DE497238C - Vorrichtung zur Abscheidung von Braunkohlenstaub aus den bei der Montanwachsherstellung erhaltenen Loesungsmittel- und Wasserdaempfen - Google Patents
Vorrichtung zur Abscheidung von Braunkohlenstaub aus den bei der Montanwachsherstellung erhaltenen Loesungsmittel- und WasserdaempfenInfo
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- DE497238C DE497238C DER70029D DER0070029D DE497238C DE 497238 C DE497238 C DE 497238C DE R70029 D DER70029 D DE R70029D DE R0070029 D DER0070029 D DE R0070029D DE 497238 C DE497238 C DE 497238C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D47/00—Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
- B01D47/06—Spray cleaning
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
Description
- Vorrichtung zurAbscheidung von Braunkohlenstaub aus den bei der Montanwachsherstellung erhaltenen Lösungsmittel- und Wasserdämpfen Die in Industrieanlagen anfallenden Gase und Dämpfe enthalten vielfach artfremde flüssige oder feste Verunreinigungen, welche in feiner Verteilung mitgeführt werden. Die in vielen Fällen erwünschte Abscheidung dieser Stoffe sucht man u. a. bekanntlich dadurch zu erreichen, daß man die Gase oder Dämpfe auf eine Flüssigkeitsfläche führt oder sie einem durch feine Tröpfchen gebildeten Flüssigkeitsschleier aussetzt. Zur Durdlführung dieser Reinigungsverfahren sind Vorrichtungen verschiedener Konstruktion vorgeschlagen worden, die sich je nach der Art der Gase bzw. Dämpfe und deren Verunreinigungen mehr oder weniger bewährt haben.
- So sind z. B. Apparate bekannt, die insbesondere zur Befreiung der in Schwelöfen, Koksöfen und Hochöfen entstehenden wirklichen Gase von ihren flüssigen oder festen Bestandteilen dienen. Man hat auch schon Vorrichtungen vorgeschlagen, welche die Entstauhung der bei der Braunkohlenbrikettfabrikation aus den Troclrenapparaten kommenden Rasen bezwecken.
- Trotzdem nach obigem derartige, im wesentlidlen auf dem gleichen Prinzip beruhende Konstruktionen in größerer Anzahl bekannt sind, war es bisher nicht gelungen, die Reinigung der mit nassem Braunkohlenstaub stark verschmutzten, in WIontanwachsfabriken beim Austreiben der Lösungsmittel aus der estrahierten Braunkohle mittels Wasserdampfes entstehenden Gemische aus Wasser-und Lösungsmitteldämpfen in zufriedenstellender Weise zu bewirken.
- Dies ist darauf zurückzufiihren, daß einerseits die apparative Durchbildung der bekannten Vorrichtungen den in Montanwachsfabriken vorliegenden besonderen Bedingungen hinsichtlich der Temperatur und Zusammensetzung - der zu entstaubenden Gemische nicht angepaßt ist, andererseits insbesondere aber auch auf die Tatsache, daß die während längerer Zeit der Einwirkung von Extraktionsmitteln ausgesetzte Braunkohle die Tendenz besitzt, mit Wasser und organischen Lösungsmitteln einen schwer zerlegbarren emulsionsartigen, schmierigen Schlamm zu bilden. Die in Montanwachsextraktionsanlagen von dem eingeblasenen Wasserdampf und den verflüchtigten Lösungsmitteldämpfen mitgerissenen Kohlepartikelchen lassen sich daher besonders schwer aus dem nassen Dampfgemisch abtrennen.
