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Geschicklichkeitsspiel Die bisher bekannten selbstkassierenden Geschicklichkeitsspiele
enthalten meist einen Vorrat von Geldmünzen, die im Gewinnfalle zum Herausfallen
gebracht werden. Da der Unternehmer die Gewinnmünze vorher in den Apparat einlegen
muß, so spielt der Spieler gewissermaßen gegen den Unternehmer, und dieser hat infolgedessen
ein Interesse daran, das Spielen so schwierig als möglich zu' gestalten.
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Im Gegensatz hierzu ist der Gegenstand der Erfindung ein Geschicklichkeitsspiel,
das keine Münzen im Gewinnfalle herausgibt. Vielmehr ist lediglich eine kleine Münze
(z. B. ein Fünfpfennigstück) als Spielgebühr einzuwerfen, um den Apparat zum Spielen
zu entsperren und zu spielen. Der Gewinn als Anreiz zum Spielen soll dadurch entstehen,
daß mehrere Spieler sich zusammen für einen Spielgang vereinigen, in dem jeder Spieler
einmal spielt und außer der, Spielgebührmünze einen besonderen Einsatz bezahlt,
'für dessen Aufnahme z. B. ein besonderer Einsatzteller oder -behälter o. dgl. am
Spielapparat vorgesehen sein kann. Dieser aus den Einsätzen der Spieler bestehende
Gewinn kommt also den Spielern restlos zugute und, unabhängig von der Höhe des Gewinnes,
entfällt an den Unternehmer immer nur die feste geringe Spielgebühr, durch deren
Einwerfen für jeden Spieler von neuem der Apparat entsperrt und zum Spielen bereitgestellt
wird.
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Damit das Spiel einzig und allein von der Geschicklichkeit des Spielers
abhängig ist, ist gemäß der Erfindung die Einrichtung so getroffen, daß der zu betätigende
Spielarm o. dgl. nur ein einziges Mal umläuft, d. h. um nur 36o°, und sieh alsdann
wieder automatisch sperrt. Wird die Spielgebührmünze eingeworfen und der Apparat
zum Spielen entsichert, so kann der Spieler einen waagerecht ,gelagerten, genau
ausgewogenen, doppelarmigen Spielarm von Hand an dem einen Ende erfassen und in
Bewegung versetzen. Man hat nun die zum Bewegen des Spielarmes aufzuwendende Kraft
derart zu bemessen, daß der einmalige Umlauf vom Spielarm nicht ganz vollzogen wird,
sondern daß der Spielarm .ein bestimmtes Stück vor Erreichung der 36o° neben einem
dort angebrachten Gewinnfelde stehenbleibt. Für das nächste Spiel muß dann der Spielarm
bis zur Erreichung der 36o° weiterbewegt werden. Dies geschieht gemäß der Erfindung
durch Andrücken desselben Knopfes, mit dem man nach erfolgtem Spielgebühreinwurf
den Apparat zum Spielen entsichert.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes,
und zwar Ab!b. z und z einen Spielapparat mit einem nach einer Spielumdrehung sich
sperrenden Spielarm in Vorderansicht und in Draufsicht, Abb. 3 und q. den Münzprüfer
mit anschließender Sperrvorrichtung nach erfolgtem Münzeinwurf, jedoch vor dem Entsperren
in Vorderansicht und Draufsicht, Abb. 5 die Sperrschieber in ihrer Einstelhtng nach
erfolgtem Entsperren vor Beginn des Spielens in Draufsicht,
Abb.6
eitle zum Einstellen des Spielarmzeigers genau neben den Gewinnzahlen dienende Federklinke
und Abb.7 das Spielarmlager mit dem Spielarm und der vorgelagerten Sperrnase des
Sperrwerks in Seitenansicht.
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Der Geschicklichkeitsspielapparat besteht aus dem: Gehäuse i, in.
dem, zweckmäßig etwas nach vorn aus der Mitte verschoben, die senkrechte Achse 2
befestigt ist. Auf der Achse ist auf Kugellagern die Lagerhülse 3 (Abb. 7) drehbar,
die den Spielarm: 4, 5 trägt. Sein einer Teil bildet den Zeiger 7, und der andere
trägt den Handgriff 8: Auf dem Zeiger 7 steht die Läuferfigur 6. Unter dem Teils
des Spielarmes sitzt die Sperrnase 9 und das Ausgleichsgewicht io (Abb. 7), das
ein genaues Auswiegen der beiden Arme 4., 5 ermöglicht. Wie Abb.6 zeigt, ist auf
dem vorderen halben Umkreise des Sockels der Achse 2 ein Segment i i angebracht,
in das nebeneinander von oben her trichterförmige Vertiefungen eingebohrt sind.
