DE3739644C2 - Gußkern-Ausrüttelvorrichtung - Google Patents
Gußkern-AusrüttelvorrichtungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rüttelvorrichtung und insbesondere
eine Vorrichtung zum Ausrütteln von Fremdstoffen, die an einem
Gußstück oder dergleichen haften.
Komplizierte Metallteile werden häufig in Sandformen gegossen.
Beispielsweise werden Kraftfahrzeugmotorblöcke im allgemeinen
auf diese Weise hergestellt. Bei der Beendigung des Gußvorganges
muß die Sandform von dem Gußstück weggebrochen werden und alle
anhaftenden Sandteilchen, Zunder und andere Fremdstoffe entfernt
werden.
Die Abtrennung des Sandes erfolgt üblicherweise mit Hilfe einer
Rüttelvorrichtung. Das Rütteln bzw. die Vibration der Gußstücke
bricht wirksam den Großteil der Fremdstoffe lose, die entweder
an den Gußstücken haften oder in kleinen Spalten desselben
eingeschlossen sind. Obgleich diese Verfahrensweise äußerst
effektiv ist, so bleiben doch unvermeidbar nach der Beendigung
des Reinigungsvorgangs Fremdstoffe am Gußstück zurück.
Aus der deutschen Patentschrift DE 33 41 894 ist eine Rüttel
vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt, bei
der ein Gußstück lose in eine Aufnahmeeinrichtung eingesetzt
und lediglich zwischen beabstandeten Anschlagplatten geführt
wird. Das Entkernen wird hierbei durch das Anschlagen des
Gußstücks an diesen Anschlagplatten bewerkstelligt. Nachteilig
ist hierbei, daß das Anschlagen des Gußstücks zu einer lokalen
Belastung am Gußstück und damit zur Gefahr einer Beschädigung
des Gußstücks führt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Rüttel
vorrichtung zur Verfügung zu stellen, bei der die Gefahr der
Beschädigung des Gußstücks zumindest verringert und gleichzeitig
die Effizienz der Vorrichtung erhöht wird.
Diese Aufgabe wird durch die Rüttelvorrichtung mit den Merkmalen
aus Anspruch 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird das Gußstück am Gußstückträger festgelegt,
so daß die Rüttelbewegung dem Gußstück als Ganzes, d. h. nicht
lokal, aufgeprägt wird, wodurch eine Beschädigung des Gußstücks
vermieden wird. Die Rüttelleinrichtung prägt einerseits dem
Gußstückträger mit dem Gußstück eine Rüttelbewegung auf, bewegt
jedoch auch den frei schwimmend gelagerten Kolben oder eine
Stoßeinrichtung relativ zum Gußstückträger. Im Betrieb wird
dieser Kolben intermittierend zwangsläufig gegen die am Guß
stückträger vorgesehene Schlagplatte gestoßen, wodurch eine
zweite Gruppe von Rüttelstößen erzeugt wird, die zusätzliche
Fremdstoffe losbrechen.
Der Kolben hat eine ausreichende Masse, um das Rüttelmuster des
Gußstückträgers und des daran festgelegten Gußstücks bei der
Stoßbelastung der Schlagplatte zu verändern. Das Gußstück wird
somit mit zwei unterschiedlichen Frequenzen einer Vibrations
bewegung ausgesetzt, so daß Fremdstoffe weggebracht werden, die
sonst am Gußstück haften blieben.
Die Erfindung sieht ein Zweimassensystem vor. Die eine Masse
ist die Rütteleinrichtung, die zweite Masse wird durch den
Gußstückträger gebildet, an dem das zu reinigende Teil ange
bracht ist.
An der Rütteleinrichtung kann einer oder vorzugsweise zwei
Motoren mit Wellen vorgesehen sein, die Exzentergewichte auf
weisen. Die Vibrationsbewegung des Gußstückträgers kann im
wesentlichen in einer horizontalen Richtung verlaufen.
