DE1109041B - Drehschwingungsdaempfer fuer die Antriebswelle eines Motorfahrzeuges - Google Patents
Drehschwingungsdaempfer fuer die Antriebswelle eines MotorfahrzeugesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Drehschwingungsdämpfer für die Antriebswelle eines Motorfahrzeugs,
bei dem im Ringraum zwischen einem Nabenteil und einem den Nabenteil im Abstand umgebenden Trägheitsteil
drei oder mehrere sich in radialer Richtung erstreckende, nachgiebige Dämpfungselemente aus
Gummi oder einem ähnlichen Werkstoff derart mit gleichmäßigem Abstand voneinander angeordnet sind,
daß der Trägheitsteil gegenüber dem Nabenteil eine beschränkte Drehbewegung ausführen kann.
Es ist bereits bekannt, zur Dämpfung von Drehschwingungen einzelne, mit Abstand voneinander
zwischen Welle und Schwungkörper in Vertiefungen befestigte Gummiblöcke zu benutzen. Als nachteilig
stellte sich bei dieser Befestigungsart, die erhebliche gegenseitige Bewegungen der Schwungmasse und
Welle zuließ, eine starke örtliche Beanspruchung an den Außenkanten der die Gummiblöcke aufnehmenden
Vertiefungen heraus. Außerdem besteht die Gefahr eines Ablösens einzelner Gummiblöcke von
der Welle oder der Schwungmasse.
Weiter sind Drehschwingungsdämpfer bekannt, bei denen das Dämpfungselement aus einem Gummiring
besteht, der durch Vulkanisieren einerseits mit dem Trägheitsteil und andererseits mit dem Nabenteil verbunden
ist.
Diese bekannten Drehschwingungsdämpfer weisen den Nachteil auf, daß bei ihnen sehr leicht eine übermäßige
Wärmeentwicklung auftreten kann. Diese Wärmeentwicklung kann wegen der stark erschwerten
Wärmeabfuhr äußerst kritisch werden. Ein weiterer Nachteil der bekannten Dämpfungsvorrichtungen liegt
auch noch darin, daß beim Altern des Gummis ein Austausch und ein Ersatz nur sehr schwer vorgenommen
werden kann. Auf alle Fälle bedingt ein Ausbau des aus Gummi bestehenden Dämpfungselementes
einen längeren Betriebsausfall, da das Aufvulkanisieren neuer Dämpfungselemente eine vollständige
Demontage und eine Wärmebehandlung des Nabenteils und des Trägheitsteils erfordert.
Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Drehschwingungsdämpfer besteht darin, daß sie bezüglich
ihrer Schwingungseigenschaften auf einen bestimmten Wert festgelegt sind und nachträglich nicht
den jeweiligen Gegebenheiten entsprechend angepaßt werden können.
Als Drehschwingungsdämpfer sind auch Gummihülsen benutzt worden, die zur Erfüllung ihrer Aufgabe
in radialer Richtung stark zusammengepreßt werden, wobei zur Verbesserung des Reibungsschlusses zwischen Metall und Gummi auf dem
inneren Metallteil Vertiefungen vorgesehen sind, in Drehschwingungsdämpfer
für die Antriebswelle eines Motorfahrzeuges
für die Antriebswelle eines Motorfahrzeuges
Anmelder:
Metalastik Limited,
Leicester (Großbritannien)
Leicester (Großbritannien)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Negendank, Patentanwalt, Hamburg 36, Neuer Wall 41
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 21. März 1955
Großbritannien vom 21. März 1955
Archie John Hirst, Leicester (Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
die sich die Gummihülse einpreßt. Diese Art der Vorpressung führt zu einer ungleichmäßigen Spannungsverteilung
in dem Gummikörper, wodurch leicht infolge vorzeitiger Abnutzung und Nachlassens der
Dämpfungswirkung Betriebsstörungen und Ausfälle entstehen können.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Drehschwingungsdämpfer zu schaffen, der einfach aufgebaut ist
und einen leichten und schnellen Austausch der Dämpfungselemente sowie ein Anpassen seiner Eigenschaften
an die jeweils zu dämpfenden Schwingungen erlaubt.
