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Kontaktgeber mit leitender Flüssigkeit, wie z. B. Quecksilber Gegenstand
der Erfindung ist ein Kontaktgeber mit im Innern eines gesch@ossenen@ohlhörpers
enthaltener leitender Flüssigkeit, wie z. B. Ouecksilber, und von dieser zu verbindenrlen
Kontaktstellen. Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise im Zusammenhang mit
Wassermessern. zur elektrischen Fernübertragung,des Meßergebnisses bekannt. Dabei
wird angestrebt, die durch ;den Ouecksilbertropf.en bewirkte Kontaktschließung immer
mir für einen sehr kurzen Zeitraum stattfinden zu lasen. Aus diesem Grunde muß der
Antrieb des gewöhnlich eine Kipp-oder Schwenkbewegung ausführenden Hohli<örpers
so eingerichtet werden, daß der den Kontaktschluß herbeiführende Teil der Bewogung
in jedem Fall schnell und der übrige Teil der Bewegung in Übereinstimmung mit der
Bewegung des Antriebsvorganges ausgefülirt wird. Die Durchführung dieser ungleicliförniigen
Bewegung des das Ouecksilber entliältenden Hohlkörpers bereitet erhebliche technische
Schwierigkeiten und gibt häufig Anlaß zu Störungen oder Fehlanzeigen.
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In den Abbildungen der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes
der Erfindung in Verbindung mit einem Wassermesserdargestellt; es zeigen Abb. i
und z eine Ausführungsform des Hohlkörpers im Zusammenhang mit einem Flügelradmesser
in Vorderansicht und Draufsicht. a ist .der Antriebsapparat (z. B. Wassermesser
mit unilaufendem Meßorgan) für den Kontaktgeber, der im wesentlichen aus einem in
sich geschlossenen Glasrohr b mit den Kontaktstellen g, Ir, o, p und dem Quecksilbertropfen
fbestelit. Das Glasrohr b setzt sich aus vier im wesentlichengeradenRolirteilenq,r,s,t
zusammen, von denen in bez;ug auf .eine bestimmte Horizontalebene die in:it
r und t bezeichneten Rohrteile ansteigenden und die mit d und s bezeichneten
Rohrteile abfallenden Verlauf für das in einer Richtung umlaufende Quecksilber aufweisen.
Das Glasrohr b wird etwa in der Mitte der Rohrteile r, t von einer Brücke
tc getragen, die in den Ständern x drehbeweglich gelagert ist. Der Antrieb des Kontaktgebers
erfolgt beispielsweise über zwei an ,der Brücke angebrachte kurvenförmige I aufbahnen
1, m durch eine mit dem Arm v ,der Meßr adwelle 7e, des Antriebsapparates
a im Kreise herumbewegte Rollen. Die Laufbahnen 1, in sind so angeordnet,
daß die Rolle n auf ihrer kreisförmigen Bahn abwechselnd den Rohrteil q und den
Rohrteil s des Rohres b anhebt. Der Antrieb des Kontaktgebers kann aber auch in
beliebiger anderer Weise erfolgen.
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Die Arbeitsweise des neuen Kontaktgebers ist wie folgt: Je zwei Kontaktstellen
g, lz oder o, p bilden einen Steuerkontakt für irgendein elektrisches Anzeigegerät,
welches
durch Leitungen mit seinen Kontaktstellen in Verbindung
steht. Infolge des abfallenden Verlaufs der Rohrteile q, s bewegt sich der Quecksilbertropfen
f bei seinem Durchgang durch diese Rohrteile q, s sofort nach deren tiefsten Stelle.
Wenn also beispielsweise der Rohrteil q durch Vermittlung der Laufbahn l von der
Rolle n auf deren kreisförmigem Wege angehoben wind, so bewegt sich der Quecksilbertropfen
f :durch den Rohrteilr über die Kontaktstellen o, p hinweg nach der tiefsten Stelle
des Rohrteiles s. Dabei werden die Kontaktstellen o, p für einen Augenblick durch
,den Quecksilbertropfen f miteinander leitend verbunden. Der Quecksilbertropfen
f verbleibt so lange an der tiefsten Stelle des Rohrteiles s, bis :die Rollen n
auf ihrem Wege durch Vermittlung der Laufbahn m den Rohrteils anhebt. Sobald der
Rohrteil t die horizontale Lage erreicht hat und :.darüber hinaus gedreht wird,
bewegt sich der Quecksilbertropfen f durch diesen Rohrteil t hindurch
nach der tiefsten Stelle des Rohrteiles q. Dabei werden wieder vorübergehend die
K :ontaktstellen g, h durch den Quecksilbertropfen f
leitend miteinander verbunden.
Dieses Spiel wiederholt sich nun bei jeder Umdrehung der Antriebswelle w, so daß
bei jeder Umdrehung der Meßradwelle w eine zweimalige Kontaktgabe nach .einem entfernten
elektrischen Anzeigegerät erfolgt. Durch die eigenartige Anordnung der einzelnen
Rohrteile q, x, s, t
wird es vermieden, d,aß der Quecksilbertropfen f selbst
bei langsamer Drehbew%gung oder beim Stillstand der Meßradwelle w längere Zeit eine
leitende Verbindung zwischen den Kontaktstellen g; h oder o, p herstellt
und damit eine unnötige Belastung der Stromquelle für den Antrieb der Anzeigeinstrumente
herbeiführt. Anstatt vier Kontaktstellen g, h, o, p können auch nur zwei
Kontaktsteilen in einem der Rohrteile q, s angeordnet werden. In diesem Falle erfolgt
bei jedesmaliger Umdrehung der Meßradwelle w nur eine einmalige Kontaktgabe.
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Der Kontaktgeber kann mit gleichem Erfolg sowohl zur Fernübertragung
von Meßergebnissen in Verbindung mit Meßinstrumenten als auch zur Fernanzeige der
Geschwindigkeit oder Leistungen von Kraftmaschinen oder der Drehzahl umlaufender
Wellen verwendet wenden. Soweit eine ständig umlaufende Meßorganwelle oder eine
Übertragungswelle von einer Kraftmaschine vorhanden ist, kann der Kontaktgeber in
einfachster Weise wie bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel mit der antreibenden
Welle verbunden werden.
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Ein weiteres Anwendungsgebiet für den neuen Kontaktgeber sind die
Lichtreklameanlagen, bei denen erin von einem Uhrwerk oder Motor angetriebener Kontaktgeber
in bestimmten Zeitintervallen für einen Augenblick einen Stromkreis schließt. Außerdem
kann der Kontaktgeber überall da verwendet werden, wo es sich,darum handelt, :durch
eine kontinuierliche Bewegung eine Momentankontaktgabe zu erzeugen.