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DE486948C - Verfahren zur Herstellung von Zement in einem Drehrohrofen, wobei Schlamm fein verteilt in den Ofen hinein zerstaeubt wird, und Ofenanlage dazu - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zement in einem Drehrohrofen, wobei Schlamm fein verteilt in den Ofen hinein zerstaeubt wird, und Ofenanlage dazu

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Publication number
DE486948C
DE486948C DER65506D DER0065506D DE486948C DE 486948 C DE486948 C DE 486948C DE R65506 D DER65506 D DE R65506D DE R0065506 D DER0065506 D DE R0065506D DE 486948 C DE486948 C DE 486948C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
kiln
furnace
sludge
atomized
spray
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER65506D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE486948C publication Critical patent/DE486948C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
    • F27B7/20Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Zement in einem Drehrohrofen, wobei Schlamm fein verteilt in den Ofen hinein zerstäubt wird, und Ofenanlage dazu Bei der Herstellung von Zement nach dem \pßverfahren in Drehrohröfen entstehen beim Betriebe häufig Gutzusammenballungen in Form von Klumpen oder Ringen, wodurch die Leistung des Ofens und meist auch die Güte der Klinker herabgesetzt wird. Derartige Zusammenballungen treten häufig ein, ohne daß sie bemerkt werden, da sie oft infolge der Drehbewegung des Ofens zerfallen. Dieselben üben aber auch dann ihren nachteiligen Einfluß auf die Leistung des Ofens aus, obwohl unter Umständen gleichmäßige hEnkergröße erhalten wird.
  • Vorliegende Erfindung bezweckt, das Entstehen von Zusammenballungen im Ofen zu vermeiden und benutzt zu diesem Zweck das bekannte Verfahrenden Schlamm in zerstäubtem Zustande in Form eines Sprühkegels in den Ofen einzublasen.
  • Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß die Klumpenbildung vermieden wird, wenn das Gut in bereits bis zu einem gewissen Grade getrocknetem Zustande sich sanft an die Ofenwandung ansetzt. Das Gut bildet dann von Anfang an verhältnismäßig kleine, ziemlich regelmäßige Klümpchen, welche gewöhnlich im Durchschnitt nicht viel größer sind als Erbsen, und welche ein sehr gründliches Brennen des Zements zulassen. Das Ergebnis ist eine ungewöhnlich hohe Leistung des Ofens, und die gewonnenen Zementklinker bestehen aus Körnern von gegenüber den üblichen verminderter Größe und sind nicht nur von bester Güte, sondern lassen sich auch in sehr wirtschaftlicher Weise behandeln. -Im allgemeinen ist es zweckmäßig, die Trocknung des Schlammes im Schwebezustand so weit zu treiben, daß etwa 500,o des Wassergehalts des Schlammes ausgetrieben werden, so daß das Gut im Durchschnitt einen Wassergehalt von etwa 250o besitzt, wenn es sich an,die Ofenwand ansetzt.
  • Der Trockenheitsgrad des an die Ofenwandung sich ansetzenden Gutes ist für jeden besonderen Schlamm eine Funktion des Wassergehalts des Schlammes, des Feinheitsgrades der Zerstäubung, der Zeitdauer, während welcher das zerstäubte Gut der Gaseinwirkung ausgesetzt wurde, und der Temperatur der darauf einwirkenden Gase.
  • In der zur Erläuterung der Erfindung dienenden Zeichnung ist in der Abb. t eine Anlage schematisch dargestellt, welche die Erreichung der oben angegebenen -Zwecke gestattet. Abb. - zeigt eine Einzelheit der in Abb. i dargestellten Anlage.
  • Die _\Iili. ,, und .1 zeigen weitere schematische Darstellungen der in Abb. i dargestellten Anlage.
  • Gem:il.') Abb. i und 2 ist in die Rückwand des ( )tc:ikopfes 5 gegenüber dem Ofenrohr ; eine l"-ainmer ; eingebaut. Die gegen das Ofenrohr hin gekehrte @ordcn%#and der Kammer ; ist mit @Üiinungen 9 versehen, und die Ein-,pritzung des Schlammes erfolgt an Punkten i o hinter den Öfi`nungen o in einer 'Weise, daß ein Schlammregen durch den Ofenkopf hindurch in das Ofenrohr hineingeworfen wird. Die Kegel von zerstäubtem Schlanun durchdringen einander, und der eine Ziegel dringt tiefer in den Ofen ein als der andere. Bei 12 ist ein Schaber angedeutet, welcher durch eine Handhabe 13 auf einer durch die Vorderwand der Kammer 3 hindurchnagenden Welle nach Bedarf gedreht werden kann, um Ablagerungen von teilweise getrocknetem Schlamm, die etwa aus dem Ofen herausgeblasen werden. vor. der Vorderwand der Kämmer ; zu entfernen. llit 15 ist ein fester Schaber bezeichnet, der an einem Halter 17 unterhalb des Ofens sitzt und sich außerhalb des 'Weges des aus der Ofenmündung austre:enden Gutstrahles befindet und welcher die Mündung des Ofens während der Umdrehung desselben frei hält.
  • Alles Gut, welches durch die Schaber 12 und 15 abgeschabt wird, sowie alles «eitere, welches itn Ofenkopf 5 unmittelbar herabfällt, wird durch die vorzugsweise aus frischem Schlamm bestehende Flüssigkeit aufgenommen. die den Boden des Ofenkopfes ausfüllt und von Rührern 21 in Bewegung gehalten wird. Der Austritt der Gase aus dem Ofenkopf in den Schornstein erfolgt bei i9.
