DE650814C - Wellenfilter, das aus halben Filtergliedern aufgebaut ist - Google Patents
Wellenfilter, das aus halben Filtergliedern aufgebaut istInfo
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Description
' Die Erfindung bezieht sich auf ein Wellenfilter, dessen Dämpfungscharakteristik in dem
Übertragungsbereich gleichförmig ist. Zu dem.Zweck wird das Wellenfilter aus halben
Filtergliedern aufgebaut und ein Widerstand solcher Größe zwischen die halben Filterabschnitte
eingeschaltet, daß die Dämpfungscharakteristik des Filters über den ganzen verwendeten Frequenzbereich nahezu gleichgemacht
ist.
Es ist bekannt, daß die Dämpfung jedes physikalisch realisierbaren Filters nicht
gleichförmig über den ganzen Durchlaßbereich bleibt, sondern im allgemeinen zunimmt, wenn
man sich den Grenzfrequenzen nähert. Diese Dämpfungsverzerrung ist teilweise dem
Energieverbrauch zuzuschreiben, der in den Reaktanzelementen des Filters auftritt.- Bisher
hat man besondere Dämpfungsausgleicher verwendet, um diese Verzerrung zu beseitigen.
Gemäß der Erfindung wird diese Dämpfungsverzerrung im Filter selbst aufgehoben, indem
ein Widerstand parallel zwischen den halben Gliedern zweiter Art (π-Glieder) des Filters
oder in Reihe zwischen den Abschnitten erster Art (τ-Glieder) geschaltet wird.
In der Abb. 1 ist schematisch ein Wellenfilter dargestellt, bei dem die Impedanzen Z1
in Reihe mit der Leitung und die Impedanzen Z2 parallel zur Leitung geschaltet sind. Die 3"
Eingangsklemmen des Netzwerkes sind mit 11 und 12 und die Ausgangsklemmen mit 13
und 14 bezeichnet. Der Einfachheit halber ist das Netzwerk in der nicht abgeglichenen
Form dargestellt, während die Erfindung in gleicher Weise auch bei abgeglichenen Netzwerken
angewendet werden kann. Die Leitung zwischen den Klemmen 12 und 14 kann geerdet
sein oder auf ein anderes festes Potential gebracht werden. Die Abb. 1 zeigt einen einzigen
vollen Abschnitt, der an beiden Enden mit einem halben Ouerglied anfängt, so daß
die Impedanz j edes Querzweiges gleich 2 Z2 ist. Der Reihenzweig enthält zwei hintereinandergeschaltete
Impedanzen, die je gleich 1Z2 Z1 sind. Gemäß der Erfindung ist ein
Widerstand Z-J an die Punkte 15 und 16 geschaltet.
Wie die Größe von Zx bestimmt werden muß, soll später erläutert werden.
Die Abb. 2 stellt ,eine andere Anordnung der Einzelelemente dar und gibt dasselbe
Resultat wie, die Anordnung der Abb. 1. Hier ist ein Widerstand Z3, in Reihe zwischen die
beiden Halbabschnitte, die mit je einem halben Querglied beginnen, geschaltet. Im allgemeinen
ist Zx reziprok zu Zy.
