DE477279C - Unter Fluessigkeit arbeitender Elektromotor, dessen Gehaeuse mit isolierender Fluessigkeit gefuellt ist, die zum Zweck des Druckausgleiches die Aussenfluessigkeit in entsprechend ausgebildeten Raeumen beruehrt - Google Patents
Unter Fluessigkeit arbeitender Elektromotor, dessen Gehaeuse mit isolierender Fluessigkeit gefuellt ist, die zum Zweck des Druckausgleiches die Aussenfluessigkeit in entsprechend ausgebildeten Raeumen beruehrtInfo
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Description
- Unter Flüssigkeit arbeitender Elektromotor, dessen Gehäuse mit isolierender Flüssigkeit gefüllt ist, die zum Zweck des Druckausgleiches die Außenflüssigkeit in entsprechend ausgebildeten Räumen berührt Die Erfindung betrifft einen Elektromotor, der mit Isolierflüssigkeit gefüllt ist und innerhalb einer Flüssigkeit unter beliebig hohem Druck so arbeiten soll, daß die Außenflüssigkeit nicht in das Innere des Motors dringen kann.
- Es ist bereits bekannt, Elektromotoren in einem einseitig geschlossenen Gehäuse in Ölfüllung laufen zu lassen, wobei von außen Öl unter Druck eingeführt werden kann. Hierbei ist aber die Welle durch eine Stopfbüchse gegen das äußere Medium abgedichtet, und durch diese Stopfbüchse ist immer die Möglichkeit gegeben, daß Feuchtigkeit von außen in das Innere der Maschine dringt, besonders wenn größere thermische Unterschiede vorkommen, beispielsweise der Motor einmal abgestellt wird.
- Wohl ist es bereits bekannt, Gehäuse von mit Öl gefüllten Unterwassermotoren mit Stopfbüchse dadurch vor dem Eindringen des umgebenden Mediums zu schützen, daß geeignet ausgebildete Räume vorgesehen werden, in denen die beiden Medien sich frei berühren, so daß dauernd Druckausgleich zwischen ihnen gesichert ist. Der erstrebte Zweck ist aber verfehlt, weil trotz des stattfindenden Druckausgleiches zwischen den Medien. doch zum Abdichten mittels Stopfbüchse gegriffen werden muß. Als neu ist demgegenüber bei vorliegender Erfindung anzusehen, daß die Berührungsfläche der beiden Medien in eine Glocke verlegt ist, deren Boden mit der Welle dicht verbunden ist.
- Bei vorliegender Erfindung wird nun überhaupt keine Stopfbüchse angewandt, vielmehr erfolgt die Abdichtung des aus dem Gehäuse ragenden Wellenstumpfes mit Hilfe einer mit der Außenflüssigkeit in Verbindung stehenden, den Wellenspalt überdeckenden Glocke. Flüssigkeitsabschlüsse durch glockenartige Überwürfe sind an sich in der- Technik bekannt. Neu ist bei vorliegender Erfindung die Eigentümlichkeit, eine solche glockenartige Abdichtung für die Wellenstümpfe von Elektromotoren, welche in Flüssigkeit arbeiten sollen, zu benutzen, weil dadurch ganz besondere Vorteile auftreten. Diese Vorteile bestehen im wesentlichen darin, daß der Innendruck sich immer mit dem Außendruck ausgleichen kann, so daß der Motor voll= ständig unabhängig von der Tiefe ist, in welcher er zur Benutzung kommt. Ebenso werden hierdurch die schädlichen Folgen des bei mit Stopfbüchsen abgeschlossenen Motoren infolge zeitlicher Erwärmung und Abkühlung eintretenden Atmens verhütet. Für die Durchführung der Erfindung ist es wichtig, daß die Füllung des Inneren der Maschine mit Öl restlos erfolgt, so daß keine Luft im Maschineninnern zurückbleibt.
- Zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung in Halbschnitten dargestellt, und zwar zeigt der Schnittteil links der Mittellinie eine Lagerabdichtung mit mehrfachemGlockenüberwurf und der Halbschnitt rechts der Mittellinie einen einfachen Glockenüberwurf über der Lagerbüchse.
