DE4438113A1 - Brandsichere Halterung mindestens einer Scheibe - Google Patents
Brandsichere Halterung mindestens einer ScheibeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine brandsichere Halterung minde
stens einer eine Gebäudeöffnung abdeckenden Scheibe, mit im
Randbereich innen und außen angeordneten elastischen Dicht
elementen aus temperaturbeständigem Material, welche über
einen zentralen Bolzen flächig mit einem Tragprofil ver
spannt sind, wobei die inneren Dichtelemente auf äußeren
Schenkeln eines U-förmigen abgewinkelten Flachband-Haltepro
fils flächig aufliegen und die Basis des U mit einer Tragpro
fil-Seite lösbar verbunden ist. Sie findet auch Anwendung
bei einer Doppel- oder Mehrfachverglasung, wobei unter Ver
glasung die Verwendung von Silikatglas oder geeigneten ande
ren Materialien verstanden wird. Sie findet ferner auch bei
senkrechter oder geneigter Einbaulage Anwendung, z. B. bei
einer horizontalen Deckenverglasung einer Industriegebäu
deöffnung oder bei einem Dachoberlicht (z. B. Shed, Sattel
dach, Pultdach).
Es ist bekannt, daß unter hoher Wärmebeanspruchung, wie sie
bei einem Brand auftritt, häufig für Verglasungen verwendete
Gläser nicht platzen und als Scherben oder Granulat in den
Raum fallen, sondern ab einer bestimmten Temperatur weich
werden und dabei ihre Formbeständigkeit als Platten verlie
ren und schrumpfen und dabei aus der Halterung "herausfließen"
und dann in diesem deformierten Zustand in den Raum fal
len können. Damit ist im Brandfall unter Umständen eine er
hebliche Gefährdung des Flucht- und Rettungsweges verbunden.
Für die Verwendung hochtemperaturfester Gläser ist es dring
lich, eine geeignete Halterung aufzuzeigen.
Aus EP 0 384 418 B1 ist es bekannt, Glasscheiben durch eine
brandsichere Halterung der eingangs genannten Art brandsi
cher zu halten, wobei die innen und außen angeordneten elas
tischen Dichtelemente vorzugsweise Quell- oder Blähmatten
oder aus Mineralfasern hergestellt sind. Quell- oder Blähmat
ten vereinen in sich die herausragenden Merkmale Beständig
keit der Keramikfaser (Aluminium-Silikat) gegen hohe Tempera
turen und Wärmeausdehnung des Vermiculit-Materials (intumes
zierend). Sie sind damit Lagerungsmatten oder Streifen mit
Haltekräften, die mit steigender Temperatur ebenfalls anstei
gen. Im Brandfall stellt sich somit durch die intumeszieren
de Wirkung der Quellmatte ein erhöhter Anpreßdruck ein, der
die eingestellte Vorspannkraft der brandsicheren Halterung
im Normalbetriebsfall deutlich übersteigt. Derartige Quell
matten haben sich zur Lagerung von katalytischen Konvertern
für die Reinigung von Motorabgasen bei hohen Temperaturen
bereits vielfach bewährt, sind jedoch vergleichsweise kosten
intensiv, weshalb man bestrebt ist, mit dem Material sparsam
umzugehen. Im vorliegenden Fall bedeutet dies, nicht zu
dicke Quellmatten od. dgl. zu verwenden und gleichwohl einen
ausreichenden Anpreßdruck auch im Brandfall sicherzustellen.
Trotz Anpreßdruck ist jedoch bei der bekannten brandsicheren
Halterung die Dichtigkeit im alltäglichen Gebrauchszustand
nicht hundertprozentig sichergestellt.
Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfin
dung die Aufgabe zugrunde, eine brandsichere Halterung der
eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß bei einfa
chem Aufbau und gutem optischen Erscheinungsbild ein zuver
lässiger Halt der Scheibe(n) selbst im Brandfall gegeben und
die Dichtigkeit der Halterung im alltäglichen Gebrauchszu
stand sichergestellt sind.
