DE496106C - Kraftmaschinengetriebe, insbesondere fuer Brennkraftmaschinen - Google Patents
Kraftmaschinengetriebe, insbesondere fuer BrennkraftmaschinenInfo
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Description
- Kraftmaschinengetriebe, insbesondere für Brennkraftmaschinen Die Erfindung betrifft ein Kraftmaschinengetriebe, das aus einer mehrfach ,gekröpften Kurbelwelle, einem zwischen den Kurbeln sitzenden Schwungrad und einer Reibungskupplung an einem Kurbelwellenende besteht und insbesondere für Brennkraftmaschinen Anwendung findet. Aufgabe der Erfindung ist, Torsionsschwingungen in den Kurbelwellen derartiger Getriebe möglichst herabzusetzen. Hierzu wird gemäß der Erfindung die Eigenschwingungszahl der Kurbelwelle mit Kupplung durch die Verwendung von Aluminium oder Magnesium oder deren Legierungen für die Kupplung erhöht, und die Kupplung wird mit Einrichtungen versehen, die beim Umlauf der Kupplung einen Luftstrom zur Kühlung der Reibflächen erzeugen. Das Schwungrad wird zweckmäßig so auf der Kurbelwelle angeordnet, daß die Eigenschwingungszahl des Kurbelwellenteils auf der Kupplungsseite einschließlich der Kupplung annähernd gleich der des Kurbelwellenteils auf der anderen Schwungradseite ist. Bei der praktischen Ausführung werden vorteilhaft das mit der Kurbelwelle verbundene Kupplungsgehäuse und eine abgefederte Platte aus Aluminium- oder Magnesiumlegierung bestehen, und die beiden Teile werden an den Reibflächen, zwischen denen die getriebene Scheibe mit dem Kupplungsbelag angeordnet ist, mit Stahlplatten bewehrt und außerdem mit schaufelartigen Leichtmetallrippen zur Erzeugung des Kühlluftstromes versehen. ' Es sei bemerkt, daß Einrichtungen an Kupplungen an sich bekannt geworden sind, die beim Umlauf der Kupplung einen Luftstrom zur Kühlung der Reibflächen erzeugen. Auch sind Kupplimgen bekannt, die zwischen dem Gehäuse und einem federnden Teil eine den Reibungsbelag tragende angetriebene Scheibe aufweisen.
- Die Erfindung setzt demgegenüber voraus, daß zur Erreichung des oben angegebenen Zieles Leichtmetalle für den Aufbau verwendet werden.
- Von den verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten ist eine Kurbelwellenanordnung gemäß der Erfindung beispielsweise in den Zeichnungen dargestellt, und zwar ist Abb. i ein Aufriß der gesamten Kurbelwellenanordnung, Abb. a ein im größeren Maßstube gehaltener Längsschnitt durch die Achse der in Abb. i dargestellten Kupplung und Abb. 3 ein Schnitt nach Linie 3-3 in Abb. z. Im Beispiel ist die Kurbelwelle A sechsfach gekröpft und trägt zwischen der dritten und vierten der Kurbeln A ' ein Schwungrad B sowie am treibenden Ende einen Flansch A2, an dem eine Kupplung C angeschlossen ist, deren Einzelaufbau Abb. a und 3 zeigen.
- Die Kupplung C besteht in der Hauptsache aus Leichtmetall von guter Wärmeleitfähigkeit, wie einer Aluminium- oder Magnesiumlegierung. Sie besteht aus einem Gehäuse aus zwei plattenartigen Teilen D und E, die durch ein ringförmiges Abstandsstück F getrennt werden, das ihren Außenrand erfaßt. Die drei Teile D, E und F des Gehäuses sind durch eine Anzahl von Bolzen F1 zusammengespannt.
- Der Teil D ist mit dem Flansch A= der Kurbelwelle durch die Bolzen A3 verbunden. Mit ihm ist aus einem Stück eine Reihe von Flügeln Dl gegossen, die bewirken, daß ein. Luftstrom über die Außenfläche des Teiles D fließt und die außerdem als Kühlrippen zur Übertragung von Wärme vom Teil D auf diese Luft dienen. Die Flügel Dl werden zweckmäßig durch eine ringförmige Deck-oder Schutzplatte D2 abgeschlossen, die von den BolzenFl in ihrer Lage festgehalten wird.
- Der Teil E des Kupplungsgehäuses weist einen nabenartigen TeilEl auf, der mit dem Umfangsteil E2 durch eine Anzahl von Armen Es verbunden ist, die als Flügel ausgebildet sind und .dazu dienen, Luft axial durch den Teil E in das Innere des Kupplungsgehäuses zu saugen. Die Luft strömt nach Eintritt in das Gehäuse radial nach außen und tritt durch DurchbrechungenF2 im TeilF aus.
