DE4421179A1 - Farbstoffübertragungsinhibitoren für Wasch- und Reinigungsmittel - Google Patents
Farbstoffübertragungsinhibitoren für Wasch- und ReinigungsmittelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die Verwendung von wasserunlöslichen, ver
netzten Polymerisaten als Additiv für Wasch- und Reinigungsmittel
zur Verhinderung der Farbstoffübertragung während des Waschvor
gangs sowie Wasch- und Reinigungsmittel, die diese Polymerisate
enthalten.
Die Verwendung von wasserlöslichen Homo- und Copolymerisaten aus
1-Vinylpyrrolidon und 1-Vinylimidazol als Farbstoffübertragungs
inihibitor für Wasch- und Reinigungsmittel ist bekannt, vgl.
DE-B-22 32 353 und DE-A-28 14 287. Die bekannten Polymerisate ha
ben den Nachteil, daß sie weder biologisch abbaubar sind noch
durch Adsorbtion am Klärschlamm aus dem Abwasser vollständig ent
fernt werden können. In der DE-A-28 14 287 werden außer wasser
löslichen Polymerisaten auch wasserunlösliche Polymerisate auf
Basis von 1-Vinylimidazol als Farbstoffübertragungsinhibitor be
schrieben. Wie in dieser Literaturstelle ausgeführt wird, führt
der Einbau von Vernetzern in die Polymerisate zu dreidimensional
vernetzten Polymeren mit hoher Viskosität und abnehmender Wasser
löslichkeit. Der Anteil der Vernetzer im Copolymerisat soll daher
vorzugsweise weniger als 5 mol-% betragen. Gemäß der Lehre dieser
Veröffentlichung sollen die Polymerisate in Wasser löslich bzw.
durch Einbau hydrophober Monomerbausteine dispergierbar sein, so
daß der Einsatz wasserunlöslicher vernetzter Polymerisate nicht
empfohlen wird. Die angegebenen Beispiele belegen dies.
Aus der WO-A-94/2578 ist bekannt, Poly-(4-vinylpyridin-N-oxid)
als Farbstoffübertragungsinhibitor in Waschmitteln zu verwenden.
Auch hierbei handelt es sich um wasserlösliche Polymerisate.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Farbstoffübertragungs
inhibitoren für Wasch- und Reinigungsmittel zur Verfügung zu
stellen, die gegenüber den bekannten Inhibitoren zu einem hohen
Maße aus dem Abwasser eliminierbar sind.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit der Verwendung von
wasserunlöslichen, vernetzten Polymerisaten, die Einheiten von
1-Vinylpyrrolidon und/oder 1-Vinylimidazolen der Formel
in der R, R¹ und R² gleich oder verschieden sind und für H,
C₁- bis C₄-Alkyl oder Phenyl stehen, oder von 4-Vinylpyridin-N-oxid
einpolymerisiert enthalten, in feinteiliger Form, wobei minde
stens 90 Gew.-% der Polymerisate ein Partikelgröße von 0,1 bis
500 µm haben, als Additiv für Wasch- und Reinigungsmittel zur Ver
hinderung der Farbstoffübertragung während des Waschvorgangs.
Gegenstand der Erfindung sind außerdem Wasch- und Reinigungsmit
tel auf der Basis von Tensiden und gegebenenfalls Buildern sowie
anderen üblichen Bestandteilen, wobei die Wasch- und Reinigungs
mittel 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die jeweilige Formulierung,
an wasserunlöslichen, vernetzten Polymerisaten enthalten, die
Einheiten von 1-Vinylpyrrolidon und/oder 1-Vinylimidazolen der
Formel
in der R, R¹ und R² gleich oder verschieden sind und für H,
C₁- bis C₄-Alkyl oder Phenyl stehen, oder von 4-Vinylpyridin-N-oxid
einpolymerisiert enthalten, in feinteiliger Form, wobei minde
stens 90 Gew.-% der Polymerisate eine Partikelgröße von 0,1 bis
500 µm haben.
Wasserunlösliche vernetzte Polymerisate wurden bisher aus sorpti
onskinetischen Gründen nicht als Farbstoffübertragungsinhibitoren
verwendet. Überraschend wurde jetzt gefunden, daß wasser
unlösliche vernetzte Polymerisate, die eine Partikelgröße von 0,1
bis 500 µm haben, hervorragende Farbstoffübertragungsinhibitoren
sind und in ihrer Wirksamkeit die wasserlöslichen Polymerisate
teilweise sogar übertreffen.
Geeignete wasserunlösliche, vernetzte Polymerisate sind bei
spielsweise dadurch erhältlich, daß man als Monomere der
Gruppe (a) 1-Vinylpyrrolidon und/oder 1-Vinylimidazole der Formel
in der R, R¹ und R² gleich oder verschieden sind und für H,
C₁- bis C₄-Alkyl oder Phenyl stehen. Die Substituenten R, R¹ und R² ste
hen bevorzugt für H, CH₃ und C₂H₅.
