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DE455054C - Verfahren zur Herstellung von Sprengkapseln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sprengkapseln

Info

Publication number
DE455054C
DE455054C DEE26110D DEE0026110D DE455054C DE 455054 C DE455054 C DE 455054C DE E26110 D DEE26110 D DE E26110D DE E0026110 D DEE0026110 D DE E0026110D DE 455054 C DE455054 C DE 455054C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
detonators
detonator
capsule
production
detonations
Prior art date
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Expired
Application number
DEE26110D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEE26110D priority Critical patent/DE455054C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE455054C publication Critical patent/DE455054C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B1/00Explosive charges characterised by form or shape but not dependent on shape of container
    • F42B1/02Shaped or hollow charges
    • F42B1/036Manufacturing processes therefor
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/10Initiators therefor
    • F42B3/11Initiators therefor characterised by the material used, e.g. for initiator case or electric leads
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/10Initiators therefor
    • F42B3/195Manufacture

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sprengkapseln. Bislang werden die Sprengkapseln in der Weise hergestellt, daß eine Anzahl Sprengkapselhülsen in einen sogenannten Löffel aus Hartholz oder Hartgummi eingesetzt werden. Es erfolgt dann das Laden der Nitrokörper und hierauf das Pressen mit -einem Druck von etwa 300 kg pro cm2. Wesentlich höhere Drucke anzuwenden, ist nicht möglich, da sonst die Hülsen seitlich ausweichen.
  • Da nun bei diesem Preßverfahren die kubische Dichte des Nitrokörpers gering ist, und damit auch dessen Explosionsgeschwindigkeit, so haften dem bisherigen Herstellungsverfahren Mängel an, deren Beseitigung der Zweck der Erfindung ist, bei der die bekannte Tatsache, daß Sprengkörper mit einer Aushöhlung am Boden eine wesentlich größere Wirkung zeigen, als solche mit :flachem Boden bei Sprengkapseln mit ausgenutzt ist, die nach einem besonderen Verfahren hergestellt sind.
  • Es sind bereits Sprengkapseln bekannt, deren Böden nach Einpressen der Ladung mittels eines Dornes von etwa 7 mm Höhe eingezogen werden, wobei aber in der Praxis infolge der Durchbohrung des Sprengkapselbodens Wasser und andere phlegmatisierende Stoffe leicht in die Ladung einzudringen vermögen. Auch die eine höhere Initialkraft dieser Kapseln konnte bei eingehenden Versuchen nicht festgestellt werden. Im Gegenteil wurde die Beobachtung gemacht, daß eine normale Sprengkapsel Nr.8 diesen neuen Kapseln mindestens gleichwertig, in vielen Fällen sogar überlegen war.
  • Die angestellten Versuche umfaßten eine Beschußreihe von 2o Schuß einer normalen Kapsel Nr. 8, und 2o Schuß der nach dem bekannten Verfahren hergestellten Sprengkapseln. Beide Sorten Kapseln waren mit 0,85 g Trinitrotoluol und o,5 g Knallsalz geladen und wurden auf mit 3 Prozent Rizinusöl phlegmatisierte Sprengpatronen von 113 mm Länge und 95g Gewicht geschossen. Die Resultate entsprachen den Erwartungen. Die normale Sprengkapsel i\Tr.8 lieferte bei 2o Schuß 9 vollständige Detonationen, 3 teilweise mit Bildung von weißlichem Rauch und 8 unvollständige mit weißer Rauchbildung und Resten von nicht umgesetzten Sprengstoffen. Die bekannte Kapsel ergab bei 2o Schuß 2 vollständige Detonationen, i teilweise Detonation mit Bildung von weißlichem Rauch, dagegen 17 unvollständige Detonationen mit starker Rauchbildung und Sprengstoffresten.
