-
Selbstkassierendes Gesellschaftsspiel Die Erfindung betrifft ein Geschicklichkeitsspiel,
das von mehreren Personen gespielt werden kann, und bei dem diejenigie Person einen
gemeinschaftlich ausgesetzten Einsatz erhält, die am besten gespielt hat. Derartige
Spielvorrichtungen sind an sich bekannt und besitzen eine Vorrichtung, die ein solches
nach Art der Gesellschaftsspiele gemeinschaftlich zu betreibendes Spielen seines
derartigen automatischen Geschicklichkeitsspieles dadurch erzwingt, daß außer dem
an sich bekannten Spielgebühreinwurf ein Einsatzgeldeinwurf vorhanden ist; in den
jeder Spieler eine Münze als Einsatzgeld einwerfen muß, bevor er die Spielgebührmünze
überhaupt einwerfen und spielen kann. Durch das Einwerfen der Einsatzgeldmünze wird
der Einwurfschlitz für die Spielgebührmünze erst mechanisch freigelegt, und in diesen
Einwurfschlitz muß der Spieler dann erst die Spielgebührmünze einzahlen, um überhaupt
spielen zu können. Auf diese Weise werden mehrere Spieler dazu gezwungen, sich zu
einem Gesellschaftsspiel an jenem mit der Vorrichtung versehenen Geschicklichkeitsspiel
zu vereinigen und um den Gewinn des Einsatzgeldes zu spielen, wogegen der Unternehmer
die Spielgebühr von jedem Spieler erhält.
-
Die Vorrichtung besteht erfindungsgemäß aus einem Schieber, insbesondere
einem Drehschieber, der mit seinem einen Ende unter dem Spielgebühreinwurfschlitz
und mit seinem. anderen Ende unter dem Einsatzgeldeinwurfschlitz liegt. Derartige
Schieber, die Münzeinwürfe abwechselnd abdecken, sind an sich bekannt. Nach dem
Einwerfen der Einsatzgeldmünze läßt sich mit Hilfe eines Handgriffs der Drehschieber
derart umstellen, daß sein anderes Ende den Spielgebühreinwurfschlitz freigibt.
Dadurch kann derselbe Spieler nunmehr die Spielgebührmünze einwerfen, dadurch das
Geschicklichkeitsspiel zum Spielen freilegen und spielen. Nach beendetem Spielen
stellt sich in an sich bekannter Weise das Geschicklichkeitsspiel von selbst in
seine Sperrlage wieder ein; aber auch der Drehschieber geht in diejenige Einstellung
mit, in der er den Spielgebühreinwurfschlitz verdeckt, so daß die Einrichtung für
den zweiten Spieler wie ursprünglich wieder eingestellt ist. Eine weitere Einrichtung
kann derart getroffen werden, daß die eingeworfenen Einsatzgeldmünzen dann erst
den Spieleiin zugänglich werden, nachdem alle vorher zur Beteiligung bestimmten
Spieler gespielt haben, d. h. alle Spieler ihre Einsätze eingezahlt haben. Zu diesem
Zwecke kann z. B. mit dem Drehschieber eine den Boden des Einsatzgeldbehälters bildende
Scheibe verbunden sein., die durch jedesmaliges Verschieben des Drehschiebers um
einen Zahn weiterklinkt, bis sie nach z. B. dreimaligem Klinken ihren Geldauswurf
unter der Münzbehälteröffnung einstellt. Die Spieleranzahl wird vorher auf einer
Zahlenscheibe am Apparat eingestellt.
-
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes,
und zwar Abb. i und z eine mit einem Drehschieber, der den Spielgebühr- und den
Einsatzgeldeinwurf abwechselnd zwangläufig versperrt,
versehene
selbstkassierende Gesellschaftsspielvorrichtung in Seitenansicht und in Draufsicht,
Abb. 3 eine Vorrichtung zum zwangläufigen Auswerfen aller eingeworfenen Einsatzgeldmünzen
nach beendetem letzten Spiel in. Seitenansicht mit teilweisem Schnitt, Ab-b. 4.
eine Zahlenscheibe zum Einstellen der Spieleranzahl und Abb.5 die den Einsatzgeldbehälter
unten abschließende, nach jedem Spiel mechanisch sich weiterklinkende Scheibe in
Draufsicht.
-
Die Abb. i und 2 zeigen, von oben und vorn ;gesehen, die rechte Vorderecke
eines Gehäuses, in dem das an sich bekannte Geschicklichkeitsspiel untergebracht
ist, und zwar ist in dem oberen Boden des Gehäuses i der Spielgebühreinwurf 2 vorgesehen,
an den sich die Münzprüferrinne 3 anschließt. Die eingeworfene Spielgebührmünze
greift in den Schieber 5 ein, der durch Zurückschieben der Knopfstange 6 betätigt
wird, so daß hierdurch das Geschicklichkeitsspiel zum Spielen freigegeben wird.
