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DE494516C - Empfangseinrichtung fuer telegraphische Geheimzeichen - Google Patents

Empfangseinrichtung fuer telegraphische Geheimzeichen

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DE494516C
DE494516C DEM83883D DEM0083883D DE494516C DE 494516 C DE494516 C DE 494516C DE M83883 D DEM83883 D DE M83883D DE M0083883 D DEM0083883 D DE M0083883D DE 494516 C DE494516 C DE 494516C
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DE
Germany
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contact
secret
row
station
buttons
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DEM83883D
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English (en)
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Individual
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L9/00Cryptographic mechanisms or cryptographic arrangements for secret or secure communications; Network security protocols
    • H04L9/38Encryption being effected by mechanical apparatus, e.g. rotating cams, switches, keytape punchers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Security & Cryptography (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Input From Keyboards Or The Like (AREA)

Description

  • Empfangseinrichtung für telegraphische Geheimzeichen Es sind Gebevorrichtungen mit Tastatur zur Geheimübermittelung von Nachrichten mittels Leitungsdrahtes oder auf drahtlosem Wege bekannt, bei denen mit den Tasten verbundene Kontaktkörper bei Bewegung der Tasten mit Kontaktstreifen, die zu Gruppen vereinigt sind, nacheinander in Berührung kommen und zu jeder Taste mehrere solcher Gruppen gehören, die mittels Transportorganen absatzweise in den Wirkungsbereich der Tasten gebracht werden können.
  • Die Transportorgane bestanden z. B. in auf waagerechter gemeinsamer Drehachse angeordneten Metallscheiben, die nach jedem ausgesendeten Geheimzeichen durch ein Fortschaltwerk um einen Schritt oder mehrere weiter gedreht wurden, womit dann andere Kontaktstückgruppen in den Wirkungsbereich der Tasten kamen.
  • Die Scheibenflächen waren von ihrem Rande aus ringsherum mit schmalen, auf die Drehachse gerichteten, der Zahl nach bei allen Scheiben gleichen Metallplättchen leitend belegt, die mit Isoliermasse ausgefüllte schmale Ouernuten an ihrer Oberfläche aufwiesen, welche dichter oder weniger dicht zusammenstanden, dadurch dem mit den Tasten verbundenen Kontaktstück eine längere oder kürzere Gleitfläche boten und damit z. B. Strichen und Punkten des Morsesystems entsprechende Signale ermöglichten.
  • Zogen sich die Tasten oberhalb des Scheitelpunktes der Scheiben in gerader Linie von einem Ende der Scheibenreihe zum anderen hin, dann taten es ebenso die Kontaktplättchen, die sich gleichzeitigimWirkungsbereich der Tasten befanden. So viel Plättchen die einzelnen Scheiben aufwiesen, so viele solcher geraden Plättchenreihen waren also vorhanden, die sich immer von dem einen Ende der Scheibenreihe nach dem anderen hinzogen und bei obiger Schaltung gleichzeitig in den Wirkungsbereich der Tasten kamen.
  • Wiesen dann die Tasten z. B. 2.I verschiedene Buchstaben auf, dann mußten in diesen Plättchenreihen die diesen Buchstaben entsprechenden Morsekontaktgruppen vorhanden sein. Der einzige Unterschied dieser Reihen untereinander bestand darin, daß jede Reihe eine andere Verteilung der Kontaktgruppen auf die Tasten zeigte.
  • Als Erkennungszeichen für die so unterschiedenen Kontaktgruppenreihen waren Hummern an einer der äußersten Scheiben, also am Anfang oder Ende einer Reihe angebracht.
  • Das beim Niederdrücken einer der Tasten zur Aussendung kommende Morsesignal entsprach daher nur zufällig einmal der Bezeichnung der Taste, durch die es hervorgerufen wurde.
  • Die Deutung der so ausgesendeten Geheimzeichen an der Empfangsstation geschah nun auf Grund von Tabellen, bei denen den Kontaktgruppenreihen entsprechende Buchstabenreihen in der gleichen Reihenfolge untereinander angeordnet waren.
  • Oberhalb dieser Tabelle waren dann als Index die zur Verwendung kommenden Buchstaben in der Reihenfolge der Tastenbezeichnungen der Gegenstation besonders aufgeschrieben. Über jeder senkrechten Reihe der Tabelle kam oberhalb derselben einer dieser Buchstaben zu stehen.
