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AT203917B - Verfahren zur Erzeugung von inneren Torsionsspannungen in Elementarfäden aus synthetischem organischem Material - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von inneren Torsionsspannungen in Elementarfäden aus synthetischem organischem Material

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Publication number
AT203917B
AT203917B AT512655A AT512655A AT203917B AT 203917 B AT203917 B AT 203917B AT 512655 A AT512655 A AT 512655A AT 512655 A AT512655 A AT 512655A AT 203917 B AT203917 B AT 203917B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
filaments
organic material
synthetic organic
generating internal
torsional stresses
Prior art date
Application number
AT512655A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Heberlein & Co Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heberlein & Co Ag filed Critical Heberlein & Co Ag
Priority to AT512655A priority Critical patent/AT203917B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT203917B publication Critical patent/AT203917B/de

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  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description


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    Verfahren zur Erzeugung von innerer Tprsionsspannungen in Elementarfäden aus synthetischem organischem Material   
0Die Erfindung   bezieh) : sich   auf die Erzeugung von starken inneren Torsionsspannungen in Elementarfäden (Monofilamenten) aus synthetischem Material wie Polyamiden, Polyestern oder Material auf Polyvinylbasis, die geeignet sind zur Herstellung von feinen elastischen Strick- und Wirkwaren. 
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 fäden mit inneren Torsionsspannungen für die Herstellung von elastischen, transparenten Strickund Wirkwaren   besondere. günstige   Eigenschaften, d. h. einen angenehmen Griff, Transparenz und eine hohe Elastizität besitzen und in der Ware ein sehr schönes homogenes Maschenbild ergeben. 



   Es ist bekannt, Garne aus einer Vielzahl, endloser Elementarfäden (Multifilament-Garne) aus synthetischem Material mit Hilfe einer Falschzwirnvorrichtung vorübergehend hochzudrehen 
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Zustandeunterwerfen. Auf diese Weise werden permanent gekräuselte, voluminöse Garne erhalten, welche sehr elastisch sind und einen porösen luftdurchlässigen Charakter besitzen. Dank dieser Eigenschaften eignen sich diese sogenannten Kräuselgarne zur Herstellung von elastischen Strick- und   Wirkwaren mit grossem Wärmehaltungsvermö-    gen. Solche   Strick-und Wirkwaren unterschei-   den sich von denjenigen aus normalen synthetischen Fäden auch dadurch, dass sie nicht durchscheinepd sind. 



   Das vorliegende Verfahren betrifft die Erzeubung von inneren Torsionsspannungen in Elemen-   tarfäden, idie   an sich keinerlei Kräuselung aufweisen und aus welchen. Strick- und Wirkwaren hergestellt werden können, die sich. ausser durch ihre sehr grosse   Elastizität in   bezug auf Griff und Transparenz von solchen aus normalen synthetischen Fäden nicht unterscheiden. 



   Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Verfahren zur Erzeugung von inneren Torsionsspannungen in Elementarfäden aus synthetischem 
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 und Wirkwaren mit homogenem transparentem Maschenbild und hoher Elastizität, bei welchem die Elementarfäden, vorzugsweise zwei gemein- sam, mit Hilfe einer Falschzwirnvorrichtung vor-   übergehend   hochgedreht, im hochgedrehten Zustande einer feuchten oder trockenen Wärmebehandlung unterworfen und sodann getrennt werden, wobei erfindungsgemäss die Elementarfäden vor oder während der Zwirnoperation mit einem Spulöl, vorzugsweise einem Mineralöl, das mit einem Emulgator versetzt ist, behandelt werden zur Erzielung einer leichten Trennung nach dem Zurückdrehen. 



   Diese Behandlung erhöht gleichzeitig die Gleit-   fähigkeit   der Elementarfäden, so dass sie den Drallgeber der Falschzwirnvorrichtung einwandfrei passieren, wodurch die Gefahr von Faden-   brüchen,   die bei den feinen Elementarfäden na-   turgemäss   relativ gross ist, wesentlich vermindert weird. Als Spulöl wird vorzugsweise ein Mineral- öl, das mit einem Emulgator versetzt ist, verwendet. 



   Bei. der praktischen Durchführung des Verfahrens durchlaufen die von der Fadenliefervorrichtung kommenden   Elementarfäden'beispielsweise   eine erste Fadenfördervorrichtung, bestehend aus einem Walzenpaar, passieren sodann je nachdem einen Erhitzungskanal oder eine   Dämpfvorrich-   
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    daraufFalschzwirnvorrichtung   und schliesslich ein zweites als   Padenfördervorrichtung   dienendes Walzenpaar. Die   Elementarfäden   befinden sich dabei zwischen dem ersten Walzenpaar und dem Drallgeber im hochgedrehten Zustande. Zwischen der   Dämpfvorrichtung'bzw. dem Erbitzungskanal     und dem Drallgeber   der Falschzwirnvorrichtung ist ferner eine Kühlstrecke eingeschaltet, auf welcher die Elementarfäden mit einem Spulöl behandelt werden.

   Nach dem Verlassen des zweiten Walzenpaares werden die Elementarfäden, jeder für sich, auf'Spulen. aufgewickelt. Der   Dr. allgeber   der Falschzwirnvorrichtung erteilt den Elementarfäden eine vorübergehende Drehung von 500 bis 2500 Drehungen per Meter je nach Feinheit des Fadens. 



