DE464856C - Verfahren zur fortlaufenden Herstellung von Geweben auf Webstuehlen mit Schuetzenauswechselung - Google Patents
Verfahren zur fortlaufenden Herstellung von Geweben auf Webstuehlen mit SchuetzenauswechselungInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D45/00—Looms with automatic weft replenishment
- D03D45/34—Shuttle changing
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Description
- Verfahren zur fortlaufenden Herstellung von Geweben auf Webstühlen mit Schützenauswechselung üblicherweise besitzen die Webstühle mit selbsttätiger Schützenauswechslung einen Schußfadenwächter, welcher in abgemessenen Zwischenräumen mit dem im Webschützen befindlichen Schußfaden zusammentrifft und das Auswechseln des Schützens bewirkt, wenn der im Schützen befindliche Schußfaden nahezu erschöpft ist. Es hat sich nun gezeigt, daß bei der Verarbeitung empfindlichen Fadenmaterials, beispielsweise Kunstseide, Rayon, der Faden an den Stellen, wo der Schuß: fadenwächter mit ihm in Berührung tritt, etwas verändert wird, so daß sich in dem fertigen Gewebe an diesen Stellen helle, glänzende Punkte bilden, die das Aussehen des Gewebes wesentlich beeinträchtigen.
- Es ist nun zwar bekannt, bei Webstühlen ohne Zuhilfenahme von Schußfadenwächtern die Schützenauswechslung zu veranlassen, indem durch einen Schußzähler nach einer bestimmten Schußzahl die Auswechselvorrichtung ausgelöst wird. Da sich - aber jeder Faden beim Weben anders verhält, muß bei einer solchen Einrichtung aus Sicherheitsgründen die Auswechslung geschehen, wenn noch ein ziemlich erheblicher Fadenvorrat sich auf der Spule im Schützen befindet. Dieser Fadenvorrat geht bei den gewöhnlichen Webverfahren verloren, da der auf der ausgewechselten Schützenspule verbleibende Fadenrest von dieser entfernt wird.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung werden diese übelstände dadurch beseitigt,. daß zwar in bekannter Weise durch einen Schußzähler die Schützenauswechslung eingeleitet wird, ehe der Schußfaden im Schützen erschöpft ist, daß aber dann der auf der Schützenspule verbleibende Fadenrest nicht abgezogen wird, sondern an das Ende des auf der Spule verbliebenen Fadenrestes der Anfang eines neuen Fadens angeknüpft und dann die Spule wieder vollgewickelt wird.
- Bei diesem Verfahren kann ein verhältnismäßig langer Fadenrest auf der Spule verbleiben, wenn der Schützen ausgewechselt wird, da durch das Anknüpfen und Wiederaufspulen des neuen Fadens jeder Verlust vermieden wird. Andererseits wird dem Entstehen von Druckstellen im Gewebe völlig vorgebeugt.
- Auf diese Weise wird das Auftreten von Webfehlern nach Möglichkeit vermieden, was gerade bei Verarbeitung empfindlichen und kostbaren Spinnstoffes sehr wesentlich ist.
- Die Ausführung des Verfahrens geschieht in der Weise, daß durch einen Schußzähler oder eine andere Vorrichtung zur selbsttätigen Auswechslung des Schützens nach einer bestimmten regelbaren Zeit, welche beliebig eingerichtet werden kann, der Schützen ohne Rücksicht auf die in ihm verbliebene Schußfadenlänge ausgewechselt wird, und daß dann ein neuer Faden derselben Art, was Farbe, Gewicht usw. betrifft, an das freie Ende des auf der Spule verbliebenen Fadenrestes angeknüpft. und die Schützenspule von neuem vollgewickelt wird. Zweckmäßig wird ebensoviel Fadenmaterial wieder aufgewickelt, wie etwa vorher abgewebt ist, so daß jeder einzelne Webschützen stets dieselbe Schußfadenlänge enthält, wenn er in den Webstuhl wieder eingesetzt wird.
- Da bei diesem Verfahren die Knoten, welche die zugewickelte Fadenmenge mit dem alten Fadenvorrat verbinden, in den Stoff hineingelangen, ist es zweckmäßig, - die bei verschiedenen Schützen abgewebte und dann wieder ersetzte Fadenlänge verschieden zu wählen, also den Schußzähler so .einzustellen, daß er bei den aufeinanderfolgenden Schützen nach einer verschiedenen Anzahl von Schüssen die Schützenauswechselvorric'htung in Wirkung setzt. Man erbält dann eine ,größere Sicherheit, daß die Knoten über die Breite des Gewebes verteilt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur fortlaufenden Herstellung von Geweben auf Webstühlen mit von Zeit zu Zeit erfolgender selbsttätiger Auswechslung der Webschützen ohne Anwendung von mit dem Schußfaden zusammentreffenden Fühlern, dadurch gekennzeichnet; daß die mit .einem beträchtlichen Fadenrest mit dem Schützen ausgewechselten Schußspulen -nach Anknüpfen des neuen Fadens wieder vollgewickelt und wieder verwebt werden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die einander ersetzenden Schützen aufgewickelten ergänzenden Fadenlängen verschieden be= messen sind, um die Sicherheit zu @erhalten, daß die Knoten sich über die Gewebebreite verWlen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC38090D DE464856C (de) | 1926-04-08 | 1926-04-08 | Verfahren zur fortlaufenden Herstellung von Geweben auf Webstuehlen mit Schuetzenauswechselung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE464856C true DE464856C (de) | 1928-08-30 |
Family
ID=7023134
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEC38090D Expired DE464856C (de) | 1926-04-08 | 1926-04-08 | Verfahren zur fortlaufenden Herstellung von Geweben auf Webstuehlen mit Schuetzenauswechselung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE464856C (de) |
-
1926
- 1926-04-08 DE DEC38090D patent/DE464856C/de not_active Expired
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