Gelöst wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe da
durch, daß ein isolierter Drainagekanal in der brandsicheren
Halterung integriert ist.
Vorteilhaft weitergebildet wird der Erfindungsgegenstand
durch die Merkmale der Ansprüche 2 bis 12.
Im besonderen wird durch Einfügung einer profilierten Dich
tung in das Tragprofil/Halteprofil der isolierte Falzbelüf
tungs-/Drainagekanal ausgebildet, wobei auch der Wärmedurch
gang durch das Halteprofil verbessert wird. Die profilierte
Dichtung gestattet durch ihre Formgebung den dichten An
schluß von Querprofilen, die bei großflächigen Verglasungen
notwendig sind.
Bei einer einteiligen Ausführungsvariante sitzt die profi
lierte Dichtung entweder oben im U-förmigen Ausschnitt des
Halteprofils, oder es ist die elastische profilierte Stütz
dichtung auf der Unterseite des Halteprofils vorgesehen,
welches mithin über die vorgenannte Stützdichtung auf das
Tragprofil montiert ist. Die Dichtung gestattet ebenfalls
einen dichten Anschluß von Querprofilen bzw. Querriegeln an
das System, wobei die Querriegel so ausgebildet sind die die
senkrecht hierzu verlaufenden Tragprofile oder Sprossen,
jedoch die Halteprofile der Querriegel eine geringere Höhe
aufweisen, so daß ein Anschluß in etwas höher gelegter zwei
ter Ebene gegenüber dem Sprossen-Halteprofil möglich ist und
die Falzentwässerung ohne Kapillareffekt durch Fugen sicher
gestellt ist.
Die äußeren Schenkel des Halteprofils bzw. die Auflageflan
ken können von Haus aus in einer schrägen Lage eingestellt
sein, um die Federwirkung in Richtung Dichtelement und Schei
be zu verbessern.
Eine weitere Erfindungsvariante kennzeichnet sich durch ein
zweiteiliges Halteprofil, bei dem sich der Drainagekanal mit
tels eines elastischen Flachbandes im Bereich der Befestigun
gen einfach und sicher darstellen läßt. Gleichzeitig läßt
sich durch die Abstützung zwischen dem unteren und dem obe
ren bzw. inneren und äußeren Teil des Halteprofils eine
Schiefstellung der Auflageflanken erreichen. Diese Schief
stellung erhöht dann ebenfalls den Anpreßdruck gegen die
Scheibe mit dem Vorteil einer erhöhten Standzeit im Brand
fall.
Insbesondere weist die brandsichere Halterung eine Isolier
einfassung auf, welche sich bis zu den äußeren Schenkeln des
Halteprofils erstreckt, wobei die nichtabgedeckten, zur
Rauminnenseite weisenden Randflanken der äußeren Schenkel in
etwa bündig mit der Isoliereinfassung verlaufen. Durch die
Isoliereinfassung, welche insbesondere ein Isoliermaterial
wie eine Brandschutzplatte mit einem äußeren Schutzmantel
sein kann, wird einerseits das die Halteeinrichtung abstüt
zende Tragprofil für den Brandfall geschützt und anderer
seits das optische Erscheinungsbild im Bereich der Halteein
richtung dadurch verbessert, daß die Isoliereinfassung bis
hin zu den äußeren flachen Schenkeln des Halteprofils der
brandsicheren Halterung gezogen ist, d. h. an dieser Stelle
kein größerer Spalt zwischen Schenkel und Isoliereinfassung
vorhanden ist. Die äußeren Schenkel des Halteprofils liegen
im wesentlichen parallel zu den Glasflächen und endigen
nicht etwa mit der Breite des Tragprofils selbst, sondern
erst etwa mit der Breite der zusätzlich vorgesehenen Isolier
einfassung. Hierbei werden die äußersten Randflanken der
Schenkel nicht etwa zur Rauminnenseite hin verdeckt, sondern