- Durch den Teil .E ragt in das Kupplungsgehäuse eine angetriebene Welle G, die durch ein Lager Cil im Flansch A2 abgestützt wird. Die Welle G ist genutet oder in entsprechender Weise gestaltet, und es ist auf ihr ein nabenartiger Tei1H angebracht, der sich axial verschieben, aber nicht gegen die Welle drehen kann und der starr mit einer Platte J verbunden ist, die beispielsweise aus Stahl besteht. Auf beiden Flächen der Platte J sind durch Aufnieten oder in sonstiger Weise in der Nähe des Umfanges Bekleidungen aus reibendem Werkstoff J1 angebracht. Der Stoff J1 auf der einen Seite kann. sich gegen eine aus Stahl o. dgl. bestehende Bekleidungsplatte 1K legen, die starr mit dem Teil D des Kupplungsgehäuses verbunden ist und durch die Bolzen F1 in ihrer ° Lage gehalten wird. Der Stoff J1 auf der anderen Fläche der Platte J kann mit einer aus Stahl o. dgl. bestehenden Platte L zusammenwirken, die starr an einem Ring M aus Aluminium o. dgl. befestigt ist. Dieser kann. sich frei in der Axialrichtung gegen den Teil E bewegen, aber nicht dagegen verdrehen. Auf diesen Teil wirkt eine Anzahl von Schraubenfedern N zwischen dem Ring M und dem Teil E. Das Glied M ist mit einer Anzahl von Flügeln Ml ausgerüstet, die dazu beitragen, die radiale Luftströmung durch das Kupplungsgehäuse zu den öffnungenF2 zu unterstützen, und die als Kühlrippen wirken, welche die Wärme vom Teil M auf diese Luft übertragen.
- Die Federn N suchen die Platte L gegen den Reibstoff J1 der ihnen zugekehrten Fläche der Platte J zu drücken und dadurch die Platte J axial so zu bewegen, daß der Reibungsstoff J1 an der anderen Seite sich gegen die ihm zugekehrte Platte K z. legen sucht. Auf diese Weise wird die Platte J durch Reibung mit dem Kupplungsgehäuse verbunden, und die Kupplung ist auf diese Weise eingerückt.
- Das Getriebe, durch das die Kupplung gelöst wird, kann mannigfache Gestalt annehmen; bei der dargestellten Konstruktion sind drei Hebel0 bei 01 drehbar an LappenE4 des Teiles E gelagert. Das ,äußere Ende jedes Hebels 0 wirkt auf einen RandLl der Platte L, während das innere Ende an einem Schubklotz P anliegt. Auf diesen Klotz P kann man mittels des Kupplungspedals o. dgl. durch ein Schublager PI einwirken, so daß die Hebel O die Platte L von der Platte J weg entgegen der Wirkung der Federn N bewegen, wodurch die Kupplung gelöst wird.
- Wie ersichtlich, wird bei der dargestellten Konstruktion, bei der der reibende Werkstoff auf. einer mittleren Platte J angeordnet ist, eine Reibung während der Einrückzeit der Kupplung zwischen diesem Werkstoff. und den Stahlplatten 1( und L eintreten. Die so erzeugte Wärme wird unmittelbar auf die Teile D und M übertragen, von wo sie durch den Kühlluftstrom weggeführt wird, den die Flügel Dl, Ml und E3 gegen die Rückfläche dieser Teile fließen lassen. Weiter wird infolge der guten Wärmeleitfähigkeitder Leichtlegierungen gegenüber vorzugsweise aus Eisen bestehenden Metallen die Übertragung der Wärme von den Erzeugungsflächen auf die Ableitungsflächen erleichtert.
- Wenn hier die Erfindung unter Bezugnahme auf eine Kupplung mit nur einer einzigen Reibplatte beschrieben ist, so können doch Kupplungen mit mehr als einer Platte oder andere Kupplungen aus Leichtmetall ohne Abweichung vom Erfindungsgedanken verwendet werden. Auch kann das Schwunf rad, das in der dargestellten Konstruktion in der Mitte der Kurlbelwelle liegt, in manchen Fällen um eine oder mehrere Kurbeln nach dem die Kupplung_ tragenden Wellenende verschoben werden, um die natürliche Schwingungsfrequenz der beiderseitig des Schwungrades liegenden Kurbelwellenteile nach Möglichkeit auszugleichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Kraftmaschinengetriebe, insbesondere für Brennkraftmaschinen, das aus einer mehrfach gekröpften Kurbelwelle, einem zwischen den Kurbeln sitzenden Schwungrad und einer Reibungskupplung an einem Kurbelwellenende besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Eigenschwingungszahl der Kurbelwelle mit Kupplung durch Verwenden von Aluminium, Magnesium oder deren Legierungen für die Kupplung (C) erhöht ist, und daß die Kupplung (C) mit Einrichtungen versehen ist, die beim Umlauf der Kupplung einen Luftstrom zur Kühlung der Reibflächen erzeugen. a. Kraftmaschinengetriebe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwungrad (B) so auf der Kurbelwelle (A) angeordnet ist, daß die Eigenschwingungszahl des Kurbelwellenteils auf der Kupplungsseite einschließlich der Kupplung (C) annähernd gleich der des Kurbelwellenteils auf der anderen Schwungradseite ist. 3. Kraftmaschinengetriebe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der Kurbelwelle (A) verbundene Kupplungsgehäuse (D, E ) und eine abgefederte Platte (M), zwischen denen die getriebene Scheibe (J) mit dem Kupplungsbelag (J1) angeordnet ist, aus Aluminium- oder Magnesiumlegierung bestehen und an den Reibflächen mit Stahlplatten (I(, L) bewehrt und mit schaufelartigen Leichtmetallrippen (D1, E'3, Mr) zur Erzeugung des Kühlluftstromes versehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DER75426D Expired DE496106C (de) | 1927-09-20 | 1928-08-14 | Kraftmaschinengetriebe, insbesondere fuer Brennkraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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1928
- 1928-08-14 DE DER75426D patent/DE496106C/de not_active Expired
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