Unten an der Lagerhülse 3 ist eine Feder 12 befestigt, deren freies, auf dem Segment
i i aufliegendes Ende eine nach. unten gerichtete kegelförmige Spitze trägt, die
in die Vertiefungen eingreift. Durch dieses Eingreifen wird der Spielarm beijederbelitebgen
Beendigung seiner Bewegung derart eingestellt, daß er mit seinem Zeiger 7 sich genau
neben eine der Ziffern stellt, die auf der Nummernscheibe 6o, z. B. von i bis 12;
verzeichnet sind und die Gewinnummern darstellen (Abb. 2, linke Hälfte). Die Feder
12 mit der nach unten gerichteten Spitze ist in Abb. 7 dargestellt. Konzentrisch
zur Achse 2 ist auf ihrem Lagersockel ein Zahnkranz 13 drehbar gelagert. Oberhalb
seiner senkrecht nach oben gerichteten läuft der Sperrarm 14, vorbei, der innen
die rückwärts federnde Kinke 15 und außen die ebenfalls rückwärts federnde Klinke
16 trägt. Die Klinke -15 greift in die Zähne des Zahnkranzes 13 ein und verhindert,
dal der Spielarm rückwärts gedreht werden kann. In der Bewegungsbahn der Klinke
16 ist der Z-förmige Bock 17 mit nach oben gerichteten Sperrzähnen angeordnet, so
daß die außenliegende Sperrklinke 16 zwischen die Zähne 17 eingreift, sobald der
Spielarm die ihm vorgeschriebene Umlaufbewegung um 36o° beendet hat; dadurch bleibt
der Spielarm in der für das nächste Spiel erforderlichen Erstellung eingestellt.
Falls durch das Spielen diese Einstellung nicht erreicht ist, sondern der Spielarm
schon vorher stehenbleibt, z. B. mit seinem Zeiger 7 neben einer der Gewinnnummern,
so- kann von außen her durch ruckweises Hinundherdrehen des Zahnkranzes 13 mittels
der Gelenkstange 18 der Spielarm in die Ausgangsstellung hineinbe#-egt werden. Zu
diesem Zweck ist die Gelenkstange 18 mit dem unteren Ende des doppelarmigen Drehhebels
19 (Abb. 3) verbunden, der auf dem -Drehzapfen 2o senkrecht lagert und in dessen
oben am oberen Arme vorgesehene Bohrung der Stift 21 eingreift, der waagerecht am
Riegel 22 angebracht ist. Der Riegel 22 lagert verschiebbar in dem Führungsstück
23. Wird der Riegel 22 nach erfolgtem Geldeinwurf mit dem Druckknopf 55 zurückgedrückt,
so bewegt sich der Stift 2i mit rückwärts, ebenso der obere Arm des Doppelhebels
i9, so daß dessen unterer Arm und die Gelenkstange 18 sich vorwärts in Richtung
auf den Spieler zu sich bewegen. Der Zahnkranz 13 wird dadurch ein Stück rechtsherum
gedreht, und derjenige seiner Zähne, der gerade unter der Klinke 15 liegt, schiebt
diese mit rechtsherum und dreht den Spielarm ebenfalls mit rechtsherum; man wiederholt
gegebenenfalls das Drücken des Knopfes 55, bis der Spielarm in der richtigen Ausgangsstellung
angekommen und für das nächste Spiel richtig eingestellt ist. Auer dem Riegel--2
lagert in dem Führungsstück: 23 noch der ebenfalls verschiebbare Sperrschieber 24,
an den der Sperrwinkel 25 nach unten hin U-förmig angebogen ist und die Sperrnase
z6 trägt, die in die Laufbahn der Sperrnase 9 des Spielarmes hineinragt.