Abb. 3 stellt ein Netzwerk dar, bei dem der Widerstand Zx als Ohmscher Widerstand ge-
zeichnet ist" G stellt den Leitwert dieses • Widerstandes dar, welcher den Ausgleich der
Dämpfungscharakteristik bewirkt. Wir wollen jetzt die Wirkung, welche durch die Einfükp]
rung des Leitwertes G auf die Dämpfung deit
Netzwerkes hervorgerufen wird, betrachte^.' Wenn wir annehmen, daß die Belastungs
impedanzen, zwischen welchen das Netzwerk eingeschaltet ist, zu seinen Endimpedanzen
ίο passen, dann ist die Impedanz, gesehen in
jeder Richtung von G her, gleich der mit' einem halben Reihenglied beginnenden Impedanz
Z1 des Filters, wenn der Zweig G unterbrochen ist. Daher ist der Gesamtscheinleitwert
des Kreises, gemessen zwischen den
Punkten 15 und 16, gleich
wenn der
Zweig G abgeschaltet ist. Wenn G eingeschaltet wird, ist der Leitwert an diesem
Punkte G + -J- . Den Verlust Θ in Neper,
der durch die Einschaltung des Zweiges G hervorgerufen wird, kann man aus der folgenden
Formel berechnen:
wo ε die Basis des Napierschen Logarithmensystems ist. Wenn" Θ klein ist, so ist
εθ = ι -j- Θ. Daher sind dann kleine Verluste
mit genügender Genauigkeit durch folgende Gleichung gegeben:
1 — 7
— Ti "
(2)
Da G eine Konstante ist, ruft die Einschaltung des Ausgleichzweiges einen Verlust
hervor, der sich mit der Frequenz ändert und direkt proportional der mit einem halben
Reihenglied beginnenden Impedanz Z1 des Netzwerkes ist.
Wenn als Netzwerk eine Spulenkette mit konstantem k verwendet wird, erhält man
nach Einschaltung des Leitwertes G das in der Abb. 4 dargestellte Gebilde. Die mit
einem halben Reihenglied beginnende Impedanz Z1 eines solchen Filters wirkt wie ein
I2 = ^0 -M1==
2nfc L
Der Ausdruck für A0 der Gleichung (3)
hat dieselbe algebraische Form wie der Ausdruck für die mit einem halben Querglied beginnende
Impedanz einer Spulenkette mit Widerstand durch den ganzen Übertragungsbereich, der bei der Frequenz O mit einem
endlichen Wert beginnt und dann bei der $G/enzfrequenz auf 0 abfällt, und wie ein
^Bandwiderstand außerhalb des Übertragungs-
^ .^Mides, der bei der Grenzfrequenz O ist und
*aSf einen unendlichen Wert bei der Frequenz
unendlich ansteigt. Der durch den Leitwert G hervorgerufene Verlust ist, da er proportional
Z1 ist, schematisch durch die Kurve VJ der Abb. 5 veranschaulicht, wo fc die Grenzfrequenz
bedeutet. Diese Kurve ist sehr geeignet, die gewöhnliche in der Abb. 5 mit 18
bezeichnete Kurve des unkorrigierten Filters auszugleichen. Die Kurve 18 hat bei der Frequenz
O einen niedrigen Wert und steigt bei Annäherung an die Grenzfrequenz an. Die
Dämpfung des Filters, welche auftritt, wenn der Ausgleichzweig eingeschaltet ist, und
welche die Summe aus den Kurven 17 und 18 bildet, ist durch die Kurve 19 der Abb. 5
dargestellt. Man sieht also, daß die Dämpfung durch den Übertragungsbereich im wesentlichen gleichförmig und die Siebwirkung
verbessert ist.
Man kann· durch theoretische Untersuchungen zeigen, daß, ausgenommen bei Frequenzen
in unmittelbarer Nachbarschaft der Grenzfrequenz,', die Dämpfung Att in Neper, go
welche durch η Abschnitte einer ungeänderten Spulenkette mit konstantem k im Übertragungsbereich
hervorgerufen wird, angenähert durch folgende Gleichung gegeben ist:
2wfc L T/i_;
(3)
/c ist die Grenzfrequenz, jr ist = '-4-,
Jc ~
ist das Verhältnis von Widerstand zu Selbst- ioo induktion einer Spule. Aus der Gleichung (2)
folgt, daß der Verlust A1 des Ausgleichwiderstandes
durch die folgende Gleichung gegeben ist:
_ GZ0 , ¥
A1-T^-VX-X- ■ (4) .
