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DE4418175C5 - Vorrichtung und Verfahren zum Sieben, Klassieren, Sichten, Filtern oder Sortieren von Stoffen - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Sieben, Klassieren, Sichten, Filtern oder Sortieren von Stoffen Download PDF

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DE4418175C5
DE4418175C5 DE4418175A DE4418175A DE4418175C5 DE 4418175 C5 DE4418175 C5 DE 4418175C5 DE 4418175 A DE4418175 A DE 4418175A DE 4418175 A DE4418175 A DE 4418175A DE 4418175 C5 DE4418175 C5 DE 4418175C5
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Abstract

Vorrichtung zum Sieben, Klassieren, Sichten, Filtern oder Sortieren trockener fester Stoffe oder fester Stoffe in Flüssigkeiten, mit in einem Siebrahmen vorgesehener Siebfläche und dieser zugeordnetem Ultraschallwandler, durch welchen der Siebfläche Schwingungen zuleitbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ultraschallwandler (10) wenigstens ein der Siebfläche (18) anliegender Resonator (14) zugeordnet ist, der auf die Resonanz des Ultraschallwandlers abgestimmt und von letzterem in Schwingungen, insbesondere Biegeschwingungen, versetzbar ist, wobei in einem kreisförmigen Rahmen (20) wenigstens ein konzentrischer ringförmiger Stabresonator (68) verläuft und mit dem Rahmen durch Entkopplungsbleche verbunden ist, wobei die Entkopplungsbleche bevorzugt in einem Knotenpunkt der Bewegung festgelegt sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sieben, Klassieren, Sichten, Filtern oder Sortieren trockener fester Stoffe oder fester Stoffe in Flüssigkeiten nach den Oberbegriffen der unabhängigen Patentansprüche.
  • Es ist bekannt, dass die durch Ultraschall erzeugten schwingenden Bewegungen besonders beim Sichten und Feinsieben einen günstigen Einfluss auf den Siebdurchsatz und das Siebgut ausüben; das Siebgut wird durch die übertragenen schwingenden Bewegungen im Mikronbereich schonend behandelt, die Agglomerierungskräfte und Oberflächenspannungen werden erheblich reduziert und die allgemeine Neigung zum Verstopfen der Siebmaschen nimmt ab oder wird gänzlich verhindert.
  • Die EP 0 369 572 A2 offenbart eine Siebvorrichtung mit in einem Rahmen eingespannter Siebfläche und an diese gekoppeltem piezoelektrischem Wandler. Letzterer ist mehrteilig sowie zwischen zwei Körper unterschiedlicher Massen eingespannt, von denen der jener Siebfläche nähere aus zwei Teilen besteht; der eine Teil ist mit dem Sieb verklebt, der andere auswechselbar. Zudem wird ein Regelkreis beschrieben, der das Siebgewebe unter Last in Resonanz halten soll – dies aber dürfte technisch nicht möglich sein.
  • Es sollen Resonatoren so ausgebildet werden, dass sich das Sieb möglichst über die ganze Fläche in ungedämpfte schwingende Bewegung versetzt.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe führen die Lehren der unabhängigen Patentansprüche.
  • Dem Ultraschallwandler soll erfindungsgemäß wenigstens ein der Siebfläche anliegender Resonator zugeordnet werden, der auf die Resonanz des Ultraschallwandlers abgestimmt und von letzterem in Schwingungen – insbesondere in Biegeschwingungen – versetzbar ist.
  • Zudem hat es sich als günstig erwiesen, den Resonator mit fingerartig von ihm an der Siebfläche abragenden Resonanz übertragenden Elementen zu versehen.