Monomere der Gruppe (a) sind beispielsweise 1-Vinylimidazol,
2-Methyl-1-vinylimidazol, 2-Ethyl-1-vinylimidazol,
2-Propyl-1-vinylimidazol, 2-Butyl-1-vinylimidazol,
2,4-Dimethyl-1-vinylimidazol, 2,5-Dimethyl-1-vinylimidazol,
2-Ethyl-4-methyl-1-vinylimidazol, 2-Ethyl-5-methyl-1-vinyl
imidazol, 2,4,5-Trimethyl-1-vinylimidazol,
4,5-Diethyl-2-methyl-1-vinylimidazol, 4-Methyl-1-vinylimidazol,
5-Methyl-1-vinylimidazol, 4-Ethyl-1-vinylimidazol,
4,5-Dimethyl-1-vinylimidazol oder 2,4,5-Triethyl-1-vinylimidazol.
Man kann auch Mischungen der genannten Monomere in beliebigen
Verhältnissen einsetzen. Vorzugsweise setzt man 2-Methyl-1-vinyl
imidazol, 2-Ethyl-1-vinylimidazol, 2-Ethyl-4-methyl-l-vinylimida
zol, 4-Methyl-1-vinylimidazol oder Mischungen aus 1-Vinyl
pyrrolidon und 1-Vinylimidazol oder Mischungen aus 1-Vinyl
pyrrolidon und 2-Methyl-1-vinylimidazol als Monomer der
Gruppe (a) ein. Ganz besonders bevorzugt werden 1-Vinylimidazol,
1-Vinylpyrrolidon und 2-Methyl-1-vinylimidazol. Die Polymerisate
enthalten die Monomeren der Gruppe (a) vorzugsweise in Mengen von
40 bis 100 Gew.-% einpolymerisiert.
Um die vernetzten, wasserunlöslichen Polymerisate herzustellen,
kann man die Monomeren der Gruppe (a) gegebenenfalls mit den Mo
nomeren der Gruppe (b) copolymerisieren. Hierunter sollen mono
ethylenisch ungesättigte Monomere verstanden werden, die von den
Monomeren der Gruppe (a) verschieden sind, z. B. Acrylamide,
Vinylester, Vinylether, (Meth)acrylester, (Meth)acrylsäure, Ma
leinsäure, Maleinsäureester, Styrol, 1-Alkene, 1-Vinyl
caprolactam, 1-Vinyloxazolidinon, 1-Vinyltriazol, N-Vinylforma
mid, N-Vinylacetamid und/oder N-Vinyl-N-methylacetamid.
Vorzugsweise setzt man (Meth)acrylsäureester als Monomer (b) ein,
die sich von Aminoalkoholen ableiten. Diese Monomeren enthalten
ein basisches Stickstoffatom. Sie werden entweder in Form der
freien Basen oder in neutralisierter oder quaternisierter Form
eingesetzt. Weitere bevorzugte Monomere sind Monomere, die ein
basisches Stickstoffatom und eine Amidgruppe im Molekül enthal
ten. Beispiele für die genannten bevorzugt in Betracht kommenden
Monomeren sind N,N′-Dialkylaminoalkyl(meth)acrylate, z. B. Dime
thylaminoethylacrylat, Dimethylaminoethyl(meth)acrylat, Diethyl
aminoethylacrylat, Diethylaminoethylmethacrylat, Dimethylamino
propylacrylat, Dimethylaminopropylmethacrylat, Diethylaminopro
pylacrylat- und Diethylaminopropylmethacrylat. Basische Monomere,
die zusätzlich eine Amidgruppierung im Molekül enthalten, sind
N,N′-Dialkylaminoalkyl(meth)acrylamide, beispielsweise N,N′-Di-
C₁- bis C₃-alkylamino-C₂- bis C₆-alkyl(meth)acrylamide, wie bei
spielsweise Dimethylaminoethylacrylamid, Dimethylaminoethylmetha
crylamid, Diethylaminoethylacrylamid, Diethylaminoethylmethacry
lamid, Dimethylaminopropylacrylamid und Dimethylaminopropylmetha
crylamid.
Weitere Monomere, die ein basisches Stickstoffatom haben, sind
4-Vinylpyridin, 2-Vinylpyridin, Diallyldi-(C₁- bis C₁₂-alkyl)ammo
nium-Verbindungen und Diallyl-C₁- bis C₁₂-alkylamine. Die basi
schen Monomere werden bei der Copolymerisation in Form der freien
Basen, der Salze mit organischen oder anorganischen Säuren oder
in quaternierter Form eingesetzt. Für die Quaternierung eignen
sich beispielsweise Alkylhalogenide mit 1 bis 18 C-Atomen in der
Alkylgruppe, beispielsweise Methylchlorid, Ethylchlorid oder
Benzylchlorid. Die Quaternierung der stickstoffhaltigen basischen
Monomeren kann auch durch Umsetzung mit Dialkylsulfaten, insbe
sondere mit Diethylsulfat oder Dimethylsulfat, vorgenommen wer
den. Beispiele für quaternierte Monomere sind Trimethylammonium
ethylmethacrylatchlorid, Dimethylethylammoniumethylmethacrylat
ethylsulfat und Dimethylethylammoniumethylmethacrylamidethylsul
fat. Außerdem eignen sich 1-Vinylimidazolium-Verbindungen, die
beispielsweise mit C₁- bis C₁₈-Alkylhalogeniden, Dialkylsulfaten
oder Benzylchlorid quaterniert oder mit einer Säure in die Salz
form überführt sind. Solche Monomere können beispielsweise mit
Hilfe der allgemeinen Formel
in der
R, R¹, R² = H, C₁- bis C₄-Alkyl oder Phenyl,
R³ = H, C₁ bis C₁₈-Alkyl oder Benzyl und
X⊖ ein Anion ist,
charakterisiert werden. In Formel II kann das Anion ein Halogen ion, ein Alkylsulfatanion oder auch der Rest einer anorganischen oder organischen Säure sein. Beispiele für quaternierte 1-Vinyl imidazole der Formel II sind 3-Methyl-1-vinylimidazoliumchlorid, 3-Benzyl-1-vinylimidazoliumchlorid oder 3-Ethyl-1-vinyl imidazoliumethylsulfat. Selbstverständlich können auch die Poly merisate, die Monomere (a) und gegebenenfalls 1-Vinylimidazol oder basische Monomere (c) enthalten, durch Umsetzung mit übli chen Quaternisierungsmitteln wie Dimethylsulfat oder Methyl chlorid teilweise quaternisiert werden. Sofern die Monomeren (b) eingesetzt werden, sind sie bis zu 30 Gew.-% in der Monomer mischung enthalten.
