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DE472887C - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen stark verschmutzter oder veroelter Maschinente - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen stark verschmutzter oder veroelter Maschinente

Info

Publication number
DE472887C
DE472887C DESCH83449D DESC083449D DE472887C DE 472887 C DE472887 C DE 472887C DE SCH83449 D DESCH83449 D DE SCH83449D DE SC083449 D DESC083449 D DE SC083449D DE 472887 C DE472887 C DE 472887C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
container
vibration system
cleaning
vibration
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH83449D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EISENGIESSEREI U MASCHINENFABR
ERNST AMMERMANN
Carl Schenck AG
Original Assignee
EISENGIESSEREI U MASCHINENFABR
ERNST AMMERMANN
Carl Schenck AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EISENGIESSEREI U MASCHINENFABR, ERNST AMMERMANN, Carl Schenck AG filed Critical EISENGIESSEREI U MASCHINENFABR
Priority to DESCH83449D priority Critical patent/DE472887C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE472887C publication Critical patent/DE472887C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B3/00Cleaning by methods involving the use or presence of liquid or steam
    • B08B3/04Cleaning involving contact with liquid
    • B08B3/045Cleaning involving contact with liquid using perforated containers, e.g. baskets, or racks immersed and agitated in a liquid bath

Landscapes

  • Cleaning In General (AREA)
  • Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen stark verschmutzter oder verölter IViaschinenteile Das Reinigen und Entölen stark verschmutzter Maschinenteile, wie sie beispielsweise in Reparaturwerkstätten, namentlich von Fahrzeugen für den Verkehr, Eisenbahnen, Kraftwagen o. dgl., vorkommen, ist zur Zeit umständlich und langwierig. Die Maschinenteile werden in große Behälter rnit kochender Lauge o. dgl. gehängt und verbleiben dort bis zu sieben Stunden. Hierdurch weicht schließlich der Ölüberzug auf, die Teile werden mit Wasser abgespritzt und die noch anhaftenden, oft recht erheblichen Rückstände mit Schaber oder Sandstrahlgebläse entfernt.
  • Dieses umständliche Reinigungsverfahren wird nun gemäß der Erfindung dadurch ganz erheblich vereinfacht und abgekürzt, daß die Teile zusammen mit der zweckmäßig heißen Lauge raschen, kurzen Schüttelbewegungen ausgesetzt werden. Die Teile können beispielsweise in einen- mit heißer Lauge o. dgl. gefüllten Behälter gebracht werden, der, durch ein zwangläufiges, z. B. Exzentergetriebe bewegt oder durch Einfügung in ein schwingungsfähiges System mit hoher Eigenschwingungszahl, rasche Schüttelbewegungen ausführt. Die Zahl der Rüttelschwingungen in der Minute kann beispielsweise bei 300 liegen. Wesentlich zweckmäßiger ist es jedoch, sehr rasche, kurze Schüttelbewegungen, also Vibrationen, zu erzeugen, deren Schwingungszahl iooo und mehr in der Minute beträgt. Hierdurch wird der mit dem Reinigungsmittel gefüllte Kasten in außerordentlich kräftige Schwingbewegungen versetzt, die sich auch auf die Lauge o. dgl. übertragen. Der Inhalt des Behälters gerät in sehr kräftige, hammerartig wirkende Stöße, die etwa mit der Brandung der Meereswellen vergleichbar sind. Die zahlreichen mit kräftigem Schlag auf die Teile aufprellenden kleinen Sturzwellen der Lauge üben gewissermaßen eine massierende Wirkung auf die zu reinigenden Teile aus. Diese Wellenstöße sind nicht vergleichbar mit den hin. und her schwingenden Wogen, die bei verhältnismäßig langsamen und langhübigen Bewegungen der Behälter auftreten. Vielmehr kommt die neue eigenartige Flüssigkeitsbewegung durch eine Turbulenz besonderer Art zustande, die vermutlich auf Resonanzerscheinungen im Innern der Flüssigkeit zurückzuführen sind und sich erst nach Überschreiten einer bestimmten minutlichen Schwingungszahl ausbilden, deren Größe von -der bewegten Flüssigkeitsmenge und der Form des Flüssigkeitsbehälters abhängt.