Die Kolbenlagereinrichtung kann von einer Kammer am Gußstück
träger gebildet sein, in der der Kolben translatorisch hin und
her in einer Richtung parallel zur Bewegungsrichtung der Rüttel
einrichtung bewegbar angeordnet ist. Die Schlagplatte kann
ein Ende dieser Kolbenkammer begrenzen und eine zweite Schlagplatte,
die sich ebenfalls auf dem Gußstückträger befindet, das
andere Kammerende vorsehen. Unter der Wirkung der Vibrations
bewegung bewegt sich der Kolben frei vor und zurück und stößt
alternierend gegen die Schlagplatten, und zwar mit einer größeren
Frequenz als der Frequenz, mit der der Gußstückträger
vibriert. So prägt der Kolben dem Gußstück in einer weiteren
Richtung eine Vibrationsbewegung auf.
Vorzugsweise ist die Einrichtung zum Festlegen des Gußstücks
als eine Klemmkonstruktion auf einer ersten Tragplatte vor
gesehen, die federnd nachgiebig relativ zu einer zweiten,
darunterliegenden Platte angeordnet ist, die ihrerseits fest
mit einer Kraftübertragungsplatte verbunden ist, welche durch
die Rütteleinrichtung beaufschlagt wird. Hierdurch wird eine
kleine Relativbewegung der Tragplatte relativ zur darunter
liegenden Platte erzielt und der Vibration eine weitere Wirk
richtung hinzugefügt.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfin
dung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezug
nahme auf die Zeichnung. Darin zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Rüttelvorrich
tung gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung aus
Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht von einem Ende der
Vorrichtung aus den Fig. 1 und 2,
Fig. 4 eine Seitenansicht von dem zu Fig. 3
entgegengesetzten Ende,
Fig. 5 eine schematische Ansicht zur Verdeut
lichung der Lage der Schraubenfedern, die
zwischen einem Gußstückträger zum Tragen
eines Gußstückes und einer Rütteleinrichtung bei
der Vorrichtung aus den Fig. 1 bis 4
wirken,
Fig. 6 eine schematische Darstellung eines eine
Rüttelbewegung erteilenden Kolbens gemäß
einer Ausbildungsform der Erfindung,
welcher von dem Gußstückträger der Vorrichtung
aus den Fig. 1 bis 4 getragen wird, und
Fig. 7 eine vergrößerte Seitenteilansicht
der Verbindung für eine Tragplatte,
die ein Gußstück auf dem Gußstückträger der
Vorrichtung aus den Fig. 1 bis 4 trägt.
Anhand den Fig. 1 bis 4 wird eine bevorzugte Aus
führungsform der Erfindung erläutert, die insgesamt
mit 10 bezeichnet ist und zum Rütteln eines Gußstückes
dient, um Fremdstoffe von diesem abzulösen und abzu
trennen. Natürlich ist dieser angegebene Anwendungsbe
reich der Vorrichtung nicht beschränkend, sondern es
gibt noch zahlreiche weitere Verwendungsmöglichkeiten
auf anderen Gebieten.
Kurz gesagt, weist die Vorrichtung 10 eine Basis 12
zum Stützen einer Tragflächenanordnung 14 als Gußstückträger und eine
eine Rüttelbewegung erteilende Rütteleinrichtung 16 für
die Tragfläche 14 auf. In Querrichtung im Abstand an
geordnete Klemmeinrichtungen 18 sind vorgesehen, um
die Gußstücke auf der Tragfläche 14 festzulegen. In
den Fig. 1 und 2 ist eine Form eines Gußstückes 20
gezeigt, das in den jeweiligen Klemmeinrichtungen 18
festgelegt ist. Fig. 4 zeigt eine andere Ausbildungs
form eines Gußstückes 20 in den Klemmeinrichtungen 18.
Die genaue Form des Gußstückes ist jedoch im Hin
blick auf die Erfindung nicht kritisch.
Die Basis 12 umfaßt zwei längliche, seitlich im Abstand
angeordnete I-Träger 24, die Versteifungseckbleche 26
zwischen den vertikal im Abstand liegenden Flanschen
28 haben.