  • Die Lösung besteht also mit anderen Worten darin, dass kein Bereich auf der aktiven Siebfläche mehr als ca. 20 bis 30 cm von der nächsten Ultraschallquelle entfernt liegt. Dies gelingt mit einem System von Resonatorstäben, die im Biegeresonanzmod arbeiten und von einem einzigen Ultraschallwandler erregt werden. Bei den häufig verwendeten runden Schüttelsiebmaschinen ist es zweckmäßig, den Schallwandler in das Zentrum zu setzen und die Resonatorstäbe radial um diesen Schallwandler herum anzuordnen. Dieser Schallwandler erzeugt auf bekannte Weise Longitudinalschwingungen, die in den tangential zur longitudinalen Schwingrichtung angeordneten Resonatorstäben Biegeschwingungen der gleichen Frequenz anregen. Die Schwingungsamplituden bei 40 kHz liegen bei etwa 2 μm. Die benötigte Ultraschallleistung liegt bei etwa 60 Watt pro qm Siebfläche.
  • Mit dieser Siebvorrichtung können Verfahrensbedingungen hergestellt werden, bei denen zwischen der oberen und unteren Siebfläche ein Druckunterschied herrscht und/oder dass die Materialverteilung auf dem Sieb mittels Gas- oder Flüssigkeitsstrahl erfolgt.
  • Das Siebgut kann auf dem Sieb durch Bürsten und Profile aus Kautschuk, Kunststoff und Metall verteilt werden und/oder das Siebgut kann mittels Gas- oder Flüssigkeitsstrahl auf die Siebfläche befördert werden.
  • Zudem sind auf der Siebfläche liegende Körper einsetzbar, die sich frei zur Siebfläche bewegen.
  • Die Verteilung des Ultraschalls kann vom Ultraschallwandler mit frequenzabgestimmten Schallleitungen aus Metall erfolgen.
  • Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, den Ultraschallwandler hermetisch abzudichten und explosionsgeschützt zu gestalten.
  • Die Arbeitsfrequenz soll im Bereich von 15–100 kHz liegen.
  • Das System wird frequenz- und amplitudenmoduliert oder aber nur frequenzmoduliert oder nur amplitudenmoduliert.
  • Der Ultraschallwandler wird im Buch "Ultraschall" von Wilhelm Lehfeldt, 1973, Vogel-Verlag, ISBN 3-8023-0060-2, Seite 40, als Verbundschwinger bezeichnet und läßt sich in allen Bereichen der aktiven Ultraschallanwendungen – wie beispielsweise Ultraschallschweißen und Ultraschallreinigen – einsetzen. In diesem Buch findet auf Seite 48 zu Schaltungen mit automatischer Frequenznachführung jener in EP 0 369 572 A2 angedeutete Regelkreis Erwähnung.
  • Alle bisher bekannten Verfahren haben den Nachteil, daß die Schallverteilung über das ganze aktive Siebgewebe, das in den meisten Fällen aus einem Drahtgewebe besteht, sehr schlecht ist. Die Ursache dieses Verhaltens liegt darin, daß das meist straff in einem runden oder rechteckigen Stahlrahmen montierte Siebgewebe nicht in Resonanz mit der Arbeitsfrequenz erregt werden kann. Dazu fehlen die physikalischen Voraussetzungen. Das Siebgewebe kann nur als relativ schlechter Ultraschalleiter dienen. Liegt zudem Siebgut auf dem Gewebe, führt die dadurch entstehende Dämpfung zu einer weiteren Reduzierung der Schallleitfähigkeit.
  • Diese Zusammenhänge führen dazu, daß schon nach wenigen Zentimeter Distanz von der Schallquelle die Schallintensität – und damit auch der Fördereffekt – stark reduziert ist.
  • In Kenntnis dieser Gegebenheiten hat sich der Erfinder das Ziel gesetzt, durch eine geeignete Konstruktion diese Nachteile weitgehend zu beseitigen.
  • Es sollen Sieb- und Klassiervorgänge sowie Maschinen dafür verbessert sowie das Sieben im Trocken- und Naßbereich mit Hilfe von Ultraschall begünstigt werden.
  • Da die Resonatorstäbe in ihrer Eigenresonanz erregt werden, ist die Amplitude an jedem Bewegungsknoten unabhängig von Länge und Belastung immer gleich. Mit dieser Methode der Verwendung einer Vielzahl von Resonatorstäben hat man es in der Hand, die Schalldichte und die Schallhomogenität auf dem Siebgewebe beliebig zu verändern.
