DE27592C - Geschwindigkeitsmesser. (Abhängig vom Patent Nr. 20995 ) - Google Patents
Geschwindigkeitsmesser. (Abhängig vom Patent Nr. 20995 )Info
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P3/00—Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
- G01P3/02—Devices characterised by the use of mechanical means
- G01P3/04—Devices characterised by the use of mechanical means by comparing two speeds
- G01P3/06—Devices characterised by the use of mechanical means by comparing two speeds using a friction gear
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- A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 42: Instrumente.
Geschwindigkeitsmesser.
Der vorliegende Geschwindigkeitsmesser für rotirende Wellen und andere Maschinentheile
beruht im wesentlichen auf Anwendung eines um seine Achse rotirenden Kegels, gegen dessen
Mantel ein Frictionsrädchen läuft, das von dem Kegel mitgenommen wird, mit Muttergewinde
versehen ist und auf einer Schraubenspindel sitzt, die einer Seite des Kegels parallel gelagert
ist, so dafs das Frictionsrädchen stets mit dem Kegel in Berührung bleibt. Die Kegelachse
oder auch die Schraubenspindel erhält nun auf irgend eine Weise eine constante Umdrehung,
beispielsweise durch ein Uhrwerk oder einen anderen Motor, während die Spindel bezw. die Kegelachse in entgegengesetzter
Drehrichtung durch die Welle etc. getrieben wird, deren Tourenzahl gemessen werden soll.
Das von dem Kegel mitgenommene Frictionsrädchen wird demnach auf der Schraubenspindel
eine bestimmte Lage annehmen, welche das Verhältnifs der Tourenzahl von Kegelachse
und Spindel und die zu messende Tourenzahl der Welle selbst angiebt, wenn die constante
Tourenzahl der Kegelachse bezw. Schraubenspindel bekannt ist. Dieser Apparat kann
leicht mit Contacteinrichtungen verbunden werden, welche die Angaben desselben nach ferngelegenen Punkten übertragen.
Ferner kann man den Apparat mit Registrirvorrichtungen bekannter Construction versehen
und denselben auch zum Messen elektrischer Ströme, Luft- oder Wassergeschwindigkeiten benutzen,
indem man ihn mit einer Einrichtung combinirt, welche durch den elektrischen Strom,
den Luft- oder Wasserstrom in Umdrehung versetzt wird..
Bei dem auf beiliegender Zeichnung in Längsschnitt, Fig. i, oberer Ansicht, Fig. 2, Horizontalschnitt
nach M-N, Fig. 3, und Verticalschnitt nach K-L, Fig. 4, dargestellten Geschwindigkeitsmesser
wird der Kegel α durch ein Uhrwerk A betrieben, das von der Welle d,
deren Geschwindigkeit bezw. Tourenzahl gemessen werden soll, selbst von Zeit zu Zeit
aufgezogen wird. Die in Lagern E ruhende Schraubenspindel b mit Frictionsrädchen c hingegen
erhält ihre Drehung von dieser Welle d unter Mitwirkung eines Getriebes C, das stets
die gleiche Drehungsrichtung der Spindel b sichert.
Wie bereits oben erwähnt, ist die Drehungsrichtung des Kegels α derjenigen der Schraubenspindel
entgegengesetzt.
Das vom Kegel α mitgenommene Frictionsrädchen
c wird nun, je nachdem es den Kegelmantel in der Nähe der Spitze oder der Basis
berührt, sich langsamer oder schneller drehen und stets eine solche Lage einnehmen, dafs
seine Umdrehungszahl mit derjenigen der Schraubenspindel b identisch ist, demnach wird eine
Verschiebung des Rädchens auf b nach der Spitze des Kegels α hin stattfinden, wenn die
Tourenzahl der Welle d abnimmt, während umgekehrt sich das Rädchen c nach rechts,
Fig. i, bewegt, wenn die Welle d sich schneller dreht. Durch einen mit c verbundenen Zeiger,
der sich an einer Scala vorbeibewegt, deren Ziffern mit Rücksicht auf die bekannte constante
Umdrehungszahl der Kegelachse gewählt sind, würde man somit an dem Apparat direct
die Tourenzahl der Welle d ablesen können. In der Zeichnung ist eine von dieser einfachen
Einrichtung etwas abweichende elektrische Anzeigevorrichtung dargestellt, welche später beschrieben
werden wird.