  • Die waagerechten Buchstabenreihen der Tabelle waren entsprechend den Erkennungsnummern der waagerechten Kontaktgruppenreihen an einem Ende ebenfalls mit Nummern versehen, und da die Buchstaben den Kontaktgruppen entsprachen und ihre Verteilung innerhalb der waagerechten Reihen dieselbe wie der Kontaktgruppen in ihren eigenen Reihen war und auch die Aufeinanderfolge der Buchstabenreihe und ihre Numerierung mit letzteren übereinstimmte, so gaben die Tabellen ein getreues Abbild der Sendemaschine.
  • Die Deutung der Geheimzeichen geschah dann auf Grund einer solchen Tabelle in der Weise, daß man mit derselben Nummer anfangend, wie die Sendemaschine und entsprechend derselben fortschreitend jeden neuen Buchstaben in der folgenden Reihe der Tabelle aufsuchte.
  • Indem man, nachdem der Geheimbuchstabe in einer der Reihen aufgefunden worden war, senkrecht hinaufging, traf man auf einen Buchstaben der Indexreihe, der dann der gesuchte Klarbuchstabe war.
  • Dieses Verfahren, bei dem man den signalisierten Geheimbuchstaben immer in einer der waagerechten Reihen der Tabelle aufsuchen muß, ist nun sehr zeitraubend, anstrengend und umständlich, weil die aufzusuchenden Buchstaben in jeder Reihe an einer anderen Stelle stehen, die jedesmal von neuem aufgesucht werden muß.
  • Bei vorstehendem Verfahren ist dieser Weg verlassen, und der Geheimbuchstabewird immer im Index aufgesucht, wo die Buchstaben dauernd ein und dieselbe Stelle einnehmen.
  • Die Klarzeichen sind umgekehrt in den waagerechten Reihen zu finden, wo sich dann eine solche Verteilung auf die Indexzeichen zeigt, wie sie der jeweiligen Verteilung der Tastenbezeichnungen der Sendemaschine auf ihre Kontaktgruppenreihen entspricht. .
  • Von dem in der Indexreihe aufgefundenen Geheimbuchstaben jetzt abwärts gehend, trifft man dann in der betreffenden waagerechten Reihe auf das gesuchte Klarzeichen.
  • An jeder von zwei Stationen, die geheim miteinander verkehren wollen, wäre somit je eine Gebevorrichtung und eine Entchiffriertabelle vorhanden zu denken, wobei dann auf eine besondere Verteilung derKontaktgruppen innerhalb ihrer Reihen nicht Bedacht genommen zu werden braucht.
  • Verteilt man nun aber auf obigem Wege weitergehend auch die Kontaktgruppen der einzelnen Kontaktgruppenreihen einer der beiden Maschinen so auf ihre Tasten, wie die Tasten der Gegenstation jeweils auf die Kontaktgruppen ihrer Kontaktgruppenreihen verteilt erscheinen, dann kann man jede der beiden Maschinen außer zum Senden auch zum Dechiffrieren der Geheimsignale der Gegenstation benutzen.
  • Eine besondere Dechiffriertabelle erübrigt sich somit, das Dechiffrieren kann Buchstabe für Buchstabe erfolgen, geschieht schneller und sicherer. Der Indexreihe von vorhin entspricht dann hier die Tastenreihe der Maschine, und beim Niederdrücken der den ankommenden Geheimbuchstaben entsprechenden Tasten hierselbst ergibt sich automatisch der Klarbuchstabe in Morseschrift, der nun durch Hörer aufgenommen oder einem Morseschreiber zugeführt werden kann.
  • Abb. i und 2 zeigen eine Geheimtelegraphiermaschine entsprechend obiger allgemeiner Beschreibung, Abb. 3 ein Schema einer solchen Gebevorrichtung mit beispielsweiser Verteilung der Kontaktgruppen und Abb. 4 ein Schema einer Entchiffriertabelle bzw. einer Gebevorrichtung einer Gegenstation mit einer Verteilung der Entchiffrierbuchstaben bzw. der Kontaktgruppen entsprechend den Ausführungen der Einleitung.
  • i ist ein winkliges Gestell (Abb. i Vorderansicht, Abb.2 Seitenansicht). Rechts und links ist dasselbe zu zwei Rahmen ergänzt, welche die Achslager 3 einer Welle q. tragen (Gestell und Achse sind bei Abb. i links fortgebrochen gezeichnet, und die Vorderwand [in Abb. 2 links] des rechten Rahmens ist bei Abb. i fortgelassen)..
  • Auf der Welle sitzen besagte Metallscheiben 5, 6, 7 usw. (Abb. i) ; in der Nähe vom Umfang dieser Scheiben sind die erwähnten Kontaktplättchen aufgelötet (Abb. 2 Vorderansicht der ersten Scheibe mit weiteren, rechts von ihr befindlichen Apparatteilen).