  • Das Siebgewebe kann durch eine Klebung in gutem Kontakt mit jedem Resonatorstab stehen.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sollen jene Stabresonatoren in Abstand zum Rahmen enden. Die gesamte sternförmige Vorrichtung ist bevorzugt über Entkopplungsbleche in den Siebrahmen geschweißt und bil det mit diesem zusammen eine Einheit, die auch mechanisch sehr stabil ist.
  • Die Verwendung einer Vielzahl von Resonatorstäben, die im Biegemodus von einem einzigen Schallwandler erregt werden, macht es möglich, daß keine schalltoten Inseln auf dem Siebgewebe entstehen können. Damit ist die Aufgabe, die sich der Erfinder gestellt hat, auf elegante Art und Weise gelöst. Die Resonatorstäbe können dabei verschiedene Formen aufweisen. Sie können gebogen, kreisrund oder einfach gerade sein. Ihr Querschnitt wird aufgrund von physikalischen Gesetzmäßigkeiten gewählt, welche die Erregung der gewünschten Biegeschwingungen in einer Vorzugsrichtung ermöglichen. Sie können aus Vollmaterial oder aus einem hohlen Profil bestehen. Aus Gewichtsgründen ist ein hohles Profil vorzuziehen.
  • So kann etwa bei einer weiteren Ausführung im kreisförmigen Rahmen wenigstens ein konzentrischer ringförmiger Stabresonator verlaufen, der mit dem Rahmen durch radiale Entkopplungsbleche verbunden ist. Der Ultraschallwandler wird hier exzentrisch angebracht.
  • Alle jene Entkopplungsbleche werden bevorzugt in einem Knotenpunkt des Bewegungsnullpunktes befestigt. Als günstig hat es sich erwiesen, auf die Stabresonatoren ein Lochblech oder ein großmaschiges Gitter aufzulegen.
  • Erfindungsgemäß soll zwischen Ultraschallwandler und Resonator wenigstens ein Befestigungselement verlaufen, und an diesem sollen die Stabresonatoren befestigt sein, die in Biegeresonanz mit dem Ultraschallwandler schwingen, wobei weitere Biegeschwingungen erzeugbar und auf die Siebfläche übertragbar sind.
  • Im Rahmen der Erfindung liegt es, daß der Resonator an einer ein Amplitudenminimum aufweiseaden Stelle form- oder kraftschlüssig, direkt oder indirekt, mit den Siebrahmen verbunden ist; die Siebfläche soll durch den Ultraschallwandler mit dem Resonator an zumindest einer Stelle abgestützt sein.
  • Im Rahmen der Erfindung liegt auch, daß die ganze Siebvorrichtung durch ein oder mehrere übergeordnete Schwingsysteme in allen Ebenen bewegt werden kann.
  • Auch können zwei Siebe aufeinanderliegen oder miteinander verbunden sein, wobei das gröbere der beiden Siebe nur für die Fortplanzung und die Übertragung der Schwingungen verwendet wird. Auch können spezielle Siebe eingesetzt werden, die aus verschiedenen Drahtdurchmessern bestehen.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in
  • 1: eine geschnittene Schrägsicht auf ein Sieb, das über seine gesamte Fläche in schwingende Bewegung versetzbar ist mit Ultraschallwandler und dazu radialen Biegewellen-Stabresonatoren;
  • 2: den Querschnitt durch 1 nach deren Linie II-II;
  • 3: den Befestigungsbereich eines radialen Biegewellen-Stabresonatoren an einem Wandlerhals in Seitenansicht;
  • 4: die Draufsicht auf ein anderes Sieb mit radialen Longitudinalwellen-Stabresonatoren;
  • 5: den Querschnitt durch 4 nach deren Linie V-V;
  • 6: eine Schrägsicht auf einen Ultraschallbiegeresonator mit einem Teil eines Longitudinalresonators;