Nach beendetem Spielen wird das Spiel von neuem gesperrt, und der Schieber 5 wird
dadurch in - seine ursprüngliche Lage zurückbewegt, da.ß die Zugfeder 7 an dem Arm
6 zieht, der auf dem Schieber 5 befestigt ist.
-
Damit dieses Spielen und zunächst das Einwerfen der Spielgebührmünze
davon abhängig gemacht wird, daß der Spieler zunächst einen Einsatz bezahlt, der
an den besten der jeweilig zusammen Spielenden verfällt, ist gemäß der Erfindung
außer dem Spielgebühreinwurf 2 ein Einsatzgeldeinwurf 8 in dem Gehäuse i vorgesehen.
Unter dem Einwurf B lagert verschiebbar eine Schublade 9 ohne Boden, die, aus vier
Seitenwänden besteht, und deren in der Bewegungsrichtung liegende rechte und linke
Seitenwände mit U-förmigen Führungen versehen sind, die den fest angebrachten Boden
io umgreifen. Das eingeworfene Geldstück i i steht auf dem Boden io derart auf,
daß es mit seinem :oberen Rande unmittelbar unterhalb der Unterseite des obieren
-Gehäusebodens liegt (Abb. i). Zwischen dem Gehäuseboden i und der Schublade 9 liegt
der doppelarmige Drehschieber 12, der unterhalb des Einwurfes 8 mit einem Schlitz
13 versehen ist. Ein gleichartiger Schlitz 14 ist etwas versetzt gegen den Einwurf
8 im Boden io vorgesehen. Das eingeworfene Geldstück i i liegt demnach nicht nur
zwischen der Vorder- und Rückwand der Schublade 9 eingeklemmt fest, sondern durchgreift
dabipi auch noch den Schlitz 13 des Drehschiebers und kuppelt dadurch die Schublade
mit dem Drehschieber. Sobald man die Knopfstange 18, die mit der Schublade 9 fest
verbunden ist, zurückdrückt, wird der Drehschieber i-z mit zurückbewegt und dreht
sich um seinen Drehzapfen 15. Hierbei fällt die Einsatzmünze durch den Schlitz
i¢ in den Behälter 25 für die Einsatzmünzen, und das andere Ende des Drehschiebers
kommt mit seinem Schlitz 16 unter den Spielgebühreinwurf 2. Dadurch liegen die Schlitze
2 des Gehäuses i und 16 des Drehschiebers 12 genau übereinander, und der Spieler
kann nunmehr in den Sch litt 2 die Spielgebührmünze einwerfen, die in an sich bekannter
Weise den Münzprüfer 3 durchwandert und nach Zurückdrücken der Knopfstange q. das
Geschicklichkeitsspiel zum Spielen freigibt. Durch die Bewegung des den Schlitz
16 tragenden Endes des Drehschiebers nach vorn (auf den Spieler zu) hat sich die
am Drehschieber 12 im Zapfen 22 gelagerte Klinke 2i mit vorwärts an dem abgeschrägten
zuge= wandten freien Ende des Armes 6 vorb@eibewegt und hinter den Arm 6 gelegt
(punktierte Lage in Abb.2). Die Klinke wird durch die Flachfeder 23 beständig vorwärts
gedrückt und kann dem Federdrucke entgegen etwas rückwärts ausschwingen. Bei der
Vorwärtsbewegung hat also die Klinke eine kleine kurze Ausschwingung vollzogen,
uni an der schrägen Nase des Armes 6 vorbeizukommen. Diese Einklxkung der Klinke
2z hat demnach zur Folge, daß der Drehschieber nach dem Rückwärtsdrückea der- Knopfstange
i8 seine Lage beibehält, in der sein Schlitz 16 unter dem Gehäuseschlitz 2_ -liegt.
Erst dadurch, daß numnehr die Knopfstangc q. rückwärts gedrückt und das Geschicklichkeitsspiel
zum Spielen freigegebien wird, bewegt sich der Schieber 5 mit rückwärts und gibt
die Klinke z i und damit den -Drehschieber wieder frei, so daß beide in die ursprüngliche
Einstellung zurückspringen können, die durch den Anschlagstift 17 begrenzt wird.
Dabei wird der Drehschieber 12 durch die Zugfeder i9 zurückgezogen, während die
Zugfeder 2o die Schublade 9 und die Knopfstange 18 wieder vorwärts zieht. Der Arbeitsgang
ist folgender: Man steckt bei der gezeichneten Anfangsstellung des Drehschiebers
i 2 die Einsatzgeldmünze i i ein und drückt die Knopfstange 18 zurück. Dadurch
dreht sich der Drehschieber um den Zapfen 15, so daß auf seinem anderen Ende sein
Schlitz 16 unter den Schlitz 2 des Gehäuses i rückt. Gleichzeitig ist die Münze
i i über dem Schlitz 14 des Bodens io -angekommen und in den Behälter 25 hineingefallen.