Z0 ist der Wert der Impedanz bei der Frequenz
O. Die Gesamtdämpfung A2 des geänderten
Netzwerkes in dem Übertragungsbereich ist daher
GZn
η r
0 t j? r
- 3ITc ^*
(5)
T/i — x*
konstantem k. vorausgesetzt daß die Konstante —~ -ζ- den Wert der Impedanz bei der lao
Frequenz O darstellt. Der durch die Glei-
chung (5) gegebene Ausdruck ist andererseits ähnlich dem für die mit dem halben Ouerglied
beginnende Impedanz eines Filters der m-Type, vorausgesetzt daß die Konstante
""-gleich dem Werte der Impedgjiiz
infc L ' 1
bei der Frequenz O ist und die Konstante'
— gleich ι — m2 ist. Die Verbesse-
G-Z0 + -^I1-.
njc'L
rung der Konstanz der Filterdämpfung im vorliegenden Fall ist also mathematisch
analog der Verbesserung der Konstanz der Filterimpedanz, welche man bei der Benutzung
von Filtern der w-Type erhält. Es ist bekannt, daß" der Wert m = 0,6 zu einer
fast konstanten Charakteristik führt. Wegen der Beziehung
GZn
=i —mr
η r
(6)
muß der Leitwert G, wenn eine ähnliche Konstanz
der Dämpfung durch den Übertragungsbereich gesichert werden soll, in dem vorliegenden
Fall folgenden Wert haben:
G = 1,78 —
(7)
nfcZg L '
Wenn das ungeänderte Filter ein'e Spulenkette der wi-Type'ist, kann man eine Auswahl
verschiedener Korrektionskurven erhalten, wie sie in der Abb. 6 mit 21, 22 und 23 bezeichnet
sind, und die den Verlust angeben, welcher durch die Einschaltung des Leitwertes
G in das Netzwerk hervorgerufen wird. Zum Zwecke des Vergleichs zeigt die
Kurve 20 der Abb. 6 die Korrektur, welche man erhalten kann, wenn ein Glied mit konstantem
k benutzt wird. Alle diese Kurven sind mehr oder weniger geeignet, die normale
Dämpfungscharakteristik des Filters auszugleichen. Indem man sie in geeigneter Weise
in einer mehrgliedrigen Kette kombiniert, kann man einen hohen Grad von Gleichförmigkeit
der Dämpfung des Filters in dem Über; tragungsbereich erzielen. Einen noch besseren
Ausgleich der Dämpfungskurve erhält man in manchen Fällen durch Verwendung
von doppelten Filterglie'dern der m-Type. Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf
irgendeine besondere Kettenleitertype beschränkt.
Wenn der Widerstand Zy der Abb. 2 ein
einfacher Ohmscher Widerstand vom Werte R ist, ergibt sich das in der Abb. 7 dargestellte
Netzwerk. Wenn man dieselben Überlegung gen anstellt wie bei der Schaltung der Abb. 3,
ist die Impedanz, bevor der Zweig R eingeschaltet ist, gesehen von diesem Punkte aus,
gleich dem zweifachen Wert der mit dem haiben Querglied beginnenden Impedanz Z1 des
Netzwerkes. Wenn R eingeschaltet ist, ist die Impedanz R + 2 Z1'. Der Verlust Θ, welcher
durch die Einschaltung des Wider-Standes R hervorgerufen wird, ist durch folgende
Gleichung gegeben:
(8)
oder wenn geringe Verluste betrachtet werden, durch
«- R
Wenn R konstant ist, ist der infolge des Entzerrungszweiges
auftretende Verlust umgekehrt proportional der mit einem halben Querglied beginnenden Impedanz Z1' des
Netzwerkes. Wenn das ungeänderte Netzwerk eine Spulenkette mit konstantem k ist-,
wie es in der Abb. 8 dargestellt ist, erhält man die Korrektionskurve 17 der Abb. 5
durch Hinzufügung von R. Diese Kurve ist dieselbe wie die, welche man durch Einführung
des Zweiges G in das Netzwerk der Abb. 4 erhält. Man sieht also, daß das Netzwerk
der Abb. 8 das elektrische Äquivalent des Netzwerkes der Abb. 4 ist. Die entzerrte
Charakteristik des Netzwerkes der Abb. 8 ist ebenfalls durch die Kurve 19 der
Abb. S gegeben.
