkel als 360° sein kann, so daß die bei der zweiten
Belichtungsstufe in den helleren Teilen des Originals erhaltenen undurchsichtigen Elemente
des Negativs einen Teil der nach der ersten Belichtungsstufe zurückgebliebenen durchsichtigen Elemente decken und man dadurch
ein Negativ erhält, bei dem die durchsichtigen Elemente, welche später im Positiv
die Druckelemente bilden solllen, in den helleren Teilen in geringerer Anzahl vorhanden sind als in den dunkleren Teilen. Durch
die viel kräftigere Einwirkung des Lichtes auf diejenigen Stellen, die'den helleren Teilen
des Originals entsprechen, werden nämlich die undurchsichtigen Elemente des Negativs
an den betreffenden Stellen schon bei einer Belichtung so groß, daß nebeneinanderliegende
Elemente sich berühren oder sogar teilweise überdecken, und die Folge ist daher,
daß die durchsichtigen Elemente an solchen Stellen, welche helleren Teilen des Originals
entsprechen, bei jeder weiteren Belichtung unter einer anderen Winkelstellung des Rasters
an der Zahl rasch abnehmen.
Bei der praktischen Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung unter Verwendung eines gewöhnlichen Kreuzrasters mit
einem Winkel von 90 ° zwischen den Linien des Rasters und unter Teilung der Belichtung
in zwei Stufen erhält man das beste Ergebnis, wenn man den Raster zwischen den beiden
Belichtungsstufen um einen Winkel von etwa 45° dreht.
Die Drehung des Rasters zwischen den Belichtungsstufen kann auf verschiedene
Weise erfolgen. So kann man nach der ersten Belichtung beispielsweise die Kassette schließen
und herausnehmen, hier den Raster drehen und nach Wiedereinsetzen der Kassette die Platte unter dem neuen Rasterwinkel
belichten. Hierbei kann aber leicht eine Verschiebung der Platte stattfinden, so daß eine
Unscharfe bzw. eine Verdoppelung der Konturen des Bildes herbeigeführt wird. Es ist
daher zweckmäßiger, irgendeine geeignete mechanische Vorrichtung zu verwenden, welche eine Drehung des Rasters ohne Änderung
der «genauen Stellung der Platte und ohne Änderung der Entfernung des Rasters von der Platte während der Drehung gestattet.
Solche Vorrichtungen sind an sich ίο bekannt und brauchen daher hier nicht näher
beschrieben zu werden.
Das Verfahren kann ferner auch so ausgeführt werden, daß man für jede Stufe der
Belichtung eine besondere Platte, Film o. dgl. verwendet und dann nach der Fertigstellung
die Schichten dieser Platte o. dgl. zum Zwecke des Kopierens zusammenlegt.
In der beiliegenden Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsweise des Verfahrens
gemäß der Erfindung veranschaulicht. Bei dieser Ausführungsweise handelt es sich um
die Herstellung eines Rasternegativs unter Verwendung eines gewöhnlichen Kreuzrasters
und unter Teilung der Belichtung in zwei Stufen.
Die Abb. la und ib zeigen in stark vergrößertem
Maßstabe den verwendeten Kreuzraster, dessen Linien in der üblichen Weise
einen Winkel von 90 ° miteinander bilden. Abb. ι a zeigt die Stellung des Rasters während
der ersten Belichtungsstufe und Abb. ib die Stellung desselben während der zweiten
Belichtungsstufe, wobei der Raster um einen Winkel von 45 ° gegenüber der Stellung
gemäß Abb. ia gedreht ist.
Bei der ersten Belichtung der Platte mit dem in der Stellung gemäß Abb. ia befindlichen
Raster erhält man an einer Stelle der Platte, die einem dunkleren Teile des Originals
entspricht, das in Abb. 2a in stark vergrößertem Maßstabe dargestellte Punktfeld.
Da die Einwirkung des Lichtes hier recht schwach ist, so werden die erhaltenen undurchsichtigen
Elemente i, deren Form durch die verwendete Blende bestimmt wird, klein
im Verhältnis zu ihrem gegenseitigen Abstande. Hierauf dreht man den Raster um
450 in die Stellung gemäß Abb. ib und nimmt die zweite Belichtung vor. Bei dieser Belichtung
erhält man an derselben Stelle der Platte das in Abb. 2b dargestellte Punktfeld.
Die erhaltenen undurchsichtigen Elemente 2 haben hier dieselbe geringe Größe wie in
Abb. 2a, aber eine andere, der geänderten Stellung des Rasters entsprechende Stellung.
Nach Fertigstellung der Platte wird daher die betreffende Stelle derselben das in Abb. 2c
dargestellte kombinierte Punktfeld aufweisen, in welchem die undurchsichtigen Elemente 1
und 2 infolge ihrer geringen Größe nebeneinanderliegen.
