DE4424091A1 - Verfahren zum Regulieren eines Streckwerkes, insbesondere an Karden und Reguliervorrichtung - Google Patents
Verfahren zum Regulieren eines Streckwerkes, insbesondere an Karden und ReguliervorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum
Regulieren eines Streckwerkes, insbesondere an Karden,
wobei die Meßsignale am Streckwerkseingang erfaßt
werden, mit dem Sollwert verglichen und aus dem Diffe
renzsignal ein Stellsignal für die Ansteuereinheit
eines Reguliermotors für das Verzugswalzenpaar abgelei
tet wird.
Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Reguliervor
richtung zur Durchführung des Verfahrens.
Verfahren der genannten Art sind u. a. durch die DE-OS
36 22 584 bekannt geworden.
Bei diesem Verfahren wird die Dicke des Faserbandes am
Eingang und am Ausgang des Streckwerkes gemessen.
Die Meßwerte werden zeitverzögert ausgewertet und in
Abhängigkeit von der gemessenen Masse pro Längeneinheit
und einem Sollwert für die Masse pro Längeneinheit zu
einem Stellsignal umgeformt.
Dabei wird aus der Differenz zwischen der gemessenen
Masse und dem vorgegebenen Sollwert mit Hilfe einer
ersten Regelschaltung eine Sollgröße gewonnen, aus der
und einer zeitverzögert ausgewerteten Masseschwankung
mit Hilfe einer zweiten Regelung eine Stellgröße zur
Einstellung des Verzuges des Streckwerkes erzeugt wird.
Eine solche Verfahrensweise besitzt erhebliche
Nachteile.
Es kann nicht gewährleistet werden, daß der Verzug dort
korrigiert wird, wo im Faserband gerade die Abweichung
vom Sollwert festgestellt wurde.
Durch die Auswertung eines zweiten Meßsignales und den
zweiten Regelvorgang wird der eventuell auftretende
Fehler mit einer höheren Wahrscheinlichkeit reduziert.
Die Chance, ein exakt ausgeregeltes Band zu erhalten
ist zwar höher, als bei einer einfachen Regelung.
Das Ergebnis bleibt aber nach wie vor dem Zufall über
lassen.
Bei einem anderen Regelverfahren (DE 42 02 352 A1)
ordnet man am Eingang und am Ausgang des Streckwerkes
ebenfalls Meßvorrichtungen an, deren Meßwerte miteinan
der verglichen werden. Das Ergebnis wird durch gespei
cherte Informationen korrigiert und in ein Stellsignal
umgeformt.
Auch bei dieser Regelvorrichtung, die im übrigen rela
tiv aufwendig ist, kann nicht mit Sicherheit gewährlei
stet werden, daß die am Eingang des Streckwerkes fest
gestellte Dicke des Faserbandes dort korrigiert wird,
wo sie sich befindet.
Bei diesem Verfahren hat man versucht, die Verzöge
rungszeit vom Meßpunkt am Eingang des Streckwerkes bis
zum Zeitpunkt der Ausgabe des Stellbefehles in Abhän
gigkeit von bestimmten Erfahrungswerten und anderen
Parametern veränderlich zu gestalten.
Die damit erreichten Ergebnisse sind jedoch nach wie
vor unbefriedigend. Zufallsfaktoren können nicht ausge
schlossen werden. (DE 42 15 682 und 42 02 352).
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin,
- - die tatsächliche Korrektur der Dicke des Faserbandes an der Stelle vorzunehmen, an der die Abweichung festgestellt wurde.
Die Reguliervorrichtung
- - soll dabei einfach in der Bedienung und Wartung sein und
- - bei jeder eingestellten Drehzahl der Maschine annähernd gleichbleibend gute Regelergebnisse garantieren.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch das Verfahren
nach Anspruch 1 gelöst.