können sich an dieser Stelle durch die Raumtemperatur erwär
men. Für den Brandfall bedeutet dies, daß die Randflanken
der Schenkel des Halteprofils einer großen Temperatur ausge
setzt sind mit der Folge, daß sich das voll geformte Halte
profil auch entsprechend erwärmen kann. Im Ergebnis bedeutet
dies aufgrund der Stützwirkung des isolierten senkrecht zu
den äußeren Schenkeln verlaufenden Steges der Halteeinrich
tung eine Verformung nur in Richtung Scheibe. Diese Verfor
mung ergibt eine zusätzliche Kraft in Richtung Scheibe, die
ausreicht, um das erweichende Glas (z. B. Pyran) länger im
Glasfalz einzuklemmen und dadurch höhere Standzeiten als
bisher bekannt zu erzielen. Besonders wichtig ist dies bei
geneigten bzw. horizontalen Verglasungen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher
beschrieben; es zeigen:
Fig. 1 einen abgebrochenen Vertikalschnitt einer horizonta
len Isolierverglasung im Bereich einer vertikalen
brandsicheren Halterung,
Fig. 2 eine Isolierverglasung ähnlich Fig. 1 mit anderer
Halterung,
Fig. 3 eine dritte Ausführungsvariante einer brandsicheren
Halterung ähnlich den Fig. 1 und 2,
Fig. 4 zwei senkrecht zueinander verlaufende zugehörige
Tragprofile (Sprosse und Querriegel) in schemati
scher Draufsicht,
Fig. 5 die Ausführungsvariante der Fig. 1 mit Höhen
erstreckung a eines Halteprofils (Schnitt A-A der
Fig. 4) im Vergleich zum entsprechenden Halteprofil
des Querriegels mit Höhenerstreckung b (Schnitt B-B
der Fig. 4) und
Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Vergleichsdarstellung
der Ausführungsvariante gemäß Fig. 2.
Gemäß Zeichnung sind bei einer horizontalen Isoliervergla
sung die Scheiben 1 mit den von ihnen durch Distanzelemente
3 getrennten Scheiben 2 aus einem Brandschutzglas an dem
rauminnenseitigen Tragprofil 4 durch eine brandsichere Halte
rung 20 eingespannt. Eine der Brandschutzscheiben 1, 2 hat
die Eigenschaft, unter der im Brandfall auftretenden hohen
thermischen Belastung nicht zu zerspringen, sondern in einen
plastischen Zustand überzugehen und unter Schwerkrafteinwir
kung infolge ihres Eigengewichtes sich zu verformen. Die
brandsichere Halterung ist mithin so geschaffen, daß ein
Herausfließen der Scheiben aus der Halterung verhindert und
die Scheibe, z. B. Scheibe 2, sicher gehalten wird.
Die brandsichere Halterung 20 umfaßt im Randbereich der inne
ren Scheibe 1 ein unteres inneres elastisches Dichtelement
10 und im Randbereich der äußeren Scheibe 2 ein oberes äuße
res elastisches Dichtelement 11, welches jeweils Streifen
form besitzt. Die Dichtelemente 10, 11 sind Quellmatten mit
intumeszierender Wirkung, d. h. quellen bei steigender Tem
peratur eines Brandfalles auf. Die Sandwichanordnung, beste
hend aus zugeordneten äußeren und inneren Dichtelementen,
äußeren und inneren Scheiben sowie innerstem Distanzelement
3, wird durch eine raumaußenseitige Halteleiste 17 und ein
rauminnenseitiges Halteprofil 12 mit zentralen vertikalen
Bolzen 5 am Tragprofil 4 verspannt, wobei vorzugsweise zwei
Randbereiche von Sandwichanordnungen verspannt werden und
die brandsichere Halterung 20 außerhalb des zentralen Bol
zens 5 symmetrisch bezüglich der Vertikalebene ausgebildet
ist, welche durch die Achse des zentralen Bolzens 5 in Rich
tung des horizontalen Tragprofils 4 verläuft.