An einer anderen Stelle der Platte dagegen, die einem helleren Teile des Originals entspricht,
erhält man bei der ersten Belichtung mit dem Raster in der Stellung gemäß Abb. ia
das in Abb. 3a dargestellte Punktfeld. Da die Einwirkung des Lichtes hier viel kräftiger
ist, so werden die erhaltenen undurchsichtigen Elemente 3 so groß, daß sie sich gerade berühren.
Bei der zweiten Belichtung, nach erfolgter Drehung des Rasters in die Stellung gemäß Abb. ib, erhält man an derselben
Stelle der Platte das in Abb. 3b dargestellte Punktfeld, dessen undurchsichtige Elemente 4
dieselbe Größe wie in Abb. 3a haben, aber eine andere Lage einnehmen. Nach Fertigstellung
der Platte wird daher diese Stelle das in Abb. 3c dargestellte kombinierte Punktfeld
aufweisen. Infolge der Größe der undurchsichtigen Elemente 3 und 4 überdecken diese teilweise einander, und ferner überdecken
die bei der zweiten Belichtungsstufe erhaltenen undurchsichtigen Elemente 4 auch
einen Teil der nach der ersten Belichtung zurückgebliebenen durchsichtigen Elemente 5
(Abb. 3a), so daß die im fertigen Negativ noch zurückbleibenden durchsichtigen Elemente
6 (Abb. 3c), die im Positiv die Druckelemente bilden sollen, viel weniger an der
Zahl werden als die durchsichtigen Elemente 5 in Abb. 3a.
Die Abb. 4a bis 4c zeigen schließlich das Ergebnis des neuen Verfahrens bei der Herstellung
eines Rasternegativs aus einem Original mit helleren und dunkleren Teilen, die allmählich ineinander übergehen (Graukeil).
Bei der ersten Belichtung der Platte mit dem Raster in der Stellung gemäß Abb. ia erhält
man das in Abb. 4a dargestellte Punktfeld, und bei der zweiten Belichtung, nach Drehung
des Rasters in die Stellung gemäß Abb. ib, erhält man das in Abb. 4b dargestellte Punktfeld.
Nach Fertigstellung der Platte wird diese daher das in Abb. 4c dargestellte kombinierte
Punktfeld aufweisen. Wie aus der letztgenannten Abbildung ersichtlich ist, sind die durchsichtigen Elemente 7, die später im
Positiv die Druckelemente bilden sollen, an den oberen Stellen der Platte, die den helleren
Teilen des Originals entsprechen, beträchtlich geringer an der Zahl als an den unteren
Stellen, die den dunkleren Teilen des Originals entsprechen. Man erhält daher mit diesem
Negativ einen wesentlich größeren Reichtum an Einzelheiten des Bildes, als es mit den bisher
bekannten Verfahren möglich gewesen ist.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Herstellung von Rasternegativen unter Verwendung eines drehbaren Kreuzrasters oder eines sogenannten Kornrasters mit unregelmäßigenElementen, dadurch gekennzeichnet, daß die erforderliche Belichtungszeit in mindestens zwei Stufen geteilt wird, zwischen denen der Raster in seiner eigenen Ebene um einen Winkel gedreht wird, der bei Verwendung eines Kreuzrasters ein anderer ist als der, den die Linien des Rasters miteinander bilden, bzw. bei Verwendung eines Kornrasters ein beliebiger anderer Winkel als 360 ° sein kann, so daß die bei der zweiten Belichtungsstufe in den helleren Teilen erhaltenen undurchsichtigen Elemente des Negativs einen Teil der nach der ersten Belichtungsstufe zurückgebliebenen durchsichtigen Elemente decken und man dadurch ein Negativ erhält, in dem die durchsichtigen Elemente (die dann im Positiv die Druckelemente bilden sollen) in den helleren Teilen in geringerer Anzahl vorhanden sind als in den dunkleren Teilen.
- 2. Verfahren zur Herstellung von Rasternegativen nach Anspruch 1 unter Verwendung eines Kreuzrasters mit einem Winkel von 900 zwischen den Linien des Rasters und unter Teilung der Belichtung in zwei Stufen, dadurch gekennzeichnet, daß der Raster zwischen den beiden Belichtungsstufen um einen Winkel von etwa 450 gedreht wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Stufe der Belichtung eine besondere Platte, Film ο. dgl. verwendet wird und dann die Schichten zum Zweck des Kopierens zusammengelegt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE505256X | 1928-03-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE505256C true DE505256C (de) | 1930-08-16 |
Family
ID=20310823
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW82082D Expired DE505256C (de) | 1928-03-13 | 1929-03-13 | Verfahren zur Herstellung von Rasternegativen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE505256C (de) |
-
1929
- 1929-03-13 DE DEW82082D patent/DE505256C/de not_active Expired
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