DE450033C - Verfahren zum Walzen von Fahrzeugradfelgen mit abgebogenem Flansch - Google Patents
Verfahren zum Walzen von Fahrzeugradfelgen mit abgebogenem FlanschInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21H—MAKING PARTICULAR METAL OBJECTS BY ROLLING, e.g. SCREWS, WHEELS, RINGS, BARRELS, BALLS
- B21H1/00—Making articles shaped as bodies of revolution
- B21H1/06—Making articles shaped as bodies of revolution rings of restricted axial length
- B21H1/10—Making articles shaped as bodies of revolution rings of restricted axial length rims for pneumatic tyres
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Description
- Verfahren zum Walzen von Fahrzeugradfelgen mit abgebogenem Flansch. Die Priorität der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 6. April 1925 ist in Anspruch genommen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Walzen von Radfelgen der heute für Motorfahrzeuge üblichen Art, für Motorlastwagen, Omnibusse usw., doch sind auch andere Anwendungen denkbar.
- Felgen dieser Art haben oft einen Flansch unter einem Winkel zu dem zylindrischen Teil des Felgenkörpers. Diese Flansche sind, wenn sie unter einem scharfen Winkel aufragen oder breit sind, sehr schwer in einem Arbeitsgang warm zu walzen, wenn überhaupt. Dies beruht darauf, daß es bei den bekannten Walzmaschinen nicht angängig ist, das notwendige Fließen des Metalls unter einem scharfen Winkel oder bis zur gewünschten Tiefe zu bewirken, ohne schwache Stellen oder Unregelmäßigkeiten itn Erzeugnis hervorzurufen. Anderseits ist es, wenn höchste Festigkeit an kritischen Punkten, wie den Scheiteln der Winkel, oder an scharfen Biegungen aufrechterhalten werden. soll, wo die Hauptbeanspjuchung auftxi:tt, sehr erwünscht, daß die Felgen an diesen Punkten heiß und nicht kalt gewalzt werden. hur so kann der Querschnitt mit den richtigen Verhältnissen erzielt werden und Kristallisation und andere Verschwächung des Metalls. völlig vermieden werden. Die Erfindung soll hauptsächlich ein Walzverfahren schaffen, welches das Warmwalzen in allen Fällen dieser Art unabhängig von der Schärfe der Knickwng oder Breite des Flansches zuläßt.
- Nach dem neuen Verfahren wird das Felgenwerkstück durch Warmwalzen so umgeformt, saß nur die Flanschwurzel den endgültigem Winkel erhält, und dann wird in einem zweiten Arbeitsgang, während die Flanschwurzel auf diesem Schlußwinkel gehalten wird, der restliche Teil des Flansches kalt in die endgültige Form übergeführt. So wird es ermöglicht, alle kritischen ,S,tellen der Felge .einschließlich des Scheitels des Winkels zwischen dem zylindrischen Teil der Felge und dem Flansch warm zu walzen, unabhängig von der Schärfe des. Winkels oder der Größe des Flansches. Nachher kann der restliche Flanschteil auf den S,chlußwinkel in beliebiger Art kalt gghracht werden, da der Werkstoff dabei an nicht kritischen Punkten gebogen wird.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens schematisch dargestellt. Der Hauptkörper io der Felge hat an einer Seite einen darunter befindlichen Flansch i i, 12, der die übliche Rinne bildet. - Diese ist nichts anderes als eine Nut 13 für den Verriegelungsring für den abnehmbaren Reifen, den die Felge trägt und _der den. abnehmbaren Flansch des 'Rades xn Stellung hält.
- An der anderen Seite der Felge i o ist ein aufragender fester Flansch 14 vorgesehen, der ebenso wie die Rinne ein= Stück mit dem Körper i o bildet. Die ausgezogenen Linien zeigen das Werkstück nadh dem ersten Walzvorgang und die punktierten Linnen nach dem zweiten Arbeitsvorgang.
- Gemäß dem ersten Vorgang werden sowohl die Wurzel 15 des Flanschteiles 1z wie die Wurzel 16 des Flansches 14 wesentlich auf den endgültigen Winkel zum Hauptkörper io umgeformt, wie die ausgezogenen und punktierten Linien zeigen. Die restlichen Teile 17 und i ß der Flansche werden aber, wie ausgezogen gezeichnet, unter einen geringeren Winkes als den Schlußwinkel gebracht. Dies alles geschieht durch Warmwalzen derart, daß das gewünschte Fließen des Metalls leicht in üblicher Weise erzielbar ist. Dies gewährleistet, daß die kritischen Stellen an den scharfen Winkeln bei reichlichem Querschnitt warm .gewalzt werden können und frei; von metallurgischen Schäden, wie Kristallisation, sind.
- Während die Flanschwurzel unter ' diesem Winkel gehalten wird, und zwar, falls nötig, durch besondere Mittel, wird der restliche Flanschteil in die endgültige Lage gebracht, wie punktiert angedeutet. - Diese Formgebung geschieht kalt, da das Nachbiegen an den Stellen i9 und 2o keine kritische Biegung darstellt, weil sie vom Bodenende etwas entfernt ist, wo die kritischen Beanspruchungen auftreten. Eine leichte Querschnittsverringerung oder selbst eine leichte Kristallisation an solchen vom kritischen Punkt entfernten Querschnittspunkten kann leicht in unschädlichen Grenzen gehalten werden.
- Die Erfindung ist an der Ausbildung des Rinnenflansches 1a und des Seitenflansches 14 veranschaulicht worden, ist aber für letzteren ganz besonders wesentlich. Die Rinnenflansche sind gewöhnlich nicht so scharf oder tief, daß sie beim Walzen besondere Schwierigkeiten bereiten.
- Es ist vorgeschlagen worden, eisen Flansch in einer ersten Stufe nur teilweise nach sieinem Schlußwinkel warm zu walzen und da=nn nachträglich den Flansch ganz auf den Schlußwinkel zu bringen. Die Erfindung hat damit nichts zu tun, sondern unterscheidet sich von diesem alten Verfahren sehr wesentlich dadurch, daß der Fußteil des Flansches schon in der ersten Verfahrensstufe auf den Schlußwinkel warm gewalzt wird, und daß die anscMeßende Verfahrensstufe keine Biegung dieses fertig geformten Teils des Flansches, sondern nur noch eine solche des Restes bewirkt, und zwar an einem von der Flansichwqrzel wesentlich entfernten. Punkte.
Claims (1)
- PATJSNTANSL liUC13: Verfahren zum Walzen von Fahrzeugradfelgen mit abgebogenem Flansich, dadurch gekennzeichnet, daß dass Felgenwerkstück beim Walzen in warmem Zustande derart umgeformt wird, daß die Flansichwurzel schon den richtigen Schlußwinkel erlangt, während der restliche Flanschteil unter geringerem Winkel steht, und daß in einer zweiten Arbeitsstufe der restliche Teil des Flansches auf kaltem Wege in die endgültige Form übergeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US450033XA | 1925-04-06 | 1925-04-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE450033C true DE450033C (de) | 1927-10-03 |
Family
ID=21935482
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB119653D Expired DE450033C (de) | 1925-04-06 | 1925-05-06 | Verfahren zum Walzen von Fahrzeugradfelgen mit abgebogenem Flansch |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE450033C (de) |
-
1925
- 1925-05-06 DE DEB119653D patent/DE450033C/de not_active Expired
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