Das Tragprofil 4 ist ein Rechteckrohr aus Stahl und weist
eine obere horizontale Kantenlänge von vorzugsweise 40 mm
und eine seitliche vertikale Kantenerstreckung von unter
schiedlicher Höhe auf und besitzt eine Dicke von 3 mm und
mehr. Mit Ausnahme der oberen Tragprofilseite ist das Trag
profil 4 mit einer Isoliereinfassung 6 umgeben, welche insbe
sondere dreigeteilt sein kann und jedes Teil der Isolierein
fassung ein an das Tragprofil 4 angrenzendes Isoliermaterial
24 in Form einer Brandschutzplatte und einen äußeren Schutz
mantel 25 in Form eines abgewinkelten Stahlbandes enthält.
Schutzmantel 25 und Isoliermaterial 4 sind an entsprechender
Seite des Tragprofils 4 verschraubt.
Das Halteprofil 12 ist ein U-förmiges abgewinkeltes Flach
band, welches zentral an der Basis des U mit der Oberseite
des Tragprofils 4 lösbar verbunden ist. Es weist grundsätz
lich äußere horizontale Schenkel 13 aus Flachbandmaterial
auf, auf denen die zugehörigen inneren Dichtelemente 10 flä
chig unter Vorspannung aufliegen.
In einer Ausführungsvariante der brandsicheren Halterung
gemäß den Fig. 1 und 5 ist das Halteprofil 12 einstückig
ausgebildet und als Blechbiegeteil rollgeformt. Mit seiner
Basis des U liegt das Halteprofil 12 satt über die gesamte
Breite des darunter sich befindlichen Tragprofils 4 auf und
ist an seinen beiden seitlichen Enden um 90° nach oben gebo
gen, so daß im Ausführungsbeispiel der Zeichnung zwei verti
kale Abstützungsstege für ein zugeordnetes sich darüber be
findliches inneres Dichtelement 10 ausgebildet sind. Die
Abstützungsstege verlaufen hierbei in etwa in der Mitte der
zugehörigen inneren Dichtelemente 10. Die Abstützungsstege
weisen oben eine 90°-Umbiegung 19 nach innen und eine innere
sich anschließende 180°-Umbiegung 21 nach außen auf, welche
den äußeren Schenkel 13 ausbildet. Insbesondere erstreckt
sich der äußere Schenkel 13 über die Breite des Tragprofils
4 hinaus bis hin in etwa der Dicke der dortigen Isoliereinfassung
6, welche sich dicht unterhalb unter Ausbildung ei
nes kleinen Spaltes anschließt. Die Randflanke 7 des äußeren
Schenkels 13 schließt in etwa bündig mit dem Schutzmantel
der Isoliereinfassung 6 ab, kann jedoch auch kurz vor dem
Schutzmantel 25 der dortigen Isoliereinfassung 6 enden.
Auf der Innenseite des U des Halteprofils 12 ist eine im
Querschnitt U-förmige profilierte Dichtung 14 aufgenommen,
welche satt an den vertikalen Abstützungsstegen des Halte
profils 12 und an der Unterseite nach der 90°-Umbiegung 19
anliegt. Für die Durchführung des zentralen Bolzens 5 weist
die profilierte Dichtung 14 eine Durchgangsbohrung auf.
Im montierten Zustand der brandsicheren Halterung 20 wird
durch die profilierte Dichtung 14 zum einen ein isolierter
Falzbelüftungs-/Drainagekanal 16 ausgebildet und gleichzei
tig der Wärmeübergang durch das Tragprofil sowie zu den ver
tikalen Abstützungsstegen des Halteprofils 12 verbessert.
Die profilierte Dichtung 14 gestattet durch ihre Formgebung
den dichten Anschluß von Querprofilen, die bei großflächigen
Verglasungen notwendig sind.