Eine Platte 30 ist über den Trägern 24 vorgesehen und
auf vier federnd nachgiebigen Lagerungen 32 an
geordnet, die zwischen der Unterseite 34 der Platte 30
und den oberen Flächen 36 der Träger 24 angeordnet sind.
Die Platte 30 hat in Querrichtung im Abstand liegende,
aufrecht stehende Seitenplatten 38, die fest an den Sei
tenrändern einer in Querrichtung verlaufenden Kraftüber
tragungsplatte 40 angebracht sind. Jede federnd nach
giebige Lagerung 32 etwa die Hälfte der Breite ihrer
oberen Fläche 41 auf der Unterseite 42 der Sei
tenplatten 38 aufliegen und die nahezu andere Hälfte
liegt auf der Unterseite 44 der Kraftübertragungs
platte 40 auf.
Auf der Rückseite 46 der Kraftübertragungsplatte 40
ist ein Erregerelement 48 starr angebracht. Das Erre
gerelement 48 hat eine Platte 50 mit einer nach hinten
weisenden Fläche 51, die im wesentlichen parallel zur
Rückseite 46 der Kraftübertragungsplatte 40 ist. Die
Platte 50 ist gegen Verformungen nach vorne und hinten
durch die Bleche 52 (in Fig. 1 ist nur eines gezeigt)
und Rippen 54 versteift.
Auf der Rückseite 51 der Erregerplatte 50 sind zwei,
Rüttelbewegungen erzeugende Motoren 56, 58 angebracht.
Diese Motoren haben eine übliche Auslegungsform und
können beispielsweise derart ausgelegt sein, daß eine
mittige Welle mit einem Exzentergewicht an jedem Ende
vorgesehen ist. Beim Betrieb der Motoren 56, 58 wird
der Platte 30 und den zugeordneten Platten 40, 50 eine
Rüttelbewegung vor und zurück in einer Richtung erteilt,
die mit einem Doppelpfeil 60 in Fig. 1 gezeigt ist.
Der Motor und die Rüttelbewegung erteilenden Anordnungen
mit dem Exzentergewicht sind von der Bauart mit verän
derlicher Kraft, so daß der Hub und die Frequenz des
Systems geändert werden können. Die Rüttelanordnung mit
variabler Kraft kann von der Bauart sein, die in der
US-PS 44 95 826 gezeigt ist. Wie mit Pfeilen 62, 64 in
Fig. 1 eingetragen ist, drehen sich die Wellen (nicht
gezeigt) der Motoren 56, 58 entgegengesetzt zueinander.
Die Tragfläche 14 wird insgesamt von einer Mehrzahl
Schraubenfedern 66 gestützt, die Rüttelbewegungen von
der Kraftübertragungsplatte 40 auf die Tragfläche 14
übertragen. Die Tragfläche 14 hat eine aufrecht stehen
de Platte 68 mit einer Oberfläche 70, die einer nach
vorne weisenden Fläche 72 auf der Kraftübertragungs
platte 40 zugewandt ist. Die Federn 66 sind zwischen
den zugewandten Plattenflächen 70, 72 angeordnet. Eine
bevorzugte Anordnung der Federn ist in Fig. 5
gezeigt. In Fig. 5 bezeichnen die mit durchgezogenen
Linien dargestellten Kreise eine bevorzugte Stelle für
die jeweilige Feder, während die mit unterbrochenen Linien
dargestellten Kreise eine alternative Anordnungsform
für die Federn verdeutlichen. Mit "R" und "L" in jedem
Kreis sind rechts- und linksgängige Schraubenwindungen
bezeichnet. Die entgegengesetzt gerichteten Schrauben
windungen stellen sicher, daß man eine geradlinige
Vibration aufrechterhalten kann.
Die Tragfläche 14 hat seitliche, im Abstand angeordnete,
ebene, dreieckförmige Seitenwände 76, 78, die fest an
einer horizontalen, ebenen Platte 80 angebracht sind.