R, R¹, R² = H, C₁- bis C₄-Alkyl oder Phenyl,
R³ = H, C₁ bis C₁₈-Alkyl oder Benzyl und
X⊖ ein Anion ist,
charakterisiert werden. In Formel II kann das Anion ein Halogen ion, ein Alkylsulfatanion oder auch der Rest einer anorganischen oder organischen Säure sein. Beispiele für quaternierte 1-Vinyl imidazole der Formel II sind 3-Methyl-1-vinylimidazoliumchlorid, 3-Benzyl-1-vinylimidazoliumchlorid oder 3-Ethyl-1-vinyl imidazoliumethylsulfat. Selbstverständlich können auch die Poly merisate, die Monomere (a) und gegebenenfalls 1-Vinylimidazol oder basische Monomere (c) enthalten, durch Umsetzung mit übli chen Quaternisierungsmitteln wie Dimethylsulfat oder Methyl chlorid teilweise quaternisiert werden. Sofern die Monomeren (b) eingesetzt werden, sind sie bis zu 30 Gew.-% in der Monomer mischung enthalten.
Die direkte Herstellung von wasserunlöslichen vernetzten Polyme
risaten erfolgt durch Polymerisation der Monomeren (a) und gege
benenfalls (b) in Gegenwart von Monomeren der Gruppe (c). Hierbei
handelt es sich um solche Monomeren, die mindestens 2 monoethyle
nisch ungesättigte Doppelbindungen im Molekül enthalten. Verbin
dungen dieser Art werden üblicherweise bei Polymerisationsreak
tionen als Vernetzer eingesetzt.
Geeignete Vernetzer dieser Art sind zum Beispiel Acrylester,
Methacrylester, Allylether oder Vinylether von mindestens zwei
wertigen Alkoholen. Die OH-Gruppen der zugrundeliegenden Alkohole
können dabei ganz oder teilweise verethert oder verestert sein;
die Vernetzer enthalten aber mindestens zwei ethylenisch ungesät
tigte Gruppen. Beispiele für die zugrundeliegenden Alkohole sind
zweiwertige Alkohole wie 1,2-Ethandiol, 1,2-Propandiol,
1,3-Propandiol, 1,2-Butandiol, 1,3-Butandiol, 2,3-Butandiol,
1,4-Butandiol, But-2-en-1,4-diol, 1,2-Pentandiol, 1,5-Pentandiol,
1,2-Hexandiol, 1,6-Hexandiol, 1,10-Decandiol, 1,2-Dodecandiol,
1,12-Dodecandiol, Neopentylglycol, 3-Methylpentan-1,5-diol,
2,5-Dimethyl-1,3-hexandiol, 2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiol,
1,2-Cyclohexandiol, 1,4-Cyclohexandiol, 1,4-Bis(hydroxy
methyl)cyclohexan, Hydroxypivalinsäure-neopentylglycolmonoester,
2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan, 2,2-Bis[4-(2-hydroxy
propyl)phenyl]propan, Diethylenglykol, Triethylenglykol, Tetra
ethylenglykol, Dipropylenglykol, Tripropylenglykol, Tetra
propylenglykol, 3-Thiopentan-1,5-diol, sowie Polyethylenglykole,
Polypropylenglykole und Polytetrahydrofurane mit Molekulargewich
ten von jeweils 200 bis 10 000. Außer den Homopolymerisaten des
Ethylenoxids bzw. Propylenoxids können auch Blockcopolymerisate
aus Ethylenoxid oder Propylenoxid oder Copolymerisate, die
Ethylenoxid- und Propylenoxid-Gruppen eingebaut enthalten, einge
setzt werden. Beispiele für zugrundeliegende Alkohole mit mehr
als zwei OH-Gruppen sind Trimethylolpropan, Glycerin, Penta
erythrit, 1,2,5-Pentantriol, 1,2,6-Hexantriol, Triethoxycyanur
säure, Sorbitan, Zucker wie Saccharose, Glucose, Mannose. Selbst
verständlich können die mehrwertigen Alkohole auch nach Umsetzung
mit Ethylenoxid oder Propylenoxid als die entsprechenden
Ethoxylate bzw. Propoxylate eingesetzt werden.