Durch die permanente Bereitstellung des Sollwertes in
Form einer Sollwertadresse aus einem Sollwertregister
und einem Signal für die Basisdrehzahl des zu regulier
enden Motors beschränkt sich die Verarbeitung eines
Meßsignales einfach auf dessen Wandlung in ein digita
les Signal auf die Umformung in eine Sprungadresse
unter gleichzeitiger Verarbeitung des Sollwertes.
Der durch die Sprungadresse eingestellte Befehl für die
Korrektur der Antriebsspannung des Regelmotors bleibt
bis zur Ermittlung des nächsten Korrekturwertes in
gleicher Größe erhalten und kann den eingestellten
Korrekturwert über einen längeren Zeitraum dem Regu
liermotor zuführen.
Der Reguliermotor hat ausreichend Zeit, seine magneti
schen Felder zu korrigieren und die mechanischen Ele
mente, den Rotor und die Streckwerkswalzen, auf den
neuen Drehzahlwert zu beschleunigen oder zu verzögern.
Am Ende der Beschleunigung befinden sich bei den übli
chen Bandgeschwindigkeiten und üblichen Abmessungen des
Streckwerkes die Abschnitte des Faserbandes, die den
Meßwert vorgaben, im Wirkungsbereich des Verzugswalzen
paares.
Es hat sich gezeigt, daß sich auch bei höheren Bandge
schwindigkeiten z. B. bis 250 m/min sehr gute Regeler
gebnisse erzielen lassen.
Die Ausgestaltung des Verfahrens nach Anspruch 2 ge
währleistet, daß mit einfachen und wenig kostenaufwen
digen Bauelementen die Sollwerte über einen längeren
Zeitraum bereitgehalten und mit geringem Aufwand neuen
Bedingungen angepaßt werden können.
Die Gewinnung des Meßtaktes nach Anspruch 3 ermöglicht
eine kompakte Gestaltung des Reglers ohne in andere
Vorrichtungen der Maschine einzugreifen.
Die Bereitstellung des Stellwertes für die Basisdreh
zahlen des Reguliermotors nach Anspruch 4 hat den
Vorteil, daß unter allen Bedingungen die Synchronität
zwischen Abnehmer und Streckwerk gewährleistet werden
kann.
Auch bei Stromausfall kann durch den Einsatz entsprech
ender Energiespeicher für die Informationsübertragung
und für die Ansteuerung des Reguliermotors in an sich
bekannter Weise die Synchronität aufrechterhalten
werden.
Die für die Ausführung des Verfahrens in Anspruch 5
definierte Reguliervorrichtung gewährleistet mit
einfachen, gegenwärtig angebotenen Bauelementen eine
hohe Qualität der Regelergebnisse.
Mit der Ausführung nach Anspruch 6 kann man die für
Drehwerke bisher übliche Antriebsverbindung zwischen
benachbarten Walzenpaaren als Baugruppe nutzen.
Die in den Ansprüchen 7 und 8 definierten Verzüge haben
zu optimalen Regelergebnissen geführt.
Auch der Gestaltung der Reguliervorrichtung nach An
spruch 9 wird eine hohe Bedeutung beigemessen. Die dort
angegebenen Winkel und Abstände führen dazu, daß bei
den üblichen Bandgeschwindigkeiten die Korrektur des
Verzuges am Band dort ausgeführt wird, wo die Differenz
festgestellt wurde.
Durch die Ausgestaltung nach Anspruch 10 wird vermie
den, daß dem Motor für den Antrieb des Drehwerkes eine
gesonderte Regelvorrichtung zugeordnet werden muß. Ein
Bandspeicher zwischen Streckwerk und Drehwerk kann
vermieden werden.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbei
spiel näher erläutert werden. In den dazugehörigen
Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der
Arbeitselemente des geregelten Steck
werkes in Verbindung mit einem soge
nannten Drehwerk;
Fig. 2 ein Blockschaltbild des Reglers für
das Streckwerk und
Fig. 3 eine schematische Darstellung des
Regelvorganges entlang einer Zeitachse.