  • Der Zweck der Erfindung ist eine Sprengkapsel herzustellen, die ebenfalls mit einer Aushöhlung am Boden versehen ist und infolge eines besonderen Verfahrens alle bisher im Handel befindlichen Sprengkapseln bei gleichem Inhalt an Initiervermögen weit übertrifft, und außerdem in volkswirtschaftlicher Beziehung dabei eine bedeutende Metallersparnis erreicht wird. Die nach diesem neuen Verfahren hergestellten Sprengkapseln sind nämlich wesentlich kürzer, hierdurch leichter, wodurch Transport- und Verpackungskosten bedeutend verringert und eine leichtere Handhabung erreicht wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß, wenn man die Sprengkapseln vor dem Pressen in zylindrische enganschließende Matrizen einsetzt, hierauf ladet, und mit je einem beweglichen Preßstempel von oben und unten mit einem Druck bis zu 300o kg pro em2 drückt, man eine wesentlich höhere kubische Dichte der Sekundärladung erhält und der untere Preßstempel hierbei den Boden der Sprengkapseln mittels eines entsprechend geformten Nockens etwa 3 bis 5 mm eindrückt. Durch die Verwendung der Matrizen wird tatsächlich eine wesentlich höhere kubische Dichte der Sekundärladung erreicht, da der Spielraum, den die Kapseln in den gewöhnlichen Ladelöffeln haben und der den höheren Druck vollständig illusorisch macht, indem die Sprengkapseln seitlich ausweichen, hierbei vollkommen fehlt und die Kapsel fest umschlossen dem höheren Druck standhalten können. Ferner bleiben bei diesem neuen Verfahren die Sprengkapselböden unbedingt erhalten, so daß das Grubenwässer oder andere phlegmatisierende Stoffe nicht in die Ladung eindringen können.
  • Auch in volkswirtschaftlicher Beziehung ist die neue Kapsel besonders bemerkenswert, indem nunmehr die Sprengkapselhülsen durch das starke Zusammenpressen der Sekundärladung und bei Verwendung von Bleiazid oder bleiazidhaltigen Initialzündsätzen auch der Primärladung wesentlich kürzer sein können und trotzdem noch den zum Anwürgen der Zündschnur erforderlichen Leerraum von 15 bis 16 mm behalten. Geht man von der Erkenntnis aus, daß das zu Sprengkapseln verarbeitete Metall unbedingt im Moment der Zündung verloren ist, so ist der volkswirtschaftliche Vorteil, der in der Metallersparnis der nach diesem Verfahren hergestellten Sprengkapseln liegt, leicht einzusehen. Selbstverständlich sind auch die Transport- und Emballagekosten durch die kleinere Form der Sprengkapseln bedeutend verringert. Auch die Handhabung der Sprengkapseltransportkisten ist wesentlich erleichtert.
  • Praktische Versuche ergaben nun eine wesentlich höhere Initialkraft dieser neuen Sprengkapseln. Der Beschuß auf phlegmatisierte Sprengstoffe, den man nunmehr als ein Wittes Kriterium für die Initierfähigkeit einer Sprengkapsel ansehen kann, ergab bei diesen neuen Brisanzsprengkapseln eine vollkommene Überlegenheit -aller bis dahin im Handel befindlicher Sprengkapseln. Die Beschußreihe umfaßte hier 24 Schuß auf mit 3 Prozent Rizinusöl phlegmatisierte Trinitrotolt@olsprengpatronen von 113 mm Länge und 95 g Gewicht. Alle Versuchssprengpatronen waren aus ein und derselben Herstellungsmischung gefertigt. Die normale Sprengkapsel Nr. 8, geladen mit o,85 g Tetranitromethylanilin und 0,3 g Azid-Trizinatmischung, ergab bei 24 Schüssen 9 vollständige, 4 teilweise Detonationen mit schwacher Flammenerscheinung und Rauchbildung, dagegen i i unvollständige' Detonationen mit starker Rauchbildung und Sprengstoffresten. Die neue Brisanzsprengkapsel mit derselben Ladung lieferte im starken Gegensatz hierzu mit 24 Schuß auch 24 vollständige Detonationen. Auch die weitaus größere Ausbauchung des Trauzlschen Bleimörsers weist auf die vollkommene überlegenheit der neuen Brisanzsprengkapseln hin.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Sprengkapseln mit einem Hohlraum am Kapselboden, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärladung in den Sprengkapselhülsen mittels eines hohen Druckes gleichzeitig mit je einem beweglichen Stempel von oben und unten in entsprechenden Matrizen stark verdichtet wird, wobei der untere Stempel gleichzeitig dem Spreng kapselboden in bekannter Weise Sie Form eines Hohlkörpers gibt.
DEE26110D 1921-01-17 1921-01-18 Verfahren zur Herstellung von Sprengkapseln Expired DE455054C (de)

Priority Applications (1)

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DEE26110D DE455054C (de) 1921-01-17 1921-01-18 Verfahren zur Herstellung von Sprengkapseln

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DE538151X 1921-01-17
DEE26110D DE455054C (de) 1921-01-17 1921-01-18 Verfahren zur Herstellung von Sprengkapseln

Publications (1)

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DE455054C true DE455054C (de) 1928-01-23

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DEE26110D Expired DE455054C (de) 1921-01-17 1921-01-18 Verfahren zur Herstellung von Sprengkapseln

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