Die Erfindung besteht darin, daß die Dämpfungselemente austauschbar und in an sich bekannter Weise
unter Druck in radialer Richtung vorgespannt sind.
Eine derartige Anordnung vermeidet die Nachteile der bisher bekanntgewordenen Drehschwingungsdämpfer. Durch die Zwischenräume, die zwischen dem Naben- und dem Trägheitsteil und zwischen zwei jeweils benachbarten Dämpfungselementen vorhanden sind, kann ein bei der Rotation der zu dämpfenden Welle erzeugter Luftstrom über die aus Gummi bestehenden Dämpfungselemente, den Nabenteil und den Trägheitsteil hinwegstreichen, um diese
Eine derartige Anordnung vermeidet die Nachteile der bisher bekanntgewordenen Drehschwingungsdämpfer. Durch die Zwischenräume, die zwischen dem Naben- und dem Trägheitsteil und zwischen zwei jeweils benachbarten Dämpfungselementen vorhanden sind, kann ein bei der Rotation der zu dämpfenden Welle erzeugter Luftstrom über die aus Gummi bestehenden Dämpfungselemente, den Nabenteil und den Trägheitsteil hinwegstreichen, um diese
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zu kühlen. Da die Dämpfungselemente in weiterer Ausbildung in an sich bekannter Weise zwischen zwei
Endplatten aus Metall eingesetzt und mit diesen durch Verkleben fest verbunden sind, wobei die zwei Endplatten
mit dem Naben- bzw. dem Trägheitsteil kraft- oder formschlüssig verbunden sind, sind die
Dämpfungselemente sehr widerstandsfähig gegen die durch die Wellenschwingungen auftretenden Beanspruchungen.
Zur Befestigung der Dämpfungselemente können diese nach der Erfindung auch so ausgeführt werden,
daß die Endplatten der Dämpfungselemente mit konisch ausgebildeten Rändern versehen sind, die in an
sich bekannte, entsprechende Aussparungen in Naben- und Trägheitsteil eingreifen. Durch diese
Maßnahme werden die Elemente so zwischen Naben- und Trägheitsteil gehalten, daß die wirkenden Kräfte
auf die Dämpfungselemente übertragen werden, ohne daß die Kanten der Aussparungen unmittelbar auf die
in radialer Richtung liegenden Seiten der Gummikörper einwirken, so daß diese nicht beschädigt
werden können.
Eine weitere Ausbildung sieht vor, daß jedes der Dämpfungselemente mindestens aus zwei Gummischeiben
und einer durch Verkleben unlösbar mit den Gummischeiben verbundenen metallischen Zwischenplatte
besteht. Dieser Aufbau führt dazu, daß die Angriffwege der beim Betrieb auftretenden und auf
die Gummielemente einwirkenden Kräfte verringert werden, während sich die Widerstandsfähigkeit gegen
Scherung vergrößert, so daß sich die Lebensdauer der Dämpfungselemente erhöht.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Kühlung noch dadurch verbessert werden,
daß die Zwischenplatten über die Gummischeiben hinausragen. Dadurch wird die Wärme mit Hilfe der
metallischen Zwischenplatten aus den Gummistücken in den Bereich der vorbeistreichenden Kühlluft herausgeführt.
Bei dem Drehschwingungsdämpfer nach der Erfindung sind die einzelnen Dämpfungselemente mit Abstand
voneinander angeordnet und radial ausgerichtet; daher sind diese Dämpfungselemente leicht zugänglich,
lassen sich bequem ausbauen und in einfacher Weise mit dem Naben- und dem Trägheitsteil
verbinden, ohne daß es für eine solche Auswechslung erforderlich wird, den gesamten Drehschwingungsdämpfer
auseinanderzunehmen, wie es bei den bekannten Anordnungen der Fall ist.