Das Streckwerk des Ausführungsbeispieles befindet sich
am Ausgang einer Deckelkarde und ist hinter dem an
dieser Stelle befindlichen Bandtrichter 2 in an sich
bekannter Weise angeordnet.
Unmittelbar hinter dem Trichter 2 befindet sich anstel
le des üblichen Kalanderwalzenpaares ein Meßwalzenpaar
30, 31, das Bestandteil des Meßwertgebers 3 ist.
Die untere Meßwalze 30 ist ortsfest gelagert und einem
Drehantrieb unterworfen. Die obere Walze ist vertikal
verschiebbar gelagert und ist belastet.
Ein Meßwandler 33 tastet die vertikale Position der
oberen Walze 31 ab, wandelt das Wegsignal in eine
analoge elektrische Größe. Er liefert damit ein Signal,
das der Dicke des Faserbandes 1 proportional ist.
Dem Meßwalzenpaar 30, 31 folgt in einem Abstand von etwa
50 mm das Einzugswalzenpaar 40, 41. Auch hier ist die
untere Walze 40 gestellfest gelagert und in einem be
stimmten Übersetzungsverhältnis zur Abnehmerwalze 631
angetrieben.
Die obere Walze 41 ist kraftschlüssig an der unteren
Walze 40 gehalten. Sie rotiert mit ihr und klemmt das
zwischen ihnen durchlaufende Faserband 1.
Eine dieser Walzen 40, 41 besitzt in etwa gleichgroßen
Winkelabständen eine Anzahl von Gebermarken 411, die
von einem ortsfesten Sensor 412 abgetastet. Die so
gewonnenen Impulse werden in elektrische Taktsignale,
die Meßtakte a, b, . . . , umgewandelt.
In einem weiteren Abstand von ebenfalls etwa 50 mm oder
einem anderen Abstand, der sich nach der mittleren
Stapellänge des Faserbandes 1 richtet, ist das Verzugs
walzenpaar 50, 51 angeordnet. Dieses Verzugswalzenpaar
50, 51 ist hinsichtlich der Walzen identisch mit dem
Einzugswalzenpaar 40, 41.
Die untere Walze 51 wird hier durch einen Reguliermotor
52, der ein Servomotor ist, angetrieben.
Diesem Reguliermotor 52, ist die Verarbeitungseinheit 6
für die Verzugsgrößen und die Ansteuereinheit 53 zuge
ordnet.
Hinter diesem Verzugswalzenpaar 50, 51 gelangt das
Faserband 1 entweder direkt oder indirekt über einen
Zwischenspeicher 71 in den Bereich eines sogenannten
Drehwerkes 7 und wird dort nach einem vorgegebenen
Schema, gefördert durch ein Ablegewalzenpaar 72 in
einer Spinnkanne 73 abgelegt.
Das Ablegewalzenpaar 72 des Drehwerkes 7 wird in ans ich
bekannter Weise durch einen separaten Motor 74 ange
trieben.
Die Drehzahl des Motors 74 wird in Abhängigkeit von der
Liefergeschwindigkeit des Streckwerkes geregelt bzw.
gesteuert.
Im folgenden soll die Arbeitsweise des geregelten
Streckwerkes anhand der Fig. 2 beschrieben werden.
Die Fig. 2 zeigt, wie bereits erwähnt, ein Blockschalt
bild der Regelschaltung für den Reguliermotor 52 des
Verzugswalzenpaares 50, 51.
Der Meßwertgeber 3, liefert einen analogen Wert zur
Dicke des Faserbandes 1 unmittelbar hinter dem Trichter
2.
Dieses analoge Signal wird einem A/D-Wandler 34 zuge
führt, der die analogen Signale in 8-bit-Form digitali
siert. Diesem A/D-Wandler 34 ist eine NC-Steuerung 61
nachgeordnet, deren Aufgaben und Bestandteile später
beschrieben werden.