   Die Elementarfälden werden im hochgedrehten Zustande entweder einer trockenen Erhitzung oder einer Dämpfung unterworfen. Die trockene Erhitzung erfolgt vorzugsweise mit einem heissen 

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 gasförmigen Medium, z. B. Luft, überhitztem
Wasserdampf oder heissen inerten Gasen, dessen Temperatur zwischen 1500 und 200 unterhalb des
Schmelzpunktes des Fadenmaterials liegt. Sie kann jedoch auch durch Kontakt mit einer heissen Fläche, z. B. einer Metallfläche, erfolgen. Die Dämpfung erfolgt mit Wasserdampf von mindestens 1 Atmosphäre überdruck. Die Dauer der Erhitzung bzw. Dämpfung beträgt in der Regel zwischen 0, 1 und 10 Sekunden, vorteilhaft etwa 0, 5-3 Sekunden. 



   Die Erfindung bezieht sich in erster Linie auf Elementarfäden aus Polyamiden, z. B. solchen, hergestellt aus Hexamethylendiamin und Adipinsäure oder Epsilon-Kaprolaktam. Es kommen jedoch auch Elementarfäden aus anderem synthetischem organischem Material in Betracht, beispielsweise solche auf Polyvinylbasis (Polyakrylnitril) oder aus Polyestern. 



   Die Erfindung ist nachstehend an Hand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert :   Beispiel l :   Zwei   handelsübliche   Elementarfäden mit einem Titer von 15 den aus Polyamid (Nylon) werden unter gleicher Spannung durch ein erstes Förderwalzenpaar in eine FalschzwirnApparatur eingeführt und darin zusammen vor- übergehend auf 1500   Drehungen/m   hochgedreht. Im hochgedrehten Zustande werden die Elementarfäden durch ein Dämpfrohr geführt, in welchem sich Sattdampf von   4, 5   at überdruck befindet. Zwischen dem Dämpfrohr und dem Falschzwirnkopf passieren die hochgedrehten   Elementarfäden   eine Kühlstrecke, in welcher vermittels eines Dochtes ein Spulöl, bestehend aus Mineralöl und einem darin aufgelösten Emulgator, aufgetragen wird.

   In der Aufdrehstrecke zwischen dem Falschzwirnkopf und dem zweiten Förderwalzenpaar trennen sich die beiden Elementarfäden weitgehend ; nach dem Austritt aus dem zweiten Förderwalzenpaar werden sie auf zwei verschiedene Spulen aufgewickelt. Der Falschzwirnkopf dreht 
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 ;übergehend hochgedrehter Elementarfaden werden auf einer Cottonmaschine mit zwei Fadenführern wechselweise verwirkt, zu Strümpfen ver- 
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 ten Maschenbild ; die Elastizität ist im allgemeinen etwas höher als bei Strümpfen, hergestellt aus Elementarfäden, welche einzeln   vorüberge-   hend hochgedreht worden sind. 



    Beispiel 2 :   Zwei   10 den Elementarfäden   aus Polyamid (Nylon) werden unter gleichmässiger leichter Spannung in eine Falschzwirn-Apparatur eingeführt und darin zusammen vorübergehend auf 1700 Drehungen/m hochgedreht. Zwischen den Einführwalzen und dem Falschzwirnkopf passieren die zusammen hochgedrehten Elementarfäden eine Fixierkammer, in welcher sie während 1, 2 sec. Heissluft von   230"C   ausgesetzt werden. In der   Kühlstrecke   zwischen Fixierkammer und Falschzwirnkopf wird etwas Mineral- öl aufgetragen. Damit sich das Mineralöl wieder gut auswaschen lässt, wird diesem ein Emulgator beigemengt. Die beiden   Elementarfäden   verlassen die Falschzwirnapparatur praktisch ungedreht.

   Sie werden zusammen aufgespult, anschliessend in einem Umspulprozess getrennt und auf zwei verschiedene Spulen aufgewickelt. Durch wechselweises Verwirken von je einem in S- und einem in   Z-Richtung   vorübergehend hochgedrehten Elementarfaden lassen sich hochelastische, hauchdünne Strümpfe herstellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Erzeugung von inneren T orsion, - spannungen in Elementarfäden aus synthetischem organischem Material zur Herstellung von Strickund Wirkwaren mit homogenem transparentem Maschenbild und hoher Elastizität, bei welchem die, Elementarf1ilden, vorzugsweise zwei gemeinsam, mit Hilfe einer Falschzwirnvorrichtung vor- übergehend hochgedreht, im hochgedrehten Zustande einer feuchten oder trockenen Hitzefixierbehandlung unterworfen und sodann getrennt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Elementarfäden vor oder während der Zwirnoperation mit einem Spulöl, vorzugsweise einem Mineralöl, das mit einem Emulgator versetzt ist. behandelt werden zur Erzielung einer leichterer Trennung nach dem Zurückdrehen.
AT512655A 1955-09-12 1955-09-12 Verfahren zur Erzeugung von inneren Torsionsspannungen in Elementarfäden aus synthetischem organischem Material AT203917B (de)

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