DE4420090C2 - Bausatz zur Bereitstellung einer Vorrichtung zur optischen Kennzeichnung von Eingangstüren - Google Patents
Bausatz zur Bereitstellung einer Vorrichtung zur optischen Kennzeichnung von EingangstürenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Bausatz zur Bereitstellung einer
Vorrichtung zur optischen Kennzeichnung von Eingangstüren gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus dem Jahre 1922 ist die Patentschrift Nr. 353022 - ein me
chanisches Türschild - bekannt. Dieses Türschild besteht im
wesentlichen aus einer kleinen und einer großen kreisrunden
Skala, welche von einem Gehäuse überdeckt werden. Das Gehäuse
hat Öffnungen, so daß hinter den Öffnungen eine auf den Skalen
angebrachte Beschriftung zu lesen ist. Die Skalen sind über
Buchsen mit der Tür verschraubt und lassen sich durch einen
durch die Tür gehenden Mechanismus von innen gegeneinander
verdrehen. Infolge der Gehäuseöffnungen können bei dieser Vor
richtung nur Ausschnitte der Skalen gesehen werden. Dadurch
sollten sich wechselnde Informationen durch Schrift oder Sym
bole übermittelt werden. Die Ausführung der Skalen ist auf eine
kreisrunde Ausführung mit zentrischer Befestigung beschränkt.
Es gibt zwar bei Wohnungstüren immer wieder Versuche einer In
dividualisierung durch das Aufbringen eines geflochtenen Kran
zes, eines Strohsternes, eines Türklopfers o. ä., welche die op
tische Erkennbarkeit eines Wohnungseinganges aus größerer Ent
fernung erkennen lassen. Die eigentliche Identifikation des
Eingangs findet jedoch erst im Nahbereich durch das Türschild
mit dem Namensschild statt.
Die persönlichen Individualisierungsversuche haben den Nach
teil, daß viele Menschen ein solcher Schmuck vor der Haustür
nicht zusagt oder von der Hausverwaltung das Bohren entspre
chender Löcher für das Anbringen solcher Erkennungsmerkmale
untersagt wird. Teilweise wird auch eine gewisse Linie, d. h.
Uniformität des Stils seitens der Hausverwaltungen vorgeschrie
ben.
Die Türschilder mit Namen (vgl. z. B. DE-GM 18 97 633) haben den
Nachteil, daß man die Information erst erhält, wenn man das
Schild lesen kann. Außerdem wollen viele Menschen heute gar
kein Schild mehr auf der Tür haben, wegen der steigenden Kri
minalität und verzichten dadurch ganz auf jegliche Individua
lisierung ihres Eingangsbereiches.
Es liegt jedoch im Interesse jedes Architekten, in seinen Bau
werken eine gewisse Individualisierung von Stockwerken und Ein
zelwohneinheiten zu erreichen, welche den Bewohner und den Be
sucher die Orientierung erleichtert und außerdem den angenehmen
Effekt einer Auflockerung durch Formen und Farben in den Fluren
der Gebäude nach sich zieht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Bausatz
o.g. Gattung zu schaffen, welcher die optische Orientierung und
Individualisierung an den Wohnungseingangstüren ermöglicht ohne
daß dabei keinerlei Beschädigungen im Eingangsbereich durch zu
sätzliches Bohren, Meißeln o.a. verursacht wird.
Die Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Der Bausatz ermöglicht insgesamt eine annähernd unbegrenzte
Zahl an Ausgestaltungen für die Basisscheibe, die Kontrast
scheibe und die Kombination der beiden. Bei der ganzen Vielfalt
der Möglichkeiten verbleibt der technische Aufbau des Bausatz es
unverändert.
Der Aufbau ist im einzelnen so, daß sich vorne, gegen den Be
trachter, zunächst eine Basisscheibe befindet, welche mit
Durchbrüchen und Öffnungen versehen ist. In der Mitte oder auch
außermittig ist eine Bohrung zur Aufnahme des Türspions ange
bracht. Rückseitig besitzt die Basisscheibe vorzugsweise eine
Ausnehmung, in welche die Schutzscheibe und die Kontrastscheibe
eingelegt sind, wodurch die Basisscheibe bündig an der Fläche
des Türblattes anliegt. Eine Öffnung dient als besonderes Kenn
zeichnungsmerkmal. Wenn die Kontrastscheibe immer um einen
Durchbruch weitergedreht wird, ergeben sich daraus so viele
definierte Stellungen wie die Basisscheibe Durchbrüche auf
weist.
Die Basisscheibe kann aus allen möglichen Materialien wie Mes
sing, Stahl, Holz oder Kunststoff gefertigt sein. Außerdem kann
sie in den verschiedensten Farben lackiert werden. Die Basis
scheibe hat eine gewisse Dicke zur Aufnahme der vom Türspion
übertragenen Kräfte. Dies ermöglicht es auch, ihre dem Besucher
zugewandte Oberfläche mit Ornamenten und Strukturen zu einer
noch weitergehenden Differenzierung zu versehen und z. B. auch
die Möglichkeit zu eröffnen, durch besonders ausgeprägte kon
vexe oder konkave Stellen eine Türidentifikation durch Erfühlen
zu ermöglichen.