  • 7: einen vergrößerten Radialschnitt durch einen Teil der 6;
  • 8: den Querschnitt durch einen pilzartig geformten Ultraschallwandler;
  • 9: einen Querschnitt durch einen Ultraschallresonator mit radialen Stabresonatoren;
  • 10: ein geändertes Detail der 9;
  • 11: eine Schrägsicht auf die Vorrichtung nach 8;
  • 12, 13: der 11 entsprechende Darstellungen weiterer Vorrichtungen;
  • 14: eine Schrägsicht auf ein weiteres Sieb;
  • 15: eine der 3 etwa entsprechende Wiedergabe eines anderen Wandlerhalses mit einem Teil eines eingespannten Lochbleches;
  • 16, 17: Draufsichten auf Teile von Lochblechen;
  • 18 bis 20: Schrägsichten auf Resonatorköpfe mit Lochblechauflagen;
  • 21, 22: Schrägsichten auf Resonatorköpfe;
  • 23, 24: Schnitte durch Ultraschallwandler anderer Ausführungen;
  • 25: den Längsschnitt durch ein Siebsystem;
  • 26: eine Schrägsicht auf ein Feinsieb samt Kurvenskizze;
  • 27: die Draufsicht auf ein Siebgewebe;
  • 28: vergrößerte Querschnitte durch Siebgewebe;
  • 29: die Draufsicht auf einen Konverter mit mehreren Resonatoren;
  • 30: eine Seitenansicht zu 29;
  • 31 bis 33: Schnitte durch unterschiedliche Schwingsiebmaschinen;
  • 34: die Draufsicht auf eine Ultraschallsiebvorrichtung mit verschiedenen Körpern auf einer Siebfläche.
  • Ein Ultraschalwändler oder Konverter 10 gemäß
  • 1, 2 schwingt mit einem Biegewellenresonator – aus einem über ihm axial angeordneten und durch ein Befestigungselement 12 angebrachten Biegewellen-Membranresonator 14 und mehreren Biegewellen-Stabresonatoren 16 – in Longitudinalresonanz. Dabei erregt der Ultraschallwandler 10 den Biegewellen-Membranresonator 14 des Durchmessers d zu Biegeschwingungen. Diese werden auf die von ihm radial abragenden und unter einer Siebfläche bzw. einem Sieb 18 verlaufenden Biegewellen-Stabresonatoren 16 übertragen. Das Sieb 18 ist in einem ringförmigen – in 1, links, hohlen oder, rechts, vollen – Rahmen 20 eingespannt, zu dem die freien Enden 16a der Biegewellen-Stabresonatoren 16 einer freien Länge a in einem Spaltabstand b enden.
  • In 2 ist mit 22 der Verlauf der Longitudinalwellen skizziert und über dem Sieb 18 mit 24 der Verlauf der Amplitude, deren einer Nullpunkt bei 26 liegt.
  • In einem abgedichteten, über einem Wandlerständer 27 angeordneten Sockelgehäuse 28 des Ultraschallresonators 10 sind wechselweise PZT-Ringe 30 und Beryllium-Kupfer-Scheiben 32 mit Leitungsanschlüssen 34, 34a untergebracht. Die PZT-Ringe 30 sowie die Beryllium-Kupfer-Scheiben 32 sind mit einer unteren Sockelplatte 36 in der Wandlerachse A von einem Gewindestift, einer Schraube 38 od. dgl. Organ durchsetzt, der axial zum Befestigungselement 12 verläuft. Letzteres durchgreift einen Wandlerhals 40.
  • Es sind also mehrere aufeinander abgestimmte, gekoppelte Schwingsysteme vorgesehen, die miteinander auf der gleichen Frequenz schwingen. Der Durchmesser d des Membranresonators 14 sowie die Länge a der Stabresonatoren 16 sind von erheblicher Bedeutung und müssen auf die Betriebsfrequenz abgestimmt werden.
  • In 3 ist der Befestigungsbereich der radialen Biegewellen-Stabresonatoren 16 eines Querschnitts von 8 × 8 mm auf dem Wandlerhals 40 einer Kopfweite e von 80 mm dargestellt mit angedeuteter Schwingungskurve, deren Knoten alle 21 oder 42 mm wiederkehren.
