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DE466459C - Verfahren zur Verminderung des Nebensprechens in mehrfachen Fernsprechleitungen, insbesondere Spulenleitungen - Google Patents

Verfahren zur Verminderung des Nebensprechens in mehrfachen Fernsprechleitungen, insbesondere Spulenleitungen

Info

Publication number
DE466459C
DE466459C DES57673D DES0057673D DE466459C DE 466459 C DE466459 C DE 466459C DE S57673 D DES57673 D DE S57673D DE S0057673 D DES0057673 D DE S0057673D DE 466459 C DE466459 C DE 466459C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lines
differences
parallel
way
reducing crosstalk
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES57673D
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Kuepfmueller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES57673D priority Critical patent/DE466459C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE466459C publication Critical patent/DE466459C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/02Details
    • H04B3/32Reducing cross-talk, e.g. by compensating
    • H04B3/34Reducing cross-talk, e.g. by compensating by systematic interconnection of lengths of cable during laying; by addition of balancing components to cable during laying

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 6. OKTOBER 1928
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 466459 KLASSE 21a2 GRUPPE
"Siemens & Halske Akt-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
insbesondere Spulenleitungen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. September 1921 ab
Es ist bekannt, daß beim Telephonieren in Mehrfachleitungen infolge elektrostatischer und magnetischer Kopplung der einzelnen Sprechkreise eine gegenseitige Beeinflussung stattfindet, die als Nebensprechen bezeichnet wird. Zur Verminderung der hierdurch verursachten Störungen sind verschiedene Mittel angegeben worden. Man unterteilt beispielsweise die ganze Leitungslänge in einzelne kurze Stücke und schaltet diese dann so zusammen, daß die Koeffizienten der gegenseitigen Induktionen einander möglichst aufheben (Kreuzen der Leitungen), oder man gleicht diese kurzen Stücke, bei denen es sich hauptsächlich um kapazitive Kopplung handelt, durch zusätzliche Kondensatoren aus, die zwischen die Adern geschaltet und so bemessen werden, daß die kapazitiven Einwirkungen sich aufheben. Weitere Verfahren sind
so bekannt geworden, bei denen die= Beseitigung der Störungen durch Schaltmittel geschehen soll, die an den Anfang der betreffenden Leitungen gesetzt werden und deren Wirkungsweise darauf beruht, daß sie eine zusätzliche, regelbare, magnetische Kopplung der betreffenden Sprechkreise verursachen, derart, daß die Störströme kompensiert werden. Diese letztere Art der Unterdrückung der Störströme läßt sich indessen, wie theoretische Überlegungen, die dm Einklang mit den Erfahrungen der Praxis stehen, mit Erfolg nur dann anwenden, wenn es sich um homogene und lange Leitungen handelt, d. h. solche, deren elektrische Konstanten gleichmäßig über die Leitungslänge verteilt sind. Das ist der Fall etwa bei gewöhnlichen Freileitungen und Kabeln. Bei Leitungen größerer Länge schaltet man jedoch bekanntlich zur Verminderung der Dämpfung in ausgedehntem Maße Selbstinduktionsspulen in den Leitungszug. Derartig belastete Leitungen weisen, wie die neueren bekannt gewordenen Untersuchungen gezeigt haben, zum Teil erheblich abweichende Eigenschaften gegenüber den homogenen Leitungen auf. Unter anderem ist bei solchen Leitungen auch die Stärke der hier behandelten Induktionsstörungen in verwickelter Weise von der Frequenz der elektrischen Wechselströme abhängig, und zwar ist diese Abhängigkeit wesentlich bestimmt durch die Verteilung der kapazitiven Kopplungen in den Spulenzwischenstücken längs der Leitung. Das ist der Grund, weshalb man bei solchen Leitungen mit den obenerwähnten
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Karl Küpf mutter in Berlin-Friedenau.
vor den Anfang der Leitung zu legenden Schaltmitteln zur Unterdrückung des Nebensprechens keinen Erfolg erzielen konnte. Für Wechselströme einer bestimmten Frequenz kann man zwar eine vollkommene Beseitigung der Störungen bewirken, bei anderen Frequenzen addiert sich jedoch der Kompensationsstrom mit dem Störstrom, so daß man hier eine Verschlechterung erhält.