Weitere geeignete Vernetzer sind die Vinylester oder die Ester
einwertiger, ungesättigter Alkohole mit ethylenisch ungesättigten
C₃- bis C₆-Carbonsäuren, beispielsweise Acrylsäure, Methacryl
säure, Itaconsäure, Maleinsäure oder Fumarsäure. Beispiele für
solche Alkohole sind Allylalkohol, 1-Buten-3-ol, 5-Hexen-1-ol,
1-Octen-3-ol, 9-Decen-1-ol, Dicyclopentenylalkohol, 10-Unde
cen-1-ol, Zimtalkohol, Citronellol, Crotylalkohol oder
cis-9-Octadecen-1-ol. Man kann aber auch die einwertigen,
ungesättigten Alkohole mit mehrwertigen Carbonsäure verestern,
beispielsweise Malonsäure, Weinsäure, Trimellitsäure, Phthal
säure, Terephthalsäure, Citronensäure oder Bernsteinsäure.
Weitere geeignete Vernetzer sind Ester ungesättigter Carbonsäuren
mit den oben beschriebenen mehrwertigen Alkoholen, beispielsweise
der Ölsäure, Crotonsäure, Zimtsäure oder 10-Undecensäure.
Geeignet sind außerdem geradkettig oder verzweigte, lineare oder
cyclische, aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe, die
über mindestens zwei Doppelbindungen verfügen, die bei aliphati
schen Kohlenwasserstoffen nicht konjugiert sein dürfen, z. B.
Divinylbenzol, Divinyltoluol, 1,7-Octadien, 1,9-Decadien,
4-Vinyl-1-cyclohexen, Trivinylcyclohexan oder Polybutadiene mit
Molekulargewichten von 200-20 000. Als Vernetzer sind ferner
geeignet die Acrylsäureamide, Methacrylsäureamide und N-Allyl
amine von mindestens zweiwertigen Aminen. Solche Amine sind zum
Beispiel 1,2-Diaminomethan, 1,2-Diaminoethan, 1,3-Diaminopropan,
1,4-Diaminobutan, 1,6-Diaminohexan, 1,12-Dodecandiamin,
Piperazin, Diethylentriamin oder Isophorondiamin. Ebenfalls ge
eignet sind die Amide aus Allylamin und ungesättigten Carbon
säuren wie Acrylsäure, Methacrylsäure, Itaconsäure, Maleinsäure,
oder mindestens zweiwertigen Carbonsäuren, wie sie oben beschrie
ben wurden.
Geeignet sind auch N-Vinyl-Verbindungen von Harnstoffderivaten,
mindestens zweiwertigen Amiden, Cyanuraten oder Urethanen, bei
spielsweise von Harnstoff, Ethylenharnstoff, Propylenharnstoff
oder Weinsäurediamid.
Weitere geeignete Vernetzer sind Divinyldioxan, Tetraallylsilan
oder Tetravinylsilan. Selbstverständlich können auch Mischungen
der vorgenannten Verbindungen eingesetzt werden. Vorzugsweise
enthalten die unlöslichen Polymerisate N,N′-Divinylethylenharn
stoff als Vernetzer einpolymerisiert.
Bei der direkten Herstellung von wasserunlöslichen vernetzten Po
lymerisaten werden die Monomeren der Gruppe (c) in Mengen bis zu
40, vorzugsweise 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die Monomer
mischungen, eingesetzt. Bevorzugt in Betracht kommende Polymeri
sate enthalten mit N,N-Divinylethylenharnstoff vernetzte Polyme
risate aus 1-Vinylpyrrolidon, 1-Vinylimidazol und/oder
2-Methyl-1-vinylimidazol.
Die Monomeren werden üblicherweise unter Verwendung radikal
bildender Initiatoren polymerisiert, in der Regel in einer Inert
gasatmosphäre. Als radikalbildende Initiatoren können Wasser
stoffperoxid oder anorganische Persulfate verwendet werden,
ebenso organische Verbindungen vom Peroxid-, Peroxiester-, Per
carbonat- oder Azotyp, wie z. B. Dibenzoylperoxid, Di-t-butylper
oxid, t-Butylhydroperoxid, Dilauroylperoxid, t-Butylperpivalat,
t-Amylperpivalat, t-Butylperneodecanoat, 2,2′-Azobis(2-amidino
propan)dihydrochlorid, 4,4′-Azobis(4-cyanovaleriansäure),
2,2′-Azobis[2-(2-imidazolin-2-yl)propan]dihydrochlorid, 2,2′-Azo
bis(2,4-dimethylvaleronitril), 2,2′-Azobisisobutyronitril,
2,2′-Azobis(2-methylbutyronitril) und Dimethyl-2,2′-azobis(iso
butyrat). Man kann selbstverständlich auch Initiatormischungen
oder die bekannten Redoxinitiatoren verwenden.
Die wasserunlöslichen vernetzten Polymerisate können nach allen
bekannten Polymerisationsverfahren hergestellt werden.
Geeignete Polymerisationsverfahren sind neben der Substanz- und
der Gelpolymerisation die Emulsions- und umgekehrte Emulsionspo
lymerisation. Insbesondere eignen sich jedoch die Suspensionspo
lymerisation, die umgekehrte Suspensionspolymerisation, die Fäl
lungspolymerisation und die Popcornpolymerisation, die sich durch
ihre leichte Durchführbarkeit auszeichnen und bei denen der Poly
merisationsprozeß so gesteuert werden kann, daß das Polymerisat
direkt in feinteiliger Form anfällt.