Zwischen der Basisscheibe und der Kontrastscheibe befindet sich
eine Schutzscheibe, welche aus durchsichtigem Material gefer
tigt ist und zum Schutz der u. U. empfindlichen Oberfläche der
Kontrastscheibe dient.
Die Kontrastscheibe besteht vorzugsweise aus einem bedruckten
Papier mit gut kontrastrierender Farbe. Diese Farbe ist durch
die Durchbrüche und Öffnungen der Basisscheibe vom Betrachter
sichtbar. Die Kontrastscheibe kann außerdem eine Markierung
besitzen, welche beim Drehen der Kontrastscheibe vor dem end
gültigen Einbauzustand eine zusätzliche Differenzierung er
zeugt.
Die Markierung kann auch alternativ als eigenständige Form
scheibe gestaltet werden, welche ebenfalls zentral mit dem Tür
spion befestigt wird.
Die Beilage solcher Formscheiben eröffnet außerdem die Möglich
keit, daß solche Scheiben beliebig bedruckt werden können und
falls sie in gleicher Anzahl wie die Anzahl der Öffnungen bei
gegeben werden, die Kontrastscheibe durch diese gebildet wird.
Es entsteht ein Fächer aus Formscheiben, wobei auch eine unter
schiedliche Gestaltung der Formscheiben untereinander, z. B.
eine als Namensschild möglich ist.
Eine Verlängerung der Formscheiben über den Rand der Basis
scheibe hinaus ermöglicht ein Verschieben der Formscheiben
untereinander vor dem endgültigen Festlegen durch den Türspion.
Das über den Rand hinausschauende Ende ist dabei leicht nach
oben geknickt, so daß es mit der Hand greifbar ist.
Die Montage erfolgt durch den Türspion. Er verbindet die Schei
ben durch Form und Reibschluß mit dem Türblatt.
Eine Variante des beschriebenen Aufbaus ist gegeben, wenn die
Basisscheibe nicht mit Durchbrüchen versehen ist, sondern die
Durchbrüche durch nicht bedruckte Stellen auf einer durchsich
tigen bedruckten Basisscheibe ersetzt werden. Die Farben der
Kontrastscheibe werden dem Betrachter durch diese durchsichti
gen Stellen sichtbar.
Bei diesem Aufbau sitzt die Schutz scheibe vorn und ist dicker
ausgelegt, so daß sie die Anpresskräfte des Türspions aufneh
men kann. Eine zusätzliche Differenzierung findet in diesem
Fall wieder durch das anders gestaltete Segment auf der Basis
scheibe statt.
Mit der Wölbung der Schutzscheibe kann außerdem ein Linsen
effekt erzielt werden.
Eine weitere, in der Zeichnung enthaltene Ausführung ist die,
daß die Basisscheibe im Verhältnis zur Größe der Kontrast
scheibe eine erheblich kleinere Fläche aufweist, wobei durch
die frei überstehende Fläche eine erhebliche Signalwirkung
erzielt wird. Die Basisscheibe und die Kontrastscheibe können
dabei beliebige Formen aufweisen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Fig. 1
bis 5 näher erläutert.
Fig. 1 zeigt den Aufbau des Bausatzes 1. Die Basisscheibe 2,
sowie die Schutzscheibe 3 und die Kontrastscheibe 4 werden mit
dem Türspion 5, 5′ an dem Türblatt 6 montiert. Die Basisscheibe
2 ist mit Durchbrüchen 7 versehen. Die dahinterliegende Kon
trastscheibe 4 ist in bevorzugter Ausführung farbig gestaltet
und weist außerdem noch eine aufgeklebte oder aufgedruckte Mar
kierung 20 auf, welche mit den Durchbrüchen 7 korrespondiert.
Diese Markierung kann alternativ als eigenständige Formscheibe
26 gestaltet werden.
Von der Kontrastscheibe 4 sind mehrere nicht dargestellte ver
schiedenfarbige Exemplare dem kommerziellen Bausatz beigefügt.
Die Schutzscheibe 3 ist eine durchsichtige Kunststoff- oder
Glasscheibe, welche die dahinterliegenden Konstrastscheiben vor
dem Verkratzen schützt. Die Basisscheibe 2 und die Kontrast
scheibe 4 können vor dem endgültigen Festsetzen beliebig ver
dreht werden - einzeln, miteinander oder gegeneinander. Dabei
dienen die Markierung 20 und das Öffnungen 21 wie eine Art Uhr
zeiger.
Fig. 2 zeigt denselben Bausatz wie Fig. 1, jedoch in zusammen
gebautem Zustand. In der Darstellung wurde die Basisscheibe 2
um 45° gedreht und die Markierung 20 um 90°. Die Basisscheibe
weist auf ihrer Rückseite eine Aussparung 8 auf, in welche die
Schutzscheibe 3 und die Kontrastscheibe 4 eingelassen sind
wodurch diese mit der Rückwand 9 der Basisscheibe 2 bündig
sind.