In der Erkenntnis dieses Umstandes beruht die vorliegende Erfindung darauf, daß an den Anfang der Leitung Anordnungen angeschlossen werden, welche die in der Leitung induzierten Störströme für einen Frequenzbereich aufheben. Diese Anordnungen haben ferner den Vorteil gegenüber den bekannten Schaltungen, daß die Beseitigung der Störungen unabhängig von der Belastung an den Leitungsenden erfolgt.
Zum Verständnis der Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes sind folgende Betrachtungen notwendig: Es handle sich um zwei Doppelleitungen, etwa diejenigen eines sogenannten Vierers, wie sie in Abb. ι schematisch angedeutet sind. Die Leitungen ι und 2 bilden den sogenannten Stamm I, die Leitungen 3 und 4 den Stamm II, beide zusammengefaßt in der dargestellten Weise den Vierer III. Entsprechend den Teilkapazitäten in Mehrfachleitersystemen kann man entsprechend Abb. 2 sich zwischen den Punkten i, 2, 3, 4 Teilscheinwiderstände Q1, g2, S3J 3*> W1, W2 liegend denken. Bei langen Leitungen sind diese unabhängig von den Vorgängen am fernen Ende und hängen ersichtlich mit den als Wellenwiderstände bezeichneten bekannten Größen eng zusammen;
e„ —
= V
(SsSi-S4S2) Si+ S2) (S3+ S denn es ist z. B. der Wellenwiderstand Vierers Qy gegeben durch
des
Für die folgenden Überlegungen genügt es, nur die vier mit g bezeichneten Teilwiderstände zu betrachten; die zwischen den Punkten ι und 2 bzw. 3 und 4 liegenden Teilbeträge W1 und W2 spielen hierbei keine Rolle, sie bilden nur einen Teil des Stammleitungswellenwiderstandes und haben keinen Einfluß auf das Nebensprechen. Wären die Leitungen vollkommen symmetrisch, so wäre
Si== S2 == 3s = 3ft>
es wäre kein Nebensprechen vorhanden. Bei den wirklich ausgeführten Leitungen läßt sich dieser Zustand nicht vollkommen erreichen, es bestehen gewisse Differenzen zwischen diesen Größen, und diese Differenzen sind es, welche das Nebensprechen verursachen. Faßt man beispielsweise das Übersprechen, also die Induktion von Stamm I auf Stamm II ins Auge, so ist nach Abb. 3, wenn V die Amplitude der an 1, 2 angelegten Wechselspannung bedeutet,
2 Ss + S4'
Si'
folglich die induzierte Spannung
^a &A
-S4
+ SlJ"
Dieser Ausdruck läßt sich wie folgt umformen:
e, e. = V
-2
34 Sl
■e,=·
[Ss-32-34 + Si
(S4-Si)(S2-Si)
Das letzte Glied in der eckigen Klammer
Sl
ist, da die Werte g praktisch nur wenig voneinander verschieden sind, eine kleine Größe zweiter Ordnung und kann vernachlässigt werden, so daß die Klammer lautet:
[Ss-S2-S4+Si]· .' Si
1I-
Aus dem gleichen Grunde kann man in dem Ausdruck vor der Klammer
Si= 82 == 3s= 3* == 3
setzen. So ergibt sich
es — ^4 = -^(33 —^4 — S2 + Si)· (a)
400450
Maßgebend für das Übersprechen ist also die Differenz
A1 = S1-S^Ss-S*- (ι)
In ähnlicher Weise erhält man die für das Mitsprechen vom Stamm I auf den Viererkreis, das abgekürzt mit l/V bezeichnet werden soll, maßgebende Differenz Δ2. Bei der Gleichung (i) war die Differenz der Potentiale ez und e4 der Leiter 3 und 4 zu bilden. Für das Mitsprechen ist die im Vierer induzierte Spannung maßgebend, die definiert werden kann als Differenz des arithmetischen Mittels der Potentiale der Leiter 1 und 2 und des arithmetischen Mittels der Potentiale der Leiter 3 und 4. Das erste arithmetische Mittel hat den Wert Null, da die Potentiale der Leiter 1 und 2 entgegengesetzt gleich sind. Es ergibt sich also die induzierte Spannung im Vierer zu
Die Werte von es und sind obenangegeben. Führt man für die Differenz Ss — S* die Abkürzung δ und für die Differenz S2 — Si die Abkürzung ε ein, so ergibt sich, wenn man berücksichtigt, daß diese Differenzen kleine Größen sind,
_V &
V ε
also
Für die Nenner S2 und S*> die annähernd gleich sind, kann ein gemeinsamer Wert S eingeführt werden, und es folgt dann
öjr = — I -j- Si1 — ><o — S<<! + Hi ·
Die in der Klammer stehende Größe ist die für das Mitsprechen vom Stamm I auf den Vierer maßgebende Differenz
A2 = Si- S2- Ss+ S*. (2)
In entsprechender Weise berechnet sich die für das Mitsprechen (H[V) vom Stamm II auf den Vierer maßgebende Differenz.
A3 =
S,-S2
Ss+ 9.· fs)
Z0 = ■
.Δ«
Zur Erklärung des Erfindungsgegenstandes sollen nun die Werte S vermehrt werden um kleine Beträge s, und zwar in folgender Weise
Dann berechnen sich die Größen Δ nach den Gleichungen (1), (2) und (3) zu
Der Zusatz ^r1 hat also nur Einfluß auf das Übersprechen I/II, s<, nur auf das Mitsprechen IjV und 2S nur auf das Mitsprechen HjV. Man kann daher durch geeignete Bemessung dieser Größen 3 die Differenzen Δ' und damit das Über- und Mitsprechen einzeln zum .Verschwinden bringen, indem man
macht.
Erfindungsgemäß werden diese Zusatzwiderstände s durch parallel geschaltete Scheinwiderstände 5R1, IR2, IR8 ersetzt. Legt man nach Abb. 4 parallel zu einem Scheinwiderstand S den Widerstand JR, so ist der Widerstand der Parallelschaltung