Für symmetrische Bandfilter der Type mit konstantem k kann man in ähnlicher Weise
eine Untersuchung anstellen. Solche Netzwerke sind in Abb. 9 und 10 gezeichnet, die
äquivalente Kreise bilden. Eine typische Dämpfungscharakteristik zwischen den Grenzfrequenzen
Z1 und /2 des nicht entzerrten Filters
ist durch die Kurve 24 der Abb. 11 dargestellt. Der Verlust, welcher durch die Einführung
von G oder R hervorgerufen wird, ist durch die Kurve 25 und die resultierende
entzerrte Charakteristik durch die Kurve 26 gegeben.
Bei einem unsymmetrischen Bandfilter kann man eine Korrektionskurve erhalten, die entweder
mit der Frequenz zu- oder abnimmt. Z. B. nimmt die mit einem halben Reihenglied beginnende Impedanz des Bandfilters no
der Abb, 12 mit der Frequenz ab. Daher ist der Verlust, welcher durch Einschaltung der
Ableitung G hervorgerufen wird, durch die Kurve 27 der Abb. 13 gegeben. Diese Korrektionskurve
ist besonders geeignet, die Dämpfung eines Filters auszugleichen, das
an der unteren Seite des Frequenzbandes zuwenig Verluste zeigt. Wenn man das in der
Abb. 14 dargestellte Netzwerk benutzt, erhält man die Kurve 28 der Abb. 13. Die iao
Abb. 15 und 16 zeigen Modifikationen der Netzwerke 12 und 14. Die Kosten der oben
beschriebenen Filteranordnung, bei der die
Filter in der beschriebenen Weise durch Einführung- eines Widerstandes entzerrt sind,
werden wegen der Vergrößerung der Zahl der Einzelelemente des Kettenleiters größer als
die Kosten für nicht entzerrte Filter. Es müssen nämlich Serienglieder oder Quergli'eder
der ursprünglichen Anordnung in zwei Teile zerlegt werden. Unter gewöhnliehen
Umständen sind diese Kosten nicht groß. Man kann sie aber noch kleiner machen
dadurch, daß man zwischen den in zwei Teile zerlegten Induktivitäten eine gegenseitige
Induktivität einführt. Einige Beispiele dieser Weiterentwicklung des Erfindungsgedankens
sind in den-Abb. 17, 18 und 19 und die äquivalenten
Stromkreise in den Abb. 20, 21 und 22 dargestellt. Die Abb. 17 zeigt z. B. eine
entzerrte Spulenkette mit konstantem k, bei der die in zwei Teile zerlegte Reiheninduktivität
statt aus "zwei getrennten Spulen aus einem einzigen mit zwei Wicklungen versehenen
Transformator bestellt, der zwei gleiche Induktivitäten L besitzt, die durch die
gegenseitige Induktivität M gekoppelt sind. Der äquivalente Stromkreis für dieses Netzwerk
ist in der Abb. 20 dargestellt, der sich von der Abb. 4 nur durch die Einfügung einer
negativen Induktivität in den Entzerrungszweig unterscheidet. Diese negative Induktivität
hat die Größe jkf.und liegt in Reihe mit
der entzerrenden Ableitung G.