Die Platte 80 ist durch Eckbleche 81 versteift (Fig. 4).
Die hinteren Ränder 82 der Seitenwände 76, 78 sind fest
mit einer Befestigungsplatte 84 verbunden, die eine nach
hinten weisende Fläche 86 parallel zu einer nach vorne
weisenden ebenen Fläche 88 auf der Platte 68 hat. Die
Platten 68, 84 sind über Versteifungsrippen 90 starr
miteinander verbunden. Auf diese Weise wird eine feste,
einheitliche Tragflächenrahmenanordnung gebildet, die
aus den Platten 68, 84, den Seitenwänden 76, 78 und der
Platte 80 besteht. Die von den Motoren 56, 58 erzeugten
Rüttelbewegungen werden somit über die Federn 66 zur
Einwirkung auf die einheitliche Tragflächenrahmenanord
nung gebracht.
Eine horizontale ebene Tragflächenplatte 94 wird von
der Tragflächenrahmenanordnung oberhalb der Platte 80
getragen. Einzelheiten einer beispielhaft vorgesehenen
Verbindung 95 zwischen den Platten 80, 94 sind in Fig. 7
gezeigt. Eine ebene Unterlagscheibe 96 aus einem
flexiblen Material ist zwischen den Platten 80, 94 an
geordnet. Auf der oberen Fläche 98 der Platte 94 be
findet sich eine ähnliche Unterlagscheibe 100. Eine Me
tallunterlagscheibe 102 liegt über der Unterlagscheibe
100. Eine Schraube 104 geht durch die Unterlagscheibe
102, die Unterlagscheibe 100, die Platte 94, die Unter
lagscheibe 96 und die Platte 80 und ist mit Hilfe einer
Mutter 106 befestigt. Eine zylindrische Hülse 108 ist
zweckmäßigerweise um die Schraube 104 vorgesehen, wie
dies in Fig. 7 gezeigt ist. Neun derartige Verbindun
gen sind in der Draufsicht aus Fig. 2 deutlich zu er
sehen. Die beschriebene Verbindung ermöglicht eine
kleine Verschiebung der Platte 94 relativ zur Platte 80.
Die Einspanneinrichtungen 18 sind direkt an der oberen
Platte 94 angebracht. Diese Einspanneinrichtungen 18
haben eine übliche Auslegungsform und legen die Guß
stücke oder dergleichen auf der Tragflächenplatte 94
fest. Die Einzelheiten der Konstruktion der Einspann
einrichtung 18 sind im Hinblick auf die Erfindung nicht
wesentlich.
Die Platte 94 hat eine Mehrzahl von Öffnungen 110, die
einen Durchgang von Sand oder anderen Fremdstoffen er
möglichen, die von den Gußstücken abgegangen sind, so
daß diese durch die Tragflächenplatte durchgehen können
und in gesonderter Weise einer Wiederaufbereitung zu
geführt werden können. Die Öffnungen 110 verhindern eine
unerwünschte Ansammlung von Sand auf der Tragflächen
platte, da hierdurch die Rüttelcharakteristika der Vor
richtung sich verändern könnten.
Das erhaltene System ist ein Zweimassensystem. Eine zu
sammenhängende Masse besteht aus den Seitenplatten 38,
der Kraftübertragungsplatte 40, dem Erregerelement 48
und der die Rüttelbewegung erzeugenden Einrichtung, die
die Motoren 56, 58 enthält. Die zweite Masse besteht
aus der vorstehend genannten Tragflächenrahmenanord
nung 14. Wie bereits vorangehend ausgeführt ist, wird
durch das Arbeiten der Motoren 56 und 58 die erste Masse
im allgemeinen geradlinig in Vibration versetzt.
Vibrationskraft wird durch die Feder 66 auf die einheitliche
Tragflächenrahmenanordnung übertragen, so daß die Guß
stücke in ähnlicher Weise im allgemeinen in einer Rich
tung parallel zur Linie 60 gerüttelt werden.
