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DE451124C - Verfahren zum Reinigen von Isolieroelen - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Isolieroelen

Info

Publication number
DE451124C
DE451124C DER66352D DER0066352D DE451124C DE 451124 C DE451124 C DE 451124C DE R66352 D DER66352 D DE R66352D DE R0066352 D DER0066352 D DE R0066352D DE 451124 C DE451124 C DE 451124C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oils
insulating oils
absorbent
cleaning
treatment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER66352D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Theodor Hellthaler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RIEBECKSCHE MONTANWERKE AG
Original Assignee
RIEBECKSCHE MONTANWERKE AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RIEBECKSCHE MONTANWERKE AG filed Critical RIEBECKSCHE MONTANWERKE AG
Priority to DER66352D priority Critical patent/DE451124C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE451124C publication Critical patent/DE451124C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
    • H01B3/20Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances liquids, e.g. oils
    • H01B3/22Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances liquids, e.g. oils hydrocarbons

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zum Reinigen von Isolierölen. Die Brauchbarkeit der Isolieröle, wie sie zur Füllung von Transformatoren und Schaltern verwendet werden, ist zeitlich sehr begrenzt. Die Öle verschlammen und verlieren allmählich ihre Durchschlagsfestigkeit. Es sind schon viele Versuche gemacht worden, solche unbrauchbar gewordenen Öle wieder verwendbar zu machen. Insbesondere wurden zu diesem Zwecke die verbrauchten Öle von den festen, ausgeschiedenen Verunreinigungen getrennt und dann einer Behandlung mit den gebräuchlichen Raffinationsmitteln, Schwefelsäure und Bleicherde, unterworfen.
  • Dieses Verfahren leidet unter gewissen Nachteilen, die hauptsächlich in einer zu weitgehenden chemischen Beeinflussung der Isolieröle bestehen.
  • So ist bei Verwendung von Schwefelsäure die Entstehung von Sulfurierungsprodukten, die zum Teil öllöslich sind und durch Absorptionsmittel nur schwer völlig gebunden werden, nicht zu vermeiden. Zudem ist bei einer solchen Behandlungsweise die Ausbeute an raffiniertem Öl stark beeinträchtigt. Eine Regenerierung gebrauchter Isolieröle unter Vermeidung der üblichen Schwefelsäurebehandlung war demnach anzustreben.
  • Nun sind aber von den zahlreichen Verfahren, welche die Reinigung von Mineralölen betreffen und welche auch tatsächlich einen bemerkenswerten Reinigungseffekt auf Mineralöle ausüben, nur die wenigsten zur durchgreifenden und unschädlichen Behandlung von Isolierölen brauchbar.
  • Denn an Isolieröle werden ganz besondere und äußerst hohe Anforderungen gestellt. Sie sind gegen ungeeignete Behandlungsmethoden so empfindlich, daß sie nach Behandlung mit einer Anzahl der bekannten RaffinationsmitteI den genau festgelegten und hochgespannten Anforderungen nicht mehr entsprechen.
  • Aus diesem Grunde ist die Übertragbarkeit eines an sich bekannten Mineralölreinigungsverfahrens auf gebrauchte Isolieröle zum Zwecke ihrer Regenerierung keineswegs vorauszusehen.
  • Es war deshalb auch die Feststellung überraschend, .daß sich die Tetrahalogenide der vierten Gruppe des periodischen Systems, insbesondere das Zinn- und Titantetrachlorid, die gemäß den Patentschriften 421858 und q.26137 zur Reinigung von Mineralölen dienen, sich besonders gut und unter Vermeidung der oben beschriebenen Nachteile auch zur Reinigung der unbrauchbar gewordenen Isolieröle eignen, wenn sie mit dem von Wasser und suspendierten Verunreinigungen vorher befreiten Öl in innige Berührung gebracht und anschließend einer trockenen Nachbehandlung mit irgendwelchen Absorptionsmitteln oder einer Filtration durch diese unterworfen werden. Zweckmäßig kommt dabei das Reaktionsmittel nicht allein, sondern aufgesaugt oder