Die Abb. 18 zeigt, wie diese Schaltungsart bei einem Glied eines Kettenleiters erster Art
(τϊ-Glied) angewendet werden kann, ohne daß
irgendeiner der Impedanzzweige der ursprünglichen Anordnung in zwei Teileyzerlegt
werden muß. Parallel zu der Reihenimpedanz Z1 liegt ein Transformator mit zwei
gleichen Wicklungen L von großer Selbstinduktion. Die beiden Wicklungen sind
gleichsinnig und durch die gegenseitige Induktivität M, die im wesentlichen gleich L ist,
"" miteinander gekoppelt. Die Ableitung G liegt
zwischen dem Verbindungspunkt der Transformator wicklung und der geerdeten Seite des
Netzwerkes. Das elektrische Äquivalent des Kreises'der Abb. 18 ist in der Abb. 21 zu
sehen. Der entzerrende Zweig besteht bei diesem elektrischen Äquivalent aus einer
negativen Impedanz — 1Z4 Z1, die in Reihe mit
der Ableitung G geschaltet ist.
Die Abb. 19 erläutert, wie man einen entzerrenden Zweig in das T-Glied einfügen
kann, ohne einen der Zweige in zwei Teile zerlegen zu müssen. Ein Transformator mit
zwei Wicklungen ist nämlich ähnlich wie in der Abb. 18 parallel zu dem entzerrenden
Widerstand R gelegt, während diese ganze Kombination zwischen den beiden Reihenimpedanzen
1J2 Z1 liegt. Der Ouerzweig Z2
ist an den gemeinsamen Punkt der beiden Transformatorwicklungen und die geerdete
Seite des Netzwerkes angeschaltet. Der äquivalente elektrische Kreis, wie er in der
Abb. 22 dargestellt ist, besieht aus dem Widerstand R, zu dem parallel eine negative Impedanz
im Werte von 4Z2 liegt. Die ganze
Kombination liegt zwischen den beiden Hälften des in zwei Teile zerlegten Ouergliedes..
Wenn die Reihenimpedanz des Netzwerkes, das entzerrt werden soll,, aus zwei
oder mehr parallel geschalteten Stromwegen besteht, braucht man unter Umständen nur einen dieser Stromwege in
zwei Teile zu zerlegen, so daß keine gegenseitige Induktivität erforderlich ist. Ein
Beispiel ist in der Abb. 23 dargestellt, bei dem die ursprüngliche Anordnung eine doppelte
Spulenkette der m-Type war. Der Reihenzweig besteht aus einer Induktivität L1,
zu der parallel eine Reihenschaltung aus einer Induktivität L2 und einer Kapazität C liegt.
Gemäß der Erfindung ist bei einer solchen Schaltung die Induktivität Lx in zwei Teile,
die gleich sind, zerlegt und die Ableitung G an den gemeinschaftlichen Punkt dieser beiden
Teile und die geerdete Seite des Netzwerkes gelegt. Der äquivalente elektrische
Kreis ist in der Abb. 24 zu sehen. Aus dieser Abbildung erkennt man, daß der entzerrende
Zweig in der Tat zwischen' dem Mittelpunkt des Reihenzweiges und der geerdeten Leitung
des Netzwerkes angeschaltet ist, während eine komplexe Reaktanz in Reihe mit der Ableitung
G liegt. Ob man die in den Abb. 17, 18, 19 und 20 angegebenen Hilfsmittel benutzen
soll, hängt von der Tatsache ab, daß bei geringem durch die Entzerrung hervorgerufenem
Verlust die entzerrendeAbleitung G, wenn die Entzerrung geniäß der Abb. 3 vorgenommen
wird, oder der entzerrende Widerstand R, wenn die Entzerrung gemäß der Abb, 7 vorgenommen wird, ebenfalls klein
sind. Daraus folgt, daß eine kleine Impedanz,
die in Reihe zu G der Abb. 3 geschaltet wird, oder eine große Impedanz, die parallel zu R
(Abb. 7) gelegt wird, nicht nennenswert die erreichbare Entzerrung beeinflußt. Jeder der
äquivalenten Stromkreise der Abb. 20, 21 und no
ist dem der Abb. 3 ähnlich, ausgenommen daß eine. Impedanz in Reihe mit der Ableitung
G liegt. Da die Größe dieser hinzugefügten
Impedanzen in jedem Falle nur einen Bruchteil der normalen Reihenimpedanz des n5
Filters ausmacht, ist ihre Wirkung auf den Übertragungsbereich und über den Dämpfungsbereich hin vernachlässigt. Der äquivalente
Kreis der Abb."22 hat dieselbe Form wie das Netzwerk der Abb. 7 mit"einem in zwei Teile
erlegten Querzweig* nur daß eine besondere Impedanz parallel zu dem Widerstand R ge-
schaltet ist. Diese parallel liegende Impedanz ist aber viermal so groß wie die normale
Ouerimpedanz des Filters, so daß ihre Wirkung auf die Entzerrung nicht störend ist.