Bei der Suspensionspolymerisation werden die Monomeren in einer
wäßrigen Salzlösung, z. B. einer wäßrigen Natriumsulfatlösung,
durch Rühren zu Tröpfchen dispergiert und durch Zugabe eines Ra
dikale bildenden Starters polymerisiert. Zum Stabilisieren der
dispergierten Monomertröpfchen und später der suspendierten
Polymerisatteilchen können Schutzkolloide, anorganische Suspen
dierhilfsmittel oder Emulgatoren eingesetzt werden. Die Eigen
schaften der Polymerisate können durch Zugabe sogenannter Poren
bildner wie Essigsäureethylester, Cyclohexan, n-Pentan, n-Hexan,
n-Octan, n-Butanol, i-Decanol, Methylethylketon oder i-Propylace
tat wesentlich beeinflußt werden. Die Teilchengröße kann z. B.
durch die Art und Konzentration an Dispergierhilfsmittel sowie
durch die Auswahl des Rührwerks und die Rührgeschwindigkeit be
einflußt werden. Das Suspensionspolymerisat wird durch Filtrieren
oder Zentrifugieren isoliert, gründlich gewaschen, getrocknet
und, falls erforderlich, zu Teilchen mit einer Größe von weniger
als 500 µm gemahlen. Das Mahlen kann auch im nassen Zustand erfol
gen. Fallen die Polymere in Form feiner Perlen an, so handelt es
sich um eine Perlpolymerisation.
Bei der Methode der umgekehrten Suspensionspolymerisation werden
die Monomeren in Wasser gelöst und diese Phase in einem inerten
organischen Solvens, beispielsweise Cyclohexan, suspendiert und
polymerisiert. Dem System werden zweckmäßig Schutzkolloide oder
Emulgatoren zugegeben. Nach Beendigung der Reaktion kann das Was
ser z. B. durch azeotrope Destillation entfernt und das Produkt
durch Filtration isoliert werden.
Die Fällungspolymerisation beruht auf der Verwendung von Lösemit
teln oder Lösemittelgemischen, in denen sich die zu polymerisie
renden Monomeren lösen, nicht jedoch das entstehende Polymere.
Das nicht oder nur begrenzt lösliche Polymere fällt während der
Polymerisation aus dem Reaktionsgemisch aus. Man erhält
Dispersionen (Suspensionen), die gegebenenfalls durch Zugabe von
Dispergatoren stabilisiert werden können. Geeignete Lösemittel
sind z. B. n-Hexan, Cyclohexan, n-Heptan, Diethylether, t-Butylme
thylether, Aceton, Methylethylketon, Diethylketon, Ethyl- und Me
thylacetat, Hexan-1-ol und Qctan-1-ol. Die Aufarbeitung der Fäl
lungspolymerisate erfolgt durch Filtrieren, Waschen, Trocknen
und, falls notwendig, Mahlen oder Klassieren.
Bei der Substanz- oder Massepolymerisation werden die Monomere in
Abwesenheit von Löse- oder Verdünnungsmitteln polymerisiert.
Ein spezielles Verfahren zur Herstellung vernetzter Polymerisate
ist die sogenannte Popcornpolymerisation oder proliferierende Po
lymerisation (Encyclopedia of Polymer Science and Engineering,
Vol. 13, S. 453-463, 1988). Sie kann als Fällungspolymerisation
oder als Polymerisation in Substanz durchgeführt werden. Auf den
Einsatz eines radikalbildenden Initiators kann hier zum Teil ver
zichtet werden. Auch die Zugabe von Vernetzern ist teilweise
nicht notwendig.
Löst man monoethylenisch ungesättigte Verbindungen in einem Löse
mittel oder Lösemittelgemisch und polymerisiert sie in Gegenwart
geeigneter Vernetzer, so entstehen vernetzte Polymere vom Gel-Typ.
Vernetzte Polymere vom Gel-Typ können auch erhalten werden
durch nachträgliches Vernetzen von gelösten Polymeren, z. B. mit
Peroxiden. So kann man beispielsweise wasserlösliche Polymerisate
von 1-Vinylpyrrolidon und/oder 1-Vinylimidazolen der Formel I
(d. h. Homo- und Copolymerisate, die jeweils durch alleiniges Po
lymerisieren mindestens eines Monomeren der Gruppen (a) herstell
bar sind) durch nachträgliches Vernetzen mit z. B. Peroxiden oder
Hydroperoxiden oder durch Einwirkung energiereicher Strahlen,
z. B. UV-, γ- oder Elektronenstrahlen in wasserunlösliche vernetzte
Polymerisate überführen.
Gegebenenfalls kann es von Vorteil sein, die Polymerisation in
Gegenwart von Polymerisationsreglern durchzuführen. Bevorzugt
werden Polymerisationsregler, die Schwefel in gebundener Form
enthalten. Verbindungen dieser Art sind beispielsweise Natriumdi
sulfit, Natriumdithionit, Diethanolsulfid, Ethylthioethanol,
Thiodiglykol, Di-n-hexyldisulfid, Di-n-butylsulfid, 2-Mercapto
ethanol, 1,3-Mercaptopropanol, Ethylthioglykolat, Mercaptoessig
säure und Thioglycerin.