Das vollgeformte U-förmige Halteprofil 12 der brandsicheren
Halterung 20 gemäß den Fig. 1 und 5 besitzt mithin rechts
und links an den Enden der äußeren Schenkel 13 Randflanken
7, welche zur Rauminnenseite hin nicht abgedeckt sind und
gleichwohl ein gutes optisches Erscheinungsbild dadurch ge
geben ist, daß die dortige Isoliereinfassung 6 bis kurz
unterhalb der Randflanke 7 gezogen ist, wobei die Isolierein
fassung 6 an dieser Stelle die vertikalen Abstützungsstege
des Halteprofils 12 flächig berührt. Die Isoliereinfassung 6
steht jedoch nicht mit der Unterseite der äußeren Schenkel
13 in Verbindung und übernimmt mithin keine Abstützungsfunk
tion der Isolierverglasung. Es hat sich gezeigt, daß ein der
art ausgebildetes Aufsatzprofil, welches sich praktisch aus
schließlich an der Randflanke 7 erwärmt, sich aufgrund der
Stützwirkung des isolierten senkrechten Steges nur in Rich
tung Isolierverglasung verformt. Diese Verformung schafft
eine zusätzliche Kraft in Richtung Glasscheibe, die aus
reicht, um das erweichende Glas (z. B. Pyran) länger im Glas
falz einzuklemmen und dadurch eine höhere Standzeit als bis
her bekannt zu erzielen. Besonders wichtig ist dies bei ge
neigten bzw. horizontalen Verglasungen.
In einer weiteren Ausführungsvariante einer brandsicheren
Halterung 20 gemäß den Fig. 2 und 6 besitzt das Halteprofil
12 im Innenbereich einen U-förmigen Querschnitt mit einer
Basis eines U, die kleiner ist als die Breite des Tragpro
fils 4. Die beiden U-förmigen Schenkel sind an einer oberen
Stelle rechtwinklig nach außen gebogen, um die äußeren Schen
kel 13 für eine flächige Abstützung der Isolierverglasung
auszubilden. Die äußeren Schenkel 13 besitzen wie das vor
stehend beschriebene Ausführungsbeispiel Randflanken 7, wel
che sich etwa bis hin zum Schutzmantel 25 der dortigen Iso
liereinfassung 6 erstrecken. Auch dieses Ausführungsbeispiel
besitzt eine im Querschnitt U-förmige profilierte Dichtung
15, welche sich jedoch unter dem Halteprofil 12 erstreckt
und satt auf der Oberseite des Tragprofils 4 aufliegt. Auch
in dieser Ausführungsvariante können sich im Brandfall die
Vertikalstege des Halteprofils in Richtung Isolierverglasung
ausdehnen und eine zusätzliche Klemmkraft für die Isolierver
glasung erzeugen.
Die äußeren Schenkel 13 der Haltevorrichtung können auch
ohne erhöhte zentrale Vorspannung bereits schräggestellte
Flanken aufweisen, um die Federwirkung zu verbessern. Auch
die profilierte Dichtung 15 des Ausführungsbeispiels nach
den Fig. 2 und 6 schafft durch ihre Formgebung einen dichten
Anschluß an die Querprofile, wie nachfolgend noch beschrie
ben wird.
Das Ausführungsbeispiel einer brandsicheren Halterung 20
gemäß Fig. 3 besitzt im Gegensatz zu den vorgenannten Aus
führungsbeispielen nicht ein einstückiges, sondern ein zwei
teiliges Halteprofil 12. Das obere Teil ist in etwa wie ge
mäß den Fig. 2 und 6 ausgebildet, während das untere Teil
exakt U-förmigen Querschnitt besitzt und sich über die gesam
te Breite des Tragprofils 4 erstreckt. Zwischen beiden Tei
len ist zentral eine Flachdichtung 23 aufgenommen, welche
zusammen mit den beiden Teilen des Halteprofils einen Drai
nagekanal 16 ausbildet. Die äußeren Schenkel 13 des oberen
Teils des Halteprofils 12 erstrecken sich wieder bis hin in
etwa zum Schutzmantel 25. Die Randflanken 7 können bezüglich
des Schutzmantels 25 auch tiefer gelegen sein, z. B. ca. 2
mm, wie dies im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 veranschau
licht ist.