Parallel zu dieser Meßwertaufnahme wird ein zunächst
analoger Sollwert bei 621 eingegeben. Dieser Sollwert
wird über einen A/D-Wandler 622 digitalisiert und
durch eine weitere NC-Steuerung 623 in eine Sprung
adresse umgewandelt. Mit der Sprungadresse wählt man
aus einem Sollwertregister 6231 einen der gespeicherten
Sollwerte aus und leitet ihn an die NC-Steuerung 61 für
den Meßwertaufnehmer 3 weiter.
Dieser so vorbereitete Sollwert wird mit dem digitali
sierten Meßwert verglichen. Aus dem gewonnenen Diffe
renzsignal werden jetzt je nach der Größe der Differenz
Sprungadressen gebildet.
Mit Hilfe dieser Sprungadressen aus der Differenzgröße
wird eine Befehlszeile aus einem Korrekturregister 613
ausgewählt, dessen aktivierte Information dann der
Ansteuereinheit 53 für den Reguliermotor 52 zugeführt
wird.
Diese Ansteuereinheit 53 wird zusätzlich mit einer
Steuerspannung versorgt, die der Drehzahl des Abnehmers
631 der Karde proportional ist. Zur Erzeugung dieses
Drehzahlsignals dient ein inkrementaler Geber (IGR) 632,
dessen Impuls folge von einer Geberkarte 633 ausgewertet
und in eine äquivalente Spannung gewandelt wird.
In der Ansteuereinheit 53 wird der Spannungswert für
die Korrektur und der Spannungswert für die Basisdreh
zahl zusammengefaßt und ein entsprechender Steuerbefehl
an den Reguliermotor 52 weitergegeben.
Der Reguliermotor 52 ist ein hochdynamischer Servomo
tor, der ein extrem niedriges Trägheitsmoment für den
Rotor besitzt. Nach der Auswahlreihe hat er ein Träg
heitsmoment von kleiner als 0,001 kgm².
Dieser Motor sollte ein ausreichend großes Drehmoment
besitzen, das geeignet ist, in einer angemessen kurzen
Zeit die notwendigen Korrekturen der Drehzahlen für das
Verzugswalzenpaar 50, 51 vorzunehmen.
In Fig. 3 ist der Regelablauf nochmals schematisch
anhand eines Zeit-Schaubildes dargestellt. Dabei sind
die dargestellten zeitlichen Größen sicher nicht pro
portional zum tatsächlichen Wert aufgezeigt.
Diese Darstellung wurde gewählt, um zu demonstrieren,
wie die einzelnen Arbeitsschritte in sehr kurzen Zeit
abschnitten nacheinander ablaufen und dann der Verzug
möglichst genau an der Stelle des Faserbandes gewähr
leisten, an der die Differenz festgestellt wurde.
Für den ersten Verfahrensschritt, das Wandeln des
gemessenen Wertes der Banddicke benötigt der A/D-
Wandler im Mittel etwa 0,8 ms.
Für den Vergleich des Meßwertes und des Sollwertes im
Vergleicher 611, die Erstellung der Sprungadresse bei
612 für das Korrekturregister 613 sowie das Ansteuern
der Sprungadresse im Korrekturregister 613 werden
nochmals 5-6 ms benötigt.
Die Ansteuereinheit 53 benötigt für das Ausgeben der
Stellgröße für den Reguliermotor 52 ebenfalls eine Zeit
in dieser Größenordnung.
Der Reguliermotor 52 braucht für die notwendige Dreh
zahländerung nochmals eine Zeit, die noch erheblich
größer ist als die Zeit für die Verarbeitung der elek
trischen Größen. Erst mit einer spürbaren Drehzahlän
derung beginnt die Korrektur der Banddicke durch den
zusätzlichen oder reduzierten Verzug.
Zu berücksichtigen ist auch, daß die Fasern, die inner
halb des Faserbandes 1 verschoben werden müssen, nicht
immer zum gewünschten Zeitpunkt in einem solchen Kraft
schluß zu den Walzen stehen, daß ihr Verzug unmittelbar
gesichert ist.