Wie bereits erwähnt, erfolgt der Betrieb des Kegels α im vorliegenden Falle durch ein Uhrwerk
A mit Federgehäuse s, dessen Bodenrad ν durch ein Rädergetriebe mit der Kegelachse
verbunden ist. Der zur Constanthaltung der Umdrehung des Kegels α dienende Regulator
(Windfang, Centrifugalpendel etc.) ist auf der Zeichnung der Einfachheit halber nicht dargestellt.
Der Federstift der im Gehäuse s enthaltenen Feder wird durch Zahnrad r und Getriebe q
von der Welle der festen und losen Riemscheiben ij aufgezogen; die Scheiben ij erhalten
durch einen Riemen k von der Scheibe h der Vorgelegewelle /3, Fig. 5, ihre Umdrehung.
Ist das Uhrwerk ganz aufgezogen, so wird der Riemen automatisch auf die lose Scheibe/
gezogen, während umgekehrt bei oder kurz vor jedesmaligem Ablauf des Uhrwerkes der Riemen
automatisch auf die feste Scheibe i verschoben wird, so dafs der Gang des Uhrwerkes keine
Unterbrechung erleidet, so lange die Welle d sich in Umdrehung befindet.
Zu diesem Zweck ist der Riemenführer /, Fig. ι und 3, an zwei Gelenkstangen α'β2 bei
η und m aufgehängt, und die eine Gelenkstange
a1 umfafst mit ihrem oberen gabelartigen
Ende a3 eine als Mutter und Zahnrad ausgebildete Scheibe 0. Die Scheibe 0 steht
mit ihrer Verzahnung mit dem Getriebe q in Eingriff, während ihre Spindel p durch Zahnrad
t und loses Zwischenrad u von dem Bodenrad ν getrieben werden kann. Bei stillstehender
Spindel/ wird während des Aufziehens der Feder durch Getriebe q die Scheibe ο gedreht,
so dafs sie sich auf p nach rechts bewegt und eine Verschiebung des Riemens auf der losen
Scheibe / bewirkt. Beim Ablauf des Uhrwerkes hingegen wird durch die Räder u und t die
Spindel p in gleicher Richtung gedreht, während die Scheibe ο sich nicht dreht, so dafs
demgemäfs letztere nunmehr nach links verschoben wird und nach Ablauf des Uhrwerkes
den Riemen k wieder auf Scheibe i führt und das Uhrwerk von neuem aufgezogen wird.
Um stets die gleiche Drehungsrichtung des Kegels bezw. der Schraubenspindel unabhängig
von der Drehungsrichtung der Welle d zu sichern, ist das Wendegetriebe C, Fig. 5, angeordnet.
Durch die auf Welle d sitzende, mit Gewinde versehene Muffe P wird mittelst Armes
^1 und Gabel hl die Kupplungsmuffe d1
entweder mit dem Rad e oder el verbunden.
Die Muffe d1 gleitet mit Nuth und Feder auf Welle /3, während die Räder e und e1 lose
auf/3 sitzen.
Das Rad e1 erhält seine Drehung direct von
dem auf Welle d sitzenden Rad e2, während e durch Vermittelung des Zwischenrades e3 von ei
gedreht wird, e und e] werden somit stets in
entgegengesetztem Sinne rotiren, und zwar wird bei der durch Pfeile, Fig. 5, angedeuteten
Drehungsrichtung der Welle d die Welle /3 durch die Räder e1 und «2 in entgegengesetztem
Sinne gedreht. Rotirt hingegen die Welle d in entgegengesetztem Sinne, so wird das in
den Schraubengang der Muffe P fassende Ende des Armes g1 der Gabel Ä1 die Muffe dl ausrücken
und mit dem Rad e verkuppeln, so dafs nunmehr /3 dieselbe Drehungsrichtung
wie die Welle d erhält. Demnach wird die Welle f3 stets in gleicher Richtung, wie durch
Pfeil angedeutet, sich umdrehen. Diese Drehung der Welle /3 wird durch Schnurscheiben ff1
und Schnur g oder ein Rädergetriebe auf die Spindel b übertragen.
Um ein Ablaufen der Scheibe c von dem Mantel des Kegels α zu verhindern, sind an
den Enden der Spindel b die Scheiben /2 mit Federn angeordnet, gegen welche die Scheibe c
in dem einen oder anderen Falle anläuft. Die Stellung der Scheibe c wird bei dem dargestellten
Apparat mittelst des elektrischen Stromes angegeben.
Zu diesem Zweck ist die Scheibe c durch Gabel c% mit einer Contactrolle c2 verbunden,
welche sich über die von einander isolirten Metallstreifen d* hin bewegt. Letztere sind
durch Drähte e" mit den einen Enden der Windungsdrähte der Elektromagnete χ des Anzeigeapparates
B verbunden, deren andere Enden nach dem einen Pol der Batterie
führen.