- Die im folgenden an Hand der beiliegenden Zeichnung besdlriebene Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, welche sich zur Abscheidung dieser Verunreinigungen aus ihren Medien als besonders geeignet erwiesen hat: Die mit nassem Staub verunreinigten Dämpfe treten durch das am oberen Ende des Behälters seitlich angebrachte, in der Mitte les Pvehälters nach untenlgebogene und schließlidi trichterförmig erweiterte Zuführungsrohr B in den BehälterA ein. Dabei prallen sie auf die Wasseroberfläche C und geben einen großen Teil der Verunreinigungen an das Wasser ab. Um beim Aufprallen der Dämpfe ein Emporschleudern des Wassers zu verhindern, ist direkt unter der Wasseroberfläche ein Beruhigungsrost D eingebaut, der natürlich beliebig, z. B. auch als durchlochtes Blech, ausgebildet sein kaim. Die Dämpfe steigen dann mit stark verminderter Geschwindigkeit nach oben und müssen dabei einen aus feinen Tröpfchen bestehenden VVasserschleier durchqueren, welcher durch die Streudüsen F erzeugt wird. Die Zufuhr des Wassers zu den Düsen erfolgt durch das Zuleitungsrohr 1?. An Stelle des Rohres kann natürlich auch ein ganzes Röhrensystem oder eine hohle, mit Düsen versehene Platte Verwendung finden. Jedenfalls muß für eine innige Berührung des Wasserschleiers mit den Dämpfen gesorgt werden. Auf diese Weise werden die festen Verunreinigungen praktisch vollkommen niedergeschlagen, und die Dämpfe werden dann im gereinigten Zustande -durch das Rohr G oben abgeleitet.
- Der niedergeschlagene Staub sammelt sich mit dem Waschwasser und dem Kondensat des teilweise niedergeschlagenen Dampfes im unteren Teil des Abscheiders an. Zur möglichst reinen Wiedergewinnung des Waschwassers ist in den Abscheider eine mit einem Ablaufrohr L versehene, umgekehrt trichterförmige I Klärhaube II eingebaut, durch welche das Wasser langsam hochsteigt. Die spezifisch schwereren Staubteilchen machen diese anfangs äußerst langsame Strömung des Wassers nach oben nicht mit, sondern sinken von dem strömungslosen Unterteil des Abscheiders in den konischen Unterteil des Behälters, wo sie dann durch den Ablaßstutzen J als Schlamm abgezogen werden. Das vom Staub befreite Ablaufwasser kann durch das Rohr E von neuem in den Apparat eingeführt werden; wenn es mit Kondensaten von Lösungsmitteldämpfen vermischt ist, können diese vorher abgetrennt, z. B. abdestilliert werden. Zur Kontrolle des Wasserzulaufs und Ablaufs ist an dem Staubabscheider zweckmäßig seitlich ein Flüssigkeitsstands glas IC angebracht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Abscheidung von Braunkohlenstaub aus den bei der Montanwachsherstellung erhaltenen Lösungsmittel- und Wasserdämpfen, bestehend aus einem zylindrischen, unten konischen, mit Schlammablaßstutzen (J) und oben mit Ableitungsrohr (G) für die gereinigten Dämpfe versehenen Gefäß (A), mit Dampfzuführ-ungsrohr (B), das sich trichterförmig über einer Flüssigkeitsoberfläche (C) erweitert, einem unter dieser befindlichen Beruhigungsrost (D), einer über diesem unmittelbar gegenüber angeordneten, mit Streudüsen (F) versehenen Flüssigkeitszuleitung (E) und einer Elärhaulbe (H) mit Flüssigkeitsablaufrohr (L).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER70029D DE497238C (de) | 1927-01-27 | 1927-01-27 | Vorrichtung zur Abscheidung von Braunkohlenstaub aus den bei der Montanwachsherstellung erhaltenen Loesungsmittel- und Wasserdaempfen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER70029D DE497238C (de) | 1927-01-27 | 1927-01-27 | Vorrichtung zur Abscheidung von Braunkohlenstaub aus den bei der Montanwachsherstellung erhaltenen Loesungsmittel- und Wasserdaempfen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE497238C true DE497238C (de) | 1930-05-05 |
Family
ID=7413768
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER70029D Expired DE497238C (de) | 1927-01-27 | 1927-01-27 | Vorrichtung zur Abscheidung von Braunkohlenstaub aus den bei der Montanwachsherstellung erhaltenen Loesungsmittel- und Wasserdaempfen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE497238C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2621754A (en) * | 1949-04-12 | 1952-12-16 | Cons Mining & Smelting Co | Gas scrubber |
-
1927
- 1927-01-27 DE DER70029D patent/DE497238C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2621754A (en) * | 1949-04-12 | 1952-12-16 | Cons Mining & Smelting Co | Gas scrubber |
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