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Auf .dein Führungsstück 23 sitzt ortsfest die vordere und: die linke
schräge Wand eines halben. Trichters 27, der das aus dem Münzprüfe@ ankommende Geldstück
auffängt. Hinter der Trichtervorderwand 27 liegt, etwa, um die Stärke des Geldstücks
entfernt, die senkrechte Wand 28 (Abb. 4), die aber auf dem Schieber 22 mit diesem
verschiebbar sitzt und lediglich -verhindert, daß das Geldstück herunterfällt. Das
Geldstück stellt sich zwischen den Wänden 27 und 28 ein und fällt dabei zur Hälfte
in den Schlitz 36 des Riegels 22 und zur Hälfte in den Schlitz 37 des Sperrschiebers
24. Infolge dieser Verkupplung nimmt der- Riegel 22, der vom Druckstift 55 rückwärts
gedrückt wird, den Sperrschieber 24 mit rückwärts, wodurch. die Baransitzende Nase
26 ,aus der Bewegungsbahn der Nase g heraus rückwärts verschoben und der Spielarm
freigegeben wird. In der Rückwärtsstellung des-Riegels 22 unddes Sperrschiebers
24 liegt das Geldstück über der Münzausfallöffnung 39 des Gehäuses 38, so daß es
nun mehr in das Gehäuse 38 hineinfällt, wo es in dem schubladenartigen Geldkasten
4o aufbewahrt wird.
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In der Stellung, bei der die Spielgebührmünze in den Behälter 4o hineinfällt,
wird der j Sperrschieber 24.: durch -ein besonderes Gesperrstück 2o 'Lestgebälten,
das links mit der
Nase 3o und rechts mit der Nase 32 versehen und
um die Schraube 34 drehbar gelagert ist. Neben der Nase 3o sitzt am Führungsstück
23 der Anschlagstift 3 i, und neben der Nase 32 auf dem Riegel 22 der Anschlagstift
33. Wie Abb.-l zeigt, liegt vor Beginn der Rückwärtsverschiebung des Sperrschiebers
die Nase 30 vor dem Stift 3i, und der Stift 33 liegt vor der Nase 32. Durch das
Andrücken des Druckstiftes 55 wird zunächst der Riegel 22 etwas vorgedrückt, so
daß sein Stift 33 an der Nase 32 vorbeifährt und sich vor die Nase legt. Alsdann
tritt die Kupplung des Riegels 22 mit dem Sperrschieber 2.1 durch die eingeworfene
Münze ein, so daß der Sperrschieber bei dem Weiterschieben beider zusammen das Gesperrstück
29 mitnimmt, bis seine Nase 3o vor den ortsfesten Anschlagstift 3 i gerückt ist.
Läßt man nun den Druckstift 55 wieder los, so .stößt die Nase 3o, durch die Zugfeder
35 angezogen, gegen den Anschlagstift 3i. Infolgedessen kann der Sperrschieber 24
sich nicht vorwärts auf den Spieler zu schieben, und der Riegel 33 kann dadurch
ebenfalls nicht wieder in seine Anfangsstellung hinein, weil sein Anschlagstift
33 gegen die Nase 32 des Sperrstückes anstößt. Jedenfalls aber ist durch diese Einstellung
des Sperrschiebers 24 die Nase 26 so weit versetzt, daß die Sperrnase 9 des Spielarmes
5 für den Spielumlauf freigegeben ist. jedoch stößt die Nase 9 nunmehr gegen das
Sperrstück 29 und schwingt es in Linksdrehung so weit aus, daß die Nase 9 vorbeifahren
kann. Die Attsschivingung aber des Sperrstücks 29 rückt zunächst die Nase 32 aus
der Bewegungsbahn des Stiftes 33 heraus und läßt zu, daß der Riegel 22 in die ursprüngliche:
Stellung nach vorn zurückschnellen kann, wodurch auch der Druckknopf 55 wieder seine
richtige Stellung einnimmt: Sodann aber rückt sofort hinterher die Nase 3o durch
jenes Linksherumschwingen vorn Stift i ab, so daß auch der Sperrschieber 2.4 nach
vorn in seine Lage zurückschnellt. Dadurch aber wird das Sperrstück 29 wieder frei,
so daß seine Feder 35 es wieder in seine ursprüngliche Lage (Abb. 4.) bis an den
Anschlagstift Heranzieht. Auf diese Weise ist die gesamte Sperrvorrichtung für ein
neues Spiel wieder von neuem eingestellt, so daß der Spielarm dadurch, daß er jetzt
einmal herumgeschwungen wird, von neuem gesperrt ist und von neuem ein Geldeinwurf
erfolgen muß.