  • Der Ultraschallwandler 10 der 4, 5 schwingt in Longitudinalresonanz mit einem über ihm festliegenden Dehnungswellenresonator 42. Von diesem ragen radial Longitudinalwellen-Stabresonatoren 44 ab, die in der eigenen Longitudinalresonanz erregt werden. Im Gegensatz zum Biegeresonator liegen beim Longitudinalresonator die Amplitudennullpunkte 26 viel weiter auseinander, wie es beispielhaft oberhalb des Siebes 18 in 5 angedeutet ist.
  • Dieser Ultraschallwandler 10 ist mit seinem Dehnungswellenresonator 42 gegebenenfalls einstückig.
  • Nach 6, 7 quert den Ultraschallwandler oder Konverter 10; der in der Mitte oder an den Siebrahmenecken dieses Longitudinalresonator-Systems angeschlossen sein kann, in Abstand f wenigstens ein Radialstab 46 der Höhe h von 10 mm mit zentralem Anschlußstück 47 der Höhe h1 von 21 mm. Von diesem Radialstab 46, der wie die Stabresonatoren 16 aus einem Metallprofil hergestellt ist, gehen parallele Querstäbe 48 mit dem zu den Stabresonatoren 16 der 5 beschriebenen rechteckigen Querschnitt aus.
  • Eine pilzförmige Ausgestaltung eines Ultraschallwandlers 10a , der Longitudinalschwingungen in Membranschwingungen umwandelt, ist in 8 explosionsgeschützt dicht mit dem Sockelgehäuse 28 verschweißt, das eine dichte seitliche Durchführung 29 für die Leitungen 34, 34a zweier an PZT-Ringe 30 angelegter Beryllium-Kupfer-Scheiben 32 – als Sandwichschwinger – anbietet.
  • Dieser Ultraschallresonator 10a mit den Platten 30 aus Piezokeramik zwischen den Kontaktelementen 32 ist in 9 bis 13 mit – drei bis acht – bevorzugt hohlen Biegewellen-Stabresonatoren 16 als Biegeschwinger versehen, deren freie Enden 16a durch flügelartige Entkopplungsbleche 50 an den Rahmen 20 angeschlossen sind. Deren achsparallele Anschlußnaht 51 liegt in einem Bewegungsnullpunkt. Es handelt sich um einen besonders gut abgestimmten Resonator zur Schallverteilung.
  • An dem in 9 rechten Rahmenquerschnitt ist ein Steckergehäuse 52 mit Durchgang 53 zu erkennen, der unterhalb des Rahmens 20 an einem Halter 54 festliegt. Der Durchgang 53 der 10 verläuft in Höhe der hohlen Stabresonatoren 16, deren Innenraum mit 17 bezeichnet und durch einen Stirndeckel 56 verschlossen ist.
  • Das Sieb der 14 zeigt einen Siebbelag aus einem gröberen Sieb 18 und einem Feinsieb 19.
  • In den Wandlerhals 40 der 15 ist ein – bevorzugt mit einer Laserschneidmaschine erzeugtes – Lochblech 58 der Dicke i (von beispielsweise 8 mm bei Aluminium und von 12 mm bei Stahl) eingespannt, auf das ein Feinsieb 19 aufgeklebt oder in anderer Weise gehalten ist. Das eingesetzte Lochblech 58 bietet hier Radialrippen 59 und diese verbindende Ring- oder Bogenrippen 60 an, deren Abstand n voneinander φ/2 mißt. Dieses Lochblech 59 kann auch andere Konturen und Ausnehmungen 62 aufweisen. Bei der Ausführung der 16 liegt der Ultraschallwandler 10 zentral, in 17 an einem Eck.
  • Andere Lochblechformen mit runden und rechtwinkeligen Ausnehmungen 62 deuten 18 oberhalb eines Resonatorkopfes 64 mit radialen Stabresonatoren 16 und 19, 20 – letztere mit Wabendurchbrüchen 62a – auf einem Resonatorkopf 65 ohne Stabresonatoren an.