Die Rolle c2 bewegt sich gleichzeitig über
eine isolirte Schiene d3, welche mit dem anderen Pol der Batterie etc. in Verbindung steht,
so dafs sie über den einen oder den anderen Streifen d 2 und Schiene d3 hinweg die Leitung
schliefst, so dafs der eine oder der andere Elektromagnet χ erregt wird. Die Elektromagnete
x, deren Construction insbesondere aus den Detailfiguren 6 bis 9 ersichtlich ist,
beeinflussen die um ζ drehbaren Nadeln y, welche in normalem Zustande durch die Federn
cl, Fig. 10 und 11, vertical gehalten werden,
während sie bei Erregung des betreffenden Elektromagnetes sich seitwärts neigen und
mit den an ihrem oberen Ende angebrachten Zeigern b auf die mit Ziffern versehenen Plat-
ten u zeigen. Diese Einrichtung ist gleichzeitig geeignet, die Drehungsrichtung der Welle anzuzeigen,
indem man z. B. nur einen Commutator mit dem Arm ^1 zu verbinden hat, der
die Richtung des die Elektromagnete χ umkreisenden Stromes bestimmt, derart, dafs die
Nadeln y nach der einen oder der anderen Richtung ausschlagen, je nach der Umdrehungsrichtung der Welle d.
Dieser Anzeigeapparat B kann natürlich auch von dem Geschwindigkeitsmesser entfernt aufgestellt
werden, wobei man nur die Drähte e2
zu einem Kabel zu vereinigen hat.
Ferner war schon angegeben, dafs entweder der Kegel bezw. die Scheibe oder Spindel eine
constante Geschwindigkeit erhalten können.
Soll diese constante Geschwindigkeit zeitweise eine andere sein, so kann die Scala bezw. der
unter der Rolle f2 befindliche Contactapparat
verstellbar eingerichtet werden.
Ordnet man an zwei Seiten des Kegels zwei Spindeln an, so kann leicht die Differenz der
Geschwindigkeit der Wellen, mit denen diese Spindeln verbunden sind, gemessen werden.
Anstatt des Uhrwerkes kann auch irgend ein anderer Motor dazu verwendet werden, dem
Kegel oder der Spindel eine constante Drehungsgeschwindigkeit zu ertheilen.
Ferner kann die Verschiebung der Scheibe c auch durch andere Hülfsmittel (Wasserdruck
u. s. w.) an entfernten Orten sichtbar gemacht werden; der elektrische Anzeigeapparat kann
ferner leicht so angeordnet werden, dafs die Geschwindigkeit an verschiedenen Stellen sich
ablesen läfst.
Der beschriebene Apparat ist, wie schon erwähnt, zum Messen der Tourenzahl von Wellen
jeder Art geeignet und läfst sich somit insbesondere für Lokomotiven, Wagen, Schiffe, sowie
zum Messen der Stärke elektrischer Ströme, der Geschwindigkeit von Gasen oder Flüssigkeiten
benutzen, wenn man ihn in letzterem Falle mit einer Vorrichtung verbindet, welche
durch den elektrischen Strom bezw. Gas- oder Flüssigkeitsstrom in Umdrehung versetzt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die mit Bezug auf die Zeichnung beschriebene allgemeine ,Anordnung des Geschwindigkeitsmessers, gekennzeichnet durch den Kegel a (bezw. Scheibe), Spindel b mit Scheibe c, Uhrwerk A oder einem anderen Motor und Wendegetriebe C, wobei die Spindel b oder der Kegel α (bezw. Scheibe) eine constante Tourenzahl erhält, sowie ferner die Anordnung des elektrischen Anzeigeapparates, gekennzeichnet durch die mit Scheibe c verbundene Contactrolle i2, Contactstreifen d2'ds und Elektromagnete χ mit Nadeln y.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20995T | 1882-08-27 | ||
| DE27592T | 1883-10-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE27592C true DE27592C (de) | 1884-06-17 |
Family
ID=34634896
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188327592D Expired DE27592C (de) | 1882-08-27 | 1883-10-11 | Geschwindigkeitsmesser. (Abhängig vom Patent Nr. 20995 ) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE27592C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5045020A (en) * | 1988-10-22 | 1991-09-03 | Hoechst Aktiengesellschaft | Shirred packaging tube |
-
1883
- 1883-10-11 DE DE188327592D patent/DE27592C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5045020A (en) * | 1988-10-22 | 1991-09-03 | Hoechst Aktiengesellschaft | Shirred packaging tube |
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