DE4432867A1 - Pneumatisch betriebene Zylindereinheit - Google Patents
Pneumatisch betriebene ZylindereinheitInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer pneumatisch betriebenen Zylinder
einheit, enthaltend einen Zylinder, je einen Deckel an beiden Enden
des Zylinders, eine Kolbenstange mit einem durch ein pneumatisches
Druckmedium beaufschlagbaren Kolben und mit einem den Kolben
und die Kolbenstange axial durchdringenden Strömungsweg sowie
eine in dem Zylinder vorgesehene Rückstellfeder für die Kolben
stange, wobei sich die Kolbenstange durch den einen Deckel nach
außen hindurch erstreckt und wobei der andere Deckel einen Strö
mungsdurchgang mit vorbestimmtem Querschnitt für das Druckmedi
um aufweist.
Eine solche Zylindereinheit ist in der Praxis bekannt. Bei diesen
Zylindereinheiten ist die vom Kolben auf die Kolbenstange wirkende
Druckkraft das Produkt aus der Kolbenfläche und dem Druckwert des
Druckmediums, mit dem der Kolben aus dem Versorgungsnetz beauf
schlagt wird. Möchte man kleine, konstante Kolbenkräfte erhalten,
muß entweder der Durchmesser des Kolbens oder der Druckwert des
Druckmediums oder beides klein und konstant gehalten werden. Weil
die Systemdrücke im Versorgungsnetz für das Druckmedium aber im
allgemeinen einen Wert von 3 bis 6 bar haben, ergeben sich auch
beim Einsatz von Druckminderern noch relativ kleine Kolbendurch
messer, die für herkömmliche Zylinder unrealistisch sind. Dies gilt
insbesondere für lange Zylindereinheiten, z. B. von 200 mm, mit
denen eine sehr kleine Andrückkräfte erreicht werden soll. Die
genaue Einstellung von Kolbenzwischenpositionen innerhalb des
Kolbenhubes ist aufgrund der Kompressibilität eines gasförmigen
Druckmediums, in der Regel Luft, besonders erschwert. Zur genauen
Zwischenpositionierung von Kolbenstellungen sind bereits externe
elektronische Positions- und Kraftregelungen vorgeschlagen worden.
Diese Ausrüstungen haben jedoch den Nachteil, daß der bauliche und
kostenmäßige Mehraufwand den Preis der Zylindereinheit in der
Regel um ein Mehrfaches übersteigt und daß die so ausgestattete
Zylindereinheit wegen ihres erheblichen Platzbedarfs nicht auf eng
stem Raum einsetzbar ist. Ein weiterer Nachteil der bekannten Zylin
dereinheit besteht darin, daß die Massenkräfte der bewegten Kolben
stange mit dem Kolben relativ hoch sind und sich beim Auftreffen
auf einen Gegenstand negativ auswirken können bzw. in manchen
Anwendungsfällen unerwünscht sind.
Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, eine Zylindereinheit
der einleitend angeführten Art so weiterzubilden, daß die Einheit,
insbesondere wenn sie eine relativ große Länge aufweist, eine sehr
geringe und konstante Andrückkraft zur Verfügung stellt und sich die
Massenkräfte der beweglichen Teile der Einheit bei ihrem Auftreffen
auf einen externen Widerstand im wesentlichen nicht mehr auswirken.
Die Lösung dieser Aufgabe ist in dem Patentanspruch 1 angeführt.