Durch die zweiteilige Ausführung des Halteprofils 12 läßt
sich der Drainagekanal 16 mittels eines elastischen Flachban
des im Bereich der Befestigungen einfach und sicher abdich
ten. Gleichzeitig läßt sich durch die Abstützung des Verti
kalstegs 22 zwischen unterem und oberem Teil des Haltepro
fils eine Schiefstellung der Auflageflanken erreichen. Diese
Schiefstellung erhöht ebenfalls den Anpreßdruck gegen das
Glas und führt zu höheren Standzeiten im Brandfall als bis
her bekannt.
In den Fig. 5 und 6 sind die brandsicheren Halterungen 20
der Fig. 1 bzw. 2 gezeigt, wie sie etwa Querprofile oder
Querriegel 9 gemäß Fig. 4 besitzen können, welche senkrecht
zu zugeordneten Sprossen 8 verlaufen. Die zu Querriegeln 9
gehörigen Halteprofile 12 weisen eine geringere Höhenerstrec
kung b auf als die Halteprofile 12 der Sprossen 8, welche
eine Höhenerstreckung a besitzen. Mithin liegen im montier
ten Zustand einer Isolierverglasung die Drainagekanäle 16,
welche den Querriegeln 9 zugeordnet sind, höher als die
Drainagekanäle 16 zugehöriger Sprossen 8. Dadurch ist eine
Falzentwässerung ohne Kapillareffekt durch Fugen sicherge
stellt.
Es sei noch angemerkt, daß in den Unteransprüchen enthaltene
selbständig schutzfähige Merkmale trotz der vorgenommenen
formalen Rückbeziehung auf den Hauptanspruch entsprechenden
eigenständigen Schutz haben sollen. Im übrigen fallen sämt
liche in den gesamten Anmeldungsunterlagen enthaltenen erfin
derischen Merkmale in den Schutzumfang der Erfindung.
Claims (12)
1. Brandsichere Halterung mindestens einer eine Gebäudeöff
nung abdeckenden Scheibe, mit im Randbereich innen und
außen angeordneten elastischen Dichtelementen aus
temperaturbeständigem Material, welche über zentrale
Bolzen flächig mit einem Tragprofil verspannt sind,
wobei die inneren Dichtelemente auf äußeren Schenkeln
eines U-förmigen abgewinkelten Flachband-Halteprofils
flächig aufliegen und die Basis des U mit einer Tragpro
fil-Seite lösbar verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein isolierter integrierter Drainagekanal (16) aus
gebildet ist.
2. Brandsichere Halterung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Innenbereich oder im Außenbereich des U des Hal
teprofils (12) eine im Querschnitt im wesentlichen
U-förmige profilierte Dichtung (14 bzw. 15) angeordnet
ist, welche den isolierten Drainagekanal (16) ausbildet
(Fig. 1 und 2).
3. Brandsichere Halterung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Halteprofil (12) einstückig ausgebildet ist
(Fig. 1 und 2).
4. Brandsichere Halterung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Halteprofil (12) im Bereich des äußeren Schen
kels (13) eine einzige 90°-Umbiegung (18) nach außen
aufweist ist (Fig. 2).
5. Brandsichere Halterung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Halteprofil (12) im Bereich des äußeren Schen
kels (13) eine nach innen gezogene 90°-Umbiegung (19)
und eine innere 180°-Umbiegung (21) nach außen aufweist
(Fig. 1).
6. Brandsichere Halterung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Halteprofil (12) zweistückig ausgebildet ist und
beide Teile U-Form besitzen, und daß beide Teile unter
Ausbildung des Drainagekanals (16) ineinander angeordnet
sind, wobei das innere Teil die äußeren Schenkel (13)
besitzt und die zu den äußeren Schenkeln (13) senk
rechten Schenkel (22) des äußeren Teils die Isolierein
fassung (6) abstützt (Fig. 3).
7. Brandsichere Halterung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Basis der beiden Teile eine Flachdich
tung (23) angeordnet ist (Fig. 3).
8. Brandsichere Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Schenkel (13) des Halteprofils (12)
bezüglich der Basis des U schräggestellt sind.