Die Sollgröße aus dem Sollwertregister 6231 steht über
einen beliebig begrenzbaren Zeitraum zur Verfügung.
Mit der Ausgabe der digitalen Meßgröße durch den A/D-
Wandler 34 wird gleichzeitig der Vergleich und die
Erstellung der Sprungadresse möglich. Wird die Sprung
adresse im Korrekturregister durchgeschalten, erhält
auch der A/D-Wandler 34 ein Signal, das das Durchschal
ten des nächsten Meßwertes beim nächsten Meßtaktimpuls
b ermöglicht.
Beim Eintreffen des nächsten Meßimpulses b wird der
nächste Meßwert in die Steuerung eingegeben und in
gleicher Weise verarbeitet, wie es oben, auf den ersten
Impuls a bezogen, beschrieben wurde.
Sobald die neue, aktuelle Adresse im Korrekturregister
aktiviert wird, korrigiert die Ansteuereinheit 53 ihren
Ausgang und veranlaßt den Reguliermotor 52, die neue
korrigierte Drehzahl auszuführen.
Bei einer angenommenen mittleren Bandgeschwindigkeit
von etwa 170 m/min wird die gemessene Stelle des Faser
bandes 1 in etwa 17 ins bis zum Einzugswalzenpaar 40, 41
bewegt. Weitere 17 ms benötigt das Faserband 1 bis zum
Verzugswalzenpaar 50, 51.
Bei einem Durchmesser der Streckwerkswalzen von etwa
30 mm und 4 Gebermarkierungen 411 auf einer Einzugs
walze 40, 41 wird von einem Impuls zum nächsten ein
Zeitintervall von etwa 8 bis 10 ms benötigt.
Durch den Verzicht auf Rechenvorgänge für die Ermitt
lung des Sollwertes kann der jeweils neue Korrekturwert
für den Reguliermotor 52 innerhalb einer sehr kurzen
Zeit bereitgestellt werden.
Der Reguliermotor 52 kann unmittelbar nach dem Meßvor
gang mit der Drehzahländerung beginnen und beim Ein
treffen des nächsten Korrekturwertes entweder die
Korrektur beenden oder fortsetzen. Die Korrektur kann
so , abgesehen von natürlichen Toleranzen zu dem
Zeitpunkt durchgeführt werden, zu dem sich der gemesse
ne Punkt am Faserband 1 in dem Wirkungsbereich der
Verzugswalzen 50, 51 bewegt.
Dabei ist zu berücksichtigen, daß sich der Verzugsbe
reich der Verzugswalze 50, 51 infolge der durchschnitt
lichen Faserlänge nahezu bis an den Klemmspalt des Ein
zugswalzenpaares 40, 41 heran erstreckt.
Etwa dort befindet sich der gemessene Punkt am Faser
band 1, wenn sich die Motordrehzahl bereits um einen
ausreichenden Betrag verändert hat.
Bis zum Eintreffen des folgenden Korrektursignals
vergeht noch eine angemessene Zeit, in der der Motor
die Korrektur entsprechend den Vorgaben des Korrektur
registers vollenden kann. Diese Zeit endet dann, wenn
der Reguliermotor 52 auf der Grundlage des neuen Kor
rektursignales bereits eine spürbare Drehzahländerung
erfahren hat.
Zeigt es sich, daß die Korrekturwerte zu groß oder zu
klein sind, kann man eine Änderung dadurch erreichen,
indem man die Zuordnung zu den Befehlszeilen des Stell
wertregisters, d. h. die Adressenbezeichnungen verän
dert.
Insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten ist zu vermei
den, daß die Meßtakte dann neu ausgelöst werden, wenn
der vorherige Regelvorgang noch nicht abgeschlossen
ist.
Zu diesem Zweck wird mit der Ausgabe der Stelladresse
ein Impuls an den A/D-Wandler 34 des Meßwertgebers 3
gegeben, der die Ausgabe eines neuen Meßwertes an die
NC-Steuerung 61 freigibt.