Durch die erfindungsgemäße Lösung ist es möglich, bei Zylinder
einheiten mit insbesondere relativ großer Länge, z. B. von 200 mm
und mehr bei einem Kolbendurchmesser von z. B. 8 mm kleine An
druckkräfte zu erzeugen, z. B. 0,5 N, und diese Kräfte innerhalb des
Kolbenhubes an beliebigen Zwischenpositionen des Kolbens zur
Verfügung zu stellen. Die niedrigen, durch die Schließkraft des
Betätigungselementes des Regelventils erzeugten Andruckkräfte sind
für solche Anwendungsfälle nützlich, bei denen mittels der Zylinder
einheit geringe Haltekräfte oder Kontaktkräfte ausgeübt werden
sollen. Solche geringen Kräfte können zum Beispiel in der Ferti
gungs- und Meßtechnik vorteilhaft eingesetzt werden, wenn beispiels
weise empfindliche Gegenstände vor ihrer endgültigen Montage an
ihrem Montageplatz auf einer Unterlage oder dergleichen, z. B. bei
der Leiterplattenmontage, festgehalten bzw. Meßsignale weitergeleitet
werden sollen. Durch die erfindungsgemäße Lösung können die übli
chen Systemdrücke in den pneumatischen Versorgungsnetzen ohne
Druckminderer verwendet werden, wobei man gleichzeitig unabhängig
vom Durchmesser des Kolbens der Zylindereinheit ist. Die letztlich
wirksamen und gewünschten Andrückkräfte der Zylindereinheit betra
gen nur einen Bruchteil der mittels des Druckmediums auf den Kol
ben wirkenden Kraft, z. B. 10% . Des weiteren wirken sich die
Massenkräfte von Kolbenstange und Kolben bei deren Bewegung
nicht nachteilig aus, da beim Öffnen des Regelventils beim Auftreffen
von dessen Betätigungselement auf den externen Widerstand sofort
ein Druckabbau in der Zylindereinheit stattfindet und sich die ge
nannten Teile gegen die Kraft der Rückstellfeder des Betätigungs
elementes noch ein Stück weiterbewegen können, ehe sie zum Still
stand kommen. Somit wird eine Andrückkraft zwischen dem externen
Widerstand und dem Betätigungselement des Regelventils geschaffen,
die sehr niedrig, konstant und reproduzierbar ist und in jeder Zwi
schenposition von Kolbenstange und Kolben innerhalb des Kolbenhu
bes zur Verfügung steht.
In bevorzugter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung weist
das Regelventil als Betätigungselement einen in seinem Gehäuse axial
beweglich gelagerten Ventilstößel mit einem Kopfteil an seinem
äußeren Ende auf, wobei das Kopfteil durch eine die Schließkraft des
Betätigungselementes ausübende Druckfeder in seine Ausgangsstellung
gedrückt wird und wobei der Ventilstößel an seinem inneren End
abschnitt mit einem federbelasteten, lagegesicherten und mit einem
Steuersitz des Gehäuses zusammenwirkenden Ventilkörper versehen
ist, der auf dem Ventilstößel axial beweglich angeordnet ist. Hier
durch ist ein einfacher und kostengünstig herstellbarer Aufbau des
erfindungsgemäß vorgesehenen Regelventils geschaffen.
Bevorzugte Weiterbildungen des Regelventils sind in den weiteren
Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung ist nachstehend anhand eines in den anliegenden
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch das Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 einen Axialschnitt durch eine Einzelheit des Beispiels
nach Fig. 1 in unbetätigtem Zustand und in größerem
Maßstab,
Fig. 3 die Einzelheit nach Fig. 2 in betätigtem Zustand.
Die in Fig. 1 insgesamt gezeigte Zylindereinheit besteht aus einem
Zylinder 1 mit den beiden Deckeln 2 und 3 an seinen beiden Enden,
einer in dem Zylinder axial beweglichen Kolbenstange 4, einem am
Innenende der Kolbenstange vorgesehenen Kolben 5 und aus einem
Regelventil 6. Das Regelventil ist an dem äußeren Ende der Kolben
stange 4 montiert. Der Zylinderdeckel 2, an dem der Kolben 5 in
seiner Ausgangsstellung anliegt, weist einen Einlaß 7 für ein pneuma
tisches Druckmedium auf, mit dem der Kolben 5 beaufschlagt wird.
Der Einlaß 7 ist z. B. durch eine Drossel 8 mit einem vorbestimmten
Querschnitt versehen, so daß das in den Zylinder einströmende
Druckmedium die Kolbenstange innerhalb einer bestimmten Zeit
entlang des Hubweges in dem Zylinder verschiebt. Die den Kolben 5
durchdringende Kolbenstange 4 ist mit einem axialen, durchgehenden
Strömungsweg 9 versehen, der mit dem äußeren Regelventil 6 kom
muniziert. Der Kolben 5 besteht im dargestellten Fall aus den beiden
Ringteilen 5a und 5b, die zwischen sich eine Dichtungsscheibe 10
einklemmen, die andererseits an der Zylinderinnenwandung dichtend
anliegt. Die Kolbenstange 4 ist im Inneren des Zylinders 1 von einer
Rückstellfeder 11 umgeben, die einerseits an dem Zylinderdeckel 3
und andererseits an dem Kolben 5 anliegt, so daß die Kolbenstange
zusammen mit dem Kolben in die in Fig. 1 gezeigte Ausgangsstellung
zurückgeschoben oder in einer Zwischenstellung gehalten wird, wenn
Druckmedium aus dem Zylinder 1 über das Ventil 6 entweichen
kann.