- Die Welle a trägt innerhalb des auf dem Gehäuse b sitzenden Lagerraumes c eine Nabe d, an welcher eine Glocke e angebracht ist. Nabe d und Glocke e umhüllen den Oberteil der Lagerbüchsen vollständig, und der dazwischenliegende Raum g ist mit Öl gefüllt.
- Bei der zweiten Ausführungsform (linke Zeichnungshälfte) hat die Nabe d mehrere Glocken ei und e2, zwischen denen noch eine vom Gehäuse ausgehende, senkrecht stehende Ringwand h angeordnet ist.
- Der aus Nabe d und Glocken e, ei und e2 gebildete Überwurf über der Lagerbüchse n ruht in einem- Raum i, der durch Öffnungen k gegen die äußere Flüssigkeit geöffnet ist. Der Motoreninnenraum 1 ist durch eine Öffnung m mit dem ringförmigen Raum o zwischen den beiden Lagerbüchsen verbunden, so daß beim Füllen des Motorraumes 1 mit Öl die Luft aus demselben durch die Öffnungen m, o und den Spalt zwischen Welle a und Büchse n entweichen kann.
- Wird nun der Elektromotor in die Flüssigkeit eingetaucht, so wird sich der Flüssigkeitsdruck in derselben Weise auf den Gehäuseraum 1 wie -auch auf die Räume i und g auswirken. Es herrscht also außerhalb und innerhalb der Maschine derselbe Druck. Der von außen herkommende Wasserdruck preßt das im Raum g befindliche Öl hoch bzw. das Öl, welches leichter als Wasser ist, schwimmt immer oben, so daß der zum Lager führende Raum unabhängig von dem außen herrschenden Druck stets mit Öl umgeben ist. Bei größeren Maschinenausführungen wählt man. in der Regel die mehrwandige Glockenausführung.
- Bei der arbeitenden Maschine kommt nicht das hydrostatische Gesetz, sondern das hydrodynamische Gesetz zur Geltung, denn die Fliehkraft schleudert die von außen eindringende spezifisch schwerere Flüssigkeit im Innern der Glocke an deren Außenwand, während das Isolieröl als spezifisch leichtere Flüssigkeit hierdurch radial nach innen zu verdrängt wird. Auf diese Weise wird das Lager stets vor dem Eindringen der Außenflüssigkeit geschützt. Auf der Zeichnung ist angedeutet, in welcher Weise die Wasseroberfläche sich einstellt, und zwar geschieht dies in Form eines Paraboloids.
Claims (1)
- PATEN TA:N Slltlil:111:: i. Unter Flüssigkeit arbeitender Elektromotor, dessen Gehäuse mit isolierender Flüssigkeit gefüllt ist, - die zum Zweck des Druckausgleiches die Außenflüssigkeit in entsprechend ausgebildetenRäumen berührt, dadurch gekennzeichnet, daß diese Berührungsfläche in einer Glocke untergebracht ist, die über die senkrechte Welle an deren Austrittsstelle aus dem Gehäuse gestülpt ist. a. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Motorgehäuse (b) an dem Teil, durch den die Welle (a) nach außen geht, mit einer Wand (c) versehen ist, die mit dem Lagerhals (f) einen Raum (g) bildet, in den die Glocke (d, e) hineinragt, und der einerseits durch den Lagerspalt (zwischen a und n) mit dem Motorinnern und anderseits durch Öffnungen (k) mit dem umgebenden Druckmedium in Verbindung steht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEK100238D DE477279C (de) | 1926-08-08 | 1926-08-08 | Unter Fluessigkeit arbeitender Elektromotor, dessen Gehaeuse mit isolierender Fluessigkeit gefuellt ist, die zum Zweck des Druckausgleiches die Aussenfluessigkeit in entsprechend ausgebildeten Raeumen beruehrt |
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Publications (1)
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| DE477279C true DE477279C (de) | 1929-06-10 |
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ID=7239370
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| DEK100238D Expired DE477279C (de) | 1926-08-08 | 1926-08-08 | Unter Fluessigkeit arbeitender Elektromotor, dessen Gehaeuse mit isolierender Fluessigkeit gefuellt ist, die zum Zweck des Druckausgleiches die Aussenfluessigkeit in entsprechend ausgebildeten Raeumen beruehrt |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE477279C (de) |
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1926
- 1926-08-08 DE DEK100238D patent/DE477279C/de not_active Expired
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