Die obigen Überlegungen sind nur gültig, weil die Impedanz, die in Reihe mit dem entzerrenden
Widerstand oder der Scheinleitwert, der parallel zu ihm liegt, relativ klein ist. Diese Tatsache führt zu einer weiteren
ίο Abänderung der Erfindung, bei der eine große
Impedanz oder ein großer Scheinleitwert eingeschaltet wird, um die Entzerrung zu verbessern.
Z. B. kann die gewünschte Korrektionskurve die mit 29 bezeichnete Kurve der Abb. 25 sein, während die erreichbare durch
die Kurve 30 derselben Abbildung gegeben ist. Wenn wir das Netzwerk der Abb. 4 betrachten,
sehen wir, daß der entzerrende Zweig G im wesentlichen den Strom von den weiteren Teilen des Netzwerkes ableitet. Er
leitet weniger Strom ab in der Nähe der Grenzfrequenz, weil die Impedanz des Filters
abnimmt, wenn man sich der Grenzfrequenz nähert. Der Zweig G würde noch weniger
Strom in dieser Gegend ableiten, wenn seine Impedanz, anstatt konstant zu bleiben, mit der
Frequenz zunähme. Dies kann dadurch erzielt werden, daß man eine Induktivität oder einen
Sperrkreis in Reihe mit G schaltet, so daß die Amplitude des Ableitungsstromes in der Nähe
der Grenzfrequenz ohne beträchtliche Einwirkung bei niedrigen Frequenzen vermindert
wird. Ein Beispiel ist in der Abb. 26 dargestellt, wo der entzerrende Zweig, der aus der
Ableitung G und einem in Reihe damit liegenden Schwingungskreis L und C besteht, an
den Klemmen der mit einem halben Reihenglied beginnenden Spulenkette mit konstantem
k liegt. Die Kurve 31 der Abb. 27 zeigt die Dämpfungscharakteristik des Filters der
Abb. 26 ohne Entzerrung, während die Kurve 32 die erzielbare Charakteristik darstellt,
wenn der entzerrende Zweig aus einer einfachen Ableitung G besteht, und die Kurve 33
die erzielte Charakteristik, wenn der Sperrkreis in Reihe mit G geschaltet ist. Als Einheit
der Dämpfung ist der Koeffizient ——>--r-
der Gleichung (3) gewählt, welcher die Dämpfung des nicht entzerrten Filters bei der
Frequenz O darstellt. Man sieht, daß die Einführung des Sperrkreises eine Verbesserung
von etwa 4 : 1 in der Qualität der erreichten Verzerrung bewirkt.
Die inverse Anordnung des Netzwerks der Abb. 26 ist in der Abb. 28 zu sehen, bei der
der entzerrende Zweig aus einem Widerstand R besteht, zu dem parallel eine Reihenschaltung
von L und C liegt. Der entzerrende Zweig ist zwischen die in zwei Teile zerlegte
Ouerimpedanz des Filters gefügt.. Die Charakteristik des Filters 28 ist dieselbe wie
die der Kurve 33 der Abb. 27.
In einigen Fällen kann die Kapazität der Abb. 26 weggelassen werden und ebenso die
Induktivität L der Abb. 28, aber der Grad der Entzerrung wird durch diese Maßnahme etwas
verschlechtert. Die entsprechenden Netzwerke sind in den Abb. 29 und 30 dargestellt.