Wenn ein Dämpfungselement fortgenommen ist, verbleiben Naben- und Trägheitsteil in einer Lage,
die anschließend ein Ersetzen des fortgenommenen Dämpfungselementes ermöglicht. Auf diese Weise
können sämtliche Dämpfungselemente, eines nach dem anderen, ausgebaut und ausgetauscht werden,
ohne daß hierzu ein völliger Auseinanderbau der Antriebsvorrichtung nötig ist. Ein weiterer Vorteil der
Erfindung ist, daß sich die Dämpfungselemente leicht normen und billig fertigen lassen. Die Dämpfungseigenschaften lassen sich dadurch verändern, daß man
die Anzahl der verwendeten Dämpfungselemente und den Betrag der Vorspannung entsprechend variiert
oder die genormten Dämpfungselemente aus verschiedenen Gummimischungen mit unterschiedlicher Härte
herstellt.
In der Zeichnung ist ein nachfolgend beschriebenes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es
zeigt
Fig. 1 die Seitenansicht eines Teiles der Antriebswelle eines Kraftfahrzeuges mit dem Drehschwingungsdämpfer,
dessen obere Hälfte teilweise im Schnitt dargestellt ist,
Fig. 2 die Ansicht des Drehschwingungsdämpfers, in Achsrichtung gesehen, und
Fig. 3 den Schnitt entlang der Linie III-III von
Fig. 2.
Die in Fig. 1 teilweise dargestellte Antriebswelle
ίο umfaßt eine vom Fahrzeugmotor durch ein Wechselgetriebe
in üblicher Weise angetriebene Welle 5, eine Gelenkwelle 6 für den Antrieb der mittels eines nicht
dargestellten Differentialgetriebes getriebenen Räder des Fahrzeuges sowie ein zwischen der Welle 5 und
der Gelenkwelle 6 vorgesehenes Kardangelenk 7. Der eine Gabelteil 8 des Kardangelenkes 7 ist mit einem
Flansch 9 versehen, der mittels Schraubbolzens 11 an einem Flansch 10 der Welle 5 befestigt ist.
Der Drehschwingungsdämpfer umfaßt einen Nabenteil
12, der mittels der Schraubbolzen 11 an den Flanschen 9 und 10 befestigt ist. Er ist innerhalb
eines ringähnlichen Trägheitsteiles 13 mit diesem gleichachsig angeordnet. Zwischen dem Nabenteil 12
und dem Trägheitsteil 13 sind vier mit 14 zusammenfassend bezeichnete, gleichmäßig verteilt angeordnete
Dämpfungselemente angebracht.
Jedes Dämpfungselement 14 umfaßt ein Paar Scheiben 15 aus Gummi od. dgl., eine Zwischenplatte
16 aus Metall sowie ebenfalls metallische Endplatten 17, die die Gummischeiben 15 beiderseitig einschließen.
Die Gummischeiben 15 sind an der Zwischenplatte 16 und den Endplatten 17 befestigt.
Das Dämpfungselement 14 bildet somit eine für sich hergestellte konstruktive Einheit.
Jede Endplatte 17 ist mit einem Schraubbolzen 18 versehen, mittels dessen sie mit dem Trägheitsteil 13
bzw. dem Nabenteil 12 fest verbindbar ist. Die Dämpfungselemente 14 werden beim Zusammenbau
des Drehschwingungsdämpfers zunächst mit dem Trägheitsteil 13 verbunden, worauf sie in ihrer Achsrichtung
zusammengepreßt werden. Anschließend wird der Nabenteil 12 axial in den Trägheitsteil 13
eingeführt, wobei die zur Mitte des Drehschwingungsdämpfers gerichteten Schraubbolzen 18 in Schlitzen
19 im Nabenteil 12 gleiten. Die Schraubbolzen 18 werden nach Erreichen der endgültigen Lage des
Nabenteiles 12 zum Trägheitsteil 13 an ersterem mittels Muttern befestigt. Die Dämpfungselemente 14
sitzen auf diese Weise zwischen dem Nabenteil 12 und dem Trägheitsteil 13 mit Vorspannung in Richtung
ihrer Längsachse.
Die Montage des Drehschwingungsdämpfers ist, wie ersichtlich, sehr einfach. Ebenso einfach können
die Dämpfungselemente 14 ausgewechselt werden, ohne daß die Antriebswelle ausgebaut oder der
Nabenteil 12 entfernt werden muß.
Die erforderliche Torsionssteifheit des Drehschwingungsdämpfers ist sehr niedrig.
