DE487939C - Verfahren zur Herstellung von Kunstholz in fortlaufender Bahn aus Holzbrei mit und ohne Bindemitteln und Fuellstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunstholz in fortlaufender Bahn aus Holzbrei mit und ohne Bindemitteln und FuellstoffenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21J—FIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
- D21J1/00—Fibreboard
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Kunstho12 in fortlaufender Bahn aus Holzbrei mit und ohne Bindemitteln und Füllstoffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kunstholz in fortlaufender Bahn aus Holzbrei mit und ohne Bindemitteln und Füllstoffen. Es ist bekannt, eine stark vereünnte Lösung von Wasser und Holzstoff, also ,$ogenanntes Stoffwasser, zwei in gleicher Richtung umlaufenden, konvergierend zueinander angeordneten Siebflächen zuzuführen, so daß sich auf diesen je eine Faserschicht ansetzt, die mit den zwischen den beidenumlaufendenFlächen sich ansammelnden Fasern zu einer Schicht vereinigt werden. Die Verfilzung der Fasern ist dabei nur unvollkommen, da die erzeugte Stoffbahn gewissermaßen aus drei Schichten besteht, die sich nach dem Trocknen leicht voneinander trennen. Die Holzmasse fließt den Siebflächen unter der Einwirkung des hydrostatischen Druckes selbsttätig zu, da das Niveau des Stoffwasserbehälters höher liegt als die Siebfläche. Dieselbe Schichtenbildung ist auch dann vorhanden, wenn die Stoffbahn in einer Papiermaschine hergestellt. wird, die die aus Stoffwasser gebildete Schicht in einem fortlaufenden Bande bis zur Erreichung der gewünschten Dicke an eine Rolle abgibt.
- Alle diese Verfahren machen also die Herstellung einer Platte von genügender Stärke mit homogener Struktur nicht möglich.
- Diese Aufgabe wird gemäß der_ Erfindung dadurch gelöst, däß der Holzbrei einein einer Saugwirkung ausgesetzten Sieb oder einer Filterwalze zwangsläufig zugeführt wird, wobei der Saugzug so stark gemacht wird, daß ein Teil der in dem Brei enthaltenen langen Holzfasern sich aufrichtet. Derartiges Kunstholz weist keinerlei bestimmte Faserrichtung auf, kann daher mit Edelhölzern in jeder beliebigen Richtung furniert werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß das Furnier abgeiissen werden kann.
- Es ist bei der Papierfabrikation bekannt, den Holzbrei in Form von Stoffwasser einem Sieb oder einer Filterwalze, die unter Saugwirkung stehen, zuzufähren. Der Saugzug hat aber hier nur die Aufgabe, die verhältnismäßig dünne Schicht zu entwässern, ist also verhältnismäßig klein und muß es sein, um das Durchsaugen der Holzfasern in die Siebmaschen und damit ein Verstopfen des Siebes zu verhindern. Beim Verfahren nach der Erfindung ist der Stoffbrei verhältnismäßig dickflüssig. Er muß es sein, um die zur Aufrichtung der einzelnen Fasern erforderliche große Saugwirkung - überhaupt aufnehmen zu können, ohne daß die Fasern mitgerissen werden. Die teilweise Aufrichtung der Fasern verlangt gerichtete Stoffwasserfäden, die erst bei genügender Dickflüssigkeit des Holzbreies unter dem Einfluß des Saugzuges zur Entstehung gelangen. Der Saugzug hat also bei dem Verfahren nach der Erfindung die doppelte Aufgabe der Entwässerung der Stoffmasse und ihrer durchgehenden Verfilzung. Die größere Konsistenz der Masse macht es auch erforderlich, sie dem Sieb oder der Filterwalze zwangsläufig zuzuführen.
- Die Innigkeit der Verfilzung kann dadurch gefördert werden, daß in die Zuleitung des Stoffbreies zu den Siebflächen noch ein Rühr-oder Schüttelwerk eingeschaltet wird, das dicht vor den Siebflächen liegt. Die Fasern erfahren daher kurz vor dem Auftreffen auf die Siebflächen noch eine mechanische Durcheinanderschiebung nach allen Richtungen, so daß sich die aufrichtende Wirkung des Saugzuges und die mechanische Verschiebung gegenseitig unterstützen.
- Die Stärke der Platte kann durch Regelung der Zuführung des Stoffbreies und des Saugzuges geändert werden.
- Von den Saugflächen wird die Stoffbahn in der bei der Papierfabrikation üblichen Art abgenommen und durch wi Umfang mit Filz bekleidete Walzen hindurchgeführt, um die noch vorhandene Feuchtigkeit aufzusaugen. Nachdem die Stoffbahn die Filzwalzen verlassen hat, wird sie in Platten gewünschter Länge zerschnitten und in einer Trockenvorrichtung getrocknet.
- Die Platten sind iii diesem Zustand für die meisten Verwendungszwecke brauchbar. Sie sind infolge ihrer durchgehenden Verfilzung fest, elastisch, leicht, schlecht wärmeleitend, schalldämpfend, unbedingt splitterfrei und nicht blättrig. Sie genügen daher allen an ein Kunstholz zu stellenden Anforderungen und la:ssen sich wie dieses vorarbeiten und insbesondere mit Furnieren in jeder Richtung verleimen. Sie sind bei Zusatz von Füll- und Bindemitteln zum Holzprei unmittelbar polierfähig.
- Es bleibt natürlich unbenommen, die Platten nachträglich zu pressen 'oder zu walzen, wo der Verwendungszweck es zuläßt oder erfordert, z. B. um sie unentflammbar zu machen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kunstholz in fortlaufender Bahn aus Holzbrei mit und ohne Bindernitteln und Füllstoffen, dadurch gekennzeichnet,. daß der Holzbrei einem einer Saugwirkung ausgesetzten Sieb oder einer Filterwalze zwangsläufig zugeführt wird, wobei der Saugzug so stark gemacht wird, daß ein Teil der in dem Brei enthaltenen langen Holzfasem -sich aufrichtet.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in die Zuleitung des Holzbreies zu den Siebflächen eine mechanische Rührvorrichtung angeordnet ist, die dicht vor den Siebflächen liegt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK110425D DE487939C (de) | 1928-07-26 | 1928-07-26 | Verfahren zur Herstellung von Kunstholz in fortlaufender Bahn aus Holzbrei mit und ohne Bindemitteln und Fuellstoffen |
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| DE487939C true DE487939C (de) | 1929-12-06 |
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| DEK110425D Expired DE487939C (de) | 1928-07-26 | 1928-07-26 | Verfahren zur Herstellung von Kunstholz in fortlaufender Bahn aus Holzbrei mit und ohne Bindemitteln und Fuellstoffen |
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- 1928-07-26 DE DEK110425D patent/DE487939C/de not_active Expired
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