  • In Abb. 2 ist nur ein Teil der Kontaktstr eifenkombinationen der Scheibe zur Darstellung gebracht. Es ist selbstverständlich, daß der übrige Teil der Scheibe gleichfalls mit Kontaktstreifengruppen bedeckt gedacht werden muß. Die Bezugzeichen sind nur bei Scheibe 5 eingezeichnet, entsprechen aber den gleichen Teilen von Scheibe 6, 7 usw.) Gegenüber diesen Kontaktstreifen (Abb. i ) sind schräg nach unten gerichtete, metallische Gleitstücke 8 angeordnet, welche an diesen Kontaktstreifen in gleichmäßiger Schnelligkeit abwärts schleifend, je nach der Länge der Streifen längere oder kürzere Zeit Kontakt machen und dadurch den Morsezeichen entsprechende Stromstöße zu erzeugen imstande sind, die ihrerseits einen Telegraphenapparat unmittelbar betätigen oder die entsprechenden Wellenfolgen vermitteln können.
  • Die Abwärtsbewegung dieser Kontaktkörper geschieht durch nachstehende Vorrichtung, die auf den Enden von Trägern 72, «-elche von der Hinterwand des Gestells i ausgehen, angeordnet sind: In einem zylindrischen Gehäuse g ist eine Feder io angeordnet, die mittels eines den Deckel und die OOuerwand i i des Gehäuses durchsetzenden Stabes 12, der bei 13 eine Scheibe zum Zusammendrücken der Feder trügt, gespannt wird, wenn man den Stab abwärts drückt.
  • Oben trägt der Stab eine Platte 14, an die eine zweite Platte 15 angelenkt ist, von der ein Arm 16 ausgeht, an dem unten ein Kontaktstück 8 sitzt. Arm 16 ist mit dem Stab 12 durch eine Zugfeder 17 verbunden, die bestrebt ist, den Arm 16 und somit das Gleitstück 8 an die linke Gehäusewand anzulegen.
  • An der linken Seite des Gehäuses 9 sind von diesem und unten einander isoliert zwei Kontaktstreifen 18 und i9 angeordnet.
  • Gegen den oberen legt sich, wie die Abbildungen zeigen, das Kontaktstück 8 im 1Zuhezustande. Drückt man auf die bewegliche Platte 15 der Taste, dann wird der Kontaktkörper 8 von seiner Auflage i9 abgehoben und legt sich mit seinem oberen Ende gegen den obersten Isolierstreifen (schwarz) der Scheibe. Drückt man jetzt weiter abwärts, dann schleift das obere Ende des Gleitstückes 8 über die radial angeordnete Kontakt- und Isolierstreifenreilie der Scheibe abwärts. Dabei kommen den Punkten und Strichen des Morsealphabets entsprechende Ströme in einer Zweigleitung 21 einer Hauptleitung 22 und in dieser selbst zustande, welche entsprechende Impulse in einerLinienleitung oder Hertzscher Wellen verursachen. Hebt man nach beendetem Niederdrücken den Finger von der Taste ab, dann kommt die Zugfeder 17 zur Wirksamkeit. Sie zieht den Hebel 16 gegen das Gehäuse und führt ein festes Anliegen des Kontaktkörpers 8- jetzt aber an dem Kontaktstreifen 18 der linken Gehäusewand beimZurückglei-ten derTaste in die Ruhestellung herbei. Dabei kommt ein Strom der Stromquelle 25 über einen Elektromagneten 27 zustande. Durch diesen Strom kommt ein Anker 29 des Elektromagneten 27 zur Anziehung. Derselbe trägt an seinem freien Ende eine Schaltklinke 30, welche mit einem Sperrad 3.i im Eingriff steht, das auf der Drehachse 4 der Scheiben sitzt. Durch die Anziehung des Ankers wird das Sperrrad um einen Zahn weitergedreht, und somit erfahren auch die Scheiben dadurch eine Drehung um ein solches Stück, daB im ganzen genommen zwar gleiche Kontaktstreifenkombinationen, aber in einer neuen Verteilung auf die Tasten den Gleitstücken gegenüber zu liegen kommen.
  • Indem das Gleitstück 8 seine isolierteRuhestellung auf Kontaktstück i9 erreicht, wird dieser Strom unterbrochen und Anker 29 nimmt, seiner AbreiBfeder folgend, seine Anfangsstellung ein, in der der Zahn der Schaltklinke 30 in die nächste Zahnlücke darüber einfällt.