  • Die Erfindung kann auf mancherlei Art ausgeführt werden. Zu beachten ist dabei, daß die Trocknung des Schlammes in der Schwebe gegenüber der erreichbaren Brennstoffersparnis an Wichtigkeit weit überwiegt, da davon die Leistung des Ofens und die Güte des erzeugten Klinkers weitgehend beein$ußt wird. Die erforderliche Zerstäubung kann z. B. durch eine Gruppe von Strahlen erzeugt werden. welche den Schlamm sämtlich in eine einzige Zone des Ofens hinein.-werfen-In einem solchen Falle werden die Schlammstrahlen vorzugsweise aufeinander zu geneigt gerichtet werden. z. B. so, daß die einander durchdringenden Sprühregen, welche sie bilden,. ihre größte Ausbreitung, welche etwa dein inneren Durchmesser des Ofens entspricht. in dem gleichen Abstand von diem Ofenmündung erreichen. In diesem Falle schneiden sich also die Achsen der Sprühkegel in einem Punkte auf der Ofenachse, wie in Abb. 3 angedeutet ist. Dann ist der ganze Querschnitt des Ofenrohres an dieser Stelle mit zerstäubtem Schlammgut angefüllt, und die durch den Ofen ziehenden Gase müssen durch den zerstäubten Schlamm hindurchtreten.
  • Es kann aber auch ein einziger SchL-lmmstrahl benutzt werden. In einem solchen Fall muß der Strahl eine größere Länge haben. und die Beschickungsdüse muß entsprechend weit von der Ofenmündung entfernt aufgestellt sein, damit die Ofenwandung schon möglichst nahe des Ofenendes vom Sprühkegel g e: troffen wird, wie in Abb.-l angedeutet ist.
  • DrehrohröfenzumBrennen_-#fon-Zementsind vielfach in einem gewissen Abstande von der Ofenmündung im Innern des Ofens mit Hub-oder Rührvorrichtungen versehen, welche durch Zerteilung des Gutes und Vergrößerung der Oberfläche der den Gasen - ausgesetzten Masse günstig wirken. Bei einem Ofen, der im Einklang mit der vorliegenden Erfindung betrieben werden soll, empfehlt es sich, solche Schlammhub- oder Rührvorrichtungen im Ofen in demjenigen Ofenabscluiitt fortzulassen, in welchem sich der Schlamm in zersprühtem Zustande in der Schwebe befindet und sie nur jenseits dieses Abschnittes vorzusehen, wo eine Ablagerung von nennenswerten Mengen des zerstäubten Gutes an der Ofenwand nicht mehr in Frag kommt, da andernfalls die regelmäßige Niederschlagung des halbtrocknen Gutes an der Ofenwandung gestört werden würde.
  • Die Freiheit des Ofens in diesem Ofenabschnitt von inneren Einbauten kann mit Vorteil so weit getrieben werden, daß man denselben auch frei von der üblichen Ausfütterung hält, so daß der Ofen in diesem Abschnitt eine freie Metallwand zeigt, welche gegebenenfalls mit einer .äußeren Isolierung versehen sein kann, die Schutz gegen "T,änneverluste bietet. Der Fortfall der Innenverkleidung bietet dabei noch den Vorteil, daß der wirksame Innendurchmesser des Ofens in dem fraglichen Teil vergrößert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Zement in einem Drehrohrofen, wobei Loni innerhalb oder außerhalb des Ofens gelegener Stelle aus Schlamm in Gestalt eines oder mehrerer Sprühkegel fein verteilt in den Ofen hinein zerstäubt wird. dadurch gekennzeichnet, daß der Druck, durch welchen der oder die Sprühkegel geschleudert, der Sprühkegelwinkel und seine Richtung so gewählt werden. daß praktisch keine Teilchen des in den Ofen hinein zerstäubten Schlammes in Berührung mit der Ofenwand kommen, bevor sie nicht unter der Wirkung der ihnen tuitgegenströmenden Ofengase ihre Geschwindigkeit eingebüßt haben und, gleichzeitig bi> zu einem gewissen Grade getrocknet worden sind. a. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von mehreren Schlamnisprühkegeln die Achse wenigstens eines der Sprühkegel gegen die eines anderen so weit geneigt ist, daß die dem Ofenmantel zugekehrte 'Mantelseite des Sprühkegels annähernd parallel zu jenem liegt. 3. Ofenanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch r mit im Ofeninnern angeordneten IIub- und Rührvon richtungen o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß diese Vorrichtungen nur jenseits der Ofenzone vorgesehen sind, in welcher der zerstäubte Schlamm in :der Hauptsache niedergeschlagen wird, und dal3 diese. Ofenzone selbst gewünschtenfalls auch oluie Futter ausgeführt sein kann.
DER65506D 1925-07-25 1925-09-26 Verfahren zur Herstellung von Zement in einem Drehrohrofen, wobei Schlamm fein verteilt in den Ofen hinein zerstaeubt wird, und Ofenanlage dazu Expired DE486948C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB486948X 1925-07-25

Publications (1)

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Family

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DER65506D Expired DE486948C (de) 1925-07-25 1925-09-26 Verfahren zur Herstellung von Zement in einem Drehrohrofen, wobei Schlamm fein verteilt in den Ofen hinein zerstaeubt wird, und Ofenanlage dazu

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