Der Aufbau des Regelventils 6 ist in den Fig. 2 und 3 gezeigt. Das
Regelventil besteht aus einem länglichen Gehäuse 12 mit einem
zentralen, axial verlaufenden Durchgang 13, der im wesentlichen auf
den Strömungsweg 9 der Kolbenstange 4 ausgerichtet ist, einem in
dem Durchgang 13 axial beweglich gelagerten Ventilstößel 14 mit
einem Kopfteil 15 an seinem äußeren Ende und einem Ventilkörper
16, der am inneren Endabschnitt des Ventilstößels 14 vorzugsweise
axial beweglich angeordnet ist. Vorzugsweise sitzt der Ventilstößel
14 mit ausreichendem Spiel in dem Durchgang 13 des Gehäuses 12,
so daß Luft aus dem Strömungsweg 9 der Kolbenstange 4 durch den
Durchgang hindurch in Richtung zum Kopfteil 15 und aus dem Ventil
6 ins Freie ausströmen kann.
Der Ventilstößel 14 und dessen Kopfteil 15 bilden ein Betätigungs
element, das normal durch eine Druckfeder 17 in der in Fig. 2
gezeigten Ausgangsstellung gehalten wird. Die Druckfeder 17 übt
somit eine Schließkraft aus und liegt dabei einerseits am Kopfteil 15
und andererseits an einer inneren Schulter 18 einer Ausnehmung 19
des Gehäuses 12 an. Die Kraft der Druckfeder 17 ist sehr gering,
z. B. 0,5 N, und um die Kraft dieser Druckfeder einstellen zu kön
nen, ist an dem Ventilstößel 14 eine Einstelleinrichtung 20 vorgese
hen (Fig. 2). Diese Einrichtung 20 kann eine Mutter sein, die auf
einem Gewinde 21 des Stößels 14 sitzt und in Richtung zum Ventil
gehäuse 12 eingestellt werden kann, um die Kraft der Druckfeder 17
zu erhöhen.
Der auf dem inneren Endabschnitt des Ventilstößels 14 sitzende, axial
bewegliche Ventilkörper 16 weist eine schlanke Kegelform oder eine
Paraboloidform auf, um feine Öffnungsstellungen des Ventilkörpers
zuzulassen, wie noch klar wird. Der Ventilkörper 16 arbeitet mit
einem Steuersitz 22 des Ventilgehäuses 12 zusammen, um je nach
Beaufschlagung des Kolbens 5 mit pneumatischem Druckmedium
dementsprechende Durchströmungsöffnungen zwischen dem Ventilkör
per 16 und dem Steuersitz 22 zu ermöglichen. Der Ventilkörper wird
durch eine Anschlagschulter 23 des Ventilstößels 14 aus seiner am
Steuersitz 22 befindlichen Position herausbewegt, wodurch das Regel
ventil 6 öffnet. Eine rückwärtige Druckfeder 24 liegt einerseits an
einem Ringkörper 25 des Ventilstößels 14 an und drückt den Ventil
körper 16 andererseits auf den Steuersitz 22 bzw. gegen die An
schlagschulter 23, die auf der dem Kopfteil 15 des Ventilstößels 14
zugekehrten Seite des Ventilkörpers 16 vorgesehen ist.
Das Regelventil 6 bzw. dessen Gehäuse 12 ist mittels einer Gewinde
verbindung 26 mit dem äußeren Ende der Kolbenstange 4 verbunden,
wie es die Fig. 1, 2 und 3 deutlich zeigen.
In alternativer Ausbildung kann der Ventilstößel 14 auch zweiteilig
ausgebildet sein. Hierzu besteht er aus einem ersten Stangenteil 14a,
welches an seinem äußeren Ende das Kopfteil 15 trägt, und aus
einem zweiten Stangenteil 14b, welches im Durchmesser kleiner ist
als das erste Stangenteil, z. B. in das erste Stangenteil eingeschraubt
ist und den Ventilkörper 16 axial beweglich trägt. Bei einer solchen
Ausbildung des Ventilstößels 14 wird auf einfache Weise die innere
Anschlagschulter 23 für den Ventilkörper 16 an dem ersten Stangen
teil 14a ausgebildet.