  • Zur Bremsung der Scheiben dient eine elektromagnetische Bremse 32, die in dem Augenblick wirksam wird, in welchem Anker 29 auf seinem Anschlag auftrifft, wobei ein Stromkreis über die Stromquelle 36 und den Kontakt 37, 3$ der Bremse geschlossen wird.
  • Die durch eine- solche Maschine ausgesendeten Geheimbuchstaben können nun nach jedem der Buchstaben, oder nachdem die ganze Geheimdepesche schriftlich vorliegt, in Klarschrift zurückverwandt werden. Geschehen kann das, wie oben ausgeführt, auf Grund einer Tabelle, in welchem Falle die Buchstaben der waagerechten Reihen derselben eine solche Verteilung auf die Indexzeichen zeigen müssen wie die Tasten der Gebestation auf die Kontaktgruppen der Kontaktgruppenreihen mit den gleichen Erkennungsnummern oder selbsttätig mittels einer ganz gleichen Maschine, bei der die Kontaktgruppen der einzelnen Kontaktgruppenreihen jeweils so auf ihre Tasten verteilt sind wie die Tasten der Gegenstation jeweils auf die Kontaktgruppen der Kontaktgruppenreihen mit gleicher Erkennungsnummer.
  • Abb. 3. und 4 erläutern das näher.
  • I und II sind zwei Stationen, die im Geheimverkehr miteinander stehen.
  • i. Fall: Das Rechteck i, 2, 3, 4. stellt die Scheibenreihe der Gebemaschine dar. Das Rechteck 5, 6, 7, 8 bedeutet eine Entchiffriertabelle.
  • Die hier bei II angedeuteten Tasten und Drehzapfen 1i, i2 muß man sich noch fortdenken.
  • A, B, C, D usw. bei Station I sind die Tastenbezeichnungen der Gebemaschine. Unter diesen Bezeichnungen sind dieTasten angedeutet. Das Rechteck i, 2, 3, d. ist in senkrechte Streifen geteilt.
  • Unterhalb jeder Taste erstreckt sich so ein Streifen. Diese Streifen bedeuten die Drehscheiben und die in jeden Streifen eingeschriebenen Buchstaben die Kontaktgruppen der Scheiben. Diese Kontaktgruppen gehören aber auch waagerechten Reihen zu. Dieselben entsprechen den Kontaktgruppenreihen, welche bei Drehung der Scheibenachse gleichzeitig in den Wirkungsbereich der Tasten kommen.
  • Rechts sind die Erkennungsnummern dieser Reihen sichtbar. Die am nächsten unterhalb der Tasten befindliche Reihe ist diejenige, welche sich zur Zeit im Wirkungsbereich der Tasten befindet. Augenblicklich ist es die Reihe mit der Nr. 6. Denkt man sich die Scheiben nach oben um ihre gemeinsame Achse 9-ro gedreht, dann verschwindet Reihe 6 nach hinten, und Reihe 7 tritt an ihre Stelle usw.
  • In der augenblicklichen Stellung der Scheiben erscheinen dieTasten folgendermaßen auf die Kontaktgruppen der Reihe 6 verteilt: Durch den Niederdruck von Taste A wird r in Morseschrift gegeben, durch den von B-u, C-ia, D-s usw. A, B, C, D usw. bei Station II bedeuten den in der Tabelle 5, 6, 7, B.
  • Es werde die A-Taste von Station I niedergedrückt. Zur Aussendung kommt dann r. Der empfangende Beamte von Station II hört also r. Er sucht auf dem Index seiner Tabelle das soeben gehörte r auf. Unterhalb vom R des Index steht aber a, welches die Bezeichnung der niedergedrückten Taste der Gebemaschine ist. (Bei der Verwendung einer Tabelle zur Entchiffrierung wird man natürlich zuerst die ganze Depesche aufnehmen und danach die Entchiffrierung bewirken, da sonst das Telegraphieren zu sehr verzögert «erden würde.) Die Scheiben der Gebemaschine drehen sich nunmehr automatisch um einen Schritt weiter, so daß jetzt die Kontaktgruppenreihe mit der Erkennungsnummer 7 in den Wirkungsbereich der Tasten tritt. Es werde jetzt die D-Taste niedergedrückt. Wie man sieht, kommt dann h in Morseschrift zur Aussendung. Sucht man das gehörte hin dem Index der Entchiffriertabelle auf, dann steht in der senkrechten Reihe des K, und zwar in der Reihe 7, Buchstabe d, somit der Buchstabe der niedergedrückten Taste. Nunmehr kommt Kontaktgruppenreihe 8 in den Wirkungsbereich der Tasten. Es werde Taste A betätigt. Zur Aussendung kommt h. H im Index aufgesucht entspricht in Reihe 8 dem a. A war aber die Bezeichnung der niedergedrückten Taste. Zum Schluß werde, nachdem Reihe 9 den Tasten gegenübergetreten ist, M niedergedrückt, wodurch n zur Aussendung kommt, das im Index aufgesucht auf den Buchstaben na, den Klarbuchstaben der Sendestation hinleitet. Das telegraphierte Wort war Adam, und zur Aussendung kam r k h u.