  • Der Resonatorkopf 66 des Ultraschallwandlers 10b der 21 weist innerhalb des Rahmens 20 zu diesem in Radialabstand b drei vom Zentrum Z ausgehende etwa teilkreisförmige Stabresonatoren 16k auf, die – gleichgerichtet gekrümmt – nahe ihrer freien Enden an dünnen und i. w. radial verlaufenden Entkopplungsblechen 50a festliegen. In diesen ist jeweils zumindest ein Durchbruch 49 angeordnet – ein solcher kann auch in den Entkopplungsblechen 50 der 11 bis 14 vorhanden sein.
  • Der Resonatorkopf 67 der 22 trägt exzentrisch innerhalb des Rahmens 20 an den Entkopplungsblechen 50a einen Kreisstab 68.
  • Vorteilhafterweise kann die Ultraschallsiebvorrichtung nach der Erfindung, als Zusatz in eine bestehende Schwingsiebmaschine 70 (23) eingebaut werden. Mit dieser wird der Ultraschallwandler 10 form- oder kraftschlüssig verbunden. Die durch das übergeordnete mechanische Schwingsystem verursachten Massenträgheitskräfte werden von der Ultraschallsiebvorrichtung und deren Befestigung aufgenommen und nicht auf das Sieb 18 und den Siebrahmen 20 übertragen. Das Sieb 18 erhält somit eine weitere Abstützung, was besonders bei großen feinmaschigen Siebflächen von Bedeutung ist.
  • Der Ultraschallwandler 10 der 23 ist mit seinem Biegewellenmembran-Resonator 14 in eine runde Schwingsiebmaschine 70 auf Schwingstelzen 72 eingebaut. Deren schwingende Bewegungen sorgen für eine gleichmäßige Verteilung des Siebgutes 74 auf der Siebfläche 18 und ermöglichen den Austrag des Grobgutes 75 über einen Randausgang 76.
  • 24 zeigt, daß auch mehrere Biegewellenresonatoren 14 übereinander in einem der Frequenz angepaßten Abstand q von φ/2 durch einen Ultraschallwandler 10 angeregt werden können.
  • In 25 liegen zwei Siebe 18, 19 aufeinander, wobei das eine Sieb 18 nur für Fortpflanzung und Übertragung der Schwingungen eingesetzt wird. Die Schwingung wird mittels Klebstoff oder durch das Eigengewicht des Siebgutes übertragen. Die Erfindung hat den Vorteil, daß nicht nur den Ultraschall gut weiterleitende Stahlsiebe zum Einsatz kommen, sondern auch synthetische Sieb- und Filtergewebe als Feinsieb 19. Auch können große Flächen beschallt werden.
  • Das Feinsieb 19 wird nur am Rande festgelegt (Fixierpunkte 76 in 26), und es wird durch das Siebgut auf das Stützgitter 18 gedrückt, wobei der Ultraschall übertragen wird und zwar nur dann, wenn auf dem Feinsieb 19 Siebgut lastet. Das Stützgitter 18 besteht hier beispielsweise aus Stahldrähten von 2 bis 4 mm Durchmesser. Die Rahmenteile sind bei 78 durch einen Spalt getrennt. Unterhalb der Siebfläche ist ein Schwingungsbild angedeutet.
  • Bei einem speziellen Siebgewebe für das Ultraschallsieben ist nach 27, 28 der Maschendraht 18b unterschiedlich dick; dank der dickeren Drähte breitet sich der Ultraschall auf dem ganzen Sieb 18 aus.
  • Gemäß 29, 30 wird Ultraschall mit abgestimmten Schalleitern 80 aus Metall von einem Konverter 10 auf mehrere mit einem Sieb verbundene Resonatoren 14, 16 übertragen. Der Ultraschallwandler 10 ist also auch hier nicht direkt mit dem Resonator 14, 16 verbunden.
  • In den nachfolgenden Figuren der Zeichnung werden Hilfsmittel aufgezeigt, die das Sieben mit Ultraschall unterstützen. So gibt 31 eine Schwingsiebmaschine 70 mit Ultraschall-Siebvorrichtung wieder, bei der in einem Gefäß 82 ein Druckunterschied zwischen der oberen und unteren Siebfläche erzeugt wird.
  • In 32 wird bei einer Ultraschall-Siebvorrichtung das Siebgut durch Düsen 84 mittels Luftstrahl 86 auf die Siebfläche 18 geschossen, was den Durchsatz beim Sieben positiv beeinflußt.
