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DE49857C - Verfahren zur Darstellung von Amido-/?-naphtol- und a - (j - Dioxynaphtalindisulfosäuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Amido-/?-naphtol- und a - (j - Dioxynaphtalindisulfosäuren

Info

Publication number
DE49857C
DE49857C DENDAT49857D DE49857DA DE49857C DE 49857 C DE49857 C DE 49857C DE NDAT49857 D DENDAT49857 D DE NDAT49857D DE 49857D A DE49857D A DE 49857DA DE 49857 C DE49857 C DE 49857C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ponceau
preparation
naphthol
dioxynaphthalene
amido
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT49857D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Dr. OTTO N. WITT in Westend-Charlottenburg, Linden-Allee 33
Publication of DE49857C publication Critical patent/DE49857C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/41Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing singly-bound oxygen atoms bound to the carbon skeleton
    • C07C309/43Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing singly-bound oxygen atoms bound to the carbon skeleton having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Sulfosäuren, des benachbarten α - β - Dioxynaphtalins (ß-Hydronaphtochinons) sind bis jetzt nicht bekannt gewesen. Disulfosäuren dieses Körpers lassen sich auf nachfolgende Weise leicht und glatt gewinnen.
Wenn man die aus einer der beiden bekannten Disulfosäuren R und G des ß-Naphtols oder aus einem Gemisch derselben mit Hülfe beliebiger Diazoverbindungen in bekannter Weise hergestellten Azofarbstoffe mittelst saurer Zinnchlorürlösung reducirt, so erhält man eine farblose Lösung, welche neben dem zur Diazotirung benutzten, bei der Reduction regenerirten Amin das saure Natriumsalz einer Amido-ß-Naphfoldisulfosäure enthält, welches aus dieser Lösung durch Zusatz von Kochsalz in krystallisirter Form abgeschieden werden kann.
Beispiel:
40 kg des unter dem Namen »Orange G« im Handel bekannten Natriumsalzes der Anilinazo - β - naphtoldisulfosäure werden in 250 1 siedenden Wassers gelöst. Zu dieser Lösung fügt man die warme Auflösung von 45 kg Zinnchlorür in 50 1 Salzsäure (spec. Gewicht 1,19), worauf alsbald völlige' Entfärbung der Flüssigkeit eintritt. Löst man in der erhaltenen farblosen Lösung 60 kg Kochsalz auf, so scheidet sich alsbald das saure Natriumsalz der Amidonapbtoldisulfosäure:
(NH,
C H
s O3H
S O3Na
in weifsen Krystallen ab, welche gesammelt und getrocknet werden können
Dieses Salz erleidet, wenn man es in siedendem Wasser auflöst und die Lösung kurze Zeit im Sieden erhält, eine moleculare Umlagerung, welche durch nachfolgende Gleichung ausgedrückt wird:
OH
S O2H '
S O3Na
OH OH
S O3
S O3Na ' ,
d. h. das saure Natriumsalz der Amidoß-naphtoldisulfosäure verwandelt sich unter Wasseraufnahme in das neutrale Natriumammoniumsalz der entsprechenden Dioxynaphtalindisulfosäure, und zwar treten. sämmtliche beschriebenen Erscheinungen in ganz gleicher Weise ein, ob nun ein Derivat der einen oder der anderen der beiden bekannten Naphtoldisulfosäuren oder ein Gemisch beider als Ausgangsproduct zur Anwendung kam.
Die entstandenen Disulfosäuren des Dioxynaphtälins sind aufserordentlich leicht löslich. Behufs ihrer Verwendung ist eine Abscheidung gar nicht erforderlich, sondern die durch Aufkochen der Amidonaphtolverbindung mit Wasser erhaltene Lösung kann direct benutzt werden. Diese Benutzung gründet sich darauf, dafs diese Lösung fast in allen Eigenschaften einer Auflösung von Tannin entspricht und sich infolge dessen zu allen Anwendungen eignet, für welche bisher Tannin benutzt wurde. Sie fällt z. B. eine mit Essigsäure leicht angesäuerte Leimlösung und läfst sich
daher zum Gerben thierischer Häute benutzen. Sie fällt ferner die Auflösungen aller basischen Anilinfarbstorfe und kann daher in der Färberei und namentlich im Baumwolldruck statt des Tannins als Beize angewendet werden. Aus diesem Grunde sollen die Disulfösäuren des a-ß-Dioxynaphtalins als »Naphtotannine« bezeichnet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Bereitung der sauren Natriumsalze der Amido-ß-naphtoldisulfosäuren durch Reduction der entsprechenden Azofarbstoffe (Orange G, Ponceau 2 G, Orange III, Ponceau G T, Ponceau R T, Ponceau G, Scharlach G, Ponceau 2 R, Ponceau 3 R, Phenetolroth, Coccinin B, Kresolroth, Krystallponceau, Echtroth B, Bordeaux G und B, Thiorubin, Neucoccin, Echtroth D, Benzidinblau) mit saurer Zinnchlorürlösung und Abscheidung des gebildeten Productes mit Kochsalz.
    Die Herstellung von Salzen der Disulfösäuren des a-ß-Dioxynaphtalins durch Kochen der in Anspruch 1. erwähnten sauren Natriumsalze mit Wasser.
DENDAT49857D Verfahren zur Darstellung von Amido-/?-naphtol- und a - (j - Dioxynaphtalindisulfosäuren Expired - Lifetime DE49857C (de)

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