Das bedeutet, daß kein neuer Meßwert ausgegeben werden
kann, bevor der vorhergehende Verarbeitungsvorgang für
das Stellsignal abgeschlossen ist.
Versuche haben gezeigt, daß die Regelqualität für die
Dicke des Faserbandes bei den üblichen Bandgeschwindig
keiten von 170 m/min sehr gut ist. Überraschenderweise
erreicht man bei noch höheren Geschwindigkeiten (bis zu
2.50 m/min) nahezu ideale Regelergebnisse.
Gut sind die Regelergebnisse auch bei sehr niedrigen
Drehzahlen, z. B. im Kriechgang, weil das Ende jedes
Regelvorganges durch das Erreichen der neuen Drehzahl
begrenzt ist.
Die Regelzeit eines Vorganges hat keine Auswirkung auf
die Korrekturgröße.
Der Neue Effekt der Erfindung besteht offensichtlich
darin, daß die Zeit für die Bereitstellung eines real
wirksamen Korrekturwertes sehr klein gehalten werden
kann und der Motor 52 eine ausreichende Zeit zur Verfü
gung hat, die korrigierte Drehzahl dann zu erreichen,
bevor der gemessene Abschnitt des Faserbandes 1 in den
Wirkungsbereich der Verzugswalzen gelangt.
Im vorliegenden Falle erreicht man das durch die Be
reitstellung von Sprungadressen und das Ansteuern von
Registern mit vorbereiteten Stellbefehlen.
Es ist auch möglich, die auszuwertenden Daten mit sehr
schnellen Rechnern bereitzustellen und die Bereitstel
lung über einen vorgegebenen Winkelbereich der Streck
werkswalzen aufrecht zu erhalten.
Durch die unterschiedlichen Austrittsgeschwindigkeiten
des Faserbandes 1 am Ende des Streckwerkes ist es
nötig, auch das Ablegewalzenpaar 72 des Drehwerkes 7
mit einer angepaßten Drehzahl anzutreiben.
Zu diesem Zweck kann man im herkömmlichen Sinne dem
dort angeordneten Motor 74 eine zusätzliche Regelung
zuordnen. Einfacher ist es jedoch, wenn man diesen
Motor 74 gemeinsam mit dem Reguliermotor 52 in seiner
Drehzahl korrigiert.
Eine kostengünstige Ausführung hat man dann, wenn man
beide Motoren 74 und 52 einer einzigen Ansteuereinheit
zuordnet, oder wenn man dem Reguliermotor 52 ein IGR
zuordnet, dessen Geschwindigkeitssignale unmittelbar
die Drehzahl des Motors 74 bestimmen.
Bezugszeichenliste
1 Faserband
2 Bandtrichter
3 Meßwertgeber
30 Unterwalze
31 Oberwalze
33 Meßwandler (mech.-elekt. analog)
34 A/D-Wandler
(4) Einzugswalzenpaar
40 Unterwalze
41 Oberwalze
411 Geber, Markierung
412 Sensor (Meßtaktgeber)
(5) Verzugswalzenpaar
50 Unterwalze
51 Oberwalze
52 Reguliermotor, Motor
53 Ansteuereinheit
6 Verarbeitungseinheit
61 NC-Steuerung
611 Vergleicher
612 Sprungadressen-Bildung
613 Korrekturregister
62 Sollwertvorgabe
621 Sollwerteingabe
622 A/D-Wandler
623 NC-Steuerung
6231 Sollwertregister
63 Basisdrehzahlvorgabe
631 Abnehmer
632 IGR
633 Geberkarte
7 Drehwerk
71 Zwischenspeicher
72 Ablegewalzenpaar
73 Spinnkanne
74 Motor
t Zeit
Ka, Kb Korrektur
a, a′ Meßtakt
b, b′ Meßtakt
W Wandlung A/D
V Vergleich
S Bildung einer Sprungadresse
A Ansteuern einer Sprungadresse
F Freigabe des Meßwandlers
2 Bandtrichter
3 Meßwertgeber
30 Unterwalze
31 Oberwalze
33 Meßwandler (mech.-elekt. analog)
34 A/D-Wandler
(4) Einzugswalzenpaar
