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DE4886C - Neuerungen an mechanischen Keimapparaten mit Jalousieen - Google Patents

Neuerungen an mechanischen Keimapparaten mit Jalousieen

Info

Publication number
DE4886C
DE4886C DENDAT4886D DE4886DA DE4886C DE 4886 C DE4886 C DE 4886C DE NDAT4886 D DENDAT4886 D DE NDAT4886D DE 4886D A DE4886D A DE 4886DA DE 4886 C DE4886 C DE 4886C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
blinds
mechanical
floor
germination
germinators
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT4886D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. S. BÖTTGER in Niederrabenstein bei Chemnitz
Publication of DE4886C publication Critical patent/DE4886C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt
    • C12C1/125Continuous or semi-continuous processes for steeping, germinating or drying
    • C12C1/13Continuous or semi-continuous processes for steeping, germinating or drying with vertical transport of the grains
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt
    • C12C1/027Germinating
    • C12C1/0275Germinating on single or multi-stage floors
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt
    • C12C1/15Grain or malt turning, charging or discharging apparatus

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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Description

1878.
Klasse 6.
JOHANN SAMUEL BÖTTGER in NIEDERRABENSTEIN bei CHEMNITZ. Neuerungen an mechanischen Keimapparaten mit Jalousien.
Zusatz-Patent zu No. 3468 vom 3. August 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. März 1878 ab.· Längste Dauer: 1. Juni 1890.
Der mechanische Keimapparat, welcher auf beiliegender Zeichnung in einer Vorder- und Seitenansicht, sowie mit Weglassung des Füllwagens in der Oberansicht dargestellt ist, hat den Zweck, den auf den Malztennen stattfindenden Keimprocefs, welcher durch Handarbeit bei bedeutender Aufmerksamkeit geführt werden mufs, auf mechanische Weise auszuführen.
Der Apparat besteht aus einem länglich viereckigen, von allen Seiten offenen Gestelle, welches aus vier gufseisernen Ecksäulen a, Fig. 1 und 2, und aus zwei oder mehreren, von der Gröfse des Apparates abhängigen Mittelsäulen b gebildet und auf einer gemeinschaftlichen eisernen Fundamentplatte montirt ist. Dieses Gestell dient zur Aufnahme der Jalousien c, auf welche die geweichte Gerste gebracht wird, um hier den Keimprocefs durchzumachen. Die mit d und e bezeichneten "Vorder- und Hinterseiten des Apparates sind aus gufseisernen Platten gebildet, welche gleichzeitig als Lager für die Jalousien dienen. Die Seitentheile des Apparates sind von Schwarzblech angefertigt.
Die Jalousien selbst bestehen aus kürzeren oder längeren (von der Gröfse des Apparates abhängigen) Blechstreifen, welche, um die nöthige Tragfähigkeit zu erlangen, auf einer aus Fagoneisen hergestellten Rippe festgenietet sind.
Eine genaue Darstellung der Jalousien befindet sich auf der Zeichnung, Fig. 4. Die Verlängerungen der Rippe bilden die Lagerzapfen, um welche sich die Jalousien drehen.
An den vorderen Lagerzapfen ist eine Kurbel mit Finger angebracht. Sämmtliche Kurbeln haben genau ein und dieselbe Stellung und sind die in jeder Etage liegenden, durch eine gemeinschaftliche, aus Flacheisen hergestellte Zugstange / verbunden. Diese Anordnung ermöglicht es, sämmtliche Jalousien einer Etage vollständig gleichmäfsig umzuschlagen. Das Umschlagen selbst geschieht mittelst einer Handkurbel g, Fig. 3, welche auf eine am' Apparat befindliche gufseiserne Kurbel mit viereckigem Zapfen, mit dem gleichzeitig die gemeinschaftliche Zugstange verbunden ist, gesteckt wird. Indem man nun die Handkurbel nach unten bewegt, gelangen die Jalousien in die aus der Zeichnung ersichtliche Stellung und das Keimgut wird auf die nächste Etage vertheilt. Das Umschlagen oder Umkippen der Jalousie geschieht abwechselnd einmal nach rechts, das andere mal nach links, auf welche Weise die Handarbeit mit der Schaufel auf der Tenne ziemlich genau nachgeahmt wird. Die Stellung der Jalousien nach rechts und nach links umgeschlagen, sowie im geschlossenen Zustand mit Keimgut gefüllt, ist aus der Zeichnung, Fig. 1 und 2, ersichtlich. Die gufseisernen Lagerplatten sind der Deutlichkeit wegen weggelassen worden.
Die Füllung des Apparates mit geweichter Gerste geschieht mittelst eines eisernen FuIl7 Wagens h, welcher auf zwei Schienen durch Vorgelege und Kette ohne Ende über den Apparat hinüber und zurück bewegt werden kann. Der Wagen selbst ist so construirt, dafs derselbe genau das für eine Etage bestimmte Keimgut aufnimmt.
Die Behandlung des Apparates geschieht auf folgende Weise: Der Füllwagen wird mit geweichter Gerste bis an den Rand gefüllt und dann über den Apparat hinüber und wieder zurück gefahren, wobei er sich entleert und das Keimgut auf die oberste erste Etage gleichmäfsig vertheilt. Hierauf wird diese Etage nach rechts umgeschlagen, wodurch das Keimgut auf die zweite Etage gelangt. Dieses Umschlagen wird dann noch genau zweimal wiederholt, so dafs das Keimgut auf die vierte Etage gelangt. Alsdann wird der Wagen von neuem gefüllt und in derselben Weise, wie erwähnt, die dritte Etage gefüllt, ebenso die zweite und erste Etage. Nachdem die Füllung der ersten vier Etagen beendet ist, bleibt der Apparat ca. 4 Stunden unberührt stehen. Nach Ablauf dieser Zeit beginnt das Umkippen der Etagen von neuem in der Weise, dafs das auf der vierten Etage sich befindende Keimgut auf die fünfte, das der dritten auf die vierte, das der zweiten auf die dritte und das der ersten auf die zweite Etage zu liegen kommt. Nach jedesmaligem Umkippen bleibt der Apparat ca. 4 Stunden in Ruhe. Sind nach viermaligem