Claims (10)
1. Wellenfilter, das aus halben Filtergliedern aufgebaut ist, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Widerstand solcher Größe zwischen die halben Filterabschnitte eingeschaltet ist daß die Dämpfungscharakteristik des Filters über den ganzen
verwendeten Frequenzbereich nahezu gleichgemacht ist. -
2. Wellenfilter nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Widerstand parallel zur Leitung zwischen zwei halben Filtergliedern, die mit einem halben
Reihenglied beginnen, liegt.
3. Wellenfilter nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Widerstand in Reihe mit der Leitung zwischen zwei halben Filtergliedern, die mit einem halben
Ouerglied beginnen, liegt.
4. Wellenfilter nach Anspruch 2, bei dem eine der Reihenimpedanzen aus einem
Paar von gleichen Induktivitäten, die gleichsinnig in Reihe geschaltet und miteinander
gekoppelt sind, besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Ableitungsweg
an den Mittelpunkt der beiden Induktivitäten und an die andere Seite der Leitung
angeschlossen ist.
5·. Wellenfilter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu
einer Reihenimpedanz ein Paar von gleichen gegenseitig gekoppelten Induktivitäten
liegt und der Ableitungsweg an den Mittelpunkt der beiden Induktivitäten und an die andere Seite der Leitung angeschlossen
ist.
6. Wellenfilter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand
zwischen zwei Reihenimpedanzen des Wellenfilters liegt und daß parallel zu dem Widerstand ein Paar gleicher und
gegenseitig gekoppelter Induktivitäten geschaltet ist und der Ableitungsweg an den
Mittelpunkt der beiden Induktivitäten und an die andere Seite der Leitung angeschlossen
ist.
7. Wellenfilter nach Anspruch 2, bei dem jede Reihenimpedanz des Filters aus
zwei parallelen Zweigen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Ableitungsweg an den Mittelpunkt des einen der beiden
Zweige und an die andere Seite der Leitung angeschlossen ist.
8. Wellenfilter nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem
Widerstand oder dem Ableitungsweg weitere Reaktanzelemente zusammengeschaltet
sind, um die Dämpfungscharakteristik des Filters zu beeinflussen.
9. Wellenfilter nach Anspruch 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Ableitungsweg
aus einem Widerstand besteht, zu dem in Reihe ein Sperrkreis geschaltet ist, dessen Resonanzfrequenz gleich der
Grenzfrequenz des Filters ist.
10. Wellenfilter nach Anspruch 3 und 8,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Resonanzkreis, dessen Frequenz gleich der Grenzfrequenz des Filters ist, parallel zu dem
zwischen zwei . Reihenimpedanzen des Filters eingeschalteten Widerstand liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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|---|---|
| DE (1) | DE650814C (de) |
| GB (1) | GB434632A (de) |
| NL (1) | NL40271C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760702C (de) * | 1941-04-07 | 1954-03-22 | Siemens & Halske A G | Elektrisches Filter mit im Durchlassbereich geebnetem Verlauf der Gesamtbetriebsdaempfung |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR3023089B1 (fr) * | 2014-06-30 | 2016-07-22 | Devialet | Amplificateur audio tres haute fidelite |
| CN115833772A (zh) * | 2022-11-08 | 2023-03-21 | 科威尔技术股份有限公司 | 一种并联型滤波器 |
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0
- NL NL40271D patent/NL40271C/xx active
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1934
- 1934-11-08 GB GB32124/34A patent/GB434632A/en not_active Expired
-
1935
- 1935-01-31 DE DEI51557D patent/DE650814C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760702C (de) * | 1941-04-07 | 1954-03-22 | Siemens & Halske A G | Elektrisches Filter mit im Durchlassbereich geebnetem Verlauf der Gesamtbetriebsdaempfung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB434632A (en) | 1935-09-05 |
| NL40271C (de) |
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