40 Unterwalze
41 Oberwalze
411 Geber, Markierung
412 Sensor (Meßtaktgeber)
(5) Verzugswalzenpaar
50 Unterwalze
51 Oberwalze
52 Reguliermotor, Motor
53 Ansteuereinheit
6 Verarbeitungseinheit
61 NC-Steuerung
611 Vergleicher
612 Sprungadressen-Bildung
613 Korrekturregister
62 Sollwertvorgabe
621 Sollwerteingabe
622 A/D-Wandler
623 NC-Steuerung
6231 Sollwertregister
63 Basisdrehzahlvorgabe
631 Abnehmer
632 IGR
633 Geberkarte
7 Drehwerk
71 Zwischenspeicher
72 Ablegewalzenpaar
73 Spinnkanne
74 Motor
t Zeit
Ka, Kb Korrektur
a, a′ Meßtakt
b, b′ Meßtakt
W Wandlung A/D
V Vergleich
S Bildung einer Sprungadresse
A Ansteuern einer Sprungadresse
F Freigabe des Meßwandlers
Claims (11)
1. Verfahren zum Regulieren eines Streckwerkes, insbe
sondere an Karden, wobei die Meßsignale am Streckwerks
eingang erfaßt werden, mit dem Sollwert verglichen und
aus dem Differenzsignal ein Stellsignal für die An
steuereinheit eines Reguliermotors für das Verzugswal
zenpaar abgeleitet wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sollwerte durch eine Sprungadresse aus einem Sollwertregister (6231) eingegeben werden,
daß die Basisdrehzahl von der aktuellen Drehzahl des Abnehmers (631) abgeleitet und als Basisspannung der Ansteuereinheit des Reguliermotors zugeleitet wird,
daß in Abhängigkeit von einer Walze des Streckwerkes ein Meßtakt niedriger Frequenz erzeugt wird,
daß bei jedem Meßtakt
daß die Sollwerte durch eine Sprungadresse aus einem Sollwertregister (6231) eingegeben werden,
daß die Basisdrehzahl von der aktuellen Drehzahl des Abnehmers (631) abgeleitet und als Basisspannung der Ansteuereinheit des Reguliermotors zugeleitet wird,
daß in Abhängigkeit von einer Walze des Streckwerkes ein Meßtakt niedriger Frequenz erzeugt wird,
daß bei jedem Meßtakt
- - ein Meßsignal erfaßt,
- - in ein digitales Signal gewandelt und
- - mit der aktivierten Sprungadresse des Sollwertregi sters verglichen und ein Differenzsignal gebildet wird,
daß das ermittelte Differenzsignal in eine Sprung
adresse für ein Korrekturregister (613) umgeformt
wird und
daß der durch die aktivierte Adresse im Korrektur register gelesene Stellwert der Ansteuereinheit des Reguliermotors zugeleitet wird.
daß der durch die aktivierte Adresse im Korrektur register gelesene Stellwert der Ansteuereinheit des Reguliermotors zugeleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die analoge Sollwertvorgabe
- - über einen A/D-Wandler in ein digitales Signal und
- - das digitale Signal in eine Sprungadresse für das Sollwertregister umgeformt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet,
daß der Meßtaktimpuls von Markierungen (411) an einer
Streckwerkswalze mittels Sensor (412) abgenommen
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet,
daß vom Abnehmer (631) der Karde
daß vom Abnehmer (631) der Karde
- - ein digitaler Drehzahlimpuls abgenommen,
- - von einer elektronischen Verarbeitungseinheit in ein Spannungssignal umgewandelt und
- - das Spannungssignal der Ansteuereinheit für den Reguliermotor (52) zugeführt wird.