Umkippen des Apparates die oberen vier Etagen leer geworden, so wird mit dem Füllen des Apparates auf die oben beschriebene Weise wieder begonnen. Hat das Keimgut sämmtliche Etagen passirt, so wird es in den unter dem Apparate befindlichen Raum entleert und von hier mittelst Kübels oder Malzwagens nach dem Schwefelboden gebracht, wo es so lange liegen bleibt, bis es auf die Darre kommt.
Zur bequemen und leichten Bedienung des Apparates ist an der vorderen Seite ein Fahrstuhl angebracht, welcher so eingerichtet ist, dafs der den Apparat bedienende Mann sich selbst auf- und niederlassen kann.
Der Vorzug des vorstehend beschriebenen und auf beiliegender Zeichnung dargestellten mechanischen Keimapparates besteht nun hauptsächlich darin, dafs die Luft nicht allein von allen vier Seiten des Apparates, welcher überall offen ist, sondern auch von, unten durch die nicht dicht schliefsenden Jalousien mit allen Theilen des Keimgutes in steter Berührung steht und die durch das Keimen frei werdende und den Keimprocefs störende Kohlensäure fortwährend abgeführt ist.
Es mufs dies hauptsächlich hervorgehoben werden, da sich hierdurch diese Apparate ganz wesentlich zu ihrem Vortheil von den Keimapparaten nach dem sogenannten Rinnensystem unterscheiden, in denen weder von den durch Blechwände geschlossenen Seiten, noch durch die nicht durchlochten Rinnen, in denen das Keimgut lagert, genügend Luft zugeführt, sowie infolge der mangelhaften Ventilation die beim Keimen entstehende Kohlensäure beseitigt werden kann. Es nähert sich daher auch der Keimprocefs in den Jalousieapparaten mehr dem natürlichen Keimen des Samenkornes in der Erde, welches ebenfalls durch die mannichfachen Poren des Erdbodens mit der atmosphärischen Luft fortwährend correspondirt. Bei der Mälzerei auf den Malztennen, wie man sie bisher in den Brauereien hat, ist dies nur in sehr unvollkommener Weise der Fall, da die inneren und unteren Schichten des Malzhaufens nur von Zeit zu Zeit durch das sogenannte Haufenarbeiten, bei welchem das Keimgut mittelst Schaufeln gewendet und an die Luft geworfen wird, mit der letzteren in Berührung kommen. Dadurch wird aber auch jedesmal der Keimprocefs auf einige Zeit gestört, während durch ,das Abkippen von einer Jalousiehorde zur anderen keine Unterbrechung stattfindet. Das in dem vorstehend beschriebenen Apparate erzeugte Malz soll deshalb auch von vorzüglicher Qualität sein, bekommt die vollständigste Auflösung, hat einen guten aromatischen Geruch, strotzende Frische und ist frei von allem Schimmel; auch an beschädigten Körnern, und selbst wenn es an heifsen Sommertagen bereitet worden ist. Aufserdem gewährt die höchst einfache Construction des Apparates den Vortheil, dafs er sich schnell, leicht und vollständig reinigen läfst, da man zu allen Theilen desselben leicht gelangen kann. Das Abkippen des Keimgutes von einer Horde auf die andere ist eine leichte Handarbeit und mit Hülfe dieses Apparates kann eine Person ebenso viel leisten, als fünf bis sechs Personen bei der Tennenmälzerei.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Construction eines mechanischen Keimapparates, in welchem die Luft von allen Seiten Zutritt zu dem auf Jalousien lagernden Keimgut hat, wodurch das keimende Korn in steter Berührung mit der zu seinem Wachsthum unumgänglich nöthigen atmosphärischen Luft bleibt und ferner die sich bildende Kohlensäure fortwährend entweicht.
2. Die Anwendung von Jalousien, welche sich gemeinschaftlich in jeder Etage um einen Winkel von 90 ° und mehr drehen lassen, auf denen das Keimgut behufs Erzeugung von Grünmalz lagert.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT4886D Neuerungen an mechanischen Keimapparaten mit Jalousieen Active DE4886C (de)

Publications (1)

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DE4886C true DE4886C (de)

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ID=283513

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT4886D Active DE4886C (de) Neuerungen an mechanischen Keimapparaten mit Jalousieen

Country Status (1)

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DE (1) DE4886C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1034724B (de) * 1953-01-12 1958-07-24 Philipp Queck Einrichtung zum Ableiten der aus einem mehrzelligen elektrischen Sammler austretenden saeurehaltigen Gase

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1034724B (de) * 1953-01-12 1958-07-24 Philipp Queck Einrichtung zum Ableiten der aus einem mehrzelligen elektrischen Sammler austretenden saeurehaltigen Gase

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