Die einfache Form der Dämpfungselemente 14 ermöglicht eine Prüfung der dynamischen Steifheit und der Dämpfungseigenschaften derselben in der Werkstatt ohne großen Aufwand. Wenn die Torsionssteifheit genau eingestellt werden muß, kann sie durch Auswahl von passenden Sätzen der Dämpfungselemente in entsprechender Anzahl erhalten werden.
Die einfache Form der Dämpfungselemente 14 ermöglicht eine Prüfung der dynamischen Steifheit und der Dämpfungseigenschaften derselben in der Werkstatt ohne großen Aufwand. Wenn die Torsionssteifheit genau eingestellt werden muß, kann sie durch Auswahl von passenden Sätzen der Dämpfungselemente in entsprechender Anzahl erhalten werden.
Die Endplatten 17 können entweder an Stelle der
Schraubbolzenbefestigung oder zusätzlich zu dieser in Aussparungen des Nabenteiles 12 und des Trägheits-
teils 13 angebracht werden. Die Endplatten 17 und die Aussparungen können mit einander entsprechenden
schrägen Kanten ausgebildet sein.
Der Nabenteil 12 hat einen Durchmesser, der die Befestigung des Drehschwingungsdämpfers an den
Gelenkteilen der Antriebswelle ohne Abänderung derselben ermöglicht.
Die Zwischenplatte 16 in den Dämpfungselementen 14, die parallel zu den Endplatten 17 und zwischen
diesen die Gummischeiben 15 durchdringt, erhöht die Steifheit der Dämpfungselemente 14 in Radialrichtung
des Drehschwingungsdämpfers. Dadurch wird die zulässige Drehzahl der Antriebswelle heraufgesetzt. Die
Zwischenplatte 16 kann in seitlicher Richtung über die Gummischeiben 15 hinausragen, um für die Wärmeableitung
aus den Dämpfungselementen zu sorgen.
Die Gummischeiben 15 sind an ihren Mitten, wie in Fig. 1 gezeigt, untereinander verbunden. Dies ist
jedoch nicht unbedingt erforderlich. Statt der Befestigung an der Zwischenplatte 16 können sie auch miteinander
in irgendeiner anderen Weise, z. B. durch ein Bindemittel, verbunden werden.
Claims (5)
1. Drehschwingungsdämpfer für die Antriebswelle eines Motorfahrzeugs, bei dem im Ringraum
zwischen einem Nabenteil und einem den Nabenteil mit Abstand umgebenden Trägheitsteil drei
oder mehrere sich in radialer Richtung erstreckende, nachgiebige Dämpfungselemente aus
Gummi oder einem ähnlichen Werkstoff derart mit gleichmäßigem Abstand voneinander angeordnet
sind, daß der Trägheitsteil gegenüber dem Nabenteil eine beschränkte Drehbewegung ausführen
kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungselemente (14) austauschbar und in an
sich bekannter Weise unter Druck in radialer Richtung vorgespannt sind.
2. Drehschwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Dämpfungselement (14) in an sich bekannter Weise zwischen
zwei Endplatten (17) aus Metall eingesetzt und
ίο mit diesen durch Verkleben fest verbunden ist,
wobei die zwei Endplatten mit dem Nabenteil (12) bzw. mit dem Trägheitsteil (13) kraft- oder formschlüssig
verbunden sind.
3. Drehschwingungsdämpfer nach den Ansprächen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Endplatten mit (17) konisch ausgebildeten Rändern versehen sind, die in an sich bekannte,
entsprechende Aussparungen im Nabenteil (12) und im Trägheitsteil (13) eingreifen.
4. Drehschwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Dämpfungselemente
(14) mindestens aus zwei Gummischeiben (15) und einer durch Verkleben unlösbar mit den Gummischeiben verbundenen metallischen
Zwischenplatte (16) besteht.
5. Drehschwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zwischenplatten (16) seitlich über die Gummischeiben (15) hinausragen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 533 984, 705 717, 721712, 725 651;
Deutsche Patentschriften Nr. 533 984, 705 717, 721712, 725 651;
USA.-Patentschrift Nr. 1 984 413.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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