Der Türspion 5, 5′ ist zusammengebaut und hält die Basisscheibe
2, die Schutzscheibe 3 und die Kontrastscheibe 4, sowohl durch
Formschluß als auch durch Reibschluß.
Fig. 3 zeigt einen etwas anders als Fig. 1 aufgebauten Bausatz
25. Die Schutzscheibe 10 ist jetzt vorne und aus durchsichtigem
Material, wie etwa Plexiglas oder Kunststoff. Dahinter liegt
die Basisscheibe 11 und die Kontrastscheibe 12. Die Basis
scheibe 11 ist in den Segmenten 13 und 15 bedruckt und in den
Bereichen 14 durchsichtig. Das bedruckte Segment 15 ist anders
gestaltet als die Bereiche 14 und hat dieselbe Funktion wie die
Markierung 20. Die Kontrastscheibe 12 ist vorzugsweise farbig
bedruckt und liegt in mehreren unterschiedlichen Farbexemplaren
bei.
Die Homogenität des Bausatz es kann aber auch dadurch erreicht
werden, daß die Kontrastscheibe 12 in ihrer Grundfarbe bleibt
und das Motiv der gedruckten Basisscheibe 11 in nicht dar
gestellten Motiven, z. B. einer Spirale, variiert wird. Die
Außenform der Schutzscheibe 10 ist konvex 16, oder auch wie
nicht gesondert dargestellt, plan.
Fig. 4 stellt ein Ausführungsbeispiel analog der Fig. 1 dar.
Die Zahl der Stellungen der Basisscheibe 17 ist auf zwei be
schränkt, nämlich die gezeichnete und eine dazu um 180° ver
setzte. Als Zusatznutzen ist dafür der Name 18 in die Kenn
zeichnung integriert. Anstelle der Kontrastscheibe, wie in Fig.
1 sind hier Formscheiben 26 als Fächer 27 eingebaut. Von den
Durchbrüchen 7 ist eine größer ausgelegt und dient dem Eintrag
des Namens 18.
Die Verlängerung 28 einer Formscheibe 26 über den Rand der
Basisscheibe 17 hinaus zeigt, daß eine solche Verlängerung mit
der Hand ergriffen werden kann und somit die Formscheibe 26 bei
angepaßter Klemmung, vor der endgültigen Fixierung verschoben
werden kann. Die Verlängerung 28 kann bei einer oder mehreren
Formscheiben 26 angebracht sein.
Fig. 5 zeigt ebenfalls ein Ausführungsbeispiel analog dem Auf
bau nach Fig. 1. Die Basisscheibe 19 ist dabei mit nur einer,
nicht symmetrisch angeordneten Öffnung 22 versehen, welche
dadurch einen besonders starken Kennzeichnungseffekt ausübt.
Claims (9)
1. Bausatz zur Bereitstellung einer Vorrichtung zur optischen
Kennzeichnung von Eingangstüren, mit einer durch das Türblatt
gehenden Befestigungsverschraubung und mit mindestens zwei
Scheiben, nämlich einer mit mindestens einem lichtdurchlässigem
Feld z. B. einem Durchbruch versehenen Basisscheibe und minde
stens einer dahinter angeordneten Kontrastscheibe, wobei die
Befestigungsverschraubung ein an sich bekannter Türspion ist,
und wobei die aufeinanderliegenden flachen Basisscheibe und
Kontaktscheibe über den Türspion an dem Türblatt durch Form
und/oder Reibschluß in eingebautem Zustand unbeweglich festge
setzt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß in eingebautem Zustand der Türspion die Basisscheibe (2, 11, 17, 19) und die Kontrastscheibe (4, 12, 27) durchdringt, und
- - daß der Bausatz erlaubt, vor dem Festlegen der Kontrast- und Basisscheiben durch den Türspion (5, 5′), die relative An ordnung der Scheiben zueinander und zum Türblatt (6) will kürlich zu bestimmen.
2. Bausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus
der Sicht des Betrachters vor der Kontrastscheibe (4) eine
Schutzscheibe (3) angebracht ist.
3. Bausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus
der Sicht des Betrachters vor der Basisscheibe (11) eine
Schutzscheibe (10) angebracht ist.
4. Bausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf
der Basisscheibe (2, 11) zusätzliche, gut sichtbare und/oder
erfühlbare Öffnungen oder Vertiefungen oder Buckel angebracht
sind.
5. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der Kontrastscheibe (4, 12) eine oder
mehrere Markierungen (20) angebracht sind.
6. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kontrastscheibe (4) als eine Mehrzahl
von Formscheiben (26) entsprechend der Zahl der Öffnungen (7)
der Basisscheibe (17) ausgebildet ist.
7. Bausatz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Formscheiben (26) einen Fächer (27) bilden und unterschiedliche
Farben haben.
8. Bausatz nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Formscheiben (26) eine Verlängerung (28) aufweisen.
9. Bausatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schutzscheibe (16) konvex ist.
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