Ist 5R groß gegen S. dann kann man folgende Entwicklung vornehmen:
und bei Vernachlässigung kleiner Größen höherer Ordnung
Der Größen entspricht also der Ausdruck — ^- . Nach den Gleichungen (5) hat man
Jt1-Z Δι> Jt2-2
zu machen.
= 2
Bestimmt man diese Größen 5R durch Messung an wirklichen Leitungen, so ergibt sich, daß sie im allgemeinen komplex sind, d. h. aus einem Wirk- und einem Blindwiderstand bestehen. Diese Widerstandswerte sind in einer durch Messung bestimmbaren Weise von der Frequenz abhängig, etwa so wie es Abb. 6 beispielsweise zeigt. In an sich bekannter Weise bildet man diesen Verlauf der Widerstände durch Anordnungen, die aus Spulen, Kondensatoren und induktionsfreien Widerständen bestehen, nach und legt die
Nachbildungen erfindungsgemäß in der durch die Gleichungen (4) angegebenen Weise parallel zu den Teilwellenwiderständen der Leitung. Es ergibt sich dann das allgemeine Schaltbild für den Vierer nach Abb. 5. Man wird hierbei zwar im allgemeinen bestrebt sein, die Genauigkeit so weit zu treiben, wie nur möglich, praktisch ist es jedoch zweckmäßig, nicht über eine gewisse Grenze zu gehen, da die nachbildenden Anordnungen sonst zu umfangreich und verwickelt ausfallen. Für den Fall der Abb. 6, daß reeller und imaginärer Teil des nachzubildenden Scheinwiderstandes mit wachsender Frequenz abnehmen, würde es beispielsweise genügen, die bekannte zweigliedrige Treppenschaltung (Abb. 7) anzuwenden, deren vier Konstanten T1, r2, C1, C2 so gewählt werden, daß die Übereinstimmung der Scheinwiderstände der Nachbildung (Abb. 7) und von Abb. 6 bei zwei Frequenzstellen, die in dem für die Sprache wichtigen Frequenzbereich liegen, genau ist/ wie dies aus anderen Gebieten der Fernmeldetechnik, z. B. den Verstärkerschaltungen mit Gegensprechbetrieb, bekannt ist. Hat man dann z. B. im übrigen einen Fehler in der Nachbildung von io°/0, so verkleinern sich die Differenzen auf den zehnten Teil. Damit vermindert sich nach Gleichung (a) auch die Stärke des Nebensprechens auf den zehnten Teil. Drückt man dies in üblicher Weise durch eine Dämpfungszahl aus, wäre also
so
oder
IO
— ln 10=2,3.
Diese leicht zu erzielende Genauigkeit liefert also schon eine wesentliche Verbesserung.
Bei der Anwendung des beschriebenen Verfahrens kann noch eine Schwierigkeit auftreten. Besitzt beispielsweise A1 einen-negativen imaginären Teil, so muß 5R1 zur Kompensation eine positive imaginäre Komponente aufweisen. Diese kann mitunter wegen der Kleinheit der Differenzen Δ und der
Gleichungen (6) so groß sein, daß man in der Nachbildung Spulen von mehreren hundert Henry, die praktisch unangängig wären, verwenden müßte. Man kann sich hier in einfacher Weise dadurch helfen, daß man parallel zu den beiden anderen Brückenzweigen, also im vorliegenden Beispiel zu §2 und Q4, zwei gleiche Kondensatoren legt, die man so bemißt, daß !R1 im ganzen Frequenzbereich eine negative imaginäre Komponente, die sich mit den bekannten Mitteln leicht nachbilden läßt, besitzt.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Verminderung des • Nebensprechens in mehrfachen Fern-Sprechleitungen, insbesondere Spulenleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß durch parallel zu den einzelnen Kreisen an den Anfang der Leitung geschaltete Zusatzwiderstände ein Ausgleich der Wellenwiderstandsdifferenzen zwischen den einzelnen· Leitern bewirkt wird, derart, daß durch Verwendung von an sich .bekannten Nachbildungen diese Widerstandsdifferenzen in dem für die Sprache wichtigen Frequenzbereich kompensiert werden.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Viererfernsprechleitungen die Zusatzwiderstände zwischen je zwei zu verschiedenen Stämmen gehörende Adern, und zwar je zwei gleich dimensionierte, so gelegt werden, daß das Über- und Mitsprechen getrennt ausgeglichen werden kann.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Vermeidung der Verwendung von unausführbar großen Drosseispulen in den Nachbildungen Zusatzkondensatoren zu den Quadratseiten des Vierers in solcher Größe parallel geschaltet werden, daß die imaginären Komponenten der Wellenwiderstandsdifferenzen positiv werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES57673D 1921-09-28 1921-09-28 Verfahren zur Verminderung des Nebensprechens in mehrfachen Fernsprechleitungen, insbesondere Spulenleitungen Expired DE466459C (de)

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