9. Brandsichere Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragprofil (4) (mit Ausnahme der einen Tragpro
fil-Seite der Befestigungsstelle des Halteprofils (12)
eine Isoliereinfassung (6) aufweist, welche sich bis zu
den äußeren Schenkeln (13) des Halteprofils (12) er
streckt, wobei die nichtabgedeckten, zur Rauminnenseite
weisenden Randflanken (7) der äußeren Schenkel (13) in
etwa bündig mit der Isoliereinfassung (6) verlaufen.
10. Brandsichere Halterung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Isoliereinfassung (6) ein Isoliermaterial (24),
insbesondere eine Brandschutzplatte, und einen äußeren
Schutzmantel (25), insbesondere ein abgewinkeltes Stahl
band, aufweist.
11. Brandsichere Halterung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Isoliereinfassung (6) dreigeteilt ist, und daß
die drei Teile der Isoliereinfassung (6) an den drei
freien Seiten des Tragprofils (4) verschraubt sind.
12. Brandsichere Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 11
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragprofil (4) eine Sprosse (8) oder ein zur
Sprosse (8) gehöriger im wesentlichen gleich ausgebilde
ter Querriegel (9) ist, wobei die Aufsatzhöhe (a) des
Halteprofils (12) der Sprosse (8) größer als die Aufsatz
höhe (b) des Halteprofils (12) des Querriegels (9) ist
(Fig. 4 bis 6).
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944438113 DE4438113A1 (de) | 1994-10-26 | 1994-10-26 | Brandsichere Halterung mindestens einer Scheibe |
| EP95115756A EP0709540A3 (de) | 1994-10-26 | 1995-10-06 | Brandsichere Halterung mindestens einer Scheibe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944438113 DE4438113A1 (de) | 1994-10-26 | 1994-10-26 | Brandsichere Halterung mindestens einer Scheibe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4438113A1 true DE4438113A1 (de) | 1996-05-02 |
Family
ID=6531656
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944438113 Ceased DE4438113A1 (de) | 1994-10-26 | 1994-10-26 | Brandsichere Halterung mindestens einer Scheibe |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0709540A3 (de) |
| DE (1) | DE4438113A1 (de) |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2754283A1 (fr) * | 1996-10-04 | 1998-04-10 | Verrieres Zenith | Element de paroi vitree |
| DE19700696B4 (de) * | 1997-01-13 | 2008-07-31 | SCHÜCO International KG | Fassade oder Glasdach in Brandschutzausführung |
| DE19910423A1 (de) * | 1999-03-10 | 2000-09-14 | Eberspaecher J Gmbh & Co | Träger als Element eines feuerwiderstandsfähigen Daches |
| AT507060B1 (de) * | 2008-07-08 | 2010-05-15 | Reinhard Dipl Ing Kainberger | Profilelement mit schalldämmung |
Family Cites Families (6)
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|---|---|---|---|---|
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| US4552790A (en) * | 1983-06-30 | 1985-11-12 | Francis Geoffrey V | Structural spacer glazing with connecting spacer device |
| DE3715055C2 (de) * | 1987-05-06 | 1997-05-22 | Brandschutz Indverband | Feuerbeständige verglaste Fassadenkonstruktion |
| DE3807426A1 (de) * | 1987-12-16 | 1989-06-29 | Gartner & Co J | Brandsicheres verglasungssystem |
| DE3905727A1 (de) | 1989-02-24 | 1990-08-30 | Eberspaecher J | Brandsichere halterung mindestens einer scheibe |
| NL9401613A (nl) * | 1994-09-30 | 1996-05-01 | Reynolds Aluminium Bv | Brandwerend, aluminium kozijn. |
-
1994
- 1994-10-26 DE DE19944438113 patent/DE4438113A1/de not_active Ceased
-
1995
- 1995-10-06 EP EP95115756A patent/EP0709540A3/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0709540A2 (de) | 1996-05-01 |
| EP0709540A3 (de) | 1997-05-07 |
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| DE3047206C2 (de) |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: J. EBERSPAECHER GMBH & CO., 73730 ESSLINGEN, DE |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
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|
| 8131 | Rejection |