Die Herstellung von wasserunlöslichen, vernetzten Polymerisaten,
die 4-Vinylpyridin-N-oxid (formal) einpolymerisiert enthalten,
erfolgt durch vernetzende Copolymerisation von 4-Vinylpyridin und
anschließende N-Oxidation des Pyridinringes mit z. B. in situ her
gestellter Peressigsäure.
Die wasserunlöslichen vernetzten Polymerisate werden in üblicher
Weise isoliert und, falls erforderlich, zu Teilchen vermahlen,
die in trockenem Zustand (Feuchtigkeitsgehalt bis maximal
2 Gew.-%) zu mindestens 90 Gew.-% eine Partikelgröße von 0,1 bis
500 µm, vorzugsweise 0,1 bis 250 und insbesondere von 0,1 bis
50 µm besitzen.
Die Messung der Partikelgröße erfolgt an getrockneten Polymerisa
ten mit Hilfe der Schwingsiebanalyse. Für den Bereich 0,1 bis
50 µm wird zusätzlich die Laserlichtbeugung an in Luft oder in
Cyclohexan (kein Quellungsmittel) dispergierten Teilchen einge
setzt (Master Sizer, Malvern Instruments GmbH).
Das Zerkleinern kann nicht nur durch Trockenmahlen sondern
selbstverständlich auch durch Naßmahlen erfolgen. Die vernetzten
Produkte, die häufig eine unregelmäßige Form aufweisen, können,
falls erwünscht, durch unterschiedliche Klassierverfahren (Sie
ben, Sichten, Hydroklassieren) in verschiedene Kornklassen aufge
trennt werden. Die wasserunlöslichen vernetzten Polymerisate wer
den erfindungsgemäß in feinteiliger Form, wobei mindestens
90 Gew.-% der Polymerisate eine Partikelgröße von 0,1 bis 500 µm
haben, als Additiv für Wasch- und Reinigungsmittel zur Verhinde
rung der Farbstoffübertragung während des Waschvorgangs
verwendet. Die Waschmittel können pulverförmig sein oder auch in
flüssiger Einstellung vorliegen. Die Zusammensetzung der
Wasch- und Reinigungsmittelformulierungen kann sehr unterschied
lich sein. Wasch- und Reinigungsmittelformulierungen enthalten
üblicherweise 2 bis 50 Gew.-% Tenside und gegebenenfalls Builder.
Diese Angaben gelten sowohl für flüssige als auch für pulverför
mige Waschmittel. Wasch- und Reinigungsmittelformulierungen, die
in Europa, in den USA und in Japan gebräuchlich sind, findet man
beispielsweise in Chemical und Engn. News, Band 67, 35 (1989) ta
bellarisch dargestellt. Weitere Angaben über die Zusammensetzung
von Wasch- und Reinigungsmitteln können Ullmanns Encyklopädie der
technischen Chemie, Verlag Chemie, Weinheim 1983, 4. Auflage,
Seiten 63-160, entnommen werden. Die Waschmittel können gegebe
nenfalls noch ein Bleichmittel enthalten, z. B. Natriumperborat,
das im Fall seines Einsatzes in Mengen bis zu 30 Gew.-% in der
Waschmittelformulierung enthalten sein kann. Die Wasch- und
Reinigungsmittel können gegebenenfalls weitere übliche Zusätze
enthalten, z. B. Komplexbildner, Trübungsmittel, optische Auf
heller, Enzyme, Parfümöle, andere Farbübertragungsinhibitoren,
Vergrauungsinhibitoren und/oder Bleichaktivatoren. Sie enthalten
die erfindungsgemäß zu verwendenden wasserunlöslichen, vernetzten
Polymerisate in Mengen von 0,1 bis 10 Gew.-%.
Die erfindungsgemäß verwendbaren vernetzten Polymerisate können
auch in Kombination mit zur Verhinderung der Farbstoffübertragung
geeigneten nicht vernetzten wasserlöslichen Polymeren in beliebi
gem Verhältnis eingesetzt werden. Die erfindungsgemäß zu verwen
denden Polymerisate sind zu mindestens 90, vorzugsweise <95% aus
dem Abwasser eliminierbar. Die Prozentangaben in den Beispielen
bedeuten Gewichtsprozent.
In einer Rührapparatur mit aufgesetztem Rückflußkühler wurde ein
Gemisch aus 115 g 1-Vinylpyrrolidon, 2,3 g N,N′-Divinylethylen
harnstoff, 1375 g Wasser und 1,0 g Natronlauge (5%ig) vorgelegt
und unter Rühren im Stickstoffstrom auf 75°C erhitzt. Nach Zugabe
von 25 mg Natriumdisulfit wurde 5 Stunden bei 75°C gerührt. Das
erhaltene Fällungspolymerisat wurde auf einer Nutsche abgesaugt,
mit Wasser gründlich gewaschen und im Umluftschrank bei 60°C ge
trocknet. Man erhielt ein weißes, pulverförmiges Produkt in
einer Ausbeute von 95%.