Die Funktion der vorstehend beschriebenen Zylindereinheit ist folgen
de. Wenn die Zylindereinheit über den Einlaß 7 und die Drossel 8
mit Druckluft beaufschlagt wird, bewegt sich die Kolbenstange 4
zusammen mit dem Regelventil 6 aus dem Zylinder 1 in Richtung auf
einen externen Widerstand 27, wie es Fig. 2 zeigt. Dabei gelangt ein
Teil der Druckluft über den zentralen Strömungsweg 9 der Kolben
stange 4 auch zu dem Regelventil 6, welches aufgrund der Druckfe
der 17 am Ventilstößel 14 noch geschlossen ist (Fig. 2). Wenn das
Kopfteil 15 des Ventilstößels 14 gegen den Widerstand 27 zur Anlage
gekommen ist, hebt sich der Ventilkörper 16 durch die Anlageschul
ter 23 sofort von dem Steuersitz 22 des Ventilgehäuses 12 ab, so daß
Druckmedium aus dem Strömungsweg 9 über den zentralen Durch
gang 13 des Ventils 6 aus diesem Ventil z. B. ins Freie ab strömen
kann. Hierdurch wird das Druckniveau im Zylinder bis auf einen
bestimmten Wert sofort abgebaut. Dieser Wert bestimmt sich durch
die Öffnungsquerschnitte der Drossel 8 in dem Zylinderdeckel 2 und
zwischen dem Ventilkörper 16 und Steuersitz 22 des Regelventils 6.
Beim Öffnen des Ventils 6, das heißt durch Abheben des Ventilkör
pers 16 von dem Steuersitz 22, wird sich die Kolbenstange 4 gegen
über dem bereits stillstehenden Ventilstößel 14 zunächst noch eine
kleine Strecke in Richtung zum Widerstand 27 bewegen, und zwar
aufgrund der Tatsache, daß das Druckmedium in dem Zylinder 1
noch einen erheblichen Druckwert hat. Dadurch entsteht auch ein
relativ großer Durchströmungsquerschnitt zwischen dem Ventilkörper
16 und dem Steuersitz 22. Wenn die Bewegung der Kolbenstange 4
in Richtung zum Widerstand 21 beendet ist, wird aufgrund der Wir
kung der Druckfeder 17 eine gewisse Rückbewegung der Kolben
stange 4 stattfinden, wodurch sich der ringförmige Strömungsquer
schnitt zwischen dem Ventilkörper 16 und dem Steuersitz 22 wieder
etwas verringert. Je nach dem Druckwert des durch die Drossel 8
einströmenden Druckmediums wird sich dieser Einschwingvorgang
wiederholen, bis der Beharrungszustand der Kolbenstange 4 und
damit des Regelventils 6 nach kurzer Zeit eingetreten ist. In diesem
Zustand ist der Ventilkörper 16 vom Steuersitz 22 abgehoben und es
besteht eine gleichbleibende Durchströmungsöffnung zwischen diesen
beiden Teilen. Die sich automatisch einstellende Größe dieser Durch
strömungsöffnung führt zu einem Kräftegleichgewicht am Kolben 5 in
seiner gerade eingenommenen Stellung, in welcher Stellung er nun
zusammen mit der Kolbenstange 4 stehenbleibt. Das Kräftegleichge
wicht ist bestimmt durch das Druck-Flächen-Produkt einerseits des
Kolbens und die Kraft der Rückstellfeder 11 andererseits des Kol
bens.
Je nachdem, in welcher Entfernung sich der externe Widerstand 27
zu der Zylindereinheit befindet, nehmen der Kolben 5 und die Kol
benstange 4 eine dementsprechende Zwischenstellung entlang des
Gesamthubes ein. Aufgrund des sich in dem Zylinder 1 automatisch
einstellenden, geringeren Druckwertes und in Abhängigkeit davon
wird der Kolben bei geöffnetem Regelventil 6 letztlich mit einer
geringeren Kraft von der Druckmedienseite her belastet, die von der
Rückstellfeder 11 ausgeglichen wird. In dieser Zwischenstellung des
Kolbens wirkt im wesentlichen die Kraft der Druckfeder 17 auf das
Kopfteil 15 des Regelventils 6. Diese Kraft kann zum Beispiel 0,5 N
betragen und wird auch bei Zylindereinheiten erreicht, die eine sehr
große Länge aufweisen, zum Beispiel 200 mm.
Solche geringen Andrückkräfte oder Kontaktkräfte werden zum
Beispiel bei Vorrichtungen benötigt, die zum Beispiel in der Meß
technik und in der Fertigungstechnik eingesetzt werden. In der Ferti
gungstechnik, zum Beispiel bei der Bestückung und Montage von
Leiterplatten, ist es oft erforderlich, die Bestückungsteile in Position
zu halten, bevor sie endgültig mit der Leiterplatte verbunden werden.
Auch in der Meßtechnik gibt es Situationen, bei denen zur Über
tragung von elektrischen Signalen sehr geringe Andrückkräfte zur
Kontaktherstellung benötigt werden, beispielsweise um Leiterbahnen
nicht zu beschädigen.