verteilt in einem indifferenten Träger zur Anwendung. Hierdurch soll nicht nur eine feine und gleichmäßige Verteilung im C51 gewährleistet werden, sondern es wird hierdurch auch erreicht, daß die entstehenden Harze sofort von dem Absorptionsmittel aufgenommen und festgehalten werden: Diese Harze haben gegenüber den Schwefelsäureharzen den Vorteil, stark zu koagulieren. Sie bleiben daher im C)1 viel weniger _gelöst, sondern scheiden sich gut ab, was einen erheblichen Fortschritt gegenüber jenen vorstellt: An die Behandlung mit dem Reaktionsmittel-(Absorptionspulver-) Gemisch schließt sich in jedem Falle eine kurze Nachbehandlung mit einem neutralen Absorptionsmittel oder Gemischen solcher Stoffe bei gewöhnlicher oder mäßig erhöhter Temperatur an, um die letzten Spuren noch vorhandener Halogenide oder ihrer Zerfalls- und Einwirkungsprodukte auf das Öl zu entfernen. Es können dabei zweckmäßig dem Absorptionsmittel geringe Mengen basischer Stoffe, z. B. Soda, Kalziumkarbonat u. dgL, zugemischt werden, um die in geringer Menge evtl. noch vorhandene Salzsäure zu binden.
  • Die Ausführung des beschriebenen Verfahrens kann in bekannter Weise vorgenommen werden.. So kann das 01 mit -dem von indifferenten Trägern aufgesaugten Reaktionsmittel in der Wärme oder Kälte verrührt und nach dem Absitzenlassen und Abtrennen der Harze mit einem Absorptionsmittel- nachbehandelt werden. Die innige Berührung zwischen dem Reaktionsmittel und dem Öl kann jedoch auch auf beliebig andere Weise, z. B. durch Filtrieren, vorgenommen werden. Irn allgemeinen dürfte aber die zuerst beschriebene Arbeitsweise zweckdienlicher sein, weil dabei geringere Mengen von Reaktionsmitteln gebraucht und die Verluste an Öl auf ein Mindestmaß gebracht werden können. Auf dem beschriebenen Wege werden die für die Verschlammung der Isolieröle maßgebenden Bestandteile vollkommen abgeschieden, so daß die erhaltenen Raffinate von neuem zur Füllung von Transformatoren und Schaltern sich verwenden lassen. Beispiel r. Ein verschlammtes, vorher aber möglichst von festen Verunreinigungen und Wasser befreites dunkles Transformatoröl wird mit einem aus 2 Prozent Zinntetrachlorid und 2 Prozent Tonsil bestehenden Pulver etwa eine halbe Stunde lang lebhaft verrührt. Nach dem Absitzenlassen und Abtrennen der mit dem Tonsil fest verbackenen Harze wird das 01 mit 3 Prozent Tonsil bei etwa 5o° gemischt. Nach dem Filtrieren wird ein helles Raffinat erhalten, welches den an Transformatorenölen gestellten Anforderungen entspricht. Beispiel 2. Das zu reinigende 01 wird durch einen zum Filtrieren durch Absorptionsmittel geeigneten Behälter so -hindurchgeführt; daß es zunächst ein Filtergut durchlaufen muß, welches die festen Verunreinigungen des Öles und Wasser weitgehend zurückhält und dann eine mit etwa der gleichen Menge Zinnchlorid getränkte, aus kolloidaler Kieselsäure bestehende Schicht und schließlich noch eine aus neutraler Kieselsäure bestehende kleinere Schicht durchdringt. Das Filtrat hat die gleichen wertvollen Eigenschaften wie das unter Beispiel = erhaltene Produkt: _

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: Verfahren zum Reinigen von Isolierölen, dadurch gekennzeichnet, daß das vorher von festen Verunreinigungen und von Wasser möglichst befreite 01 mit Tetrahalogeniden der vierten Gruppe des periodischen Systems, vorzugsweise Zinn- und Titanchlorid, in innige Berührung gebracht und anschließend einer trockenen Nachbehandlung mit irgendwelchen Absorptionsmitteln oder einer Filtration durch diese unterzogen wird. 2. -Verfahren nach Anspruch r; dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Tetrahalogenide in einem Absorptionsmittel aufgesaugt oder gut vermischt mit einem solchen zur Einwirkung kommen.
DER66352D 1925-12-30 1925-12-30 Verfahren zum Reinigen von Isolieroelen Expired DE451124C (de)

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DE451124C true DE451124C (de) 1927-10-21

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