In einem Rührgefäß wurde eine Lösung aus 30 g 1-Vinylpyrrolidon,
0,6 g N,N′-Divinylethylenharnstoff, 300 g Wasser und 0,4 g Na
tronlauge (5%ig) auf 75°C erhitzt. Nach Zugabe von 10 mg Natrium
dithionit wurde das Reaktionsgemisch 1 Stunde bei 75°C gerührt. Zu
der so erhaltenen Suspension wurde eine Lösung von 270 g 1-Vinyl
imidazol, 8,0 g N,N′-Divinylethylenharnstoff und 1200 g Wasser
innerhalb von 4 Stunden dosiert. Anschließend wurde 2 Stunden bei
75°C nachpolymerisiert. Die Aufarbeitung erfolgte wie in Bei
spiel 1 beschrieben. Man erhielt ein schwach gelb gefärbtes,
feinkörniges Produkt in einer Ausbeute von 93%.
Die Polymerisation wurde gemäß der im Beispiel 2 beschriebenen
Vorschrift durchgeführt, jedoch bestand das Zulaufgemisch aus
90 g 1-Vinylimidazol, 2,3 g N,N′-Divinylethylenharnstoff und
500 g Wasser. Die Ausbeute an pulverförmigem Produkt betrug 92%.
Die Polymerisation wurde gemäß der im Beispiel 2 beschriebenen
Vorschrift durchgeführt, jedoch bestand das Zulaufgemisch aus
30 g 1-Vinylimidazol, 30 g 2-Methyl-1-vinylimidazol, 1,6 g
N,N′-Divinylethylenharnstoff und 300 g Wasser. Die Ausbeute an pulver
förmigem Produkt betrug 96%.
72 g 1-Vinylimidazol wurden mit 3,6 g N,N′-Divinylethylenharn
stoff und 1,3 g Azobisisobutyronitril in 600 g Wasser gelöst und
4 Stunden auf 80°C erwärmt. Das erhaltene Polymerisat vom Gel-Typ
wurde auf einer Nutsche abgesaugt, mit Wasser gewaschen und im
Vakuum bei 60°C getrocknet. Man erhielt ein schwach gelbes Polyme
risat in nahezu quantitativer Ausbeute.
In einem Rührgefäß wurde eine Lösung aus 1100 g Wasser, 200 g Na
triumsulfat und 1 g Polyvinylpyrrolidon mit K-Wert 90 vorgelegt
und kräftig gerührt. Anschließend wurde eine Lösung aus 37,5 g
1-Vinylpyrrolidon, 112,5 g 1-Vinylimidazol, 8,5 g N,N′-Divinyl
ethylenharnstoff, 200 g Essigsäureethylester und 2,5 g Azobisiso
butyronitril innerhalb von 10 Minuten zugegeben. Das Reaktionsge
misch wurde unter Stickstoffbegasung auf 72°C erwärmt, 2,5 Stunden
bei dieser Temperatur gerührt, dann mit 1,0 g Azobisisobutyro
nitril versetzt und weitere 2 Stunden bei 72°C gerührt. Das
Produkt wurde abgesaugt, gewaschen und getrocknet. Man erhielt
hellbraune Perlen in einer Ausbeute von 87%.
Die Polymerisation wurde gemäß der im Beispiel 6 beschriebenen
Vorschrift durchgeführt, jedoch bestand das Zulaufgemisch aus
75 g 1-Vinylpyrrolidon, 75 g 1-Vinylimidazol, 8,1 g N,N′-Divinyl
ethylenharnstoff, 200 g Essigsäureethylester und 2,5 g Azobisiso
butyronitril. Die Ausbeute an hellbraunen Perlen betrug 85%.
In einem Rührgefäß mit aufgesetztem Rückflußkühler wurden 400 g
Essigsäureethylester, 100 g 1-Vinylimidazol und 10 g
N,N′-Divinylethylenharnstoff vorgelegt und unter Zugabe von 1,0 g
t-Butylperpivalat auf 72°C erwärmt. Das Reaktionsgemisch wurde
2 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Das entstandene Produkt
wurde über eine Filternutsche abgesaugt, mit 100 g Essigsäure
ethylester gewaschen und im Vakuumtrockenschrank bei 50°C getrock
net. Man erhielt ein weißes, feinkörniges Pulver in einer Aus
beute von 90%.
In einem 200 ml fassenden Kolben, der mit einem Rührer, Rückfluß
kühler, Thermometer und einer Apparatur für das Arbeiten unter
Schutzgas ausgestattet war, wurden 800 g Cyclohexan und 8,4 g
eines Glycerinmonooleats, das mit 24 Ethylenoxideinheiten pro
Molekül umgesetzt worden war, auf 40°C aufgeheizt. Sobald diese
Temperatur erreicht war, wurde während 30 Minuten ein Gemisch aus
100 g N-Vinylpyrrolidon, 100 g N-Vinylimidazol, 10 g Divinyl
ethylenharnstoff, 0,5 g 2,2′-Azobis(amidinopropan)dihydrochlorid
und 140 g Wasser zugetropft. Anschließend wurde die Reaktionsmi
schung sechzehn Stunden bei 40°C gerührt. Die Temperatur wurde an
schließend bis zum Sieden des Gemisches angehoben und das Wasser
azeotrop über einen Wasserauskreiser aus dem Reaktionsgemisch ab
destilliert. Das entstandene Produkt wurde über eine Filternutz
sche abgesaugt, mit 200 g Cyclohexan gewaschen und im Vakuum
trockenschrank bei 50°C für 8 Stunden getrocknet. Man erhielt 186 g
eines feinen Pulvers.