Claims (7)
1. Pneumatisch betriebene Zylindereinheit, enthaltend einen Zylin
der, je einen Deckel an beiden Enden des Zylinders, eine Kolben
stange mit einem durch ein pneumatisches Druckmedium beaufschlag
baren Kolben, einen den Kolben und die Kolbenstange axial durch
dringenden Strömungsweg sowie eine in dem Zylinder vorgesehe
Rückstellfeder für die Kolbenstange, wobei sich die Kolbenstange
durch den einen Deckel nach außen hindurch erstreckt und wobei der
andere Deckel einen Strömungsdurchgang mit vorbestimmtem Quer
schnitt für das Druckmedium aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
an dem außerhalb des Zylinders (1) befindlichen Ende der Kolben
stange (4) ein mit deren Strömungsweg (9) in Strömungsverbindung
stehendes Regelventil (6) angeordnet ist, das bei Anlage seines gegen
eine geringe Schließkraft arbeitenden Betätigungselementes (14, 15) an
einem externen Widerstand (27) zur Schaffung eines Kräftegleichge
wichtes an dem belasteten Kolben (5) Druckmedium aus dem Zylinder
(1) ausströmen läßt.
2. Zylindereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Regelventil (6) als Betätigungselement einen in seinem Gehäuse
(12) axial beweglich gelagerten Ventilstößel (14) mit einem an sei
nem äußeren Ende vorgesehenen Kopfteil (15) aufweist, das durch
eine die genannte Schließkraft ausübende Druckfeder (17) in seine
Ausgangsstellung gedrückt wird, und daß an dem inneren Endab
schnitt des Ventilstößels (14) ein federbelasteter, lagegesicherter und
mit einem Steuersitz (22) des Gehäuses zusammenwirkender Ventil
körper (16) vorgesehen ist.
3. Zylindereinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ventilkörper (16) auf dem Ventilstößel (14) axial beweglich
angeordnet ist.
4. Zylindereinheit nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß der Ventilstößel (14) eine Anschlagschulter (23) für die
Anlage des Ventilkörpers (16) aufweist, die auf der dem Kopfteil
(15) des Ventilstößels zugekehrten Seite des Ventilkörpers (16)
vorgesehen ist.
5. Zylindereinheit nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ventilkörper (16) eine schlanke Kegelform oder
eine Paraboloidform aufweist.
6. Zylindereinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ventilstößel (14) aus einem ersten Stangen
teil (14a), das am äußeren Ende das Kopfteil (15) trägt, und aus
einem zweiten, im Durchmesser kleineren Stangenteil (14b) besteht,
auf dem der Ventilkörper (16) axial verschiebbar ist, und daß das
innere Ende des ersten Stangenteils (14a) die Anschlagschulter (23)
für den Ventilkörper (16) bildet.
7. Zylindereinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem Ventilstößel (14) eine Einstelleinrichtung
(20, 21) für die Kraft der Druckfeder (17) für das Kopfteil (15) des
Ventilstößels vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944432867 DE4432867C2 (de) | 1994-09-15 | 1994-09-15 | Pneumatisch betriebene Zylindereinheit |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19944432867 DE4432867C2 (de) | 1994-09-15 | 1994-09-15 | Pneumatisch betriebene Zylindereinheit |
Publications (2)
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| DE4432867A1 true DE4432867A1 (de) | 1996-03-21 |
| DE4432867C2 DE4432867C2 (de) | 2002-04-11 |
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ID=6528297
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19944432867 Expired - Fee Related DE4432867C2 (de) | 1994-09-15 | 1994-09-15 | Pneumatisch betriebene Zylindereinheit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4432867C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN100464081C (zh) * | 2007-06-26 | 2009-02-25 | 中国地质大学(武汉) | 自动往复液压油缸 |
| CN111005952A (zh) * | 2019-11-16 | 2020-04-14 | 精基科技有限公司 | 一种逆止器用逆止力矩平衡装置 |
| CN114593109A (zh) * | 2022-02-15 | 2022-06-07 | 湖南中联重科智能高空作业机械有限公司 | 油缸缓冲阀和液压油缸 |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2329536A1 (de) * | 1973-06-09 | 1975-01-02 | Wabco Westinghouse Gmbh | Hydraulisch betaetigter federspeicherzylinder, insbesondere federspeicherbremszylinder an kraftfahrzeugen |
| DE3013381C2 (de) * | 1980-04-05 | 1986-07-17 | Zahnradfabrik Friedrichshafen Ag, 7990 Friedrichshafen | Arbeitskolben-Zylinder-Einheit |
-
1994
- 1994-09-15 DE DE19944432867 patent/DE4432867C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4432867C2 (de) | 2002-04-11 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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