Gemäß der Erfindung ist ein Kolben oder eine Stoßeinrich
tung bei 114 in der Tragflächenrahmenanordnung vorge
sehen. Der Kolben oder die Stoßeinrichtungskonstruktion
114 ist teilweise schematisch in Fig. 6 gezeigt. Die
Kolbenkonstruktion 114 umfaßt ein Gehäuse 116 mit einer
zylindrischen Wand 118, die eine Fläche 120 hat, die
eine zylindrische Kolbenkammer 122 begrenzt, wobei eine
Achse parallel zur Rüttelbewegungsrichtung ist. Ein Kol
ben 124 ist lose in die Kammer 122 eingesetzt und kann
sich in Richtung der Rüttelbewegung hin- und hergehend
bewegen. Die Kammer 122 ist an ihrem vorderen Ende durch
eine Schlagplatte 126 begrenzt. Die Schlagplatte 126
ist fest an der Tragflächenplatte 94 angebracht und hat
eine hintere Fläche 128, die in die Kammer weist. Die
Platte ist durch eine Mehrzahl von Eckblechen 130 ver
stärkt, die zwischen einer nach vorne weisenden Fläche
auf der Schlagplatte 126 und einer oberen Fläche 98 der
Tragflächenplatte 94 wirken. Die Kammer 122 ist an ihrem
hinteren Ende durch eine zweite Schlagplatte 134 be
grenzt, die eine Fläche 136 hat, die nach vorne in Rich
tung zu der vorderen Schlagplatte 126 weist.
Der Kolben 124 hat einen im allgemeinen zylindrischen
Körper und vergrößerte, scheibenförmige Enden 138, die
den Kolben 124 gegen die Kammerfläche 120 führen und
die die Schlagplatten 126, 134 an den Enden der Kammer
zur Anlage bringen, um die hin- und hergehende Bewegung
des Kolbens 124 anzuhalten. Der Kolben 124 besteht aus
einem dichten Material, wie einem 13%igen Manganlegie
rungsteil. Die Enden 138 sind vorzugsweise aus T-1-Stahl
hergestellt, um eine gute Haltbarkeit zu erzielen.
Der Kolben 124 beginnt sich in der Kammer 122 in Abhän
gigkeit von der durch die Rütteleinrichtung
aufgeprägten Rüttelbewegung hin und her zu
bewegen. Da die Tragflächenrahmenkonstruktion in Vibra
tion versetzt wird, werden die Kolbenenden 138 zwangs
läufig gegen die im Abstand liegenden Schlagplatten 126,
134 bewegt. Beim Auftreffen des Kolbens in der Kammer
wird eine zweite und unterschiedliche Vibration den Tei
len erteilt, die auf der Tragflächenanordnung angebracht
sind. Die Vibrationseinrichtung ist so abgestimmt,
daß man eine primäre Vibration erhält, die eine
sekundäre Stoßvibration erzeugt. Die beiden kombinier
ten Frequenzen, die den Teilen eine Rüttelbewegung aufprägen,
reinigen die Teile von anhaftenden Fremdstoffen
und rütteln jegliches Kernmaterial in den Hohlräumen
im Gußstück heraus. Der Kolben oder die Stoßeinrichtung
fügt der Vibration eine zusätzliche Dimension hinzu,
die insgesamt von der Rüttelvorrichtung erzeugt wird. Dazu
ist aber keine Abänderung der Grundkonstruktion einer
solchen Rüttelvorrichtung erforderlich.
Die vibrationerteilende Konstruktion 16 kann durch
Steuerung der Motoren und der Exzenterteile
unter gewünschten Arbeitsbedingungen, beispielsweise bei
etwa 3200 Upm mit einem Hub von etwa 1/4 betrieben werden,
wobei der Kolben oder die Stoßeinrichtung sich frei in
der Kammer hin und her bewegt und an den Schlagplatten
126, 134 abprallt, wodurch alternierend die
Schlagplatten 126, 134 abwechselnd mit der doppelten
Tragflächenfrequenz oder mit etwa 6400 Schwingungen pro
Minute angeschlagen, gestoßen oder angeregt werden. Die
Bewegung der Tragfläche und des Kolbens sind synchroni
siert, aber phasenverschoben, wodurch man verbesserte
Ausrütteleigenschaften bei der Vorrichtung erhält.