  • 2. Fall: Das Rechteck z, 2, 3, q. stellt wie vorhin die Scheibenreihe einer Gebemaschine an der Station I dar, 5, 6, 7, 8 die Scheibenreihe einer zweiten gleichen Maschine der Station II.
  • Ist auf Station II statt der Entchiffriertabelle gleichfalls eine Gebemaschine gleicher Art aufgestellt, dann bedeuten wie bei I die in der Richtung der Tasten senkrecht abwärts verlaufenden Spalten die Scheiben und die Buchstaben die Kontaktgruppen.
  • Die Nummern rechts bezeichnen wieder die Kontaktgruppenreihen, die gleichzeitig in den Wirkungsbereich der Tasten kommen.
  • Da auch hier, wie bei Maschine I, ein Fortschaltwerk selbsttätig nach jedem Tastenniederdruck wirksam wird, vollzieht sich die Entchiffrierung ganz selbsttätig.
  • Maschine I und Machine II seien auf die gleiche Nummer, z. B. to, eingestellt. Es werde bei I die -D-Taste niedergedrückt. Dann kommt, wie ersichtlich, i in Morseschrift zur Aussendung. Der mit der Antenne in Station II durch Kopfhörer verbundene Beamte hört also i. Er drückt die 1-Taste seiner Maschine nieder. Diese gibt dadurch wieder d in Morseschrift in einen Draht, der zu dem Kopfhörer eines zweiten Beamten oder einem Morseschreiber führt.
  • Beide Maschinen werden durch ihr Fortschaltwerk nunmehr selbsttätig auf N r. r t eingestellt, und es kann jetzt der folgende Geheimbuchstabe auf Station I gegeben werden, der sich auf Station II in gleicher Weise in Klarschrift zurückverwandelt usw. Solange demnach beide Maschinen im Gleichschritt bleiben, ist ein störungsfreier Betrieb gewährleistet.
  • Erreicht wird diese Wirkung dadurch, daß die Buchstaben der Entchiffriertabelle bzw. die Kontaktgruppen der Maschine so auf ihren Index bzw. ihre Tasten verteilt sind. wie jeweils die Tasten der Gegenstation auf die Kontaktgruppenanordnungen gleicher Nummer.
  • Bei rein willkürlicher oder gleicher Verteilung der Kontaktgruppen innerhalb ihrer Reihen bei beiden Maschinen wären außer diesen Maschinen noch besondere Tabellen oder Entchiffriermaschinen auf beiden Stationen nötig.
  • Wie aus Abb. 3 und q. ohne weiteres ersichtlich, kann man infolge dieses Verfahrens die eben zum Dechiffrieren benutzte Maschine, wenn man sie mit der Antenne verbindet, ohne weitere Maßnahme zum Sender und die Sendemaschine von vorhin zum De- i chiffrieren der Signale von Maschine II benutzen, und es ergibt sich so die Ermöglichung von Geheimzwiegesprächen entsprechend Gesprächen mit Morseschlüsseln

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Empfangseinrichtung für telegraphische Geheimzeichen, die auf der Sendestelle gegeben werden mittels einer Tastatur, bei welcher zu jeder Sendetaste mehrere Kontaktgruppen gehören, die absatzweise in den Bereich der Tasten kommen, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Empfangsstelle befindliche Kontaktgruppenträger bei jeder Zeichenübermittelung um einen Schritt weitergeschaltet werden und damit unter die Empfangstasten eine neue Kontaktkombination gelangt, die derart im Verhältnis zur Gebeeinrichtung (Sender) einstellbar ist, daß durch Drücken der den ankommenden Geheimzeichen entsprechend bezeichneten Empfangstasten die Stromstoßkombination für die Klarzeichen entsteht.
DEM83883D 1924-02-13 1924-02-13 Empfangseinrichtung fuer telegraphische Geheimzeichen Expired DE494516C (de)

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