  • Durch diesen heftigen schlagartigen Anprall der Lauge gegen die zu reinigenden Teile wird der Reinigungsvorgang ganz erheblich abgekürzt. Bisher benötigte man z. B. für eine Lokomotivwerkstatt mittlerer Größe drei bi: vier Behälter mit etwa 3mal 3 m Grundfläche und 21J_ m Höhe, in denen die Teile etwa 6 bis 7 Stunden verbleiben mußten. Die gleiche Leistung wird erfindungsgemäß mit nur einem Behälter von 3 m Länge, i m Breite und i m Höhe erzielt, wobei bereits nach io bis 15 Minuten die sämtlichen Teile von Schmutz und Öl befreit sind. Es tritt also nicht nur eine sehr erhebliche Zeitersparnis ein, sondern schon die Ersparnis an Anschaffungskosten, Raum und an Brennstoff zur Beheizung des Reinigungsmittels verbürgt die Wirtschaftlichkeit des neuen Verfahrens.
  • Zwei der zahlreichen möglichen Ausführungsformen des Erfindungsgedankens sind, rein schematisch von der Seite gesehen, auf der Zeichnung als Beispiele veranschaulicht.
  • Nach Abb. i wird ein kastenförmiger Behälter a von ausreichenden Abmessungen von der Grundplatte b mittels Lenker c derart getragen, daß der Kasten im ganzen rasche, kurze Schwingbewegungen auszuführen vermag. Die Lenker können, wie dies die Abbildung zeigt, aus senkrechten, blattfederartigen Stützen o. dgl. bestehen. Der Kasten kann aber auch an entsprechenden Lenkern aufgehängt sein.
  • In dem Kasten c befindet sich ein Reinigungsmittel beliebiger Art, beispielsweise 1NTatronlauge, das in beliebiger geeigneter Weise beheizt wird. Zu diesem Zweck kann in oder oberhalb der Grundplatte b eine Feuerung vorgesehen sein. Es können aber auch andere Arten der Heizung, z. B. eine elektrische oder eine Dampfheizung, vorgesehen sein, die das Reinigungsmittel im Kasten unmittelbar beheizt.
  • In dem Beispiel der Abb. r erhält dieser Kasten a seinen Rüttelantrieb durch eine Schubstange d, die an einer Kurbel von kleinem Radius e oder einem Exzenter angreift.
  • Die zu reinigenden Maschinenteile werden entweder an Drähten in die heiße Lauge hineingehängt oder noch besser einfach in den entsprechend stark gebauten Kasten hineingeworfen, so daß sie während des Reinigungsvorganges hin und her schütteln. Es können aber auch beliebige andere Haltemittel für die zu reinigenden Teile vorgesehen sein, z. B. auch solche, welche die zu reinigenden Teile nach Art der Fließarbeit stetig mit entsprechend langsamer Geschwindigkeit durch die gerüttelte Lauge o. dgl. führen. Bei genügend langem Behälter können die Teile beispielsweise an Ketten aufgehängt werden, die durch die Lauge hindurchwandern.
  • Dieses stetige Hindurchführen der zu reinigenden Teile wird erst dadurch möglich, daß die Reinigung bereits nach io bis 15 Minuten beendet ist. Bei den bisher verwendeten Behältern, in denen die Teile stundenlang kochen mußten, war eine solche stetig arbeitende Fördereinrichtung unverwendbar.
  • Bei dem in Abb. i dargestellten starren Antrieb ist die Zahl der minutlichen Rüttelschwingungen wegen der sonst nicht mehr zu beherrschenden Beschleunigungskräfte begrenzt. Man wird bei solchem Antrieb kaum über 300 Schwingungen in der Minute hinausgehen. Anderseits ist das Reinigungsverfahren außerordentlich viel wirksamer, wenn die Rüttelschwingungen auf über 5oo zweckmäßig auf iooo Schwingungen und mehr in der Minute gesteigert werden. Dies wird erfindungsgemäß dadurch ermöglicht, daß, wie dies Abb. z zeigt, der Laugenbehälter a als Teil eines Schwingungssystems mit einem Schwingungserreger f gekuppelt wird, der sehr hohe minutliche Schwingungszahlen entsprechend seiner Eigenschwingungszahl auszuführen vermag. Als Antriebsvorrichtung für die Rüttelbewegung kann in solchem Falle, wie Abb. a zeigt, ein Schwingungsgebilde dienen, das aus einer Masse g besteht, welche sich gegen Federn h stützt, die die Masse g in der Richtung der Rüttelschwingungen - also im vorliegenden Falle in wagerechter