  • 33 zeigt eine Ultraschall-Siebvorrichtung, bei der für die Materialverteilung auf dem Sieb 18 Gas- oder Flüssigkeitsstrahlen 86, Bürsten 88 und/oder Profile 89 aus Kautschuk, Kunststoff und Metall verwendet werden.
  • Schließlich sind auf dem Sieb 18 der 34 Kugelkörper 90 aus Metall oder Kunststoff vorgesehen, die sich durch Ultraschall bewegen und das Siebgut durch die Maschen drücken.

Claims (3)

  1. Vorrichtung zum Sieben, Klassieren, Sichten, Filtern oder Sortieren trockener fester Stoffe oder fester Stoffe in Flüssigkeiten, mit in einem Siebrahmen vorgesehener Siebfläche und dieser zugeordnetem Ultraschallwandler, durch welchen der Siebfläche Schwingungen zuleitbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ultraschallwandler (10) wenigstens ein der Siebfläche (18) anliegender Resonator (14) zugeordnet ist, der auf die Resonanz des Ultraschallwandlers abgestimmt und von letzterem in Schwingungen, insbesondere Biegeschwingungen, versetzbar ist, wobei in einem kreisförmigen Rahmen (20) wenigstens ein konzentrischer ringförmiger Stabresonator (68) verläuft und mit dem Rahmen durch Entkopplungsbleche verbunden ist, wobei die Entkopplungsbleche bevorzugt in einem Knotenpunkt der Bewegung festgelegt sind.
  2. Vorrichtung zum Sieben, Klassieren, Sichten, Filtern oder Sortieren trockener fester Stoffe oder fester Stoffe in Flüssigkeiten, mit in einem Siebrahmen vorgesehener Siebfläche und dieser zugeordnetem Ultraschallwandler, durch welchen der Siebfläche Schwingungen zuleitbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ultraschallwandler (10) wenigstens ein der Siebfläche (18) anliegender Resonator (14) zugeordnet ist, der auf die Resonanz des Ultraschallwandlers abgestimmt und von letzterem in Schwingungen, insbesondere Biegeschwingungen, versetzbar ist, wobei der Resonator (14) im Zentrum der Siebfläche (18) vorgesehen ist und die Resonanz übertragenden Elemente als Stabresonatoren (16) von ihm radial abragen, wobei die Stabresonatoren (16) in Abstand (b) zum Rahmen (20) enden, und wobei gekrümmte Stabresonatoren (16k ) vom Zentrum (Z) ausgehen und in Abstand zum Rahmen (20) an diesem durch Entkopplungsbleche (50a ) verbunden sind, wobei die Entkopplungsbleche bevorzugt in einem Knotenpunkt der Bewegung festgelegt sind.
  3. Vorrichtung zum Sieben, Klassieren, Sichten, Filtern oder Sortieren trockener fester Stoffe oder fester Stoffe in Flüssigkeiten, mit in einem Siebrahmen vorgesehener Siebfläche und dieser zugeordnetem Ultraschallwandler, durch welchen der Siebfläche Schwingungen zuleitbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ultraschallwandler (10) wenigstens ein der Siebfläche (18) anliegender Resonator (14) zugeordnet ist, der auf die Resonanz des Ultraschallwandlers abgestimmt und von letzterem in Schwingungen, insbesondere Biegeschwingungen, versetzbar ist, wobei der Resonator (14) Stabresonatoren (16) aufweist, die in Abstand (b) zum Rahmen (20) enden, und wobei die freien Enden (16a ) der Stabresonatoren (16) durch dünne Entkopplungsbleche (50) mit dem Rahmen (20) verbunden sind, wobei die Entkopplungsbleche bevorzugt in einem Knotenpunkt der Bewegung festgelegt sind.
DE4418175A 1993-05-26 1994-05-25 Vorrichtung und Verfahren zum Sieben, Klassieren, Sichten, Filtern oder Sortieren von Stoffen Expired - Fee Related DE4418175C5 (de)

Priority Applications (3)

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