Nunmehr wirft man die Spielgebührmünze in den Schlitz ein, so daß sie durch den
Schlitz 16 hindurch in die Münzprüferrinne 3 weitervollen und den Schieber
5 kuppeln kann. Währenddessen bleibt der Drehschieber mittels der die Nase hintergreifenden
Klinke 21 gesperrt. Wird
jetzt die Knopfstange q. gedrückt und das
Geschicklichkeitsspiel zum Spielen freigegeben und gespielt, so löst der zurücklaufende
Schieber 5, 6 die Sperrklinke 21 aus, und der Drehschieber stellt sich zum neuen
Spiel wieder ein. Der Schieber 5, 6 springt, durch die Zugfeder 7 zurückgezogen,
nach beendetem Spielen des Geschicklichkeitsspieles durch dessen Wiedersperrung
in die ursprüngliche Lage ebenfalls wieder zurück, wobei die Klinke 21 nicht im
Wege steht, da sie in der Pfeilrichtung durch kurzes Ausschwingen nachgeben kann.
-
Damit das Einsatzgeld aus dem Sammelbehälter durch die Öffnung 2¢
erst entnommen werden kann, nachdem alle Spieler gespielt haben, kann die in den
Abb.3 bis 5 dargestellte Einrichtung getroffen sein. Der Drehzapfen 15 des Drehschiebers
12 ist durch eine senkrechte Achse 26 ersetzt, die, oben und unten in den Gehäuseböden
i drehbar gelagert ist. Auf der Achse 26 lagert das Rohr 27 drehbar, und unten,
wo das Rohr zu Ende ist, sitzt auf der Innenachse 2 6 die Scheibe 3 i, so daß sie
sich mit der Achse 27 mitbewegt. Unten auf dem Rohre 27 sitzt der U-förmige Bügel
28, der die Klinke 29 trägt, die in das Sperrad 3o eingreift, das mit der Scheibe
31 zusammen auf der Achse 26 sitzt. Der Drehschieber 12 sitzt auf dem Rohr 27 fest,
so daß das Rohr jedesmal hin und her ausschwingt, wenn einmal eine Einsatzgeld-und
eine Spielgebührmünze eingeworfen worden ist und ein Spiel sich vollzogen hat. Durch
jedes solches Spiel rückt mit dem Drehschieber 12 demnach der U-förmige Büge128
einmal rückwärts und vorwärts und klinkt die Scheibe 31 um ein entsprechendes Stück
weiter. Dadurch nähert sich allmählich das Loch 32 der Öffnung des Sammelbechers
38, bis es schließlich genau darunterliegt und dadurch die eingeworfenen Einsatzgeldmünzen
in den Auszahlbecher 39 herausfallen läßt, aus dem sie von den Spielern entnommen
werden können. Außer der Scheibe 31 sitzt auf der Achse 26 oben, zwischen dem Gehäuse
i und dem Drehschieber 12, eine zweite Scheibe 33, die z. B. mit zwölf Ziffern beschrieben
ist, deren Abstände voneinander demjenigen Abstande entsprechen, um welchen die
Scheibe 31 von der Klinke 29 jedesmal weitergeklinkt wird. Die Ziffern sind derart
angeordnet, daß z. B. die in der Schauöffnung 3.4 erscheinende (Abb. q.) Ziffer
3 anzeigt, daß drei Personen zusammen spielen sollen. Dementsprechend steht die
Scheibe 31 dabei so, daß nach dreimaligem Spielen und Klinken durch die Klinke 29
die Öffnung 32 der Scheibe 31 sich unter der Ausfallöffnung .des Sammelbechers 38
eingestellt hat und das Einsatzgeld herausfallen läßt. Das Einstellen der Scheibe
33 erfolgt z. B. mittels der Knopfstange 35, deren Klinke 36 ebenfalls auf das Sperrad
3o wirkt und von der Zugfeder 37 jedesmal zurückgezogen wird.
-
Während der Spielgebühreinwurf 2 in der Regel nur für eine Sorte von
Geldstücken eingerichtet zu werden braucht, weil der Unternehmer meist dieselbe
Gebühr, z. B. von fünf Pfennigen, erheben wird, ist es zweckmäßig, den Einsatzgeldeinwurf
so auszubilden, daß er für mehrere Arten von Münzen sich einstellen läßt, weil die
Spieler, je nach ihrer Vereinbarung miteinander, um verschieden hohe Einsätze spielen
werden.