Da eine Relativbewegung zwischen dem Kolben und dem Ge
häuse 116 auftritt, wird eine nennenswerte Wärme er
zeugt. Daher ist eine Kühleinrichtung 140 vorgesehen,
die schematisch in Fig. 6 gezeigt ist. Die Kühlein
richtung weist vorzugsweise eine Luftzufuhr auf, die
über eine Leitung 142 zwangsweise Luft in die Kammer
122 über einen Anschluß 144 in der Wand 118 fördert.
Vorzugsweise wird Öl der zugeführten Luft mit einem Ver
hältnis von etwa 1 Tropfen pro 5 Sekunden zugegeben.
Das Öl in Form eines Nebels bildet eine Dämpfung, um
einen Metall-zu-Metall-Kontakt zwischen dem Kolben 124,
der Wand 118 und den Schlagplatten 126, 134 zu verhin
dern, wodurch Beschädigungen an den Schlagplatten und
an dem Kolben vermindert werden.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung kann dadurch verändert
werden, daß man selektiv die Amplitude und die Frequenz
der Vibrationen variiert. Hierzu ist eine Motorsteuerung
150 von üblicher Auslegung vorgesehen, um die Amplitude
zu verändern und eine gesonderte Motorsteuerung 152 än
dert die Frequenz der über die Motoren 56, 58 erzeugten
Vibrationen. Beide Motoren arbeiten auf die gleiche Weise,
um ein stabiles System zu erhalten. Ein System mit variab
ler Kraft ist beispielsweise in US-PS 4 168 724 oder in
US-PS 4 495 926 gezeigt, das zu ausgezeichneten Ergeb
nissen beim Erzeugen und Steuern der Vibrationskräfte
zum Ausrütteln und für die die Rüttelbewegung erteilende
Vorrichtung führen.
Zusammenfassend gibt die Erfindung eine Rüttelvorrich
tung an, die einen Gußstückträger hat, der federnd nachgie
big relativ zu einer Fläche angeordnet ist, die die
Rüttelvorrichtung trägt. Ferner hat sie eine Einrichtung
zum Festlegen eines Gußstücks auf dem Gußstückträger
sowie einen Kolben, der frei beweglich relativ zu dem
Gußstückträger angeordnet ist. Die Rütteleinrichtung
prägt dem Gußstückträger eine Rüttelbewegung
auf, um an dem Gußstück haftende Fremdstoffe
auszurütteln und abzulösen, wobei das Gußstück auf dem
Gußstückträger festgelegt ist und zugleich wird der Kolben rela
tiv zum Gußstückträger hin- und hergehend bewegt und kann
abprallen, um weitere Fremdstoffe am Gußstück auszu
rütteln und zu lösen. Eine Schlagplatte ist auf dem
Gußstückträger im Bewegungsweg des Kolbens vorgesehen. Wenn
die Rütteleinrichtung arbeitet,
wird der Kolben intermittierend zwangsläufig gegen die
Schlagplatte bewegt, um eine unterschiedliche Rüttel
bewegungsfrequenz im Vergleich zu der Frequenz der
primären Rütteleinrichtung zu erzeugen, wodurch das
Ausrütteln und das Reinigen bei dieser Auslegungsform
verstärkt werden.