5. Reguliervorrichtung für ein Streckwerk, insbesondere
an Karden, nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1, beste
hend aus einem Einzugswalzenpaar, einem Verzugswalzen
paar mit Regelmotor und aus einer Meßvorrichtung vor
dem Einzugswalzenpaar,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzugswalzen (40, 41) in Abhängigkeit vom Abnehmer (631) der Karde angetrieben werden,
daß den Einzugswalzen (40, 41) Geber (411) für den Meßtakt zugeordnet sind,
daß der gestellfeste Sensor (412), der dem Geber (411) für den Meßtakt (a, b) zugeordnet ist, mit dem Meß wertgeber der Meßvorrichtung (3) elektrisch verbunden ist und
daß dem Verzugswalzenpaar (50, 51) ein hochdynamisch steuerbarer Servomotor als Reguliermotor (52) zuge ordnet ist,
daß die Einzugswalzen (40, 41) in Abhängigkeit vom Abnehmer (631) der Karde angetrieben werden,
daß den Einzugswalzen (40, 41) Geber (411) für den Meßtakt zugeordnet sind,
daß der gestellfeste Sensor (412), der dem Geber (411) für den Meßtakt (a, b) zugeordnet ist, mit dem Meß wertgeber der Meßvorrichtung (3) elektrisch verbunden ist und
daß dem Verzugswalzenpaar (50, 51) ein hochdynamisch steuerbarer Servomotor als Reguliermotor (52) zuge ordnet ist,
- - der durch eine mikroprozessorgesteuerte Ansteuereinheit (53) stellbar ist, und
- - dem eine Einachs-Steuerung mit einer Zykluszeit zugeordnet ist, die kleiner ist als 15 ms, und
- - dessen Rotor ein Trägheitsmoment hat, das kleiner ist als 0,001 kgm².
6. Reguliervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet,
daß die Meßvorrichtung (3) aus einem Meßwalzenpaar
(30, 31) besteht, von dem mindestens eine Walze mit
dem Einzugswalzenpaar (40, 41) drehverbunden ist.
7. Reguliervorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch
gekennzeichnet,
daß der Grundverzug des Streckwerkes einem Verhältnis
von etwa 1 : 1,3 entspricht.
8. Reguliervorrichtung nach Anspruch 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet,
daß der Verzug zwischen dem Meßwalzenpaar (30, 31)
und dem Einzugswalzenpaar (40, 41) einem Verhältnis
von etwa 1 : 1,05 entspricht.
9. Reguliervorrichtung nach Anspruch 5 bis 8, dadurch
gekennzeichnet,
daß eine der Einzugswalzen (40, 41) mindestens vier um etwa gleiche Winkelbeträge zueinander versetzte Geber (411) besitzt, denen ein ortsfester Sensor (412) zugeordnet ist, und
daß die Meßwalzen (30, 31) zu den Einzugswalzen (40, 41) und die Einzugswalzen (40, 41) zu den Verzugswalzen (50, 51) entlang der Laufrichtung des Faserbandes (1) etwa um je 50 mm versetzt angeordnet sind.
daß eine der Einzugswalzen (40, 41) mindestens vier um etwa gleiche Winkelbeträge zueinander versetzte Geber (411) besitzt, denen ein ortsfester Sensor (412) zugeordnet ist, und
daß die Meßwalzen (30, 31) zu den Einzugswalzen (40, 41) und die Einzugswalzen (40, 41) zu den Verzugswalzen (50, 51) entlang der Laufrichtung des Faserbandes (1) etwa um je 50 mm versetzt angeordnet sind.
10. Reguliervorrichtung nach Anspruch 5 bis 9, dadurch
gekennzeichnet,
daß das dem Streckwerk nachgeordnete Drehwerk (7) für
die Faserbandablage mittels Motor (74) angetrieben
wird, der mittelbar in Abhängigkeit von der Drehzahl
des Reguliermotors (52) des Streckwerkes gespeist
wird.
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
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