Richtung - beweglich tragen. Die Erregung dieser Antriebsvorrichtung kann z. B. dadurch erfolgen, daß in der Masse g ein Antriebsmotor, etwa ein Elektromotor i, eingebaut ist, der eine Wuchtmasse m rasch im Kreise bewegt. Die wagerechten Komponenten der von der Wuchtmasse herrührenden Fliehkraft bringen bei geeigneter Abstimmung die schwingungsfähig gelagerte Masse g in sehr rasche Schwingungen. Der Rückdruck der Federn h auf das Gehäuse der Vorrichtung f wird nun dazu benutzt, um den Reinigungsbehältera in rasche, kurze Schwingungen zu versetzen. Zu diesem Zweck braucht nur der Behälter ca mit dem Gehäuse der Vorrichtung f in beliebiger geeigneter Weise gekuppelt zu werden. Durch Änderung des Radius. der Wuchtmasse m kann die Stärke der Schwingungen leicht geregelt werden.
  • Auch in diesem Falle können die zu reinigenden Teile lz in beliebiger geeigneter Weise fest oder beweglich in dem Behälter a angeordnet sein.
  • Die neue Vorrichtung zeichnet sich durch ihre Einfachheit und Betriebssicherheit aus. Besonders vorteilhaft ist die sehr rasche und kräftige Wirkung auf die zu reinigenden Maschinenteile.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Reinigen stark verschmutzter oder verölter Maschinenteile mittels bewegter Reinigungsflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile mit einer zweckmäßig heißen Lauge unter Schüttelbewegungen mit mehr als 300 Schwingungen in der Minute behandelt werden. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter, in welchem sich die Maschinenteile mit der Reinigungsflüssigkeit befinden, die raschen Schüttelbewegungen ausführt. 3. Vorrichtung nach Anspruch a, - dadurch gekennzeichnet, däß der Behälter oder Teile desselben als Masse in ein schwingungsfähiges Gebilde mit -ausgesprochener hoher Eigenschwingungszahl eingefügt sind. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der mittels Lenker o. dgl. geführte Laugenbehälter mit einem Schwingungssy stem gekuppelt ist, in welchem eine, z. B. durch Fliehkraft erregte schwingende Masse sich in Richtung der Schwingung gegen die Federung des Schwingungssystems stützt, so daß der Federrückdruck des Schwingungssystems den-Laugenbehälter etwa mit der Eigenschwingungszahl des Schwingungssystems in rasche Rüttelbewegungen versetzt. 5. Vorrichtung nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter durch ein zwangläufiges, z. B. Exzentergetriebe in die raschen Schwingungen versetzt wird. 6. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die zu reinigenden Teile während des Rüttelvorganges mittels Ketten oder in beliebiger anderer an sich bekannter Weise durch die Lauge -wandern.
DESCH83449D 1927-08-02 1927-08-02 Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen stark verschmutzter oder veroelter Maschinente Expired DE472887C (de)

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DESCH83449D DE472887C (de) 1927-08-02 1927-08-02 Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen stark verschmutzter oder veroelter Maschinente

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DESCH83449D DE472887C (de) 1927-08-02 1927-08-02 Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen stark verschmutzter oder veroelter Maschinente

Publications (1)

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DE472887C true DE472887C (de) 1929-03-06

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DE (1) DE472887C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE937683C (de) * 1951-01-27 1956-01-12 Voith Gmbh J M Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Maschinen oder Maschinenteilen
DE974058C (de) * 1951-06-27 1960-09-01 Siemens Ag Verfahren zur Reinigung von Draehten und Anordnung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE937683C (de) * 1951-01-27 1956-01-12 Voith Gmbh J M Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Maschinen oder Maschinenteilen
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