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Da es für den Unternehmer von Interesse ist, ni wissen, wie viele
Spiele gespielt worden sind, so ist an dem Sperrschieber 2.1 ein Stift .l1 befestigt,
an den eine Kurbelstange .13 angelenkt ist, die die Kurbel eines Zählwerks 42 betätigt.
Durch jedes Hinundherschieben des Sperrschiebers 2.1 wird also im Zählwerk eitle
Zahl weiter eingestellt.
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Der Münzprüfer besteht in an sich bekannter Weise aus der hintenliegenden
Rückwand 4.1, an der oben die Lager .15 angegossen sind, in denen die Achsre .17
lagert, die die Augen der vorderen Wand .16 des Münzprüfers durchgreifen. Die Feder
4.8 drückt die Vorderwand 4.6 an die Rückwand heran, und dadurch bleibt die Münzprüferrinne
geschlossen, jedoch bezüglich ihres als Münzdurchgang dienenden Querschnitts verschieden
einstellbar. Insbesondere aber wird die Vorderwand .l6durch den rechts liegenden
Arm 5 i des um die Schraube 5o drehbaren Doppelhebels alsdann ausgeschwungen, ,,nenn
der Riegel 22 durch Zurückstoßen des Knopfes 55 zurückbewegt ist. Denn der an dem
Riegel 22 fest angebrachte Stift 2 i bewegt den oberen Arm des senkrechten Doppelhebels
i 9 mit rückwärts, und in die obere Bohrung dieses Hebelarmes greift mit .seinem
Stift 52 der linke Arm 4.9 des waagerechten Doppelhebels ein, der mit seinem links
liegenden Ende demnach mit rückwärts bewegt wird. Das rechts liegende Ende 51 wird
also vorwärts bewegt und schwingt die Vorderwand .l6 aus. Dadurch wird jede Münze
zum sofortigen Wiederherausfallen gebracht, die in den Schlitz 58 eingeworfen wird,
solange das Spiel noch nicht gespielt und beendet ist. Die herausgefallene Münze
fällt in den Trichter 53, aus dem sie durch die Gehäuseöffnung 54. entnommen
werden kann. Die Zugfeder 56 zieht den Drehhebel i9 in seine ursprüngliche Lage
wieder zurück.
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Die Schutzhülse 57 ist dem Schlitz vorgelagert, durch den der Spielgriff
-8 aus dem Gehäuse i heraustritt, um vom Spieler erfaßt zu werden. Er tritt aber
erst dann aus der Schutzhülse heraus, nachdem das gegenüberliegende freie Ende mit
dem Zeiger 7 die Gewinnummern verlassen hat. Würde die Schutzhülse nicht vorhanden
sein, so könnte der Spieler seinen Finger durch den Schlitz des Gehäuses hindurchstecken
und damit den herumschwingenden Spielaringriff 8 an der Stelle anhalten, wo der
Zeiger in den höchsten Gewinnummern i i oder 12 steht. Wie Abb. 6 oben erkennen
läßt, sind in der Ausgangsstellung des Spielarmes einige Zähne aus dem Zahnkranz
13 ausgelassen,- damit der Spielarm die Bewegung über die Sperrvorrichtungen
hinweg ungehindert ausführen kann.
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Der ganze Mechanismus mitsamt dem Spielarm ist durch die feststehende
Platte 6o verdeckt, die als Nummernscheibe dient und auf der Platte 59 festgeschraubt
ist, die das . obere Ende der festen Achse 2 bildet. Die Platte 6o und die Läuferfigur
6 sind von
einem Glaskasten 61 verdeckt, so daß weder eine
Beschädigung der Spieleinrichtung noch eine Unregelmäßigkeit .eines Spielers eintreten
kann. Vorn auf dem Gehäuse i ist das Brettchen 62 befestigt, das Abteilungen für
die Spieleinsätze enthält, die jeder Spieler außer der in den Münzeinwurf 58 einzuiwerfenden
Spielgebühr als Gewinn einzusetzen hat.