Claims (21)
1. Rüttelvorrichtung (10), umfassend
einen Gußstückträger (14) für ein Gußstück (20),
Einrichtungen (32, 66, 48) zum federnd nachgiebigen Lagern des Gußstückträgers (14) relativ zu einer Fläche, die die Rüttelvorrichtung (10) trägt,
eine Rütteleinrichtung (16), welche dem Gußstückträger (14) eine Rüttelbewegung aufprägt, um an dem Gußstück (20) haftende Fremdstoffe loszurütteln,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (10) ferner umfaßt:
einen Kolben (124),
eine Kolbenlagereinrichtung (114) zur Lagerung des Kolbens (124), so daß dieser frei hin- und hergehend beweglich relativ zum Gußstückträger (14) ist,
eine mit dem Gußstückträger (14) verbundene Schlagplatte (126, 134) im Bewegungsweg des frei hin- und hergehend beweglichen Kolbens (124), und
eine Einrichtung (18) zum Festlegen des Gußstücks (20) am Gußstückträger (14),
wobei die Rütteleinrichtung (16) zugleich den Kolben (124) frei hin- und hergehend gegen die Schlagplatte (126, 134) bewegt, um die Rüttelwirkung auf den Gußstückträger (14) und das an ihm festgelegte Gußstück (20) zu ändern und zu verstärken.
einen Gußstückträger (14) für ein Gußstück (20),
Einrichtungen (32, 66, 48) zum federnd nachgiebigen Lagern des Gußstückträgers (14) relativ zu einer Fläche, die die Rüttelvorrichtung (10) trägt,
eine Rütteleinrichtung (16), welche dem Gußstückträger (14) eine Rüttelbewegung aufprägt, um an dem Gußstück (20) haftende Fremdstoffe loszurütteln,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (10) ferner umfaßt:
einen Kolben (124),
eine Kolbenlagereinrichtung (114) zur Lagerung des Kolbens (124), so daß dieser frei hin- und hergehend beweglich relativ zum Gußstückträger (14) ist,
eine mit dem Gußstückträger (14) verbundene Schlagplatte (126, 134) im Bewegungsweg des frei hin- und hergehend beweglichen Kolbens (124), und
eine Einrichtung (18) zum Festlegen des Gußstücks (20) am Gußstückträger (14),
wobei die Rütteleinrichtung (16) zugleich den Kolben (124) frei hin- und hergehend gegen die Schlagplatte (126, 134) bewegt, um die Rüttelwirkung auf den Gußstückträger (14) und das an ihm festgelegte Gußstück (20) zu ändern und zu verstärken.
2. Rüttelvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einrichtung (18) zum Festlegen des Gußstücks
(20) von einer Einspanneinrichtung auf dem Gußstückträger
(14) gebildet ist, um ein Gußstück (20)
auf dem Gußstückträger (14) fest anzubringen.
3. Rüttelvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rütteleinrichtung (16) dem Gußstückträger
(14) und dem Gußstück (20) eine Rüttelbewegung mit
einer ersten Frequenz aufprägt, und der Kolben (124) unter
dem Einfluß der Rütteleinrichtung (16) eine Rüttelbewegung
mit einer zweiten, höheren Frequenz erzeugt.
4. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagplatte (126, 134) fest
am Gußstückträger (14) gelagert ist.
5. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rütteleinrichtung (16)
Rüttelkräfte in horizontaler Richtung erzeugt.
6. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Gußstückträger (14) horizontal
im Abstand zur Rütteleinrichtung (16) angeordnet ist.
7. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (124) in horizontaler
Richtung hin- und hergehend beweglich ist und diese Richtung
mit der Rüttelkraftrichtung der Rütteleinrichtung (16)
übereinstimmt.
8. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (40) zur
Halterung der Rütteleinrichtung (16) vorgesehen ist, die
Rüttelbewegungen auf den Gußstückträger (14) in im wesentlichen
horizontaler Richtung überträgt.
9. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen (150) vorgesehen
sind, um die Amplitude der Rüttelbewegung zu verändern, die
dem Gußstückträger (14) und dem daran festgelegten Gußstück
(20) durch die Rütteleinrichtung (16) aufgeprägt wird.
10. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen (152) vorgesehen
sind, um die Frequenz der Rüttelbewegung zu verändern, die
dem Gußstückträger (14) und dem daran festgelegten Gußstück
(20) durch die Rütteleinrichtung (16) aufgeprägt wird.
11. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagplatte (126) eine erste
Schlagplattenfläche hat, gegen die der Kolben (124) stößt,
daß die Kolbenlagereinrichtung (114) eine zweite Schlagplatte
(134) mit einer zweiten Schlagplattenfläche umfaßt, die der
ersten Schlagplattenfläche zugewandt ist und sich ebenfalls
im Bewegungsweg des hin- und hergehenden Kolbens (124)
befindet, daß der Kolben (124) im Abstand voneinander
liegende Kolbenenden hat, und daß die Rütteleinrichtung (16)
alternierend ein Kolbenende gegen die erste Schlagplattenfläche
und das andere Kolbenende gegen die zweite Schlagplattenfläche
stößt, um dem Gußstückträger (14) und dem daran
festgelegten Gußstück (20) abwechselnd in Gegenrichtungen
eine Rüttelbewegung aufzuprägen.
12. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenlagereinrichtung (114)
ein Gehäuse (116) aufweist, das eine Kolbenkammer (122)
begrenzt, in der sich der Kolben (124) hin- und hergehend
bewegt, und daß eine Kühleinrichtung (140) zur Kühlung der
Kolbenkammer (122) vorgesehen ist.
13. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß der Gußstückträger (14) eine
horizontale Platte (94) umfaßt, auf der das Gußstück (20)
festgelegt wird.
14. Rüttelvorrichtung (10) nach Anspruch 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß die horizontale Platte (94) eine Mehrzahl von
Öffnungen (110) aufweist, die den Durchgang der von dem an
dem Gußstückträger (14) festgelegten Gußstück (20) abgelösten
Fremdstoffe erlauben.
15. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen (32, 66, 48)
zum federnd nachgiebigen Lagern des Gußstückträgers (14) eine
Erregerplatte (48), federnd nachgiebige Halter (32) zwischen
der Erregerplatte (48) und einer starren Fläche zum Lagern
der Rüttelvorrichtung (10) und Federeinrichtungen (66)
aufweist, die zwischen dem Gußstückträger (14) und der
Erregerplatte (48) vorgesehen sind und als einzige Stütze für
den Gußstückträger (14) dienen.
16. Rüttelvorrichtung (10) nach Anspruch 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Rütteleinrichtung (16) an der Erregerplatte
(48) vorgesehen ist.
17. Rüttelvorrichtung (10) nach Anspruch 15 oder 16, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rütteleinrichtung (16) wenigstens
einen Motor (56, 58) umfaßt, der eine Welle mit einem
Exzentergewicht aufweist, um die Erregerplatte (48) vibrierend
zu bewegen.
18. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die Federeinrichtungen (66) als
Verbindung zwischen dem Gußstückträger (14) und der Erregerplatte
(48) eine Mehrzahl von Schraubenfedern aufweist.
19. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 15 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß der Gußstückträger (14) eine
Kraftaufnahmeplatte (68) und eine erste Tragplatte (80)
umfaßt, die starr an der Kraftaufnahmeplatte (68) angebracht ist,
daß die Federeinrichtungen (66) zwischen der Erregerplatte
(48) und der Kraftaufnahmeplatte (68) vorgesehen sind, um die
Kraftaufnahmeplatte (68) zu lagern und dieser Rüttelkräfte
von der Erregerplatte (48) zu übertragen.
20. Rüttelvorrichtung (10) nach Anspruch 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Gußstückträger (14) eine zweite Tragplatte
(94) umfaßt, auf der die Einrichtung (18) zum Festlegen des
Gußstücks (20) gelagert ist, und daß eine Einrichtung (95)
vorgesehen ist, die die zweite Tragplatte (94) federnd
nachgiebig an der ersten Tragplatte (80) und der Kraftauf
nahmeplatte (68) lagert.
21. Rüttelvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenlagereinrichtung (114)
den Kolben (124) derart lagert, daß dieser in Form einer
translatorischen Bewegung im wesentlichen parallel zur
Rüttelbewegungsrichtung des Gußstückträgers (14) bewegbar
ist.
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