Die Wirksamkeit bezüglich Farbübertragungsinhibierung wird durch
Waschversuche in Gegenwart von Farbstoff belegt. Dieser wird ent
weder während des Waschvorganges von Baumwolltestfärbungen abge
löst oder der Waschflotte als Farbstofflösung direkt zugesetzt.
Tabelle 1 enthält die Waschbedingungen. Die Zusammensetzung des
verwendeten Waschmittels ist in Tabelle 2 angegeben.
Die Reflexion der gewaschenen Prüfgewebe wurde mit dem Meßgerät
Elrepho 2000 von Data Color bestimmt. Die Auswertung erfolgte im
Falle von Direktblau 71 bei 600 nm im Falle von Direktorange 39
bei 440 nm.
Farbstoffkonzentration: 0,001% Direktblau 71 oder Direktorange
39 als 0,25%ige wäßrige Lösung
oder
Testfärbung: 0,2 g mit Direktorange 39 oder Direktblau 71 gefärbtes Baumwollgewebe
oder
Testfärbung: 0,2 g mit Direktorange 39 oder Direktblau 71 gefärbtes Baumwollgewebe
Die gemäß den Beispielen 1 bis 9 hergestellten wasserunlöslichen
vernetzten Polymerisate wurden für die Polymeren 1 bis 11 in die
in Tabelle 3 angegebenen Kornklassen aufgetrennt, wobei minde
stens 90 Gew.-% der Polymerisate eine Partikelgröße in dem ange
gebenen Bereich haben. Die Polymeren 1 bis 11 wurden zur Prüfung
der Farbübertragungsinhibierung in der in Tabelle 2 beschriebenen
Waschmittelformulierung getestet, wobei die Polymeren die in Ta
belle 3 angegebene Partikelgröße hatten.
Die Ergebnisse der Tabelle 4 zeigen, daß die Teilchengröße einen
entscheidenden Einfluß auf die Farbübertragungsinhibierung hat.
Polymer 2 ist um ein Vielfaches wirksamer als Polymer 1.
Die Waschergebnisse der Tabelle 5 zeigen, daß die Farbübertragung
durch 3% Polymer deutlich zurückgedrängt wird. Besonders geeig
net sind Polymere mit sehr kleiner Teilchengröße.
Die Waschergebnisse der Tabelle 6 zeigen, daß die Farbübertragung
durch 3% Polymer deutlich zurückgedrängt wird. Wie die
Vergleichsbeispiele 1 bis 3 belegen, wird die Wirkung von nicht
vernetztem wasserlöslichem Polyvinylpyrrolidon und Polyvinylimi
dazol von den vernetzten Polymerisaten der erfindungsgemäßen Bei
spiele 29-39 übertroffen.
Claims (7)
1. Verwendung von wasserunlöslichen, vernetzten Polymerisaten,
die Einheiten von 1-Vinylpyrrolidon und/oder 1-Vinyl
imidazolen der Formel
in der R, R¹ und R² gleich oder verschieden sind und für H,
C₁- bis C₄-Alkyl oder Phenyl stehen, oder von 4-Vinylpyridin-
N-oxid einpolymerisiert enthalten, in feinteiliger Form, wo
bei mindestens 90 Gew.-% der Polymerisate eine Partikelgröße
von 0,1 bis 500 µm haben, als Additiv für Wasch- und Reini
gungsmittel zur Verhinderung der Farbstoffübertragung während
des Waschvorgangs.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß min
destens 90 Gew.-% der Polymerisate eine Partikelgröße von 0,1
bis 250 µm haben.
3. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß min
destens 90 Gew.-% der Polymerisate eine Partikelgröße von 0,1
bis 50 µm haben.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die wasserunlöslichen, vernetzten Polymerisate
nach der Methode der Suspensionspolymerisation, der umgekehr
ten Suspensionspolymerisation, der Fällungspolymerisation
oder der Popcornpolymerisation hergestellt werden.
5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Polymerisate N,N′-Divinylethylenharnstoff
als Vernetzer einpolymerisiert enthalten.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß man mit N,N′-Divinylethylenharnstoff vernetzte
Polymerisate aus 1-Vinylpyrrolidon, 1-Vinylimidazol und/oder
2-Methyl-1-vinylimidazol einsetzt.
7. Wasch- und Reinigungsmittel auf der Basis von Tensiden und
gegebenenfalls Buildern sowie anderen üblichen Bestandteilen,
dadurch gekennzeichnet, daß sie 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen
auf die jeweilige Formulierung, an wasserunlöslichen, ver
netzten Polymerisaten enthalten, die Einheiten von 1-Vinyl
pyrrolidon und/oder 1-Vinylimidazolen der Formel
in der R, R¹ und R² gleich oder verschieden sind und für H,
C₁- bis C₄-Alkyl oder Phenyl stehen, oder von 4-Vinylpyridin-
N-oxid einpolymerisiert enthalten, in feinteiliger Form, wo
bei mindestens 90 Gew.-% der Polymerisate eine Partikelgröße
von 0,1 bis 500 µm haben.
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